Erläuterungen zur Bilanz

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Ausbildung für eine Tätigkeit als

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Nachfolgende Ausführungen beziehen sich überwiegend auf den Konzern, der im Wesentlichen durch die Vivantes bestimmt wurde.

IV.1 Anlagevermögen

Von den Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von 56,8 Millionen Euro (im Vorjahr 93,4 Millionen Euro) entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstän-de 1,6 Millionen Euro (im Vorjahr 3,3 Millionen Euro), auf Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 13,4 Millionen Euro (im Vorjahr 10,8 Millionen Euro), auf Technische Anlagen 3,5 Millionen Euro (im Vorjahr 11,1 Millionen Euro), auf Einrichtungen und Ausstattungen 20,9 Millionen Euro (im Vorjahr 33,4 Millionen Euro) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17,3 Millionen Euro (im Vorjahr 34,8 Millionen Euro). In Höhe von 0,1 Millionen Euro wurden Beteiligungen an den neugegründeten Gesell-schaften Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH und Labor Berlin – Charité Vivantes Service GmbH erworben.

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Zu den wesentlichen Zugängen des Berichtsjahres gehören mit 5,0 Millionen Euro die Erweiterung des OP-Bereiches und der Rettungsstelle im Klinikum im Friedrichshain, mit 2,8 Millionen Euro die Technikzentrale im Klinikum Hellers-dorf, mit 2,3 Millionen Euro die Sanierung des Hauptgebäudes im Klinikum Am Urban und mit 2,2 Millionen Euro die Sanierung des Altbaus der Patholo-gie im Klinikum im Friedrichshain. Daneben wurden im Berichtsjahr im Rah-men des Konjunkturpaketes II OP-Ausstattungen und Krankenbetten in Höhe von 2,6 Millionen Euro erneuert. Weitere wesentliche Investitionen betrafen die Beschaffung von zwei Linearbeschleunigern, Computertomografiegeräten, Röntgentechnik und Medizintechnik.

Anlagenabgänge zu Restbuchwerten ergaben sich in Höhe von 4,8 Millionen Euro (im Vorjahr 5,1 Millionen Euro). Davon entfallen im Wesentlichen 1,3 Millionen Euro (im Vorjahr 3,9 Millionen Euro) auf die Veräußerung von Grundstücken und Gebäuden einschließlich technischer Anlagen, 0,1 Millio-nen Euro (im Vorjahr 0,1 MillioMillio-nen Euro) auf Verkäufe und Aussonderungen bzw. Verschrottungen von Einrichtungen und Ausstattungen.

Es sind Abschreibungen in Höhe von 70,9 Millionen Euro (im Vorjahr 42,4 Millionen Euro) vorgenommen worden. Die Abschreibungen wurden in Höhe von 34,7 Millionen Euro (im Vorjahr 29,6 Millionen Euro) durch die Auflösung von Sonderposten neutralisiert.

In Höhe von 22,9 Millionen Euro wurden, aufgrund einer aus der ungünstigen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt resultierenden dauernden Wertminde-rung der nicht betriebsnotwendigen Immobilien, außerplanmäßige Abschrei-bungen vorgenommen. Diese betreffen folgende Standorte bzw. Teilbereiche dieser Standorte:

• Klinikum Spandau – Standort Griesinger Straße

• Humboldt Klinikum – Standort Oranienburger Straße

• Klinikum Hellersdorf – Standort Brebacher Weg Haus 1

• Haus 5, Teichstraße 50

Des Weiteren sind durch die Anpassung der Restnutzungsdauer außerplan-mäßige Abschreibungen in Höhe von 5,0 Millionen Euro angefallen, welche aus der geplanten Aufgabe von Standorten bzw. Teilbereichen in den näch-sten Jahren resultieren.

Im Übrigen wird auf den Anlagespiegel als Anlage zu diesem Anhang ver-wiesen.

IV.2 Vorräte

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Vorräte in Höhe von 17,0 Mil-lionen Euro (im Vorjahr 15,5 MilMil-lionen Euro).

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 5,7 Millionen Euro (im Vorjahr 5,6 Millionen Euro) entfallen im Wesentlichen auf Vorräte des medizinischen Bedarfs in Höhe von 4,4 Millionen Euro (im Vorjahr 4,5 Millionen Euro), auf

0,4 Millionen Euro) und auf Betriebsstoffe in Höhe von 0,7 Millionen Euro (im Vorjahr 0,4 Millionen Euro). Sämtliche Vorräte befinden sich im Eigentum der Gesellschaft. Abtretungen und Verpfändungen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die unfertigen Leistungen in Höhe von 11,3 Millionen Euro (im Vorjahr 9,9 Millionen Euro) weisen im Wesentlichen die bis zum Bilanzstichtag ange-fallenen Herstellungskosten für die Leistungen an Überlieger-Patienten aus, die erst mit der Entlassung abgerechnet werden. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einer Erhöhung der abzurechnenden Baserate sowie aus einer erhöhten Fallschwere der Überliegerpatienten.

Im Vergleich zum Vorjahr stellen sich die Vorräte wie folgt dar:

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IV.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert angesetzt, wobei erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berück-sichtigt wurden.

Die Zunahme des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag vor Wertberich-tigungen in Höhe von 6,9 Millionen Euro (im Vorjahr 5,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Umsatzerlöse.

IV.4 Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht

Die Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von 6,5 Millionen Euro (im Vorjahr 15,8 Millionen Euro) betreffen Einzelförder-maßnahmen nach § 7.1.2 LKG in Höhe von 3,3 Millionen Euro (im Vorjahr 8,4 Millionen Euro) und nach § 8 LKG in Höhe von 0,3 Millionen Euro (im Vorjahr 3,0 Millionen Euro) sowie Forderungen nach dem KHEntgG /BPflV in Höhe von 2,9 Millionen Euro (im Vorjahr 4,4 Millionen Euro).

IV.5 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 8,4 Millionen Euro (im Vor-jahr 30,1 Millionen Euro) und haben sich insbesondere aufgrund der neuen Bilanzierungsregelungen gemäß BilMoG für die Bewertung der Altersversor-gungsverpflichtungen und der somit vorgenommenen Verrechnung des Deckungsvermögens aus der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben mit den entsprechenden, unter den Rückstellungen erfassten

Altersteilzeit-in Millionen Euro 31.12.2010 31.12.2009

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 100,6 93,7

Einzelwertberichtigungen -15,1 -12,4

85,5 81,3

in Millionen Euro 31.12.2010 31.12.2009

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5,7 5,6

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11,3 9,9

17,0 15,5

verpflichtungen, verringert. Der Zeitwert der zu verrechnenden Vermögens-gegenstände beträgt zum Bilanzstichtag 24,4 Millionen Euro. In Höhe von 0,3 Millionen Euro bestehen Forderungen aus der Insolvenzsicherung, für die keine Verpfändungserklärungen vorliegen; diese werden somit weiterhin unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

IV.6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel enthalten ausschließlich Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten, von denen 64,5 Millionen Euro (im Vorjahr 66,7 Millionen Euro) frei verfügbar und 20,9 Millionen Euro (im Vorjahr 23,4 Millionen Euro) zweckgebunden sind.

IV.7 Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital ist insgesamt um 7,2 Millionen Euro auf

314,1 Millionen Euro (im Vorjahr 306,9 Millionen Euro) gestiegen. Der Bilanz-verlust in Höhe von 211,8 Millionen Euro (im Vorjahr 218,1 Millionen Euro) setzt sich aus dem Konzernjahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von 6,3 Millionen Euro (im Vorjahr 2,6 Millionen Euro) und dem Verlustvortrag von 218,0 Millionen Euro (im Vorjahr 220,5 Millionen Euro) zuzüglich des Ergebnisanteils 2010 anderer Gesellschafter in Höhe von 0,1 Millionen Euro (im Vorjahr 0,2 Millionen Euro) zusammen.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 879 tausend Euro (im Vorjahr 759 tausend Euro) setzt sich aus den Anteilen der Mitgesellschafter am Eigenkapital der Vivantes Rehabilitation GmbH in Höhe von 9 tausend Euro, der Vivantes Textilversorgung GmbH in Höhe von 8 tausend Euro, der VivaClean Süd GmbH in Höhe von 12 tausend Euro und der Vivantes personal GmbH in Höhe von 12 tausend Euro, der Beteiligung des Mitgesellschafters der Vivantes Rehabilitation GmbH an der atypisch stil-len Gesellschaft in Höhe von 354 tausend Euro, die Beteiligung des Mitge-sellschafters der Vivantes personal GmbH an der atypischen Gesellschaft in Höhe von 200 tausend Euro, dem anteiligen Verlustbetrag der Mitgesellschaf-ter der Vivantes Rehabilitation GmbH in Höhe von 477 tausend Euro und dem anteiligen Ergebnisbetrag der Mitgesellschafter der Vivantes personal GmbH in Höhe von 69 tausend Euro zusammen. Weiterhin sind in dieser Position die Privatkonten der stillen Gesellschafter der Reha in Höhe von 201 tausend Euro und der personal GmbH in Höhe von 394 tausend Euro sowie die Kapitalrück-lagen der VivaClean Süd GmbH in Höhe von 97 tausend Euro ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB ein Betrag von 835 tausend Euro aus der erstmaligen Abzinsung der sonstigen Rückstellun-gen in die GewinnrücklaRückstellun-gen eingestellt.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich.

IV.8 Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen in Höhe von 90,1 Millionen Euro gebildet (im Vorjahr 128,7 Millionen Euro), von denen 87,8 Millionen Euro

Pensionsrückstellungen (im Vorjahr 1,1 Millionen Euro) und 0,9 Millionen Euro Steuerrückstellungen (im Vorjahr 0,8 Millionen Euro) betreffen.

Die Pensionsrückstellung für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung wurde zum 1. Januar 2010 aufgrund der Änderung der Rückstellungsbilan-zierung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) neu bewertet.

Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,3 Millionen Euro wurde vollständig im Berichtsjahr unter den außerordentlichen Aufwen-dungen erfasst. Von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB die Zufüh-rung zur Pensionsrückstellung aufgrund der ÄndeZufüh-rungen durch das BilMoG linear über bis zu 15 Jahre vorzunehmen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach der Project-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und einem Rententrend von 2 Prozent. Zum Bilanzstichtag wurde eine Auf-zinsung vorgenommen; dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der durch-schnittliche Marktzins von 5,15 Prozent bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der sich ergebende Zinsbetrag von 0,1 Millionen Euro wurde unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen aus-gewiesen. Der Bewertung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Im Einzelnen stellen sich die Sonstigen Rückstellungen wie folgt dar:

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in Millionen Euro 31.12.2010 31.12.2009

Personalrückstellungen 44,0 68,4

Instandhaltung und Restrukturierung 13,0 18,0

Sonstige andere Rückstellungen 30,8 40,4

87,8 126,8

Vivantes hat von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch ge-macht und in Vorjahren gebildete Aufwandsrückstellungen für unterlassene Instandhaltung gemäß § 249 Abs. 2 HGB a. F. und für Restrukturierungs-maßnahmen in Höhe von 10,1 Millionen Euro beibehalten.

Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die langfristigen sonstigen Rückstellun-gen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem durchschnittlichen fristenkongurenten Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß Rückstel-lungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen mit 44,0 Millionen Euro (im Vorjahr 68,4 Millionen Euro) den Personalbereich, insbesondere die Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 12,8 Millionen Euro (im Vorjahr 33,3 Millionen Euro), die Rückstellung für Mehrarbeit in Höhe von 5,9 Millionen Euro (im Vorjahr 7,3 Millionen Euro), die Rückstellung für noch nicht genommenen Urlaub in Höhe von 5,6 Millionen Euro (im Vorjahr 7,0 Millionen Euro) und die Rück-stellung für zeitversetzte Bezüge in Höhe von Millionen 4,7 Euro (im Vorjahr 4,8 Millionen Euro).

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden zum 1. Januar 2010 aufgrund der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch das BilMoG neu bewertet.

Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurde unter den außerordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt nach der Project-Unit-Credit-Methode unter Zugrun-delegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und einer erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerung von 3 Prozent. Zum Bilanzstichtag wurde eine Aufzinsung vorgenommen; dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der durch-schnittliche Marktzins von 5,15 Prozent bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der sich ergebende Zinsbetrag von 1,8 Millionen Euro wurde unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen aus-gewiesen. Der Bewertung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Die ausschließlich der Erfüllung von Schulden der Altersversorgungsverpflich-tungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermö-gensgegenstände (Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden folgende Beträge verrechnet:

Die zum Stichtag bilanzierte Jubiläumsrückstellung in Höhe von 1,8 Millionen Euro wurde zum 1. Januar 2010 aufgrund der Änderung der Rückstellungs-bilanzierung durch das BilMoG neu bewertet. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,2 Millionen Euro wurde in den Gewinn-rücklagen erfasst. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt nach der Project-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und einer unternehmensindividuellen Fluktuationswahrscheinlichkeit von 1,43 Prozent für die Vivantes GmbH bzw. 1,98 Prozent für die Forum für Senioren GmbH. Zum Bilanzstichtag wurde eine Aufzinsung vorgenommen;

dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzins von 5,15 Prozent bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Der sich ergebende Zinsbetrag von 0,1 Millionen Euro wurde unter den sons-tigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Für die Bewertung der Jubiläumsleistungen sind die § 23 TVöD und § 39 BAT maßgebend.

Die für die Archivierung von Patientenakten und Geschäftsunterlagen in Vor-jahren gebildete Rückstellung wurde zum 1. Januar 2010 aufgrund der Ände-rung der RückstellungsbilanzieÄnde-rung durch das BilMoG neu bewertet. Der sich

in tsd. Euro

Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 37.169

Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 23.540

Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 24.390

Verrechnete Aufwendungen 2.066

Verrechnete Erträge 553

in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt un-ter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Laufzeit von 5 bzw. 15 Jahren, angenommener Gehaltssteigerungen von 3 Prozent und sonstiger Kostenstei-gerungen in Höhe von 1,13 Prozent. Unter Anwendung der entsprechenden Zinssätze wurde ein Abzinsungsbetrag von 0,9 Millionen Euro ermittelt, der unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen wurde. Zum Bilanz-stichtag ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von 3,3 Millionen Euro.

In Höhe von insgesamt 90,1 Millionen Euro wurden im Konzern Rückstellun-gen gebildet, davon haben 23,5 Millionen Euro eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Mit dem Marburger Bund wurde im Dezember 2010 eine Tarifvereinbarung geschlossen, die für 2010 eine Einmalzahlung von 100 Euro pro Monat rück-wirkend ab Juli 2010 vorsieht. Für diese Nachzahlungen hat Vivantes Rück-stellungen in Höhe von 1,0 Millionen Euro gebildet. Die Auszahlung erfolgte im März 2011.

Für Risiken aus dem Urteil des LAG Berlin-Brandenburg vom 11. September 2008 hinsichtlich der diskriminierenden Lebensalterstufen des BAT mit Fort-setzung im TVöD bestehen zum Bilanzstichtag für die Jahre 2008 bis 2010 Rückstellungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro (im Vorjahr 4,8 Millionen Euro).

Im Berichtsjahr hat das BAG im Revisionsverfahren gegen die Entscheidung des LAG Berlin-Brandenburg sowie in einem weiteren Verfahren zur Frage, ob sich eine etwaige Altersdiskriminierung im TVöD fortsetzt, Vorabentschei-dungsersuchen an den EuGH gerichtet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses steht die Klärung der Rechtslage durch den EuGH noch aus.

IV.9 Verbindlichkeiten

Von den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 91,3 Millionen Euro (im Vorjahr 102,6 Millionen Euro) betref-fen im Wesentlichen mit 52,6 Millionen Euro (im Vorjahr 59,8 Millionen Euro) Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, mit 20,5 Millio-nen Euro (im Vorjahr 24,4 MillioMillio-nen Euro) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit 0,3 Millionen Euro (im Vorjahr 0,2 Millionen Euro) Ver-bindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen sowie mit 17,8 Millionen Euro (im Vorjahr 14,8 Millionen Euro) Sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht betreffen mit 23,4 Millionen Euro (im Vorjahr 31,6 Millionen Euro) die Beträge der noch nicht verrechneten Erlösausgleiche 2007 und 2008 sowie die Erlösausgleiche 2009 und 2010, mit 20,3 Millionen Euro (im Vorjahr 13,2 Millionen Euro) Verbindlichkeiten aus Pauschalfördermitteln und mit 8,9 Millionen Euro (im Vorjahr 15,0 Millionen Euro) Verbindlichkeiten aus Einzelfördermaßnahmen.

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

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