Projektbewertung

In document Nachhaltigkeitsbericht ...: (Page 102-136)

Programm //

EEP 4 Suppliers

2. Projektbewertung

Die kontinuierliche Bewertung unserer Corporate­Citizenship­Projekte hat für uns einen hohen Stellen­

wert. Am Projekt zur umweltschonenden mobilen Lichtversorgung der Menschen am Viktoriasee in Kenia (siehe Siemens­Nachhaltigkeitsbericht 2008) soll dies beispielhaft verdeutlicht werden. Das Insti­

tut für Afrikanistik an der Universität Wien untersuchte die Projektkonzeption im Hinblick auf den öko­

nomischen, ökologischen und sozialen Mehrwert. Eine sozioökonomische Analyse im Rahmen einer Masterarbeit überprüfte die Projektumsetzung und bestätigte die positive Auswirkung auf die Men­

schen vor Ort. Die lokal ansässige Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology setzte zu einem späteren Zeitpunkt die kontinuierliche Bewertung mit einer Marktanalyse fort. Auch in Zukunft werden wir den Erfolg unserer Projekte kontinuierlich bewerten.

Weiterführende Infor-mationen zum Dialog mit unseren Stakeholdern finden Sie unter www.siemens.com/nb/

stakeholderdialog

Eine Reportage über das Pilotprojekt in Kenia lesen Sie unter

www.siemens.com/nb/

offgrid

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

64 Innovation 68 Kunden und Portfolio 72 Compliance 76 Umweltschutz 80 Produktverantwortung

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

64 Innovation 68 Kunden und Portfolio 72 Compliance 76 Umweltschutz 80 Produktverantwortung

63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer 101

84 Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

88 Mitarbeiter 94 Lieferanten 98 Corporate Citizenship

hat sich als der effektivste Weg erwiesen, Anzahl und Art der HI­Viren im Blut genau zu bestimmen sowie zu messen, wie sie auf Medikamente reagieren. Dies ist eine Grundvo­

raussetzung im Kampf gegen AIDS, denn die Erreger entwi­

ckeln rasch Resistenzen gegen die Wirkstoffe. Mithilfe der Siemens­ Diagnostikgeräte können die Ärzte ihre Patienten optimal behandeln und den Krankheitsverlauf überwachen sowie mit entsprechender Medikation verlangsamen.

Siemens hat gemeinsam mit seinem Partner TOGA Mole­

cular Biology Laboratory, Johannesburg, den TOGAtainer entwickelt, ein schlüsselfertiges Labor, das überall dort eingesetzt werden kann, wo Zugang zu Wasser und Elektri­

zität besteht. Die Resultate der Blutuntersuchungen und der Überwachung des Virusgehalts im Blut, die im TOGA­

tainer durchgeführt werden, sind schnell verfügbar und zuverlässig.

Dr. Hugo A. Tempelman, der das Ndlovu Medical Center 1994 gegründet hat, ist überzeugt, dass Siemens und der TOGAtainer den entlegenen Problemregionen Afrikas weit mehr als nur Testergebnisse bieten können. Bei intensiver Zusammenarbeit kann der TOGAtainer Befunde in ver­

gleichbar hoher Qualität bieten wie Kliniklabors in der Stadt. Damit leistet Siemens einen Beitrag dazu, Men­

schen wie Lettie trotz ihrer Krankheit eine Zukunfts chance zu geben.

MEDIZINISCHE HIlFE, DIE MENSCHEN ERREICHT

AIDS ist ein weltweites Problem. Doch in Afrika, südlich der Sahara, ist die lage besonders verzweifelt. Obwohl in die-ser Region nur rund 13 Prozent der Weltbevölkerung leben, treten dort 60 Prozent aller AIDS-Fälle auf. 22,5 Millionen Menschen sind bereits infiziert, jedes Jahr kommen ca.

zwei Millionen hinzu. Über das Programm REACH (Resour-ces Embracing Africa with Care and Hope) unterstützt unse-re Division Diagnostics ärzte mit modernsten molekulardi-agnostischen Geräten. Auf diese Weise wird es möglich, die Patienten optimal zu behandeln und das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern.

Eine Geschichte, die Hoffnung macht – 2001 war Lettie, ei­

ne 26­jährige Südafrikanerin, dem Tod näher als dem Le­

ben. In einem staatlichen Krankenhaus wurde sie HIV­posi­

tiv getestet, aus Mangel an medizinischen Ressourcen je­

doch nicht behandelt, sondern wieder zurück in ihr Dorf geschickt. Dort schlossen ihre Freunde und die Familie sie aus der Gemeinschaft aus, weil sie fürchteten, ebenfalls mit der todbringenden Krankheit angesteckt zu werden.

Letties Situation spiegelt ein tragisches Schicksal wider, von dem Millionen Menschen betroffen sind. Jeden Tag gibt es in Südafrika 900 HIV­Tote und 1.900 Neuinfektio­

nen. Lettie hatte mehr Glück als die meisten anderen in ih­

rer Situation: Sie fand den Weg ins Ndlovu Medical Center im Township Elandsdoom in der südafrikanischen Provinz Limpopo. Hier konnte ihr geholfen werden. Natur­ und Tierfreunden ist die Provinz durch den berühmten Krüger Nationalpark bestens bekannt, die wenigsten wissen je­

doch vom Leid der hier weit verstreut lebenden Bevölke­

rung. Die Ursache: mangelhafte medizinische Versorgung.

lebensrettung im Container – Das Ndlovu Medical Center, in dem Lettie jetzt sogar arbeitet, ist das einzige medizini­

sche Versorgungszentrum für HIV­Infizierte im Umkreis von 180 Kilometern. Es ist eines von bislang 45 Zentren auf dem afrikanischen Kontinent, in denen molekulardiagnos­

tische Tests angeboten werden. Die Molekulardiagnostik

Unsere Molekulardiagnostik hilft dabei, mit HIV infizierte Patienten besser zu behan-deln und so den Krankheitsverlauf zu verzögern.

Weitere Informationen unter www.siemens.com/nb/reach

Projekt //

AIDS-Bekämpfung

www.siemens.com/nb/corporate-citizenship

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

102 2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer

124 Corporate Citizenship Verlässliche Daten und Fakten sind die Basis zielführender Diagnosen: Siemens trägt mit seinen Produkten und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung hierzu bei.

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer

124 Corporate Citizenship

103

Daten und Fakten

Jedes Jahr ermittelt Siemens seine Leistungen im Nachhaltigkeitsbereich auf der Basis von Daten und Fakten. Denn nur wer seine Leistung kennt, kann Unterneh-mensverantwortung tragen und verlässlich steuern und planen.

Kennzahlen, die der Ermittlung unserer Nachhaltigkeitsleistungen dienen, erfas-sen wir inzwischen auf allen Ebenen. Dabei ist es nicht unser Ziel, eine Flut an Daten zu generieren, sondern wir wollen geeignete Steuerungsgrößen etablieren.

Wir richten unser Kennzahlensystem an der Konzernstrategie aus und kommen gleichzeitig auch gezielt den Vorstellungen der nachhaltigkeitsorientierten Ana-lysten und Investoren entgegen, die unseren Bericht als Grundlage für ihre eigene Bewertung unserer Leistungen nutzen.

Die Fakten und Kennzahlen in diesem Kapitel sollen das Management-Kapitel

ergänzen.

104 63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer 124 Corporate Citizenship

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104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

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Compliance

Compliance zahlt sich langfristig aus, auch ökonomisch.

Wir messen und steuern die kontinuierlichen Verbesserun-gen anhand von Kennzahlen.

Compliance-Review-Prozess

Eine zentrale Rolle im Compliance­Programm spielt der un­

ternehmensweit eingeführte »Compliance­Review­Prozess«:

Mindestens vierteljährlich besprechen Management und Compliance­Organisation den Stand des Compliance­Pro­

gramms und seiner Implementierung sowie wesentliche Entwicklungen und Fälle. Der Compliance­Review­Prozess aggregiert die in den Reviews gewonnenen Erkenntnisse über die definierten Berichtslinien bis zum Chief Compliance Officer, der quartalsweise dem Vorstand und dem Compli­

ance­Ausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Compliance-Mitarbeiter weltweit

GJ 2009 598

GJ 2008 621 1

GJ 2007 170

GJ 2006 86 2

1 Enthalten: Projektmitarbeiter für die Einführung von Compliance-Programmen.

2 Compliance nur ein Teil der Mitarbeiteraufgaben.

Senior-Management-Incentivierung für Compliance Mit dem Ziel, die Verantwortung des oberen Managements für Compliance zu stärken, haben wir im Geschäftsjahr 2008 Compliance zum Bestandteil des Bonussystems gemacht;

den Anteil von Compliance an den variablen Gehaltsbestand­

teilen bezogen auf die jeweilige Organisationseinheit haben wir im Berichtszeitraum auf 20 Prozent erhöht. Diese Senior­

Management­Incentivierung für Compliance betrifft unter­

nehmensweit etwa 5.500 Manager. Auch im Geschäftsjahr 2010 bildet Compliance einen Bestandteil des variablen Ge­

halts unseres Senior­Managements.

Compliance-Trainings

Die Mitarbeiter müssen die Compliance­Regelungen kennen und mit ihrer Anwendung vertraut sein. Im Anschluss an die umfassenden Trainingsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008 lag der Schwerpunkt im Berichtszeitraum auf Wiederho­

lungskursen für Mitarbeiter, deren Training bereits mehr als ein Jahr zurücklag, und auf der Einführung eines webbasier­

ten Trainings für unsere überarbeiteten Business Conduct Guidelines (BCG), mit der wir zum Ende des Berichtszeit­

raums begonnen haben: Die Diskussion von Compliance­

Herausforderungen und fiktive Fallbeispiele sollen das Ver­

ständnis der neuen Richtlinien vertiefen. Das BCG­Training ist verpflichtend für Führungskräfte und weitere zeich­

nungsberechtigte Mitarbeiter und wird sich ab dem Ge­

schäftsjahr 2010 in der zahlenmäßigen Entwicklung der web­

basierten Schulungen niederschlagen.

Compliance-Schulungen und -Trainings

Teilnahme an webbasierten Schulungen kumuliert GJ 2009 140.000

GJ 2008 123.000 GJ 2007 31.000

Teilnahme an persönlichen Schulungen kumuliert GJ 2009 79.000

GJ 2008 52.200 GJ 2007 1.000

Compliance-Helpdesk »Ask us«

Unsere Mitarbeiter können Fragen zum Compliance­Pro­

gramm an das Compliance­Helpdesk »Ask us« richten; die Fragen werden im Durchschnitt innerhalb von zwei Arbeits­

tagen beantwortet. Ab dem dritten Quartal stieg die Anzahl der Fragen an »Ask us« aufgrund der Einführung des neuen elektronischen Verfahrens für Spenden, Mitgliedschaften und Sponsoring an, das ab dem Beginn des Geschäftsjahrs 2010 unternehmensweit verbindlich anzuwenden ist. Auch in diesem Fall hat »Ask us« die Implementierung neuer Com­

pliance­Prozesse wirksam unterstützt.

63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer 124 Corporate Citizenship

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio 105

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

www.siemens.com/nb/compliance

Anfragen an

das Compliance-Helpdesk »Ask us« 1

GJ 2009 3.992

Q1 775

Q2 847

Q3 1.260

Q4 1.110

GJ 2008 3.836

Q1 746

Q2 841

Q3 1.142

Q4 1.107

GJ 2007 198 2

1 Das Compliance-Helpdesk »Ask us« haben wir im September 2007 eingeführt.

Die Daten für das Geschäftsjahr 2007 umfassen daher nur einen Monat und sind nicht mit den Daten für das Geschäftsjahr 2008 vergleichbar.

2 Nur September 2007.

Meldewege für Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße

Mitarbeiter und externe Stakeholder können vertraulich und auf Wunsch anonym mögliche Compliance­Verstöße an un­

seren unabhängigen Ombudsmann und unser Compliance­

Helpdesk »Tell us« melden. Eingehende Hinweise werden daraufhin überprüft, ob sie einen Anfangsverdacht begrün­

den, der interne Sachverhaltsermittlungen auslöst. Im Be­

richtszeitraum ist die Gesamtzahl der Hinweise gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der Meldungen ohne Anfangsverdacht an der Gesamtzahl der Meldungen gegenüber dem Vorjahr erheblich zurückgegan­

gen. Diese Entwicklung kann so verstanden werden, dass Hinweisgeber strengere Maßstäbe an ihre Entscheidung für eine Meldung an das Helpdesk anlegen. Zugleich haben im Berichtszeitraum der Anteil wie auch die absolute Anzahl von Hinweisen mit Anfangsverdacht zugenommen. Diese Tendenz zeigt das wachsende Vertrauen der Hinweisgeber, dass wir ihren Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten kon­

sequent nachgehen.

Meldungen an den Ombudsmann und das Compliance-Helpdesk »Tell us« 1

Anzahl der Meldungen gesamt

GJ 2009 565

GJ 2008 539

GJ 2007 156

Davon Meldungen mit Anfangsverdacht

GJ 2009 439

GJ 2008 338

GJ 2007 67

Davon Meldungen ohne Anfangsverdacht

GJ 2009 126

GJ 2008 201

GJ 2007 89

1 Das Compliance-Helpdesk »Tell us« haben wir im August 2007 eingeführt, die Daten für das Geschäftsjahr 2007 umfassen daher nur den Zeitraum bis zum 30. September 2007 und sind nicht mit den Daten für das Geschäftsjahr 2008 vergleichbar.

Beseitigung von Compliance-Schwachstellen (Compliance Remediation)

Unternehmensweit analysieren wir die Compliance­Schwach­

stellen und beheben diese systematisch. Abgeschlossene Untersuchungen werden von der Compliance­Organisation nachbereitet, um zu überprüfen, ob identifizierte Lücken ge­

schlossen wurden. Gemeinsam mit den verantwortlichen internen Stakeholdern werden Prozesse und Kontrollen ge­

gebenenfalls angepasst. Diese sogenannte Compliance Re­

mediation trägt maßgeblich dazu bei, das Vertrauen in un­

sere Compliance­Maßnahmen zu stärken und zugleich unser Compliance­Programm kontinuierlich zu verbessern.

Verfahren wegen Korruption

Zur Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2009 hat Siemens Informationen über Rechtsstreitigkeiten veröffent­

licht, darunter Verfahren wegen Korruption. Diese Informati­

onen sind auch im Anhang zum Konzernabschluss im Ge­

schäftsbericht 2009 (Buch II, Seite 201 ff.) enthalten.

106 63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer 124 Corporate Citizenship

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Zielerreichung

Weiterführende Informationen zum Compliance­Manage­

mentansatz finden Sie auf Seite 72 und auf unserer Unter­

nehmenswebsite unter

www.siemens.com/nb/compliance Ziele Compliance

Ziel Zieltermin Status

Kontrollen und Prozesse

Die Compliance­Kontrollen in allen weiteren Konzern­

einheiten einführen – dies folgt auf die im März 2008 abgeschlossene Implementierung bei den »High Risk Entities« und den Geschäftseinheiten mit besonders hohem Geschäftsvolumen.

bis 09/2009 Ziel erreicht: Wir haben das Compliance Control Framework (CCF) weltweit ausgerollt und erfolgreich implementiert.

Stabilisierung und Weiterentwicklung des Compliance-Programms

Die bestehenden Compliance­Prozesse vereinfachen und Compliance stärker in bestehende Geschäftsprozesse integrieren.

bis 09/2009 Ziel erreicht: Wir haben die Compliance-Prozesse optimiert; unter anderem haben wir für Sponsoring, Spenden und Mitgliedschaften ein neues integriertes Tool entwickelt, das ab dem Geschäftsjahr 2010 im gesamten Unternehmen verbindlich ist. Über das Erreichen des Ziels hinaus untersuchen wir verstärkt Möglichkeiten, mit denen die Effizienz der Compliance-Prozesse verbessert werden kann.

Training

Das webbasierte Training zu den überarbeiteten Busi­

ness Conduct Guidelines weltweit in rund 15 Sprachen einführen.

ab 09/2009 Wir haben das neue Training ab September 2009 in deutscher und englischer Sprache eingeführt; die Einführung in 14 weiteren Spra-chen hat im Geschäftsjahr 2010 begonnen.

»Tone from the Top«

Die interne Compliance­Kommunikation weiter verstärken. laufend Mit zahlreichen Maßnahmen haben wir die interne Compliance- Kommunikation verstärkt und hinsichtlich Effektivität und Effizienz weiter verbessert. Das belegen die Resultate der auch 2009 durch-geführten Mitarbeiterbefragung zu Compliance. Weitere Maßnah-men sind in Vorbereitung.

Compliance-Monitor

Den Compliance­Monitor bei seiner Arbeit umfassend

unterstützen. laufend Die vom Monitor mit seinem ersten Zwischenbericht vorgelegten

Verbesserungsvorschläge werden im beziehungsweise ab dem Geschäftsjahr 2010 konsequent umgesetzt. Weiterhin werden wir den Monitor bei seiner Tätigkeit proaktiv unterstützen.

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Gesundheitsmanagement

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Umweltschutz

Das Überwachen von Umweltauswirkungen und unserer Umweltleistung ist ein zentrales Element unseres Umwelt-managements – konzernweit und an allen relevanten Standorten.

Die entsprechenden Parameter erfassen und kontrollieren wir mithilfe eines weltweiten Umweltinformationssystems, des »Siemens Environmental and Technical Safety Informa­

tion System« (SESIS). Das heißt, dass alle folgenden berichte­

ten Indikatoren weltweit den gesamten Konzern umfassen.

Die Pflicht zur Berichterstattung richtet sich bei Siemens nach Ressourcenverbräuchen, Emissionen und Abfallauf­

kommen – wird ein erster Schwellenwert überschritten, muss ein Standort über die SESIS­Plattform Daten berichten.

Überschreitet er einen weiteren, höheren Schwellenwert, muss er zusätzlich noch ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 einführen.

Schwellenwert für die Umweltbericht-erstattung in SESIS

Schwellenwert für die Umweltmanagement-systempflicht Primärenergie > 1.000 Gigajoule > 5.000 Gigajoule Sekundärenergie > 1.000 Gigajoule > 10.000 Gigajoule Abwasser (Produktions-

und Sanitärwasser) > 1.500 Kubikmeter > 5.000 Kubikmeter Gefährlicher Abfall > 1 Tonne > 10 Tonnen (Nicht gefährlicher) Abfall > 50 Tonnen > 250 Tonnen Kältemittel (speziell

zum Beispiel R22) > 50 Kilogramm

Direkte Treibhausgas-

emissionen (äquivalent) > 1.000 Tonnen

Im Geschäftsjahr 2009 haben 345 Standorte aus 41 Ländern Umweltdaten im Rahmen von SESIS gemeldet. Die Basis un­

serer Berichterstattung hat sich im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr erneut stark verändert: 49 Standorte haben wir neu integriert, 21 fielen weg.

Umweltmanagementsysteme

Die Anzahl der Siemens­Standorte mit Umweltmanagement­

systemen, die die Norm ISO 14001 erfüllen, ist im Geschäfts­

jahr 2009 weiter gestiegen: Am Ende des Berichtsjahrs ver­

fügten 211 Organisationseinheiten über ein extern zertifizier­

tes Managementsystem, weitere elf Standorte hatten eine firmeninterne Bestätigung. Damit haben zurzeit 73 Prozent unserer systempflichtigen Standorte ein geprüftes Umwelt­

managementsystem.

Anzahl der Standorte

mit Umweltmanagementsystem

GJ 2006 GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009

ISO 14001 212 213 182 211

Davon zusätzlich

nach EMAS validiert 4 5 4 6

Selbstbestätigungen 1 5 6 12 11

1 Standorte können ihr Umweltmanagementsystem auch in einem internen Prozess gegen die Anforderungen der ISO 14001 selbst verifizieren. Hierzu haben wir interne Qualitätsstandards definiert.

Der Rückgang der Anzahl von Standorten mit Umweltma­

nagementsystemen im Geschäftsjahr 2008 ist maßgeblich auf die Ausgliederung von Siemens VDO Automotive (SV) zu­

rückzuführen, deren Standorte vollständig zertifiziert waren.

Umweltleistung

Wir überwachen die Umweltauswirkung von Siemens mit absoluten Zahlen. Die Umweltleistung unserer Standorte auf Konzernebene messen wir wiederum anhand von normier­

ten, portfoliobereinigten Steuerungsgrößen (KPIs). Dies er­

möglicht es uns, die Umweltleistung des Unternehmens – unabhängig von Zu­ und Verkäufen – im Zeitverlauf zu ver­

gleichen. Wir nutzen diese KPIs, um die Zielerreichung zu überwachen.

Weiterführende Informationen zur Methodik finden Sie im Internet unter

www.siemens.com/nb/umweltdaten

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2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

Ob unsere Umweltziele erreicht sind, lässt sich an der Summe der ermittelten Effizienzgewinne im Zeitraum 2007 bis 2011 ablesen. Unser Ziel bleibt, bis zum Geschäftsjahr 2011 in den Bereichen Energie und Wasser eine Verbesserung von mindestens 20 Prozent sowie im Bereich Abfall eine Re­

duktion von 15 Prozent zu erreichen.

Energieverbrauch

Sowohl der direkte als auch der indirekte Energieverbrauch der berichtspflichtigen Standorte war im Geschäftsjahr 2009 rückläufig. Die unnormierten Verbräuche sind, sowohl bei den Energieträgern Elektrizität und Fernwärme, die wir an den Standorten von externen Versorgern beziehen, als auch beim Einsatz fossiler Energieträger in Form von Gas, Heizöl oder Fahrzeugkraftstoffen gesunken.

Direkter Energieverbrauch (in Gigajoule)

GJ 2006 GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009

Erdgas/

Flüssiggas 10.200.000 8.200.000 9.861.000 9.009.000

Heizöl 470.000 353.000 294.000 315.000

Benzin/Diesel 470.000 247.000 269.000 322.000

Gesamt 11.140.000 8.800.000 10.428.000 9.690.000

Der Energieverbrauch an Steinkohle betrug für die Geschäftsjahre 2006: 1 Gigajoule, 2007: 1 Gigajoule, 2008: 3.000 Gigajoule und 2009: 44.000 Gigajoule.

Bei der Elektrizität betrug der Rückgang 5,6 Prozent, bei Erd­ und Flüssiggas 8,6 Prozent. Insgesamt belief sich der Energieverbrauch der berichtspflichtigen Standorte auf 23.800.000 Gigajoule im Berichtszeitraum. Zurückzuführen ist die Verringerung des Energiebedarfs nicht unwesentlich auf die von uns gestarteten Energieeffizienz­Initiativen. An zahlreichen Standorten haben wir technische Verbesserun­

gen in allen Verbrauchssektoren umgesetzt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg, unsere Umweltziele zu erreichen.

Indirekter Energieverbrauch (in Gigajoule)

GJ 2006 GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009

Elektrizität 15.100.000 14.700.000 12.400.000 11.705.000 Fernwärme 3.200.000 2.300.000 2.700.000 2.405.000 Gesamt 18.300.000 17.000.000 15.100.000 14.110.000

Als Folge der Wirtschaftskrise sind die Fabriken nicht voll ausgelastet; auch das hat die Energieverbräuche reduziert.

Insgesamt haben wir die Umweltleistung im Bereich elektri­

sche Energie sowie Primärenergie und Fernwärme weit ver­

bessert. Unter Primärenergie ist hier der Verbrauch von fossi­

len Brennstoffen zu verstehen. Die Auswirkungen der Rezes­

sion auf die weitere Effizienzverbesserung sind noch nicht absehbar. Die Effizienzverbesserung im Bereich Elektrizität betrug im Berichtsjahr sechs Prozent – bezogen auf das Ba­

sisjahr 2006 waren es insgesamt 13 Prozent.

Bei Primärenergie lag dieser Gesamtwert bereits bei 25 Pro­

zent; die im Berichtsjahr erzielte Verbesserung hat daran ei­

nen Anteil von vier Prozent.

Verbesserung der Umweltleistung, bezogen auf elektrische Energie

GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011

Umweltleistung: portfoliobereinigt, bezogen auf den aggregierten Werksumsatz.

Elektrizität (kumulativ) Ziel (kumulativ)

Ziel 2011 = 20 %

1 % 7 % 13 %

Verbesserung der Umweltleistung, bezogen auf Primärenergie und Fernwärme

GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011

Umweltleistung: portfoliobereinigt, bezogen auf den aggregierten Werksumsatz.

Primärenergie (kumulativ) Ziel (kumulativ)

Ziel 2011 = 20 %

16 % 21 % 25 %

www.siemens.com/nb/umweltschutz

63 Management 103 Daten und Fakten 128 Prüfbescheinigung 131 Indizes 144 Disclaimer 124 Corporate Citizenship

2 Einführung 7 Profil 19 Nachhaltigkeit 39 Weltreise 56 Siemens-Umweltportfolio 109

104 Compliance 107 Umweltschutz 114 Arbeitssicherheit und

Gesundheitsmanagement

116 Mitarbeiter 120 Lieferanten

Bei Primärenergie und Sekundärenergie konnten wir die Effi­

zienz steigern; dadurch verbesserte sich auch der aus diesen Größen abgeleitete Indikator für den Kohlendioxidausstoß:

Er lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 17 Prozent, der Beitrag des vergangenen Geschäftsjahrs belief sich auf neun Prozent.

Treibhausgasemissionen

Unser Bestreben ist es, dass die Treibhausgasbilanz von Siemens mit der anderer Unternehmen besser verglichen werden kann. Deshalb haben wir 2007 beschlossen, uns bei unserer Berichterstattung am Leitfaden des World Resource Institute/World Business Council for Sustainable Develop­

ment (Greenhouse Gas Protocol) zu orientieren. Alle ange­

gebenen Kennzahlen zu unseren Treibhausgasemissionen wurden daher nach dieser Methode und Systematik berech­

net. Konkret bedeutet dies dreierlei:

Die Emissionen werden auf 100 Prozent hochgerechnet, wenn die Datenerfassung den Siemens­Konzern nicht voll­

ständig abdeckt.

Die Daten der vorangegangenen Jahre werden korrigiert, indem Emissionen von Standorten, die verkauft worden sind, herausgerechnet werden. Emissionen von gekauften Standorten werden im Umkehrschluss für vergangene Jahre abgeschätzt, wenn keine genauen Daten vorliegen, und zur Zeitreihe hinzugezählt.

Das Basisjahr für die Berechnung ist das Geschäftsjahr 2006.

Verbesserung der Umweltleistung, bezogen auf CO2-Emissionen, Energie

GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009 GJ 2010 GJ 2011

Umweltleistung: portfoliobereinigt, bezogen auf den aggregierten Werksumsatz.

CO2-Emissionen, Energie (kumulativ) Ziel (kumulativ) Ziel 2011 = 20 %

5 % 9 % 17 %

Wir haben 2010 das dritte Mal in Folge erfolgreich unseren Treibhausgasbericht von Det Norske Veritas (DNV) verifizie­

ren lassen (siehe www.siemens.com/nb/umweltschutz). Da­

mit wollen wir in unserer Berichterstattung die Transparenz erhöhen. Ein weiterer positiver Effekt ist der Erfahrungsaus­

tausch mit den Experten der Verifizierungsorganisation, der uns hilft, unsere Berechnungsmethodik von Jahr zu Jahr zu verfeinern.

Treibhausgasemissionen (in Prozent)

GJ 2006 GJ 2007 GJ 2008 GJ 2009

Elektrizität und Fernwärme 54 52 51 50

Heizöl, Gas, Treibstoffe 25 25 26 28

SF6 10 10 10 10

CO2-tech.;

HFC-PFC-CH4-N2O 1 1 1 1

Flüge, Bahnreisen

und Mietwagen 10 12 12 11

In SESIS erfassen wir rund 93 Prozent unserer indirekten und direkten Treibhausgasemissionen. Die restlichen sieben Pro­

zent werden anhand einer Hochrechnung ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die Treibhausgasemissio­

nen 3,8 Millionen Tonnen. Der größte Teil davon ist durch unseren Strombezug verursachte Elektrizitätserzeugung, gefolgt von der Verbrennung fossiler Brennstoffe in eigenen Heizungen, Prozessfeuerungen und Fahrzeugen. Schwefel­

hexafluorid wird in Hochspannungsanlagen eingesetzt; die CO2­äquivalenten Emissionen durch Schwefelhexafluorid hatten einen Anteil von zehn Prozent an den gesamten Treib­

hausgasemissionen.

www.siemens.com/nb/umweltschutz

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