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Übers Wappen Das Wappen auf den STAMMTAFELN HERLYN (1914)

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Übers Wappen

Eine Informationsbroschüre über die Herkunft und Entwicklung des Wappens der Familie Herlin / Herlyn / Heerlien

Das Wappen auf den ‚STAMMTAFELN HERLYN‘ (1914)

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Das Wappen auf dem Grabstein von Eerd Hindriks Herlyn (1796) (Quelle: Upstalsboom-Ges.)

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Einleitung und Vorwort

Lange Zeit glaubte man, dass unsere Vorfahren adelig waren und wir von einem Hoston de Saint- Omer abstammen. So war es in der » Généalogie de la très anciennes et très noble Famille de Herlin « aus dem Jahr 1669 zu lesen, die der ehemalige Mönch Jean le Carpentier im Auftrag von Claude Herlin aus Bremen geschrieben hat. Mit dieser ‚Genealogie‘ sollte er nachweisen, dass diese ‚sehr alte und sehr edle Familie‘ ursprünglich adelig gewesen ist und dass sie ihren Adelstitel nur durch ungünstige historische Umstände verloren hat. In dieser Genealogie wird auch ein Wappen einer Familie ‚d’herlin‘ beschrieben, die es tatsächlich im Herzogtum Flandern und den Grafschaften Artois und Boulonnais gegeben hat, mit der wir nachweislich aber nicht verwandt sind (vgl. W. Herlyn: ‚Im Ungewissen). Die dort gemachten genealogischen Angaben zur adeligen Herkunft der Familie Herlin haben sich jedoch als ‚Erfindungen‘ des Autors Jean le Carpentier erwiesen, so dass auch die Herkunft dieses angeblich ersten Wappens der Familie Herlin nicht mehr zu halten war.

Es stellt sich also die Frage: wie sind unserer Vorfahren zu ihrem Wappen gekommen? Die vorliegende Broschüre beschäftigt sich daher mit der Herkunft und Geschichte des Wappens unserer Familie, die nicht nur in Ostfriesland, sondern im gesamten Bundesgebiet und den USA unter dem Namen Herlyn und in den Niederlanden unter dem Namen Heerlien ansässig ist. Aufgrund neuer Erkenntnisse können wir inzwischen den Zeitraum und den Personenkreis relativ gut eingrenzen, der das Wappen zuerst benutzt hat. Bei unserer Spurensuche im Jahr 2012 stießen wir auf das Buch » Épigraphie du Département du Pas-de-Calais «, in dem die Grabtafeln und Grabinschriften aus der nördlichen Region Frankreichs zusammengetragen wurden. Zudem konnten wir 2018 das Manuskript ‚MS328‘ über die » Épitaphes des Églises d’Arras « aus der ‚Médiathèque de l'Abbaye Saint-Vaast‘ von Arras auswerten.

Mit dieser kleinen Schrift sollen nun diese Daten und weitere Erkenntnisse über die Herkunft und Entwicklung des Wappens aus den inzwischen gefundenen Büchern und Quellen der ganzen Familie zugänglich gemacht werden. Zugleich soll ein Bogen von den Anfängen unseres Wappens bis in unsere Zeit gespannt werden. Und damit sich jeder sich selbst ein Bild über die Entwicklung unseres Wappens machen kann, wurden möglichst viele unterschiedliche Abbildungen in die Broschüre aufgenommen.

Ich hoffe, viele Familienmitglieder werden diese Broschüre lesen. Sie wird auch auf die Familien- Homepage gestellt und soll ständig aktualisiert und ergänzt werden. Jeder kann diese Broschüre bereichern, indem er mir seine persönlichen Wappen und Gegenstände, auf denen unser Wappen abgebildet ist, für die nächste Ausgabe als Foto oder digitales Bild zur Verfügung stellt.

Wer ansonsten noch Hinweise, Anregungen, Ergänzungen, Korrekturen oder Fragen hat, kann mich gerne über meine Email-Adresse: wilmjakob@herlyn.de kontaktieren. Ich freue mich über jede Nachricht aus der Familie!!!

Wilmjakob Herlyn

Wolfsburg, Mai 2019

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Die Herkunft der Familie Herlin aus Arras

Die Familie Herlyn stammt nachweislich von einem Simon Herlin ab, der am Anfang des 15. Jh. aus Hennegau (Hainaut) nach Arras gezogen ist. Arras war zu dieser Zeit eine große und bedeutende Stadt, die viele Menschen anzog. Simon Herlin wird 1427 in den Akten von Arras als Buchbinder bezeichnet und hat wohl auch als Korbmacher gearbeitet. Er verdiente so viel Geld, dass er sich im Jahre 1435 eine Wohnung im Haus „Aigle d‘or“ kaufen konnte (s. Morel, S. 120/121). Als Simon Herlin 1459 starb (s. Abb. 1), konnten seine Nachfahren ihm eine Grabplatte widmen, die sich in einer Kapelle der Karmeliten-Kirche befunden hat. Auf dieser Grabplatte befindet sich noch kein Hinweis auf ein Wappen.

Abb. 1 Inschrift der Grabplatte von Simon Herlin (Quelle: Le Fevre « Épitaphes des Églises d‘Arras », f. 70 ; Transkription s. Loisne/Rodiere «Épigraphie … Pas-de-Calais», S. 543)

Der Sohn von Simon hieß Jean und war ebenfalls Korbflechter und verkaufte neben seinen Körben wohl auch andere Waren. Im Jahr 1438 kaufte er ein Haus, in dem auch seine Werkstatt untergebracht war. Dessen Sohn Michel, der 1455 geboren wurde, übte zunächst auch den Beruf des Korbflechters aus.

Jedoch wandte er sich im Laufe der Zeit dem Weinhandel zu, der ihn zu einem der reichsten Bürger der Stadt Arras machte (s. Lestocquoy, S. 44 ff.).So wurde er zwischen 1507 und 1534 mehrfach zum ‚échevin commis a la vintaine‘ gewählt, der für den ordnungsgemäßen Ablauf des Handels auf dem Markt zuständig war. Auch dessen Sohn Jehan Herlin d. Ä handelte mit Wein und wurde zwischen 1540 und 1555 ebenfalls mehrmals zum ‚échevin‘ gewählt. Er kaufte mehrere Häuser, u. a. das großes Patrizierhaus ‚Le Constantin’

am ‚Grand Marché, sowie ein Haus in der ‚Rue Balance‘, ein Haus am kleinen Markt und ein weiteres gegenüber der Kirche zum Heiligen Kreuz. Zudem erwarb er zahlreiche Ländereien, eine Meierei und zwei Schlösser (Haute-Cloques und Jenlain) in der Umgebung, die er an seine Töchter vererbte.

Michel und sein Sohn Jehan betrieben überregionalen Weingroßhandel, sie belieferten nicht nur die kleinen Weinhändler und Schankwirte, sondern auch Klöster, Abteilen und den Adel. So kamen sie auch in Kontakt mit adeligen und vornehmen Familien und lernten deren Bräuche, Insignien und auch Wappen kennen. Zudem war Michel in zweiter Ehe mit der adeligen Jehenne d’Abencourt und in dritter Ehe mit der vornehmen Jehenne le Watier verheiratet. Sein Sohn Jehan hat dreimal adelig geheiratet: In erster Ehe war er mit Marguerite de Bailliencourt (genannt Courcol) verheiratet. Nach deren frühem Tod heiratete er Rose de Buillon und nachdem sie gestorben war heiratete er Antoinette du Croix (genannt Drumez), die alle aus weit verzweigten adeligen Familien stammten. In dieser Zeit und in diesem Umfeld scheint der Wunsch nach einem eigenen Familienwappen aufgekommen zu sein, denn vieler ihrer Nachkommen vermählten sich mit einem Partner aus einer adeligen Familie oder aus einem vornehmen und Haus, die wohl alle bereits ein Wappen führten.

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Das Wappen auf den Grabplatten in und um Arras

Zur damaligen Zeit war es für adelige und vornehme Familien wichtig, nach ihrem Tod einen Grabstein oder eine Grabplatte (sog. Epitaphe‘) aufstellen zu lassen. Auf etlichen dieser Epitaphe ist auch das Wappen der Familien zu finden, wie die folgende Übersicht zeigt:

1543 Das Wappen erscheint auf einem Buntglasfenster, das Jehan Herlin 1543 gestiftet hat

1547 Wappen beim Epitaph von Gilles Le Cartier und Jenne Herlin

1559 Wappen beim Epitaph von Jehan Herlin

1564 - Wappen auf dem Epitaph von Antoinette de Croix, der Frau von Jehan Herlin

1583 - Wappen auf dem Grabstein von Barbe Herlin, die mit Allard de Lannoy, Seigneur de Canteleu, verheiratet war. Barbe war eine der Töchter von Michel d. Ä. und Jehenne le Watier

1618 - Wappen auf dem Grabstein von Anne Herlin , Tochter von Jean Herlin dem Älteren. Sie heiratete um 1565 Jacques de Flandres, Seigneur de Fromont

1635 - Wappen auf dem Grabstein von Louis le Cambier, ein Sohn von Andrieu Le Cambier und Guillemette Herlin, die ebenfalls eine der Töchter von Jean Herlin dem Älteren

1638 - Wappen auf dem Grab von Catherine Payen, die 1594 Louis de Bertoult geheiratet hat. Sie ist eine Tochter von Adrien Payen und Marie Herlin und damit eine Enkelin von Jean Herlin d. Ä.

1639 - Wappen auf dem Grabstein von Jacques Andrieu de Warlincourt, ein Sohn von Guillaume de Warlincourt und Rose Herlin, die eine Tochter von Maitre Jean Herlin und Jaqueline Basse war und damit eine Enkelin von Jean Herlin d. Ä.

1677 - Wappen auf dem Grab von Pierre Ignaz de Beauffort, der mit Marie de la Forge verheiratet war. Pierre war ein Urenkel von Jean Herlin

1681 - Wappen auf dem Grab von Marie de Belvalet, eine Tochter von Antoinette Belvalet und Antoine Denis und damit eine Urenkelin von Jehan Herlin aus Arras.

Das erste Mal ist das Wappen der Familie Herlin in einem Manuskript «Épitaphes des Églises d’Arras » abgebildet, das um 1600 Simon Le Fevre, Baron de Blairevilles geschrieben hat. Dieses

Manuskript befindet sich in der Mediathek des städtischen Archiv Arras unter der Nr. ‚MS328‘. Die erste Abbildung ist in einem Buntglasfenster zu sehen, das Jehan Herlin im Jahr 1543 der Kirche St. Gery ein Fenster gestiftet (s. Abb. 2). Es handelt sich um ein gemeinsames Wappen von Jehan Herlin und Anthoinette de Croix, mit der er 1543 verheiratet war. Im ‚Doppelwappen‘ sieht man rechts für Herlin einen ‚auf hellem Grund ein über einem diagonalen Balken aufsteigenden halben Löwen in Gold‘, und links für de Croix ‚ein rotes Kreuz auf hellem Grund‘. Daneben sieht man noch vier weitere Wappen, die zu anderen Grabinschriften gehören, da in dem Manuskript mehrere Epitaphe nebeneinander beschrieben werden und daher eine Zuordnung nicht immer leicht ist. Es fällt auf, dass über dem linken oberen Wappen, das mit dem Halbwappen von Jehan Herlin identisch ist, der Name „Leborgue“ (oder ähnlich) steht. Diesen Namen können wir mit keinem unserer (bisher bekannten) Vorfahren in Arras in Verbindung bringen, ebenso wenig wie den Namen „Le Forgue“ (oder ähnlich), der über dem darunter stehenden Wappen steht.

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Abb. 2 Wappen von Jehan Herlin und Antoinette de Croix (Quelle: Le Fevre « Épitaphes des Églises ‘Arras

» f. 96 v; Transkription s. Loisne/Rodiere «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 142

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Dann erscheint das Wappen beim Epitaph von Gille Le Cartier (an einer Säule in der Kapellenmitte) und seiner zweiten Frau Jenne Herlin (s. Abb. 3) und auf einer Tafel über dem Grabstein von Jehan Herlin(an einer Säule in einer Kapelle), ‚zu seinen Lebzeiten ein sehr renommierte Kaufman und Bürger von Arras‘

abgebildet: ‚aufsteigender goldener Löwe, hinter einen diagonal verlaufenden roten Balken mit silbernen Rauten‘ (s. Abb. 4).

Abb. 3 Grabinschrift von Gilles Le Cartier und Jenne Herlin (Quelle: Le Fevre «Épitaphes des Églises d‘Arras », f. 97; Transkription s. Loisne/Rodiere ‘Épigraphie ... Pas-de-Calais ‘, p. 145)

Abb. 4 Grabinschriften von Jehan Herlin (Quelle: Le Fevre «Épitaphes des Églises d‘Arras», f. 97, Transkription s. Loisne/Rodiere «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 145)

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Danach sehen wir das Wappen bei den Epitaphen von Jacques de Croix und Antoinette de Croix, der Frau Jehan Herlin. Hier erkennt man einen aufsteigenden goldenen Löwen auf rotem Grund, daneben ist auch noch das gemeinsame Wappen der Familie Herlin und de Croix angedeutet (s. Abb. 5).

Abb. 5 Grabinschrift mit Wappen von Jacques de Croix und Antoinette de Croix (s. Le Fevre «Épitaphes des Églises d‘Arras », f. 97‘, Transkription s. Loisne/Rodiere «Épigraphie … Pas-de-Calais », S.146 )

Beim Grabstein von Barbe Herlin ist das Wappen abgebildet und wird wie folgt beschrieben:

„de gu. a la fasce d’or, surm. d’un lion d‘arg. issant en chef“ (s. Abb. 6). Übersetzung: „Auf rotem Grund ein goldener Balken, darüber ein aufsteigender silberner Löwe“. Barbe Herlin ist die älteste Tochter von Michel Herlin und seiner dritten Frau Jehenne le Watier. Sie heiratete Allard de Lannoy, der aus der weitverzweigten Adelsfamilie stammte, die schon immer ein Wappen mit mehreren Löwen führte.

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Abb. 6 Grabinschrift und Wappen von Barbe Herlin (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 795) Im Jahr 1618 finden wir ein Bestattungswappen von Anne Herlin, die mit Jacques de Flandres verheiratet war (s. Abb. 8). Auf der Grabplatte ist ein „Quartier“, d.h. eine Wappendarstellung von vier Familien: 1. Herlin, 2. Croix (Drumetz), 3. d’Abencourt, 4. Foubert. Als Wappen ist ‚nur‘ ein „aufsteigender Löwe“ (‚au lion issant‘) zu sehen (s. Abb. 8). Solche sehr einfachen Wappendarstellungen sind für Epitaphe typisch, da das Material und die zur Verfügung stehende Fläche oft nur eine sehr einfache und keine

‚ausschweifende‘ Darstellung des Wappens zulässt.

Abb. 7 Bestattungswappen von Anne Herlin (Quelle «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 380)

Das Wappen ‚ein Löwe über einem goldenen Balken auf rotem Grund‘ (s. Abb. 8). befindet sich auch im Wappenquartier des Grabsteins von Maitre Louis Le Cambier, der mit Guillemette Herlin verheiratet war. Sie war eine Tochter von Jehan Herlin d. Ä und Rose de Buillon war.

Abb.8 Grabinschrift mit Wappen bei Louis Le Cambier (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 573)

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Dann sehen wir das Wappen in dem dritten Feld des Quartier auf dem Grabstein aus dem Jahr 1639 von Catherine Payen, die mit Louis de Bertoul verheiratet war (s. Abb. 9). Catherine Payen war eine Tochter von Pierre Payen und Marie Herlin, die selber eine Tochter von Jehan Herlin d. Ä. war. Dieser Jehan hatte im Jahr 1536 das Schloss Hautecloque gekauft und an seine Tochter Marie vererbt, die es an ihre Tochter Catherine Payen weiter vererbte. Der Text lautet hier:

‚a la fasce, le lion issant d’or‘ Übersetzung: „ein Balken, darüber ein aufsteigender Löwe in Gold‘.

Abb. 9 Wappen im Quartier von Catherine Payen (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 230)

Des Weiteren ist ein ‚aufsteigender Löwen‘ auf dem Grabstein von Jacques Andrieu de Warlincourt aus dem Jahr 1639 zu sehen (s. Abb. 10). Jacques Andrieu de Warlincourt ist ein Sohn von Guillaume de Warlincourt und Rose Herlin, die wiederum eine Tochter von ‚Maitre‘ Jean Herlin und Jacqueline Basse und somit die Enkelin von Jehan Herlin d. Ä. war.

Abb. 10 Epitaphe mit Wappen bei Jacques de Warlincourt (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 284) Des Weiteren ist das Wappen im Quartier einer Grabtafel von Pierre Ignaz de Beauffort aus dem Jahr 1677 zu sehen (s. Abb. 11). Pierre ist ein Urenkel von Marie Herlin und Pierre Payen, deren Tochter Leonore war Antoine de Belvalet verheiratet und deren Tochter Anthoine de Belvalet war mit dem hier genannten Ignaz de Beauffort verheiratet. Darüber hinaus ist das Wappen noch im Quartier von Marie de Belvalet zu sehen (s. Abb. 12), die eine Schwester von Anthoinette war und 1681 verstorben ist.

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Abb. 11 Wappen im Quartier von Marie de Belvalet (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 183)

Abb. 12 Wappen bei Piere Ignace de Beauffort (1674) (Quelle: «Épigraphie … Pas-de-Calais », S. 390) Aus den Epitaphen ergibt sich, dass das Wappen zuerst von Jehan Herlin benutzt wurde, der mit Anthoinette de Croix verheiratet war, deren Familie schon lange Zeit ein Wappen führte. Dieses

‚artesische‘ Wappen ist im Kern ‚ein über einen Balken aufsteigender halber Löwe‘. Dieses Wappen wurde dann in verschiedenen Varianten von deren Kindern und Enkelkindern übernommen, von denen viele in vornehme und adelige Familien eingeheiratet haben. Zu Anfang gab es wohl noch keine einheitliche Darstellung des Löwen, des Balkens und der Tingierung des Wappens. Es existierten mehrere Farb- und Gestaltungsvarianten nebeneinander, dies gilt sowohl für den Hintergrund, als auch für den Balken und für den Löwen.

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Das Wappen von Lancelot und Bonne de Herlin‘

Ein fast identisches Wappen findet man auch bei einer ‚Bonne de Herlin‘, einer Tochter von ‚Lancelot de Herlin‘, die mit ‚Adrien de Haulte-Cloque‘ verheiratet war (s. Abb. 13). Interessanterweise trägt der Löwe hier eine güldene Krone auf seinem Haupt, die Krallen sind ebenfalls gülden gefärbt und er trägt einen ebenso gefärbten Ring im Maul. Die Familie ‚de Herlin‘ lebte in der Grafschaft Boulonnais (Boulogne), in der auch die Familie de Haute-Cloque zuhause ist. Wir wissen, dass es in dieser Region eine adlige Familie

‚d’herlin‘ gab, da ein Seigneur de Herlin 1415 an der Schlacht von Azincourt teilgenommen hat; der mit Lancelot und Bonne de Herlin verwandt sein könnte. Jedoch haben wir keine genaue genealogische Ahnentafel dieser Familie, da auch der Verfasser des Wappenbuches die Abstammung von Lancelot de Herlin nicht weiter dokumentiert hat. Die Familie von Lancelot und Bonne de Herlin ist nach heutigen Erkenntnissen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mit der Familie Herlin aus Arras verwandt. Warum diese Familie ‚de herlin‘ ein nahezu gleiches Wappen führte, wissen wir nicht. Es wäre dennoch interessant zu wissen, wie es zu dieser Wappengleichheit kommt. Bisher haben wir dazu auch in anderen Büchern und Quellen keine Hinweise finden können.

Abb. 13 Das Wappen von einer Bonne de Herlin (Quelle: „Recueil arbre ...“, f. 44/45)

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Das Wappen in den Wappenbüchern des 19. Jahrhunderts

Das Wappen der Familie Herlin taucht in etlichen genealogischen Büchern auf, die vor allem im 19. Jahrhundert erschienen sind und in denen auch die Wappen vieler Familien aus Flandern und dem Norden Frankreichs dokumentiert werden. Das Wappen der Familie Herlin ist u.a. auch in dem bekannten Standardwerk ‚Armorial Général‘ von Jean Baptiste Rietstap (s. Abb. 14) abgebildet, wo es folgendermaßen beschrieben wird: "De gueules, à la fasce d'or, acc. en chef d'un lion naissant du même, mouv. de la fasce". Übersetzung: "Auf rot ein goldener Balken, im Wappenhaupt ein aufgerichteter ebensolcher (goldener) Löwe, der sich aus dem Balken erhebt".

Abb. 14 Wappen der Familie Herlin nach Rietstap (1884) (Quelle: Zeichnung nach ‚Chatenoud‘)

Das Wappen wird auch in der Epitaphensammlung von Sars de Solmon abgebildet, in dem es zwei Abbildungen des Wappens gibt: (1) „Porte de gueules, à la fasce d'or, surmontée d’un lion naissant d’argent“ und (2) „on la fasce change d’un lion de guelles" (s. Abb. 15).

Abb. 15 Wappenbeschreibung in den Epitaphen von Sars de Solmon: « Receuil …» tome VII, p. 493

In der ersten Beschreibung (links) steigt auf roten Hintergrund ein halber Löwe in silberner Farbe von einem goldenen Balken auf. In der zweiten Variante (rechts) befindet sich auf rotem Hintergrund ein roter aufsteigender Löwe in dem goldenen Balken. Woher Sars de Solmon seine beiden Wappenbeschreibungen übernommen hat, ist unklar, da eine genaue Quellenangabe fehlt. Die zweite Wappenvariante ist in keinem Epitaph und in keinem anderen Dokument oder einem Buch zu finden.

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Das Wappen ist auch Bestandteil in dem „Quartiers des Enfants de Georges Adornes-de Haynin“ (s. Abb. 16). Dessen Großvater war Philippe de Haynin, Seigneur de le Vallee, der mit Jeanne (de) Herlin verheiratet war. Sie war eine Tochter von Jehan Herlin d. Ä. Die Wappendarstellung ist einfach gehalten, ‚auf rotem Hintergrund einen über einen goldenen Balken aufsteigenden halben Löwen‘.

Abb. 16 Wappen von Jeanne Herlin, Frau von Philippe de Haynin in: „Quartier Flamands“, S. 310 Das Herlin-Wappen von Jeanne Herlin ist auch auf einer schwarzen Holztafel zu sehen, die sich in der Jerusalemkirche der Familie Adornes in Brügge befindet. Einen Hinweis auf diese Holztafel mit dem Wappen gibt es in einem Buch (s. Abb. 17), aber leider haben wir bisher noch keine Fotografie von diesem Wappen machen können.

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Abb. 17 Das Wappen in der Jerusalem-Kirche in Brügge (Quelle: ‚Nobilaire de France‘, S. 171 ff.)

Das Wappen wird auch in der Wappensammlung „Armorial Heraldique“ zusammen mit dem Wappen von Alard de Lannoy abgebildet, der im Jahr 1583 Barbe Herlin geheiratet hat (s. Abb. 18).

Abb. 18 Das Wappen von Barbe Herlin, Frau von Alard de Lannoy (Quelle: ‘Armorial Heraldique‘, S. 65) Vor kurzem haben wir ein identisches Herlin-Wappen von einer Michèle Herlin, die in Belgien wohnt, erhalten (s. Abb. 19). Leider konnten wir bisher zu ihr noch keine genealogische Verbindung herstellen, wir hoffen aber, dass uns dies in absehbarer Zeit gelingen wird.

Abb. 19 Das Wappen einer Familie Herlin aus Belgien (Quelle: privat )

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Wie die Familie Herlin und das Wappen nach Bremen kamen

Im 16. Jahrhundert wandten sich einige Mitglieder der Familie dem calvinistischen Glauben zu und wurden daher von den katholischen Spaniern verfolgt. Zwei Mitglieder der Familie, Michel Herlin (‚der Alte‘) und sein Sohn Michel (‚der Junge‘), die 1567 auf dem Marktplatz von Valenciennes enthauptet wurden, sind auch in den Märtyrerbüchern von Jean Crespin und Adriaen Haemstede aufgenommen worden. Claude Herlin, ein Halbbruder von Michel ‚dem Alten‘, war ebenfalls ein Anhänger des neuen Glaubens und verließ um 1570 die Stadt Arras und zog nach Antwerpen. Als auch Antwerpen endgültig von den katholischen Spaniern eingenommen wurde, musste er um 1585 die Stadt verlassen. Er floh über die Halbinsel Zeelande, wo er noch einen Hof hatte, mit seiner Familie nach Bremen, das aufgrund seiner Handelsbeziehungen zu Antwerpen für viele flämische Glaubensflüchtlinge ein wichtiger Zufluchtsort war.

Eine Version der zuvor beschriebenen Wappenvarianten muss durch Claude Herlin (1545-1601) nach Deutschland gekommen sein. Claude war einer der Söhne des bereits erwähnten sehr reichen Weinhändlers Jehan Herlin und von Antoinette de Croix. Er heiratete um 1565 Agnes de Fines, mit der er drei Söhne (Jean, Philippe und Jacques) sowie zwei Töchter (Agnes und Jeanne) hatte. Er starb im Jahr 1601 in Bremen, nachdem er erst ein paar Jahre vorher dorthin gezogen war.

In den Bremer Akten taucht das Wappen im Jahr 1648 zuerst bei Jacques Herlin (1582-1662), einem der Söhne von Claude, auf, der ein erfolgreicher und hoch angesehener Kaufmann in Bremen war.

Als er im Jahr 1648 zum Aeltermann der Kaufleute ernannt wurde, wurde sein Wappen in das Bremer Wappenbuch der Bürgermeister und Ratsherren eingetragen. Wie aus dem Wappenbuch ersichtlich, ist das Wappen hier in der einfachen ‚artesischen‘ Form übernommen worden (s. Abb. 20). Der Balken ist golden und der Löwe silbern gehalten, hier erscheint zum ersten Mal ein güldene Stern, der vor den Pranken des Löwen platziert ist. Warum dies der Fall war, wissen wir bis heute nicht.

Abb. 20 Wappen von Jaques Herlin im „Wappenbuch der Bürgermeister“ (Quelle: Staatsarchiv )

Für die Wappeneintragung in das Bürgerbuch oder in eine Wappenrolle gab es damals vorgezeichnete leere Schablonen; in diese Schablone wurde das jeweilige Familienwappen nur noch eingefügt (s. Abb. 20 bis Abb. 24).

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Abb. 21 Eintrag in das Wappenbuch der Bürgermeister (Fundort: Fockemuseum, Bremen)

Eine erste veränderte und erweitere Wappendarstellung finden wir in dem Wappenbuch der Ältermänner, die Jacques Herlin im Jahr 1648 zum Ältermann gewählt und dort aufgenommen wurde. (s.

Abb. 22).

Abb. 22 Das Wappen des Jaques Herlin im Eltermann-Wappenbuch (Fundort: unklar )

Als Jacques Herlin im Jahr 1657 zum Senior der Bremer Kaufmannschaft gewählt wurde, wurde sein Wappen zusätzlich in die Wappenrolle der Bremer Kaufmannschaft aufgenommen, die bis heute im ‚Haus Schütting‘ aufbewahrt wird (s. Abb. 23). Das Wappen von Jacques Herlin zeigt nunmehr

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über dem Wappenschild einen Helm mit zwei roten Büffelhörnern, die durch einen goldenen Balken unterteilt sind. Zwischen den Hörnern ist auf Höhe der Balken der aus dem Wappenschild bekannte goldene Stern eingefügt. Der Helm ist von rotgoldenen Helmdecken umrahmt. Diese Änderung des Wappens war also nicht durch die Familie veranlasst, sondern kam nur durch die vorgezeichneten Wappenschablonen zustande. Auch in dem Bremer Bürgerbuch finden wir über dem eigentlichen Wappen einen Helm mit Helmzier (s. Abb. 24), wodurch das Wappen der Bremer Kaufleute entsprechend ihrer hohen Stellung heraldisch aufgewertet werden sollte.

Abb. 23 Das Wappen von Jaques Herlin in der Kaufmannsrolle (Fundort: Haus Schütting, Bremen)

Abb. 24 Das Wappen im ‘Eltermannwappenbuch‘ (Fundort: Fockemuseum, Bremen)

Der Helm, die Helmzier und auch der Stern sind also erst in der Bremer Zeit in das Wappen gekommen. Ob der Stern zur Unterscheidung des Bremer Familienzweiges von der Familie in Arras diente, wissen wir nicht. Das hatte zumindest Gerrit Herlin aus Göttingen vermutet, als er sich in einem Referat auf dem Familientag in Bedekaspel (1984) intensiv mit dieser Problematik auseinandergesetzt hat.

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Das Wappen auf der Genealogie von Carpentier (1669)

Jacques Herlin, der Sohn von Claude, und sein Sohn Claude waren die Auftraggeber der

„Histoire généalogique de la très-anciennes et très noble Famille de Herlin“. Sie ließen das Wappen in den vorderen und hinteren Einband in Gold einprägen (s. Abb. 25).

Abb. 25 Eingeprägtes Wappen auf dem Einband der «Généalogie... » von 1669 (Foto: privat)

Es wurde offensichtlich durch die Ausschmückungen in der Bremer Kaufmannrolle angeregt und zeigt in der Mitte den ursprünglichen einfachen Wappenschild mit dem halben Löwen, der aus dem Balken aufsteigt. Oberhalb sieht man den Spangenhelm und darüber den gedoppelten Löwen, der auf dem Helm über dem eigentlichen Wappenschild thront und von wallenden Helmdecken umgeben ist. Durch die zwei Löwen als Schildhalter wird die Gesamterscheinung nochmals vergrößert wird. Jean Le Carpentier, der Verfasser dieser ‚Genealogie‘ hat dazu eine entsprechende ‚Begründung‘ geschrieben:

»‘Die Schildhalter - zwei zugewendete schreitende Löwen - haben ihre gute Begründung ...die nicht nur dem Zweck dienen, dem Wappen größere Gefälligkeit zu vermitteln, ... sondern sie sollen eine gewisse Bedeutung, Moral oder einen geschichtlichen Inhalt besitzen ... um sich als den Sarazenen und Treulosen gegenüber als noch hervorragender auszugeben“ « (s. dt. Übersetzung, S. 52).

Mit der Herausgabe der Genealogie um 1669 erscheint zum ersten Mal die Doppelung des Löwen oberhalb des Helms, die sich dann in den nachfolgenden ostfriesischen Wappen wiederfindet und die sich bis heute im Familienwappen erhalten hat. Auffällig ist, dass die Löwen keinen Stern zwischen den Pranken halten, obwohl diese ‚Genealogie‘ von den Bremer Herlin‘s in Auftrag gegeben wurde.

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Wie die Familie und das Wappen nach Ostfriesland kamen

Wohl aufgrund der religiösen Auseinandersetzungen in Bremen zwischen den Lutheraner und den

‚flandrischen‘ Calvinisten (s. J.J.U. Herlin, STAMMTAFELN, S. 16 ff.) zogen einige Familienmitglieder von Bremen nach Ostfriesland (Emden, Visquard). Emden war damals wohl einer der größten Zufluchtsorte für die flämischen Calvinisten. In Emden hatten sie neben den Lutheraner auch ihre eigene ‚Reformierte Kirche‘. Von dort zog Nikolas Herlin nach Delfzijl, wo er als ‚Hafenmeister und Baumschließer‘ tätig war, andere Familienmitglieder zogen auch nach Amsterdam. Mit dem veränderten sprachlichen Umfeld änderte sich auch die Schreibweise des Namens Herlin in Herlyn bzw. in Heerlien.

In Ostfriesland finden wir das Wappen dann auf dem Grabstein von Abraham Herlyn, der es in seinem mächtigen Granitstein einarbeiten ließ (s. Abb. 26). Abraham Herlin wurde anno 1670 Prediger in Visquard, er war der Sohn von Johann Herlin 'dem Jüngeren', ein Sohn von Johann ‚dem Älteren‘, der ein Bruder des vorgenannten Jaques Herlin aus Bremen war. In Abrahams Wappen ist der Löwe aus dem Wappenschild erneut auch über dem Helm zu sehen, jedoch fehlen die Sterne zwischen den Pranken, und der Helm ist von aufwendigen Helmdecken umgeben. Dieser eindrucksvolle Grabstein aus dem Jahre 1704 ist im Chorraum der Kirche von Visquard zu besichtigen.

Etwa einhundert Jahr später (1796) findet man das Wappen auf dem Grabstein von Eerd Hindriks Herlyn in Jennelt (s. Abb. 27). Das Wappen ist insgesamt einfacher gearbeitet, der Helm, die Helmdecken und die Helmzier sind nur grob ausgearbeitet, jedoch halten hier beide Löwen einen Stern zwischen den Pranken. Es gibt noch einen weiteren Grabstein, den ein Wappen ziert, dessen Fundort uns aber nicht bekannt ist (s. Abb. 28).

Abb. 26 Das Wappen auf dem Grabstein des Pastor Abraham Herlyn (1704) (Foto Folkert Herlyn);

Abb. 27 Das Wappen auf dem Grabstein von Eerd Hindriks Herlyn (1796); (Quelle: Upstalsboom Ges.) Abb. 28 Das Wappen auf einem unbekannten Grabstein (Foto: Gerrrit Herlin,. Göttingen)

Es gibt noch die Skizze von dem Grabstein von Dirk Herlin mit dem Wappen, auf dem der Löwe nicht nach links sondern nach rechts seine Pranken hebt (s. Abb. 29).

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Abb. 29 Grabstein von Dirk Herlyn 1728 (Skizze: Gerrit Herlyn - Göttingen)

Ein schön ausgearbeitetes Wappen ist auf dem Grabstein der Familie des ‚Uplewarder Grashauses‘ zu erkennen, das der den modernen Grabstein ziert, der sich auf dem Friedhof von Upleward befindet (s. Abb. 30).

Abb. 30 Das Wappen auf dem Grabstein des Uplewarder Grashaus (Quelle: Upstalsboom Ges.)

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Das Wappen im Glasfenster von Dirk Herlin und Aaltje van Poll

Ein halbes Wappen ist in einem Glasfenster zu sehen (s. Abb. 31). Zur Herkunft dieser Glasscheibe schreibt J.J.U. Herlyn: „ Der damaligen Sitte des Fensterschenkens entsprechend erhielten auch Dirk Herlyn und Aaltje van de Poll zu ihrer Hochzeit (um 1680) einige kleine Glasscheiben mit den schön und heraldisch gut gemalten Wappen Herlyn und van de Poll. Diese Scheiben, die alle die ungefähre Größe 18 x 22 cm hatten, sind oberhalb der Türe zum ‚Karnhause‘ angebracht gewesen...“ (s. J.J.U. Herlyn,

‚STAMMTAFELN‘, S. 12). Der güldene Löwe steigt hier nach links auf und hat keinen Stern in den Pranken.

Die Wappenfarbe erscheint golden, dürfte aber früher einmal rot gewesen sein und sich im Laufe der Zeit durch die Sonneneinstrahlung geändert haben. Der Balken, der den Löwen trägt, ist silbern.

Abb. 31 Das ‚halbe‘ Wappen im Glasfenster der Familie Herlyn und van de Poll um 1680 (Fotos: privat) In den ostfriesischen Familien gab es das Wappen in vielen hübschen Ausführungen, z.B. auf Wetterfahnen, Pfeifenköpfen oder Petschaften, von denen leider keine Originale mehr auffindbar waren.

Von einer Wetterfahne haben wir eine Skizze, die Gerrit Herlyn aus Göttingen angefertigt hat (s. Abb. 32).

Abb. 32 Wetterfahne von Philipp Herlyn 1756 (Skizze: Gerrit Herlyn, Göttingen)

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Das Wappen auf den ‚STAMMTAFELN HERLYN‘ (1914)

Mit der Herausgabe der gedruckten „STAMMTAFELN HERLYN“ durch Jacob Johannes Ulrich Herlyn rückte das Wappen, das den Einband dieser Stammtafeln schmückt (s. Abb. 33) wieder mehr in den Mittelpunkt des Familieninteresses. Hier wird das Wappen folgendermaßen beschrieben:

„Kurz heraldisch beschrieben besteht unser Wappen aus einem roten Schilde mit goldenem Balken: Im Schildhaupte ein silbernen wachsender rechtsgerichteter Löwe mit einem goldenen Stern zwischen den Pranken (heraldisch gilt es als nicht schön, dass beide Metalle, Gold und Silber, in einem Wappen vereinigt vorkommen). Auf dem rot und gold bewulsteten Helme erhebt sich als Helmzier der gleiche wachsende Löwe mit dem Sterne in denselben Farben, wie im Schilde. Die Helmdecken sind rot und gold gehalten; die um den Halse des Helmes gelegten goldene Kette trägt ein ebensolches Kleinod.“ (s. J.J.U. Herlyn, „STAMMTAFELN HERLYN“, S. 11).

Abb. 33 Das Wappen auf dem Einband der „STAMMTAFELN HERLYN“ von 1914 (Foto: Wilmjakob Herlyn)

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Bei der Neuerstellung griff J.J.U. Herlyn im Wesentlichen auf das Wappen zurück, das in den Einband der „Genealogie“ aus dem Jahr 1669 eingeprägt wurde. Zusätzlich übernahm den Stern aus den Bremer Wappen, den der aufsteigende Löwe zwischen den Pranken hält. Leider enthält dieses Wappen ein paar kleine heraldische Ungenauigkeiten, obwohl er von dem Heraldiker Dr. Hans Fieker beraten wurde.

 Es berühren sich zwei Metalle (goldener Balken / silberner Löwe) und auch die Visierspangen im Helm sind teilweise silbern und teilweise golden, es dürfte aber nur ein Metall sein

 Die rote Zunge (Bewehrung) des Löwen ist auf rotem Schild nicht zu sehen (könnte z. B. blau

gewesen sein). Dann müssten aber (vermutlich) auch die (Bewehrungs-)Krallen des Löwen blau sein

 Spangenhelm - statt Topfhelm - weist auf ein adeliges Wappen hin, während der Helmwulst (gedrehte Binde, gold / rot) - statt Helmkrone - weist auf ein bürgerliches (Patrizier-) Wappen hinweist Der genannte Dr. Fieker beschrieb das ursprüngliche artesische Wappen in den „Heraldischen Mitteilungen“ des Heraldischen Vereins „Zum Kleeblatt“ im Rahmen einer Artikelserie zu den

‚Ostfriesischen Familienwappen‘. In der Ausgabe Nr.3/4 von 1919 heißt es:

„In Rot ein goldener Balken; darüber ein wachsender silberner Löwe mit einem goldenen sechs-strahligen Stern zwischen den Pranken. Auf dem Helm mit rot-goldener Decke der wachsender Löwe“

(Altes flämisches, seit 1590 in Ostfriesland blühendes Geschlecht) “

Abb. 34 Wappen auf dem Umschlag der Stammtafeln 1978 und 2004 (Foto: Wilmjakob Herlyn )

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Für die zweite Ausgabe der Stammtafeln, die 1978 in einem schönen Sammel-Ordner herausgegeben wurde, wurde das Wappen der ersten „STAMMTAFELN“ ohne nennenswerte Änderung übernommen. Es ziert den kartonierten Einband, der die ‚Loseblatt-Sammlung‘ einfasst, die das

Heftformat ablöste (s. Abb. 34). Diese Wappendarstellung ist in der Familie inzwischen allgemein anerkannt, an ihr richten sich auch die meisten Familienmitglieder aus, wenn sie das Wappen für ihre persönlichen Zwecke nutzen möchten

Auf Veranlassung von J.J.U. Herlyn wurde das Wappen „ in die Wappensammlung des Verlages Gebr. Vogt ... aufgenommen“ (s. Stammtafeln Herlyn, S. 13), und dafür nochmals von einen Spezialmaler überarbeitet (s. Abb. 35). Auffällig ist, dass dabei das eigentliche Wappenschild schräg gestellt wurde.

Abb. 35 ‚Wappenmarke‘ in den „Bürgerlichen Wappen“ (Foto: Wilmjakob Herlyn) Abb. 36 Wappen auf Briefköpfen (Quelle: Udo Herlyn)

Abb. 37 Wappen als Aufkleber (Foto: privat)

Diese plakative Wappendarstellung wurde von einigen Familienmitgliedern für ihr Briefpapier oder als Aufdruck auf Briefumschlägen oder Postkarten verwendet, z.B. von Folkert und Udo Herlyn (s.

Abb. 36). Diese Wappendarstellung gab es auch als Aufkleber auf einem Familientag zu kaufen(s. Abb. 37).

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Die Wappen heute

Besonders beliebt und weit verbreitet sind Wappen- und Siegelringe. Einen der ersten Wappenringe hat wohl der Auktionator Gerrit Herlyn aus Pewsum in den dreißiger Jahren des 20. Jh.

anfertigen lassen. Inzwischen sind viele Familienmitglieder seinem Beispiel gefolgt und tragen einen Siegel- oder Wappenring, um damit ihre Zugehörigkeit zur Familie zu zeigen (s. Abb. 38).

Siegelring von Suntke Herlyn, Wolfsburg / München

Wappenring von Janne Herlyn, Leer / Münster

Siegelring von Sontka Wegener, geb.

Herlyn, München Abb. 38 Einige Beispiele für aktuelle Wappenringe und Siegelringe (Fotos: privat)

Als reines Wappen in einem größeren Format ist es in eine Kupferplatte getrieben. Als Steinmetzarbeit kann man es am eh. Wohnhaus von Pastor Gerrit Herlyn (Leer) sehen, die der Bildhauer Böke aus Leer ausgearbeitet hat, oder auch an der Hauswand von Philipp Herlyn in Pewsum (s. Abb. 39).

Wappen auf Kupfer, Besitzer unbekannt

Wappen am ehemaligen Wohnhaus von Pastor Gerrit Herlyn, Leer

Wappen aus Beton am Haus von Philipp Herlyn, Pewsum

Abb. 39 Das Wappen aus bzw. auf unterschiedlichen Materialien (Fotos: privat)

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Für die Familientage wurde das Wappen auf T-Shirts gedruckt, entweder mit einem goldenen oder mit einem silbernen Löwen, und war auch als Aufkleber und als Button zu kaufen(s. Abb. 40).

Wappen auf T-Shirts

Das Wappen als Button

Abb. 40 Das Wappen auf verschiedenen ‚ Artikel‘ von Familientagen (Fotos: privat)

Das Wappen ist auf einem Holzkästchen zu sehen oder wurde auf ein Holzschild gemalt. Es ist sogar als Tattooauf dem Oberarm eines Familienmitgliedes zu bewundern (s. Abb. 41), wobei es dem Material und Gegenstand angepasst und somit leicht verändert wurde bzw. werden musste.

Wappen auf Holzkästchen, Heiko Herlyn

Wappen auf Holzschild Wilmjakob Herlyn, Wolfsburg

Wappen als Tattoo, Anneke Herlyn, Hannover / Peine Abb. 41 Das Wappen auf unterschiedlichen Gegenständen (Fotos: privat)

Es ist zu hoffen, dass unser Wappen auch in Zukunft von der Familie in unterschiedlichster Art und Weise genutzt wird und dass immer neue Gegenstände mit ihm geschmückt werden.

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Ein kurzes Resumee

Die Vorfahren der Familie Herlyn/Heerlien stammen aus Arras. Sie waren ursprünglich Handwerker und Händler, die kein Wappen besaßen. Jehan Herlin (1482-1559) war ein reicher Weinhändler in Arras, der den Weinhandel von seinem Vater übernommen hatte. Er war dreimal mit Frauen aus adeligen und vornehmen Familien verheiratet. Mit ihm kam das Wappen in die Familie Herlin. Wir können die Geschichte und Entwicklung des Wappens der Familie Herlin grob in drei Phasen unterteilen:

1. Phase ‚Arras‘: Das Wappen kam mit der Ehe von Jehan Herlin und Anthoinette de Croix in die Familie Herlin. Anthoinette stammte aus einer sehr alten adeligen Familie, die schon immer ein Wappen führte. Einige ihrer Kinder und Enkelkinder heirateten ebenfalls in adelige und vornehme Familien ein und übernahmen das Wappen von Jehan Herlin. Da viele Familienmitglieder reich waren, konnten sie es sich oder ihre Ehepartner Grabsteine und Grabplatten leisten, in denen das Wappen eingelassen wurde. Als Wappentier wählten sie den flandrischen Löwen, der auch im Wappen von Arras und von vielen adeligen Familien auftaucht. Zunächst existierten unterschiedliche Wappendarstellungen, es gab welche mit und ohne Querbalken, der quer oder diagonal verlief, die Farben des Löwen und des Querbalken waren entweder golden oder silbern. Der Wappengrund war zunächst weiß und später dann rot. Schließlich setzte sich ein Wappen durch, das im Rietstap folgendermaßen beschrieben wird: "De gueules, à la fasce d'or, acc. en chef d'un lion naissant du même, mouv. de la fasce". Übersetzung: "Auf rot ein goldener Balken, im Wappenhaupt ein aufgerichteter ebensolcher (goldener) Löwe, der sich aus dem Balken erhebt".

2. Phase ‚Bremen‘: Das einfache ‚artesische‘ Wappen gelangte durch Claude Herlin, einem Sohn von Jehan Herlin, nach Deutschland. Dieser war aus Glaubensgründen nach Bremen geflüchtet. In Bremen sehen wir das Wappen bei seinem Sohn Jacques Herlin, ein erfolgreicher und angesehener Kaufmann, der in Bremen zum Ältermann und später zum Senior der Kaufmannschaft gewählt wurde. Sein Wappen wurde in die bremische Kaufmannsrolle und das Bürgerbuch übernommen, hier erhält der Löwe jetzt einen Stern zwischen die Pranken. Bei der Aufnahme in das Wappenbuch wurde sein Wappen in eine vorgezeichnete Schablone übertragen, die einen Helm mit Helmzier und einige heraldische Ausschmückungen vorsah. Bei der Herausgabe der Genealogie im Jahr 1669, die Claude Herlin, ein Sohn von Jacques beauftragt hat, wurde diese Wappendarstellung übernommen und zusätzlich vergrößert.

Über dem Helm wurde der aufsteigende Löwe gedoppelt und diese Wappendarstellung wurde durch zwei Löwen als Schildhalter nochmals vergrößert und in den vorderen und hinteren Einband eingeprägt.

3. Phase ‚Ostfriesland‘: Für die Herausgabe der ersten ‚Herlin Stammtafeln‘ im Jahr 1914 ließ J.J.U.

Herlyn das Wappen neu zeichnen, dabei übernahm er auch den Stern aus der Bremer Zeit , den der Löwe zwischen den Pranken hält. Seitdem ist diese Wappenausführung das allgemein anerkannte Familienwappen der Familie Herlyn/Heerlien. Dieses Wappen wird seitdem in der Familie vielseitig genutzt und ist auf Briefpapiere, Schildern, Schachteln, auf T-Shirts, Aufkleber und Buttons zu sehen und wird sogar als ‚Tattoo‘ getragen. Vor allem aber wird es in der Familie als Siegel- oder Wappenring verwendet und dokumentiert so – als sichtbares Zeichen – die Zugehörigkeit und den Zusammenhalt der Familienmitglieder.

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Literaturverzeichnis

(le) Carpentier, Jean: « Histoire genealogique de la tres-anciennes et tres-noble Famille de Herlin », Leiden (1669); https://archive.org/details/ned-kbn-all-00001252-001/page/n1

Deutsche Übersetzung: «Genealogie de Herlin», Eigendruck (1992), Fundort: Lasco Bibliothek, Emden Fieker, Hans: « Ostfriesische Familienwappen »; in: „Heraldischen Mitteilungen“ – Monatszeitschrift für Wappenkunde des Heraldischen Vereins „Zum Kleeblatt“ (Hrsg.), Hannover, 30. Jahrgang (1919), Ausgabe Nr.3/4, S. 19

Herlyn, Wilmjakob: « Im Ungewissen », Broschüre zum Herunterladen, s. Homepage der Familie Herlyn;

http://www.familie-herlyn.de/index.php/de/historie

Herlyn, Wilmjakob: «Kurze Wappengeschichte der Familie Herlyn», in: Quellen und Forschungen zur ostfriesischen Familien- und Wappenkunden, Heft 3-4,2015, S. 68 ff.

Herlyn, Wilmjakob: «Kurze Wappengeschichte der Familie Herlyn/Heerlien -Durch Weinhandel dem Adel ebenbürtig», in: Kleeblatt - Zeitschrift für Heraldik und verwandte Wissenschaften, Heft 2/2016, S. 54 ff.

d’Hozier, Charles-Rene: « Armorial General de France », Tome 12 (Flandre), 1856 – 1878 (s. gallica.fr) Goebel, Otto: « Familie Herlyn », in: ‘Niedersachen’ - Niederdeutsche Zeitschrift für Volkstum und Heimatschutz in Wort und Bild, Niedersachsen Verlag, Carl Schünemann, Bremen, 27 Jg. Nr. 26, S. 14 (1921,1922)

Lestocquoy, J.: « Les Patriciennes d’Arras sous la Renaissance », Arras (1950)

Loisne A., Rodiere R.: « Epigraphie du Departement du Pas-de-Calais », Tome VII, Supplement au Tome I,

« Epigraphie ancienne de la ville d’Arras », par le Comte A. de Loisne et R. Rodiere, Fontenay-le-Comte (1925), Fundorte: Archive Départementale de Pas-de-Calais, Dainville, Médiathèque de l'Abbaye Saint- Vaast

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Morel, E.: « Plan d’Arras-ville en 1382», Arras (1914)

Rietstap, Johannes Baptista: « Armorial General », Bd.1, Gouda (1884), S.593 ; Dessin demandé par Philippe Chatenoud

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(de) Waepenaert Ed. Dhont-de: «Quartiers Genealogiques des Familles Flamandes», Bruges (1871) http://www.flandrica.be/flandrica/items/show/985

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Quellen mit dem Wappen der Familie Herlin/Herlyn

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« Ältermannwappenbuch» bzw. «DES ELTERMANS UND KAUFMANS DER STATT BREMEN », Fundort:

Universitätsbibliothek Bremen und Focke-Museum, Bremen s.

« Wappenbuch der Bürgermeister und Ratsherren »; Fundort: Staatsarchiv Bremen

« Wappen und Namen der Herren Syndicorum eines wohllöblichen Collegii der Herren Altermänner » ; Fundort: Archiv der Handelskammer Bremen, im „Haus Schütting“

« Wappensammlung », Bürgerliche Wappen, Heraldik, Wappenkunde, Serie IV, Bürgerliche Wappen, Nachtrag X, Blatt IV, Nr. 66; Verlag: A. Weller, Kahla, Thüringen, Druck: Gebr. Vogt, Verlag und Kunstdruckerei, Papiermühle bei Roda Sachsen-Anhalt; Fundort: Stadtbibliothek Hamburg

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https://patrimoine-numerique.ville-valenciennes.fr/in/decouverte/genealogie/Le-recueil-de-genealogies- de-Casimir-de-Sars

Upstalsboom-Gesellschaft, Fundort: https://www.grabsteine-ostfriesland.de/

(le) Fevre, Simon - Baron de Blairevilles: «Epitaphes des Eglises d‘Arras », in-folio. papier, écriture brouillon de la fin du XVI siècle. - blasons grossiers coloriés ; Fundort: Médiathèque de l'Abbaye Saint-Vaast:‘MS328’

(Dom le) Pez, Estienne: « Memoires Généalogiques sur Flandre et l‘Artois » (3 Volumes in-folio) -écriture du VII siècle, Fundort: Médiathèque de l'Abbaye Saint-Vaast, ‘MS 291’

« Fonds Guesnon »; Fundort: Médiathèque de l'Abbaye Saint-Vaast, Bibliothèque Municipal d’Arras

« Registre des bourgeois d‘Arras », extrait de l’inventaire de archive communale ‘BB47 – BB55’, Fundort:

Médiathèque de l'Abbaye Saint-Vaast ; hrsg. als Buch von Bouquet Didier (2017)

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Eingeprägtes Wappen der ‚Généalogie ... de Herlin‘ (1669 )

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Das Wappen am Eingang des eh. Haus von Pastor Gerrit Herlyn, Ulrichstraße 15, Leer

Referenzen

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