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Holger Schulz Dr. med.

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Academic year: 2022

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Holger Schulz Dr. med.

Tubuläre Epithelzellen als akzessorische Zellen einer Superantigen induzierten T-Zell-Aktivierung

Geboren am 8. Mai 1965 in Karlsruhe Reifeprüfung am 23.5.1984

Studiengang der Fachrichtung Medizin vom WS 1989 - WS 1997 Physikum am 04.09.1991 an der Universität Heidelberg

Klinisches Studium in Heidelberg

Praktisches Jahr in Heidelberg und Durban/Südafrika

3. Staatsexamen am 27.11.1997 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Immunologie

Betreuerin: Frau Prof. Dr. rer. Nat. G. M. Hänsch

Chronisch entzündliche Erkrankungen der Niere sind durch den fortschrei- tenden Verlust der renalen Funktion gekennzeichnet. Immunhistologische A- nalysen des entzündlich veränderten tubulären Gewebes weisen auf direkte Interaktionen zwischen T-Zellen und Gewebszellen, insbesondere tubulären Epithelzellen hin.

Entsprechend befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Funktion tubulärer Epithelzellen als akzessorische Zellen der T-Zell-Aktivierung. Ich konnte zei- gen, daß rekombinantes ?-IFN die Expression von MHC-Klasse-II-Molekülen auf den tubulären Epithelzellen in Kultur induzierte. Auch die Expression des konstitutiv exprimierten Adhäsionsmolekül ICAM-1 wurde durch ?-IFN deutlich gesteigert. Die Expression der Moleküle B7-1 und B7-2, die auf professionell antigenpräsentierenden Zellen über den T-Zell-Liganden CD28 kostimula- torische Signale vermitteln, war auf der Oberfläche der ?-IFN stimulierten tu- bulären Epithelzellen nicht nachweisbar.

Ko-Kultivierung ?-IFN stimulierter tubulärer Epithelzellen mit Staphylokokken Enterotoxin reaktiven T-Zell Klonen und Staphylokokkus Enterotoxin führte zu einer signifikanten Aktivierung der T-Zellen, gemessen als Proliferation (Einbau von 3H-Thymidin) bzw. als Interleukin-2 Freisetzung. Monoklonale Antikörper gegen MHC-Klasse-II und ICAM-1 hemmten die T-Zell-Proliferation. Tubuläre Epithelzellen induzierten auch die Proliferation ruhender, peripherer T-Zellen, wie für Zellen verschiedener Spender gezeigt werden konnte.

In vitro kultivierte tubuläre Epithelzellen sind somit in der Lage, nach Stimula- tion mit ?-IFN, T-Zellen zu aktivieren. Ein erstes Signal wird offenbar durch die Bindung des MHC-Klasse-II-Enterotoxin-Komplexes an den T-Zell-Rezeptor vermittelt. Wie das zweite Signal, das für eine vollständige T-Zell-Aktivierung notwendig ist, zustande kommt ist unklar. Bei professionell antigenpräsen- tierenden Zellen ist die Interaktion von B7 auf den akzessorischen Zellen mit CD28 auf der T-Zelle entscheidend. Da ich auf tubulären Epithelzellen weder

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B7-1 noch B7-2 nachweisen konnte und Antikörper gegen B7-1 oder B7-2 die T-Zell-Proliferation nicht hemmten, erscheint dies unwahrscheinlich. Kostimu- lation via ICAM-1 erscheint möglich, andere Oberflächenproteine wurden bis- her nicht untersucht.

Da die bekannteste Funktion der MHC-Klasse-II-Moleküle die Präsentation von Antigenpeptiden oder Superantigenen an CD4+ T-Zellen ist, wäre es durchaus möglich, daß MHC-Klasse-II positive TEC an lokalen Immunreaktionen beteiligt sind. In Abhängigkeit eines verfügbaren kostimulatorischen Signals und dem Vorhandensein eines adäquaten Antigens, kann die Interaktion zwischen tu- bulären Epithelzellen und T-Zellen dabei sowohl zu einer Aktivierung aber auch zu einer Anergie der T-Zellen führen.

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