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Aussaat und Gebet, Mehrgenerationenhaus Heidelberg, 20.09.2020

Im Dokument ABRAHAMISCHE TEAMS SACHBERICHT (Seite 17-0)

5 Jahresrückblick der Veranstaltungen „Abrahamischer Teams“

5.10 Aussaat und Gebet, Mehrgenerationenhaus Heidelberg, 20.09.2020

23 Teilnehmende (20 - 55 Jahre)

Bei herbstlich sonnigem Wetter gaben Manja Altenburg, Enno Krüger und Sarah Latif im Erzählcafé unter freiem Himmel Einblick in die Praxis des Gebetes. Diskutiert wurde die Frage mit welchen Ritualen Gebete verbunden sind und wie viel Raum sie im privaten Leben einnehmen. Neben jüdischem Tanz und der Möglichkeit Herbstsaatgut in Pflanztöpfen auszusäen kam es zu Austausch in lockerer Atmosphäre.

https://youtu.be/nF7G4I-p56g

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5.11 Feier und Tradition von Erntedank und Bewahrung der Schöpfung, Frankfurt/M.

04.10.2020

Etwa 30 BesucherInnen, Ev. Lydiagemeinde in Frankfurt/M.

In der Laubhütte, Foto: privat

Petra Kunik, Şenay Altintaş und Pfarrer Holger Wilhelm berichteten im Erzählkreis unter der rekonstruierten jüdischen Laubhütte im Gemeindesaal dem 30köpfigen Publikum wie das Thema Schöpfungsbewahrung in Judentum, Christentum und lslam verankert ist und welche Praktiken sich daraus entwickelt haben. Dabei war für die überwiegend christlichen Gäste der Veranstaltung sicherlich positiv überraschend, wie präsent Natur und Umwelt in Judentum und Islam sind. Ein Höhepunkt war die sehr persönliche Erzählung von Petra Kunik über das Ausrichten des Sukkotfestes unter den Bedingungen einer Frankfurter Innenstadtwohnung.

Hier wurde jüdisches Leben in Frankfurt konkret erlebbar. In der Diskussion wurde deutlich, dass sich das Thema Bewahrung der Schöpfung noch lange nicht in allen Gemeinden etabliert hat. Die Veranstaltung trug zum wachsenden Verständnis gegenüber anderen Religionsgruppen bei.

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5.12 Erntedank und Laubhüttenfest - die Schöpfung in der Natur feiern, Ladenburg, 04.10. 2020

17 Teilnehmende, Bacherlebnisstation in Ladenburg

Das Abrahamische Forum und der BUND Ladenburg luden Gäste aus der Region zur Bacherlebnisstation Ladenburg am Zufluss des Neckars ein. Die Veranstaltung war für Familien mit Kindern konzipiert, wurde aber ausschließlich von Erwachsenen besucht. Teilweise waren Besucher/innen selbst beim BUND aktiv.

Bau der Laubhütte, Foto: Inci Bosnak

Nach einer Begrüßung im Sitzkreis auf Bänken auf der Wiese der Bachstation durch die Organisatoren und einer kurzen Vorstellung der Arbeit des Abrahamischen Forums und des BUND in der Region, wurde das Thema ökumenische Schöpfungszeit und Erntedank aufgegriffen. Dr. Enno Krüger und Manja Altenburg diskutierten als christlich- jüdisches DUO die Frage, wie wir religiöse Feste mit Naturbezug feiern und sie umweltfreundlich gestalten können. Teilnehmer gaben Rückmeldung, wenig über Erntedank- Traditionen zu wissen. Aber auch das jüdische Laubhüttenfest und seine historischen Hintergründe waren weitgehend unbekannt und weckten großes Interesse. Nach der Diskussion trat die Gruppe in Aktion, um sich an der Rekonstruktion einer Laubhütte auf dem Gelände unter Bäumen zu probieren.

Aufgrund des sonnigen aber kühlen Wetters waren körperliche Aktivitäten sehr willkommen.

Der Tag endete mit der Erkundung des sich auf dem Gelände befindenden Biberdamms.

Dabei wurde auch die Rolle des Bibers als Fleischersatz in der klösterlichen Fastenzeit besprochen. Anschaulich wurde vermittelt wie die Habitate des Bibers zur Umgestaltung der Landschaft beitragen und welche Folgen positiver und negativer Art Biberpopulationen für die Landwirtschaft haben.

Die erlebnispädagogische Aktivität ist auch wieder für das Jahr 2021 geplant.

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5.13 Wir und die Bäume – der göttlichen Schöpfung auf der Spur, Königstein,

20.10.2020

35 Teilnehmende (mehrere Schulklassen, Lehrerinnen und Abrahamisches Team)

Am 20.10.2020 trafen SchülerInnen zweier Schulen in Königstein im Taunus auf ein RuN-Team. Auf dem Programm standen der interreligiöse Austausch zur Verantwortung gegenüber der Natur und die Erkundung des angrenzenden bewaldeten Woogtals.

Jasna Emso (Heidelberg), Karin Hildebrandt (Königstein) und Tanju Doğanay (Darmstadt) und besprachen die zentrale Rolle der Natur in Judentum, Christentum und Islam. Tanju Doğanay (Islam) beschreibt die Schöpfung als gottgegebene Ordnung, in welcher der Mensch seinen Platz als Statthalter innehat. Wer achtlos Laub, Pflanzen und Früchte von den Bäumen entfernt oder achtlos Bäume fällt, handelt nicht im Sinne der Verantwortlichkeit Allahs.

Jasna Emso verweist auf die Schöpfungsgeschichte nach jüdischer Überlieferung: Die Thora berichtet vom anfänglichen Chaos, in das innerhalb von 6 Tagen Struktur und Ordnung gelegt wurde, nachdem am siebten Tag ein Ruhetag (Schabat) folgte. Der Natur wird in jüdischen Traditionen über den Jahreszyklus besonders auf Festen (Laubhüttenfest, Neujahrsfest der Bäume) hinweg gedacht.

Gemeinsames Baumbild, Foto: Inci Bosnak

Bei der anschließenden Walderkundung wurden der Wuchs und das Zusammenstehen der Bäume und Symbiosen mit anderen Pflanzen beobachtet. Im auswertenden Gespräch erstellten SchülerInnen aus dem gesammelten Material (lose Äste, Moose und Beeren) ein Baumbild und entdeckten die Verbindung zwischen Mensch und Natur erneut.

Die mitgebrachten Pflanzen wurden als ein Spiegelbild der eigenen Empfindungen beschrieben. Das krumme Wachstum von Ästen und Stämmen wurde mit dem menschlichen Leben verglichen, das von Auf und Ab geprägt ist. Ein Schüler zeigte am Beispiel einer Kastanie, dass es sich bei den Pflanzen ähnlich wie bei den Menschen verhalten kann. Eine äußerlich stachlige Hülle kann einen sanften Wesenskern verbergen. Der Tag endete mit Gebeten in hebräischer, arabischer Sprache und deutscher Sprache. Ein Kurzfilm dokumentiert den Tag.

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https://www.youtube.com/watch?v=Ls5xZ2Xhj-M

5.14 Weihnachten und Chanukka – Christlich-jüdische Begegnung, Münzenberg, 13.12.2020

Ev. Dekanat Wetterau Friedberg, Alte Synagoge Münzenberg, 12 Teilnehmende (Corona auflagenbedingt), Andrea Setzer- Blonski, Pfarrer Dr. Peter Noss, Manfred de Vries (Vorsitz Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Wetterau)

Ein gemeinsamer Gottesdienst zur Advents- und Chanukkazeit führte in jüdische Bräuche ein, Andrea Setzer- Blonski ging auf die Hintergründe des jüdischen Lichterfestes ein, es folgte feierliches Entzünden der Kerzen und eine Ansprache vor der Synagoge. Die Veranstaltung wurde im Livestream übertragen.

https://ne-np.facebook.com/WetterauEvangelisch/videos/was-hat-das-j%C3%BCdische-lichterfest-chanukka-mit-weihnachten-zu-tun-um-diese-frage-/741332143172524/

https://www.youtube.com/watch?v=XByk4-fg8Y0

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5.15 Austauschtreffen der Abrahamischen Teams auf zoom 24.11.2020

16 Teilnehmende (Aktive in den Abrahamischen Teams)

Auf dem Programm des 2,5 stündigen Online-Treffens stand Vernetzung und Austausch mit Schulpersonal für künftige Zusammenarbeit und Erweiterung des Angebotes.

Nach einer Vorstellung des Formats und einem Rückblick auf das vergangene Jahr durch Stephanie Krauch, folgte ein Impuls mit Petra Kunik (Vorstand Abrahamisches Forum, GCJZ) zu Erfahrungen in der interreligiösen Schularbeit unter dem Titel „Du Jude“ - antisemitisches Mobbing und Strategien im Umgang mit Unwissenheit und Ressentiments. In einem intensiven Austausch wurde der Wunsch nach zukünftigem zweimal jährlichem Austausch und Fortbildungsangeboten für Aktive geäußert. Eine Folgeveranstaltung fand erneut auf zoom mit 21 Teilnehmenden am 16.03.2021 unter Beteiligung von Polizeihauptkommissar Wolfgang Reich (Präventionsbeauftragter Polizeipräsidium Mannheim) statt.

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6 Durch die Corona Pandemie abgesagte Veranstaltungen:

 Best Practice Day: Lernen im Dialog, eine Werkstätte für Lehrkräfte im Religionsunterricht, RPI, Frankfurt/M. 18.03.2020. Angefragt zum Thema Religionsmobbing und szenisches Spiel: Jennifer Münch, Andrea Setzer-Blonski, Şenay Altintaş. Die Veranstaltung soll im Juni 2021 wieder aufgegriffen werden.

 Die Kraft des Fastens - ein Interreligiöser Blick auf eine besondere Zeit, Gottesdienst und Gespräch mit einem Abrahamischen Team. Ev. Kirchengemeinde Eberstadt-Süd, 29.03.2020. Angefragt: Tuncay Dinçkal, Nurith Schönfeld-Amar und Dr. Enno Krüger, Moderation: Pfarrerin Ulrike Hofmann. Die Veranstaltung soll im Laufe des Jahres wieder aufgegriffen werden.

 Zentrale religiöse Feiern in der Synagoge, der Emir Sultan Moschee und der ev.

Stadtkirche in Darmstadt anlässlich der UN-Wochen gegen Rassismus. Angefragt waren: Kirchenpräsident der EKHN Dr. Volker Jung, Ayman Mazyek (ZMD) und Daniel Neumann (Landesverband der jüdischen Gemeinden in Hessen). Die Veranstaltungen wurden im März 2021 durchgeführt.

 Gemeinsame Strategien gegen Rassismus und Extremismus im interreligiösen Kontext. Podiumsdiskussion im Rahmen der UN-Wochen gegen Rassismus. Rathaus der Stadt Rüsselsheim, 21.03.2020. Der Tunesische Familienverein, der Afghanisch-Deutsche- Kultur- und Bildungsverein und das Interkulturelle Büro Rüsselsheim fragten an: Petra Kunik, Pfarrer Wolfgang Prawitz und Hilal Akdeniz.

 Erzähle mir von euren Festen - Trialog der Religionen in der Ev. Kirchengemeinde in Bleidenstadt, 07.05. 2020. Angefragt: Sahra Latif, Mark Krasnov und Joanne Hughes Jeske, Moderation: Stephanie Krauch. Die Veranstaltung soll im Herbst 2021 wieder aufgegriffen werden.

 Die Stellung der Frau in den monotheistischen Religionen im Wandel der Zeit. Ein trialogisches Gespräch. Martin Buber Haus Heppenheim, Internationaler Rat der Christen und Juden, 26. 05. 2020, Angefragt: Manja Altenburg, Dr. Imen Ben Temelliste und Dr. Almut Rumstadt, Moderation: Birgit Meurer.

 Achtung und Toleranz - Interreligiöser Dialog mit Schülern der 9. Klasse, IGS West Frankfurt/M. am 03.06.2020. Angefragt: Petra Kunik, Pfarrerin Susanne Faust-Kallenberg, Hilal Akdeniz.

 Auf Abrahams Spuren – Interreligiöser Dialog und Szenisches Spiel in der 4. Klasse.

Friedrich Ebert Grundschule Heidelberg. 25.06.2020 Angefragt: Pfarrer Mirko Diepen, Manja Altenburg, Jennifer Münch.

 10. Abrahamisches Religionsgespräch an der Albert Einstein Schule Schwalbach, Diskussion mit ca. 180 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10. 30. 09. 2020. Angefragt:

Petra Kunik, Pfarrrer Andreas Heidrich und Şenay Altintaş. Die Veranstaltung wurde erneut für Mai 2021 angefragt.

 Interreligiöser Kompetenzkurs, Aufbauqualifizierung für pastorale Handlungsfelder, Bistum Limburg Gespräch mit einem Abrahamischen Team am 16.10.2020.

23 Impressum:

Redaktion: Stephanie Krauch Layout: Johanna Hessemer

Herausgeber:

Abrahamisches Forum in Deutschland e.V.

Goebelstr, 21a 64293 Darmstadt

Telefon 06151- 39 19 741 Telefax 06151- 39 19 740 info@abrahamisches-forum.de

Projektförderung 2020; Kapitel 0601, Titel 685 19 – Abrahamische Teams- ZMVI8-2520DIK004

Im Dokument ABRAHAMISCHE TEAMS SACHBERICHT (Seite 17-0)