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Ein Tag sagt mehr als tausend Worte?

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Academic year: 2021

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(1)

Ein Tag sagt mehr als tausend Worte?

Kreatives Potenzial und Neotags in Tagging-Systemen

Christof Niemann

(2)

Themen

„ Wissensorganisation im Internet

„ Intelligenz und Kreativität im Web 2.0

„ Tagging-Systeme als Forschungsgegenstand

„ Vermessungen zur Kreativität der Sprache

„ Intelligenz im Chaos? Erste Ergebnisse.

„ Ausblick

(3)

Wissensorganisation im Internet

Der Information Overload

„ Problem: Sinnvolle Annotation und

Strukturierung von Informationsmassen

„ Lösung: Kombination der Erschließungstypen

Struktur

Effizienz Innovation

(4)

Wissensorganisation im Internet

Collaborative Tagging:

Sacherschließung im Web 2.0

„ Freie Vergabe von Schlagwörtern für Artikel, Monographien, Bilder, Videos, Webseiten usw.

„ Hohes Innovationspotenzial

„ Visualisierung der Verschlagwortung durch Tag-Clouds

„ Annahme: die besten Deskriptoren (Tags) werden sich durchsetzen

(5)

Intelligenz und Kreativität im Web 2.0

Emergierende Ordnung = Schwarmintelligenz?

„ Vorbild Natur: Selbstorganisation

„ Relativ unintelligente Einzelelemente bilden übergreifende Ordnung

„ Flexibel, robust, dezentral, fehlertolerant

„ Zielgerichtete Aufgabenerfüllung, Lösung von Optimierungsproblemen

„ Mensch: Schwarmverhalten lediglich erste Stufe der kollektiven Intelligenz

(6)

Kollektive Intelligenz

„ Netzwerke: nicht hierarchische Kommunikation

„ Intelligente Einzelelemente

„ Unkontrollierte (unkontrollierbare) Dynamik

„ Anything goes: Massenproduktion von Anregungen und Denkbarem

Intelligenz und Kreativität im Web 2.0

(7)

Kollektive Intelligenz II: Die Dynamik zähmen

„ Problem: Chaos in den Daten, Intelligenz „erst danach“

„ Lösung: klare Rahmenbedingungen, Distanz zu den Einzelobjekten,

Strukturierung der Anregungen

Intelligenz und Kreativität im Web 2.0

Æ Hierarchisches Handeln zur Beurteilung und Umsetzung der Ideen notwendig

(8)

Tagging-Systeme als Forschungsgegenstand

Forschungsstand

„ allgemeine Betrachtungen, Teilaspekte (22%)

„ Gruppen, typische Strukturen und

Verteilungen von Tags, Nutzern und/oder Ressourcen (17%)

„ Interaktionsbeziehungen zwischen

Nutzern, Tagging-Systemen und/oder Umweltbedingungen; Netzwerke (26%)

„ Pragmatik (Anreicherung, Evaluierung,

Verbesserung usw., 36.5%) Quelle: Rezeption 73 publizierter Studien zum Thema

Defizite:

-Geisteswissenschaftliche Zugänge?

-Tags als „seelenlose“ Zeichenketten?

-Lediglich funktionaler Beleg der These emergierenden Sinns

(9)

Vermessungen zur Kreativität der Sprache

Netzwerkkommunikation in Tagging-Systemen

„ Medium: Sprachliche Symbole

„ Ziel: Organisation und inhaltliche Erschließung von Ressourcen, Information Retrieval

Herausforderungen für den Tagger

„ Kompression und Distinktion

„ Mehrdeutigkeiten

(10)

Vermessungen zur Kreativität der Sprache

Strategien der Tag-Vergabe

„ Mehrheitlich: Übernahme / Verkettung bestehender Informationsfragmente (Zeichenfolgen aus Titel oder Volltext, Verwendung anderswo lexikalisch existenter Begriffe)

„ Wortneuschöpfungen: Kreatives Potenzial (Neotags)

„ These: Anhand der Neotags lässt sich die Kreativität eines Tagging-Systems messbar machen.

„ Probleme: Identifikation von Neotags für intellektuelle Analyse, Messung der Kreativität

(11)

Vermessungen zur Kreativität der Sprache

Identifikation von Neotags I

97.762 Tags (BibSonomy)

NLP (POS-Tagging)

Nicht erkannte

Korpora/Häufigkeit

Häufigste, lexikalisch nicht existente Tags

(12)

Vermessungen zur Kreativität der Sprache

Identifikation von Neotags II

Intellektuelle Recherche

Häufigkeit und Nutzeranzahl im

Zeitverlauf (2006-2009) Neotags

Rang

(Nachnutzung)

Tag Steigung

1 statecharts 3,66

2 mythesis 2,84

3 folkrank 2,80

4 socialnetworking 2,78

5 to-read 2,77

6 OpenSource 2,74

7 tagora 2,73

8 bibsonomy 2,73

9 openaccess 2,53

10 Varusschlacht 2,51

11

visualcommunica

tion 2,49

12 eval 2,45

(13)

Vermessungen zur Kreativität der Sprache

Messung der Kreativität

„ Ranking nach linguistischen Kriterien

„ Maß: kognitive Investition,

Komplexität der

Zeichenfolgenbildung

(14)

Intelligenz im Chaos? Erste Ergebnisse.

Struktur der Zeichenfolgen (500 häufigste Tags)

„ Ausdruckslänge: sehr häufig 3-4 Zeichen

„ Nutzeranzahl pro Tag: 1-2 (60%), 3-5 (16%), mind. 6 (22%)

„ Wortarten: Nominative (50%), Akronyme (20%), Eigennamen (10%), Adjektive (10%)

(15)

Intelligenz im Chaos? Erste Ergebnisse.

Kreativität der Zeichenfolgen (500 häufigste Tags)

„ Häufigste Klassen: Komposition zweier Wortformen, direkte Übernahmen aus Titel bzw. Text,

Verkürzungen (Abkürzungen, Akronyme)

„ Höhere kognitive Leistung eher selten

„ Beispiele: socialnetworking (Komposition,

Konversion), wwwkap2 (Abkürzung), semweb

(Abkürzugn und Komposition), open (-access, -source etc.) (Analogiebildung)

(16)

Fazit und Ausblick

„ Tags sind mehrheitlich nicht besonders kreativ (keine

„echten“ Neologismen)

„ Tags mit hohen Steigerungsgraden (spreading) sind tendenziell „kreativer“

„ Gut verständliche Neotags (z.B. folkrank,

socialnetworking, eval, e-Learning etc.) können sich schnell durchsetzen

„ Erhebung weniger häufiger Tags erforderlich (These:

weniger verständliche Tags könnten kreativer sein)

„ Verfahren und Modell aussichtsreich

Ausblick

(17)

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Kontakt:

christof.niemann@mail.uni-mannheim.de www.ub.uni-mannheim.de/485.html

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