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gemeindereport marienfelde

www.ev-kirchengemeinde-marienfelde.de 9 ·14 /Nr. 348

Wir laden herzlich ein zum Herbstfest am 28. September (s. Rückseite)

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… Sommerferienprogramm für Kinder

neulich beim … editorial

V

ier fröhliche Tage erlebten 20 Kinder mit einem bunten Programm und bei wunderbarem Wetter. Nach der Vorstellrun- de begann der erste Tag mit Gesang. Beim Einkaufen, Pizza-Backen und Essen lernten wir uns näher kennen. Weiter ging es mit freiem Spiel im Kinderhaus und auf dem Gelände. Zum Schluss sangen wir noch mal, und beim „Obstsalat-Spiel“ mit viel Kichern und Kreischen endete der Tag. Am zweiten Tag fuhren wir zur Domäne Dahlem. Nach einer Spiele-Olympiade mit manch erstaun- lichen Ergebnissen suchten wir erfolgreich auf dem Anwesen den „Schatz des Ritters“.

Dann ging es im Anhänger auf eine lusti- ge und wilde Traktorfahrt. Unterm und im

Kletterbaum ruhten wir bei einem Picknick aus, bevor wir zurück fuhren. Den dritten Tag verbrachten wir im Zoo. Wir haben viele Tiere gesehen und Fotos gemacht.

Auf dem Spielplatz konnten alle klettern und spielen, danach kam ein Abstecher in den Streichelzoo und in das Vogelhaus.

Der letzte Tag begann wieder mit Singen und Spielen, gefolgt von (wahlweise) Ori- gami-Falten, dem Vorführen gymnastischer Talente beim „Twister-Spiel“ oder Toben auf dem Spielplatz. Der Nachmittag brachte Ab- kühlung mit einer Wasserbomben-Schlacht oder das Gegenteil: Haferflockenplätzchen- Backen trotz Hitze. Dann trudelten langsam die Eltern zum gemeinsamen Grillen ein und das Ferienprogramm klang mit einem gemütlichen Abend aus.

Sabine Jacobs

N

ach glühend heißen Sommertagen und den ersten Herbst- Ahnungen gehen die Kinder und Jugendlichen wieder zur Schule, das Konferjahr beginnt und die Gemeinde ist gespannt auf die Neubesetzung der Kantorenstelle. Der Besetzungsausschuss hat die Bewerbungen gesichtet und zum Vorspielen, Chorprobe und Gespräch eingeladen. Als Vertretung in der Vakanzzeit konnte ein Chordirigent für die Kantorei gewonnen werden (S. 12 f.).

Derweil bereiten wir uns auf das Herbstfest „Rund um die (runderneuerte, s.S. 9 f.) Dorfkirche“ vor, zu dem wir Sie alle herzlich einladen – Vorder- und Rückseite dieses Heftes wollen Ihnen Lust zum Dabeisein machen.

Wir berichten Nachdenkliches über aktuelle Fragen, die un- sere Autorinnen über den Sommer bewegt haben („Gedanken zum Glauben“, S. 5 f., und „Kolumne“, S. 14 f.). Viele empfanden, dass die Politik und die Weltlage diesmal keine Sommerpause hatten – umso wichtiger ist es, ab und zu innezuhalten – mit einem Fest, wie dem Erntedankfest, oder auch an jedem Sonntag, der Atemholen und Zu-Sich-Kommen bewirkt und „erlaubt“, wenn wir es wollen.

Bis zum Wiedersehen dort oder sonst in der Gemeinde grüßt Sie herzlich Ihre

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gedanken zum glauben gedanken zum glauben

Einheit in Vielfalt

I

mmer wieder hören wir von Gewalttaten, oft im Namen einer Religion. Die Bilder in den Nachrichten sind kaum auszuhal- ten. Und die Konflikte von woanders setzen sich in den Flüchtlingsunterkünften fort. So auch hier bei uns in Marienfelde: „Rund 100 muslimische Tschetschenen verprügeln 30 christliche Syrer – in einem Heim mitten in Berlin. Wieso die Lage eskalierte, ist nicht klar. Die Opfer weigern sich, in ihre Wohn- stätte zurück zu kehren“, wie der Tagesspie- gel berichtete.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass auch hier in Europa die Menschen in vergangenen Jahrhunderten viel zu viele Kriege und Verfolgungen im Namen der Religion erlitten haben. Der heutige relative Frieden musste hart erarbeitet werden. Heu- te leben wir in Deutschland und in Europa in christlich geprägten Mehrheitsgesellschaften und vertreten damit ganz bestimmte Werte.

Grundrechte bzw. „Grundwerte“ unserer deutschen Verfassung sind u.a. Religions- freiheit, Meinungsfreiheit und Gleichbe- rechtigung.

Europäische Werte wurden 1992 im Vertrag von Maastricht genannt: „Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte ein- schließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören“. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft

gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerech- tigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet. Wer diese Grundwerte teilt, „der ist uns auch willkom- men!“

Menschen aus anderen Ländern haben verschiedene Religionszugehörigkei- ten und bringen oft ein unterschiedliches Rechtsverständnis aus ihrer Kultur mit. In Berlin leben Menschen aus 199 verschiede- nen Herkunftsländern, das sind 24% Men- schen mit Migrationshintergrund. Diese 24%

teilen sich auf in 458.000 Menschen mit aus- ländischer Staatsangehörigkeit und 414.000 Deutsche mit Migrationshintergrund.

Der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss erklärte 1950 bei einer Schulfeier: „Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen und das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abend- land geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen.“ Allerdings wurde Europa nicht nur von einer, sondern von drei monotheistischen Religionen ge- prägt. Unter diesen ist die jüdische die äl- teste, die christliche Religion verbreitete sich schon zur Römerzeit und der Islam kam erst im 7./8. Jahrhundert hinzu.

Zuerst suchten Juden in Europa eine Bleibe. In Rom bestand eine jüdische Siedlung schon lange vor Christi Geburt.

Charakteristisch war für die Juden, dass sie

– seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer ohne eigenen Staat – zerstreut als Minderheit unter Christen und später un- ter Muslimen lebten. Nicht zu übersehen ist aber, dass keine der drei Religionen in Euro- pa ausgerottet wurde und dass sie sich nach rechtlichen Regelungen und in praktischen Kompromissen gegenseitig duldeten. His- torisch gesehen ist für den Islam ein Leben als zugewanderte religiöse Minderheit eine neue Erfahrung, anders als für das Juden- tum, das sich schon sehr lange mit einem nicht-jüdischen Umfeld auseinandersetzen musste. Der Islam erlaubt – anders als das Christentum – nur den Eintritt in seine Re- ligion, nicht aber den Austritt. Es benötigt sicher noch Zeit, bis die deutsche Verfassung und die europäischen Werte von allen zuge- zogenen Menschen verstanden und geachtet werden. „Seit nun drei Generationen leben jetzt Muslime in Deutschland. Und sie bean- spruchen zu Recht einen vollgültigen Platz in der Gesellschaft“, stellte der ehemalige Bundespräsident Wulff fest.

Schon in der hebräischen Bibel, in unserem „Alten Testament“, heißt es: „Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lan- de, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst;

denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.“

(3. Mose 19, 33–34).

„Wie ein Einheimischer“ bedeutet:

mit gleichen Rechten und Pflichten, also auch mit der Pflicht, das Gesetz und die Werte des Gastlandes zu achten. Und das ist für die neu Angekommenen sicher ein län- gerer Weg des Lernens. Dieser Lernprozess

beginnt beim Ankommen im Flüchtlings- heim und geht weiter im täglichen Leben in unserer Gesellschaft. Wenn die Kinder der Migranten in die Schule kommen, werden nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern viel Neues lernen müssen, damit Integration ge- lingt. Wir können zusammen mit Menschen aus 199 verschiedenen Herkunftsländern in Berlin die Vielfalt der Kulturen schätzen ler- nen. Der Karneval der Kulturen hat übrigens hier viel mehr Freunde als der klassische Frohsinn des rheinischen Karnevals. Aber nicht nur dort, nicht nur beim Genießen leckerer Rezepte und beim Besuch der Re- staurants anderer Kulturen, sondern auch im nachbarschaftlichen Miteinander können wir einander schätzen und achten lernen.

Allein in meiner Familie leben Ehepartner aus vielen verschiedenen Kontinenten und Religionen friedlich zusammen.

Patricia Metzer

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Michael Schillhaneck

menschen in marienfelde

I

m letzten Jahr wurde der Gemeindekir- chenrat neu gewählt. Einer der Kandida- ten war Michael Schillhaneck. Für die Zeit nach dem Renteneintritt, der in etwa zwei Jahren ansteht, so hatte er sich überlegt, musste es doch noch Herausforderungen geben, in die er sich mit seinen Erfahrungen einbringen und dabei auch Verantwortung übernehmen könnte. So kandidierte er für den Gemeindekirchenrat und wurde auch gleich von der Gemeinde gewählt.

Seit 1984 lebt er mit seiner Familie in Marienfelde. Geboren wurde er in Ma- riendorf und ist immer – mit einer kurzen Unterbrechung: vier Jahre Kanada in der Kindheit – ein Südberliner geblieben. Er machte seine mittlere Reife, früher hieß es Realschulabschluss (heute MSA – mittlerer Schulabschluss). Es folgten eine Ausbildung als Beton- und Stahlbetonbauer und die Meisterprüfung. 1980 ging er als Ausbilder zum Oberstufenzentrum für Bautechnik in Spandau. Unter anderem wird dort in einer

„Produktionsschule“ in sieben Bauberufen ausgebildet. Herr Schillhaneck ist hier als Ausbildungsleiter für die Ausbildung von ca.

500 Lehrlingen verantwortlich, die während ihrer Ausbildung Bauaufträge ausführen, kurz: Häuser bauen. Inzwischen wurden so- gar schon vier Gemeindehäuser gebaut. Zwi- schendurch war er einige Jahre im Vorstand des Personalrates. Das ist aber nur die beruf- liche Seite. Daneben hat er zusammen mit seiner Frau, die heilpädagogische Erzieherin

ist, viele Pflegekinder, zwei Adoptivkinder und zwei eigene Töchter groß gezogen. Sei- ne Frau fing in frühen Jahren als Tagesmut- ter an. Daraus wurde eine Pflegestelle für viele behinderte und sozial benachteiligte Kinder. Das Jugendamt hatte bald heraus- bekommen, dass die Familie Schillhaneck eine kompetente Anlaufstelle für Kinder war, die kein Zuhause hatten. In ihrem Einfami- lienhaus fanden alle ein behagliches Plätz- chen im Kreise einer liebevollen Familie.

Jedes Kind bekam ein eigenes Zimmer und

menschen in marienfelde

die Zuneigung, die ein Kind so bitter nötig hat. So ist es wirklich bewundernswert, dass manchmal bis zu acht Kinder zusammen dort Platz gefunden haben. Inzwischen sind sie alle erwachsen und – bis auf zwei – aus- gezogen, aber sie bleiben immer in Kontakt und wohnen teilweise auch in der Nähe. Nur sind jetzt noch neun Enkel hinzugekommen.

Als stolzer Opa erzählt Herr Schillhaneck von seinem jüngsten Enkel, der gerade drei Wochen alt ist. Er ist glücklich, dass er seine Familie, so groß wie sie ist, auch immer noch um sich haben kann – nun aber als Opa.

Trotz Berufsleben und nach der Erziehung der Kinder kann er sich jetzt die Zeit nehmen, im Gemeindekirchenrat mit- zuwirken. Seine vielen Kompetenzen und Erfahrungen befähigen ihn sehr dafür, in der Marienfelder Kirchengemeinde Verant- wortung zu übernehmen. Selbstverständlich hat es ihm der Bauausschuss angetan, wo er im Moment die Dorfkirchensanierung begleitet. Auch der Finanzausschuss ist für ihn sehr interessant, da er auch dort viele Erfahrungen aus seinem Arbeitsleben ein- bringen kann.

Wie ist Herr Schillhaneck eigent- lich in die Gemeinde gekommen? Wie so viele ehrenamtliche Mitarbeiter hat er durch seine Kinder die Kirchengemeinde kennen- gelernt. Sie gingen damals in den Miniclub bei Hannah Lanz. Es war eine Eltern-Kind- Gruppe, in der die Eltern mitarbeiten muss- ten.

Trotz der vielen Aufgaben in sei- nem Leben spielt Herr Schillhaneck noch so nebenbei Cello. Auf dem Weihnachtsmarkt an der Dorfkirche lernte er Peter-Michael Seifried, den damaligen Kantor, kennen.

Schnell wurde er Mitglied im Kirchenchor und ist es auch jetzt noch. Auch in der Kan- torei ist er für vieles Organisatorische mit- verantwortlich. Aber das reicht immer noch nicht aus. Der Tag hat ja schließlich 24 Stunden! So hat er nicht nur das Singen als Hobby, sondern er ist auch noch ein Wind- müller. Ja, was ist denn das? Heutzutage in Berlin ein Windmüller? Er machte 2002 eine Hobbyausbildung dazu und ist heute Vorsitzender des Britzer Müllervereins.

Der Verein hat die Aufgabe, die Mühle als technisches Denkmal zu schützen und vor- zuführen. Die Mitglieder vom Müllerverein sind alle ehrenamtlich tätig. Sie mahlen für die UFA-Bäckerei Getreide. So gibt es auch einen Mehlbeauftragten. Dieser checkt das Wetter, ob gemahlen werden kann. Bei gu- tem Wind werden die Mitglieder sehr spon- tan zum Mahlen eingeladen. Von Herbst bis Frühling ist die beste Zeit zum Mahlen, aber die Mühle ist für die Besucher von Ende März bis Anfang November geöffnet. Alle zwei Jahre werden auch Ausbildungskurse zum Müller angeboten. Jetzt im August hat ein neuer Kurs begonnen. Kurz vor der Prü- fung gibt es eine achttägige Praktikumsfahrt nach Holland. Dort lernt man den Betrieb anderer Mühlen hautnah kennen und arbei- tet direkt in der Produktion mit.

Wie schafft man, das alles unter ei- nen Hut zu bekommen? Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. So ein agiler Mensch, der so vieles erleben durfte, so vieles gelernt und erfahren hat, sitzt mir gegenüber und strahlt eine wundersame Ruhe aus. Michael Schillhaneck hat gelernt, trotz aller Verant- wortung „nein“ zu sagen, hat eine hervor- ragende Zeiteinteilung und ist sehr tolerant

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menschen in marienfelde

gegenüber allem, was geschieht. Er hat in seinem Leben oft eine ausgleichende Rolle eingenommen, obwohl er auch gut streiten kann. Das aber nur, wenn es kompetente Mitstreiter gibt. Trotzdem ist er offen für die sich daraus entwickelnden Ideen. Er kann gut zuhören und entscheidet dann, ob er etwas für richtig hält oder nicht. Er lässt sich umstimmen, aber erst nach gewissen- hafter Prüfung. Er liebt es, das Leben aktiv zu gestalten und bei Problemen nach Lösun- gen zu suchen. Nur sieht er sich nicht als einen frommen Menschen, er kann mit dem Glauben nicht so recht etwas anfangen. Er sieht die Kirche als eine Gemeinschaft, die als gemeinsame Grundlage den Glauben, die Religion hat. Ich glaube aber, dass Michael Schillhaneck christlicher lebt als manch an-

derer. Seine Einstellungen, seine Gedanken, sein Wesen zeugen von einem Urvertrauen, das nur von Gott gegeben sein kann. Er lebt die Liebe, das Vertrauen und die Hoffnung so wie ein Mensch, der an Gott glaubt. Er selbst ist der Meinung, das alles wäre sicher nicht so, wenn er nicht seit nun bald 42 Jah- ren mit seiner Frau verheiratet wäre, mit der er schon zur Schule gegangen ist. Er ist da- von überzeugt, dass diese Partnerschaft ihm erst die Kraft und vor allem die Möglichkeit gibt, so zu sein wie er ist.

Es war ein wunderbares Interview und ich wünsche Michael Schillhaneck ganz viel Freude bei der Umsetzung seiner zahl- reichen Vorhaben.

Monika Hansen

(Un-)sichtbare Aktivitäten in der Gemeinde

sommer„ferien“

W

er gedacht hat: „In der Gemeinde ist ja im Sommer nix los“, der oder die hat sich gründlich getäuscht. Sicher, die Küsterei war eine Weile geschlossen – schließlich muss ja auch Frau Gasch mal Urlaub machen. Aber hinter den für die Öffentlichkeit geschlosse- nen Türen wurde enorm fleißig gearbeitet.

Mehrere Tage durfte das Dorothee-Sölle- Haus nicht betreten werden, weil die Fußbö- den gesäubert und auf Hochglanz gebracht wurden. Der Effekt hält immer noch an!

Über die Hauptaktion der Som- merwochen ist viel gesprochen worden – denn es geschieht ja nicht alle Jahre, dass die Dorfkirche für Wochen geschlossen werden muss. Aber – unserem Architekten, Herrn Eschwe, sei es gedankt – die vielen Firmen, die darin zu tun hatten, sind p ü n k t l i c h fertig gewor- den. Nun ha- ben wir eine verbesserte H e i z u n g . Eine Luftbe- feuchtungs- anlage wurde e i n g e b a u t , d a m i t d i e Orgel nicht mehr unter Trockenheit

leidet. Dieser Um- und Einbau bot Gele- genheit, die Kirche innen neu zu streichen und auch einige Schäden am Dach und am Innenputz zu reparieren. Das Gerüst für den Maler bot unserm Haus- und Kirchwart Olaf Kmiesch Gelegenheit, unter dem Gewölbe herum zu turnen und alle Leuchtmittel aus-

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sommer„ferien“

Freuet euch der schönen Erde …

Einladung zum Sommerkonzert auf dem Kirchhof

sommerkonzert

Schon zum dritten Mal laden die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter des Kirchhofes und Musiker aus unserer Gemeinde herzlich zu einem Sommerkonzert auf dem Kirchhof Marienfelde ein. Es findet

am Freitag, 12. 09. 2014 um 18 Uhr in der Kapelle auf dem Kirchhof,

Marienfelder Allee 127

statt. Vorher gibt es wie im Vorjahr ab 17.00 Uhr Kaffee und Kuchen und im Anschluss vor der Kapelle ein gemütliches Beisammen- sein mit Getränken bei hoffentlich gutem Wetter.

Freuet euch der schönen Erde, denn sie ist wohl wert der Freud.

O was hat für Herrlichkeiten unser Gott da ausgestreut, unser Gott da ausgestreut!

Vielleicht haben Sie in den vergan- genen Sommermonaten auf einer Reise, zu Hause im Garten oder bei einem Spazier- gang in Berlin ein Naturerlebnis gehabt, wie es wohl 1837 den Theologen und Dichter Philipp Spitta angeregt haben muss, diesen Text zu verfassen. Die Komponistin, Orga- nistin und Chorleiterin Frieda Fronmüller hat diese Zeilen 1928 vertont. Als Kantorin an St. Michael in Fürth war sie übrigens die erste Kirchenmusikdirektorin in Deutsch- land. Heute finden wir dieses Lied in un-

serem Gesangbuch (EG 510). „Freuet euch der schönen Erde“ soll das Motto für unser diesjähriges Sommerkonzert sein.

Wir singen auch wieder gemein- sam u.a. das oben genannte Lied und hören Flötenmusik, Orgelmusik und Gesang von Komponisten aus verschiedenen Epochen.

Wir freuen uns, wenn wir Sie begrüßen dür- fen.

Eberhard Pape HINWEIS:

Die Abendkirche entfällt an diesem Tag.

zutauschen. Die Kerzenleuchter vom Altar und ein abgebrochener Arm des Kronleuch- ters wanderten zum Reparieren und Aufar- beiten zu einem Restaurator in Berlin Mitte.

Und dann! Dann rückte Firma Fro- benius aus Dänemark an. Zunächst kamen Jesper und Erik – sie bauten zwei Wochen lang sämtliche 1.792 Pfeifen aus, entstaubten sie, polierten sie, reinigten ihre Halterun- gen und setzten sie wieder ein. Danach kam ein weiteres Team, Michael und Mogen, um die Orgel zu stimmen. Und sie klingt wieder wunderbar. All das war nach zwanzig Jah- ren dringend nötig. Die Dänen waren sehr erstaunt über die Unmengen an Staub, die sie vorfanden – es war ungewöhnlich viel, aber der Grund bzw. die Herkunft uner- klärlich. Wobei jedermann und jederfrau eigentlich klar ist: Zwanzig Jahre lang nicht Staub gewischt, da kommt was zusammen … Der Spieltisch und die Beleuchtung wurden ebenfalls erneuert. So kommen die Bewerbe- rinnen und Bewerber, die sich im September für die Besetzung der Kantorenstelle vorstel- len werden, in den Genuss, auf dem frisch generalüberholten Instrument vorzuspielen.

Schließlich wurde noch der Kir- chenfußboden gereinigt. So schön ziegel- rot ist er schon lange nicht mehr gewesen!

So hat auch die Dorfkirche gewissermaßen Sommerurlaub gemacht und ist runderneu- ert für ihren Dienst.

Zurück ins Dorothee-Sölle-Haus:

Die Jugendlichen hatten schon vor den Fe- rien verabredet, den Jugendkeller zu reno- vieren. Seit der großen Umbauaktion der Decke vor einigen Jahren waren doch viele Beschädigungen an den Wänden. Die Farb- gestaltung sollte wieder zum Thema „DOWN

UNDER“ passen, blieb also im Spektrum von Rot- und Sand-Tönen. Die seinerzeit verwen- deten Schablonen für die Aborigines-Zeich- nungen von Känguruhs sind noch vorhan- den – nachdem die Wände jetzt gestrichen wurden, werden sie wieder angebracht. Ein weiteres highlight ist der Tresen, der eben- falls neu farblich gestaltet und mit Schriftzug, Logo und Zeichnungen versehen wurde.

Mit Feuereifer haben die älteren Teamer, unterstützt von einigen „Neuen“, viele Tage ihrer Sommerferien dieser Ak- tion gewidmet. Dabei wurde auch noch der Vorraum neu gestaltet, von dem aus man ins Jugendbüro und in Pfrn. Christine Rosins neues Amtszimmer gelangt. So ist der Keller gut gerüstet für die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden – am 31. August beginnt wieder das Konferjahr.

Last but not least – die Homepage der Gemeinde wird einer Verjüngungskur unterzogen. Diese sehr aufwendige Arbeit wurde nach intensiven Vorarbeiten jetzt auf den Weg gebracht. Die Umstellung wird noch mehrere Wochen dauern – aber es lohnt sich. Der alte Internetauftritt ist doch sehr in die Jahre gekommen – Bilder, Texte, Informationen und Bedienbarkeit müssen erneuert werden. Der Relaunch ist für den Herbst geplant.

Bei so vielen Erfolgsmeldungen ist es umso trauriger, dass es Architekt und Baufirmen nicht geschafft haben, mit der Piazza weiter zu kommen. Nach wie vor fehlen Sonnenschirmhülsen und Bodenbe- leuchtung. Ob das wohl auch für den Herbst erwartet werden darf?

Carola Enke-Langner

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kirchenmusik kirchenmusik

Spannende Zeiten für Kirchenmusik in Marienfelde …

„T

hank you for the music“ – damit ver- abschiedeten sich Gemeinde und Kan- torei am 30. Juni von unserem langjährigen Kantor KMD Peter-Michael Seifried. Nach der verdienten Sommerpause wird jetzt von allen das Ende der Ferien mit Spannung erwartet, denn die potentiellen Nachfolger stehen sozusagen in den Startlöchern …

Wer hat sich bis zum 15.8. auf die ausgeschriebene Kantorenstelle beworben?

Wer davon passt zu uns? Wen wollen wir zur Wahlprobe und zum Vorstellungsgespräch einladen? Wie überhaupt wünschen wir uns künftig Kirchenmusik in Marienfelde, mit Kantorei, Gospelchor, Seniorinnenchor, mit musikalischer Kinder- und Jugendarbeit?

Auf diese Fragen haben sich Kir- chenmusikausschuss und GKR gut vorbe- reitet. Die Findungskommission wird aus dem GKR und der Mitarbeiter-Vertretung sowie aus dem stellvertretenden Kreiskan- tor Christoph Hagemann und LKMD Dr.

Gunter Kennel als musikalische Fachauf- sicht bestehen. Die Kantorei ist ebenfalls an den geplanten Vorstellungsterminen im September beteiligt, um sich ein Bild von den Stimmbildungs- und Chorleiterfähig- keiten der Kandidatinnen und Kandidaten zu machen.

Wahrscheinlich werden wir aber erst nach Weihnachten mit dem Dienstan- tritt einer neuen Kantorin oder eines neuen Kantors rechnen können. In dieser Vakanz- zeit liegt die Leitung des Seniorinnenchores

bei Susanne Busche in vertrauten Händen, und die bewährte musikalische Arbeit von Bernard Devasahayam läuft sowieso wie ge- wohnt weiter. Für die Kantorei freuen wir uns aber sehr, dass wir mit Tobias Walenci- ak einen jungen, engagierten Chorleiter für die Übergangszeit begrüßen können.

Tobias Walenciak studierte Chor- dirigieren im Masterstudium an der Berli- ner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

Seit seiner Gründung 2005 leitet er das Junge Ensemble Dresden. In Berlin arbei- tet er als Dirigent und Korrepetitor seit 2007 eng mit dem Chor Cantus Domus und

Ralf Sochaczewsky zusammen, u.a. bei der Einstudierung und Aufführung von Beet- hovens Neunter Sinfonie, Händels Messias und Rachmaninows Vespern op. 37. Einstu- dierungen und Assistenzen verbinden ihn daneben mit Chören wie dem Neuen Chor Berlin, dem Philharmonischen Chor Berlin und dem Vocalconsort Berlin sowie mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg und der Staatsoper Berlin. Anfang 2014 wirkte er als musikalischer Assistent beim Education- Projekt der Berliner Philharmoniker „Crowd out“ mit.

Das alles hört sich nach einer guten Herausforderung für die Kantorei an, der sie mit Erwartung und Neugierde entgegen sieht. Jedenfalls kann sich die Gemeinde weiter auf schöne Chormusik freuen, z.B.

im Erntedank-Gottesdienst am 28.9., im Ad- ventskonzert zum Weihnachtsmarkt am 6.12.

sowie an weiteren Gottesdienst- und Kon- zert-Terminen bis hin zum traditionellen Weihnachtskonzert am 24.12. um 22 Uhr.

Dass alles so nahtlos weiter läuft nach dem Abschied von Peter-Michael Sei- fried haben wir in erster Linie Eberhard Pape und dem Kirchenmusikausschuss zu verdanken, der sich gleich an die Arbeit gemacht hat, um Stellenausschreibung, Or- gelvertretungen, Konzerttermine und vieles mehr auf den Weg zu bringen. Hier drückt sich auch der hohe Stellenwert aus, den die Kirchenmusik traditionell in Marienfelde innehat – und darin sind sich wohl alle ei- nig, dass das so bleiben soll, die Gemeinde, Haupt- und Ehrenamtliche und der GKR:

„Thank you for the music“!

Veronika Ekkert-Rettig

Veranstaltungskalender

10. September Mittwoch 19.30 Uhr DSH GKR-Sitzung (nicht öffentlich) 12. September Freitag 18.00 Uhr Kirchhof Sommerkonzert

(ab 17 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken) 13. September Samstag 14.30 Uhr Kinderhaus Abenteuernachmittag

20. September Samstag 16.00 Uhr DSH Mandolinenkonzert 21. September Sonntag 17.00 Uhr Dorfkirche Orgelkonzert

28. September Sonntag 11.00 Uhr Dorfkirche Familiengottesdienst zum Erntedankfest anschl. Herbstfest um die Dorfkirche

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Flugbereitschaft

kolumne

E

in Mann geht nach Hause. Er betritt sein Haus und will zuerst seine Mails checken.

Das alles beobachtet in der ameri- kanischen Miltärbasis in Stuttgart Möhrin- gen die Drohnenpilotin Danielle Balder- stone mit ihrem GPS-gestützten Compu- terprogramm. Neben sich hat sie einige Schriftstücke mit Namen, die von Präsident Barack Obama unterzeichnet sind.

Die Mitarbeiterin des CIA hat den Mann einwandfrei geortet und schickt per Mausklick eine Kampfdrohne los. Diese fliegt zielgenau zu dem Haus. Sie braucht ein wenig Zeit. Der Heckenschütze am Com- puter löst die Rakete namens Hellfire aus.

Frau Balderstone, eine junge Frau, ist laut Aussage in der Panorama-Sendung aus dem Dezember 2013 stolz auf 5 Treffer. Damit gilt sie als ‚As‘. Probleme hat sie damit keine, sie führt ja nur einen Befehl aus, sagt sie. Das ist eben ihr Dienst von 9 Uhr morgens bis 17 nachmittags, dann geht sie ihrem ganz normalen Feierabend nach, sagt sie.

Dass etwa dummerweise im letz- ten Moment ein Kind oder eine Frau das Haus betritt, kann sie nicht beeinflussen.

Das Höllenfeuer tötet auch sie und zerstört das Haus. Das ist ein Kollateralschaden, so etwas hat’s schon immer gegeben, wird in dem Panorama-Bericht von ranghohen ame- rikanischen Militärs und CIA Mitarbeitern bestätigt.

Alle zivilisierten demokratischen Staaten zeichnen sich durch gerechte Geset-

ze aus, ohne die keine Strafe ausgesprochen darf. Ja, sagt Barack Obama, aber wir sind im Krieg und es handelt sich um Terroris- ten, die sich auch an keine Gesetze halten und uns bedrohen.

Vor zwei Wochen kam in der Ta- gesschau die Meldung, dass die USA zwei Millionen Menschen als potentielle Terro- risten beobachten, und da ist die Bundes- kanzlerin noch nicht mitgerechnet.

Es sind solche Worte, die eine scheinbare Rechtfertigung erzeugen. Terro- rist. Aha, alles klar, tötet ihn! Das geschilder- te Cybersystem setzt vermutlich die Tötungs- hemmung der mächtigen Drohnenbesitzer entscheidend herab. Beim Töten beschmut- zen sie sich nicht.

Der Zweite Weltkrieg wurde bei Radio Gleiwitz via Volksempfänger so be- gründet: Ab heute um 4 Uhr wird zurück- geschossen. Damit begann der aggressive Polenfeldzug. Aha, zurückgeschossen. Also Verteidigung! Das wurde zu Recht nach dem Krieg als üble Propaganda entlarvt.

Nach dem verheerenden Aggres- sionskrieg gab es in der jungen Bundes- republik Deutschland eine große Ausein- andersetzung über die Wiederbewaffnung, bei der sich die Befürworter durchsetzten (die Rüstungslobby auch). Es wurde aber gesagt: Nur zur Verteidigung der eigenen Grenzen! Dann kam der sich stets erwei- ternde Beistandspakt der Nato, und in- zwischen wurde Deutschland, so ein be-

kolumne

kanntes Bonmot, sogar am Hindukusch verteidigt.

Das große logistische Zentrum für die Abwicklung der bisher 5000 durch Drohnen getöteten Menschen seit dem An- tritt des Friedensnobelpreisträgers Präsident Obama ist Ramstein in der Pfalz. Man kann mit dem Gedicht Todesfuge von Paul Celan immer noch sagen: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.“

Und jetzt, im Juli, hat die deut- sche Verteidigungsministerin die Katze aus dem Sack gelassen: Wir brauchen neben Aufklärungsdrohnen auch Kampfdrohnen.

Begründung: Wir müssen unsere eigenen Soldaten im Notfall schützen.

Was für Hass dieser ungleiche Kampf auslösen wird, welche moralische Bedenkenlosigkeit diese Aggression bedeu- tet, wie viel Verkommenheit oder Qual sich in den Seelen der Ausführenden etablieren wird, spielt bei diesem Argument keine Rolle. Auch nicht, dass so eine Tötung ohne Gerichtsverfahren eine feige Lynchjustiz ist.

In der Zeitung war zu lesen, dass die deutsche Regierung bewaffnungsfähige Aufklärungsdrohnen von Israel leasen will, um nicht nur von den Amerikanern abhän- gig zu sein. Dass die Rüstungsfirmen ob der erwarteten Zuwächse aus Steuermitteln sehr begeistert sind, liegt auf der Hand. Aber dass eine Frau, eine siebenfache Mutter, solche Forderungen erhebt, entsetzt mich. Ministe- rin von der Leyen ist noch dazu evangelisch.

Wo im Evangelium steht, dass man sich per Fernbedienung zum Herrn über Leben und Tod machen darf?

Auf meiner Suche nach einer ein- deutigen Aussage der EKD muss ich zur

Kenntnis nehmen, dass die Kirche gespal- ten ist, sowohl die evangelische als auch die katholische.

Aber gerade hat sich zu meiner Freude Margot Käßmann sehr eindeutig dazu in einem „SPIEGEL“-Interview ge- äußert. Eindeutig als Gegner positioniert sich auch der Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms und Pax Christi bei den Ka- tholiken.

Im Herbst wird das Thema im Bun- destag behandelt. Am 4. Oktober soll es bun- desweit Protestaktionen geben.

Was würde Jesus zu Kampfdrohnen sagen? Wo wohl Dorothee Sölle bei diesem Thema stände? Und wo stehen wir?

Elke Neukirch

Empfehlenswerte Materialien:

NDR-Panorama-Sendung vom 3.12.2013, im Internet vollkommen anzusehen.

John Goetz, Christian Fuchs : Gehei- mer Krieg / Rowohlt

Informationen unter:

kontakt@drohnen-kampagne.de

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S

chon mehr als 100 Jahre vor Luther lebte und wirkte Jan Hus als Reformator.

Um 1369 wurde er in Husinec im südlichen Böhmen als Sohn eines Fuhrman- nes geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhält- nissen auf. Mehr ist über seine Familie nicht bekannt.

In einer nahegelegenen Stadt be- suchte er die Lateinschule. 1390, also mit 20 Jahren, begann er ein Theologie-Studium an der Prager Universität, das er 1396 mit dem Magister Artium abschloss.

Zu dieser Zeit ist die Prager Univer- sität eine vielbesuchte und weithin berühmte Bildungseinrichtung. Der deutsch-böhmische König Karl IV. gründete die Universität, die deshalb Karls-Universität heißt, zeigte sich den Reformen gegenüber aufgeschlossen und brachte während seiner Regierungszeit das Land zur Blüte.

1400 wurde Jan Hus zum Priester geweiht. Er hielt Vorlesungen an der Prager Universität und wurde dort 1401 zum Dekan der philosophischen Fakultät und 1409 zum Rektor ernannt. Gleichzeitig predigte er in der Bethlehem-Kapelle in Prag. Die Kapelle fasste 3000 Menschen und wurde 1391 von privaten Geldern gebaut, um eine Kirche zu haben, in der in tschechischer Sprache ge- predigt wird. Jan Hus lag sehr viel daran, in der Landessprache zu predigen, damit ihn die Gottesdienstbesucher verstehen konnten.

In Schottland wirkte John Wyclif reformatorisch. Er wandte sich gegen den

Jan Hus

religion und politik religion und politik

sittlichen Verfall der kirchlichen Würden- träger und sah die Bibel als Maßstab an, an dem alles gemessen werden muss. Jan Hus las begeistert seine Schriften und begann bald selbst, reformatorische Vorstellungen zu ent- wickeln. Auch für ihn war die Bibel Grundla- ge des christlichen Handelns. Das bedeutet:

Nur was Christus verkündete, gilt für die Menschen, nicht die Forderungen des Paps- tes und seiner Kardinäle. Viele Diskussionen gab es auch schon hundert Jahre vor Luther um die Auffassungen des Abendmahles. In seinen Predigten in der Bethlehem-Kapelle prangerte er unter anderem den Ablasshan- del an, die Kreuzzüge, die Lehre vom Fege-

feuer, die Sündenverge- bung durch die Priester.

Mit seinen neuen Gedan- ken und seinen zu Herzen gehenden Predigten fand er viele Anhänger. Auch in der Universität fand er nach anfänglichem Streit viele Gleichgesinnte. Wie Luther wollte auch Hus, dass alle die Bibel in der Landessprache lesen kön- nen. Deshalb sorgte er für eine Bibelübersetzung in die tschechische Sprache.

Wegen seiner aufrührerischen Predig- ten und Schriften wur- de Hus 1410 mit dem Kirchenbann belegt und musste zwei Jahre später

Prag verlassen. Als Wanderprediger zog er nun durch das Land und gewann überall An- hänger.

1413 verfasste er die berühmte Schrift „De Ecclesia“ (Über die Kirche), in der er betonte, dass nur Christus das Oberhaupt der Kirche sein kann.

Seine große Anhängerschar unter den Tschechen war der Kirche ein Dorn im Auge. König Sigismund lud ihn deshalb zum Konstanzer Konzil ein, er solle dort zu seinen Lehren Stellung nehmen. Ihm wurde vom König freies Geleit für die Hin- und Rück- reise zugesichert. Zuversichtlich machte sich Jan Hus dorthin auf den Weg.

Das Konstanzer Konzil begann 1414. Jan Hus durfte sich nicht lange frei bewegen. Man nahm ihn gefangen und ver-

hörte ihn oft. Er wurde auch gefoltert, weil man hoffte, ihn zum Widerruf zu bewegen.

Aber Hus stand zu seinen Lehren und wur- de deshalb am 6.7.1415 als Ketzer verurteilt und seines Priesteramtes ent- hoben – das geschah ganz drastisch, indem man ihm die Amtsrobe auszog und ihn stattdessen in ein Ket- zergewand hüllte.

Am selben Tag wurde er vor den Toren der Stadt verbrannt und seine Asche in den Rhein gestreut, damit sie nicht als Reliquie verehrt wer- den konnte. Der Verbren- nungsort ist heute ein Stadtteil von Konstanz und heißt ironischerweise „Paradies“. Dort steht heute ein Hus-Denkmal.

Sein Freund und Wegbegleiter, Hieronymus von Prag fuhr ihm sogar nach Konstanz hinterher, als er von den Schwierig- keiten hörte, in denen sich Hus befand. Aber er konnte ihm nicht helfen, sondern wurde dort ebenfalls als Ketzer verbrannt.

Hus heißt auf Deutsch „Gans“. Hus soll vor seiner Verbrennung gesagt haben:

„Heute bratet ihr eine Gans, aber aus der Asche wird ein Schwan entstehen.“ Martin Luther wurde später als der Schwan gedeu- tet. Er übernahm viele reformatorische Ideen von Jan Hus.

Sieglinde Dürr

Jan Hus

Gemälde eines Unbekannten aus dem 16. Jahrhundert

Martin Luther und Jan Hus (2. Hälfte des 16. Jahrhunderts) Dieses Bild stellt ein weiteres Beispiel für eine allegorische Darstellung der Lehren Luthers dar.

Es zeigt Luther und den böhmischen Priester Jan Hus (ca. 1369–1415) beim Spenden des Abend- mahles. Holzschnitt eines unbekannten Künstlers nach Lucas Cranach d.Ä., 2. Hälfte des 16. Jhdts.

(10)

aus unserem kirchenbuch gottesdienste

Die Gottesdienste finden sonntags um 9.30 Uhr in der Dorfkirche (DK),

um 11.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus (DSH) statt, sofern nicht anders angegeben.

Abendkirche jeden Freitag, 18 Uhr in der Dorfkirche.

(A) = Abendmahlsgottesdienst

im September 2014

Bestattungen:

Frau Gertrud Borchert, geb. Thimm (Mfd.) 92 Jahre Frau Eva-Marie Weigel, geb. Pfeiffer (Steglitz) 88 Jahre

Herr Gerhard Meseke (Mfd.) 84 Jahre

Frau Eveline Joeres, geb. Thomas (Mfd.) 65 Jahre Frau Gertrud Jacoby, geb. Dobbert (Mfd.) 89 Jahre Frau Christel Scholz, geb. Berbig (Mfd.) 77 Jahre

Herr Uwe Freytag (Mfd.) 63 Jahre

Herr Werner Hahn (Mfd.) 95 Jahre

Frau Ursula Schulz, geb. Kelch (Mfd.) 84 Jahre

Trauungen:

Herr Thorsten Raasch und Frau Gina, geb. Gruse (Mfd.) Herr Mathias Zinserling und Frau Selina, geb. Hoffmann (Mfd.)

Herr Wolfgang Ebbeke und Frau Waltraud, geb. Halsbenning (Lichterfelde) Herr Heinz Scholz und Frau Wiebke Tennagel-Scholz, geb. Tennagel (Mfd.) Freitag, 29. August

17.00 Uhr – Dorfkirche – Schulanfängergottesdienst (Team) 31. August – 11. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – Pfr. H. Schmelzer

11.00 Uhr – Einführung der neuen Konfirmand_innen – Pfrn. Chr. Rosin und Team Freitag, 5. September

18.00 Uhr – Dorfkirche – Wiederbeginn Abendkirche 7. September – 12. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik (A) 11.00 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik

14. September – 13. Sonntag nach Trinitatis 9.30 Uhr – N.N.

11.00 Uhr – N.N. (A)

11.00 Uhr – Dorfkirche – Taufgottesdienst – Pfrn. U. Senst-Rütenik 21. September – 14. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – Pfrn. Chr. Rosin 11.00 Uhr – Pfrn. Chr. Rosin 28. September – Erntedankfest 9.30 Uhr – k.Gd.

11.00 Uhr – Familiengottesdienst mit Kantorei – Team

11.00 Uhr – anschließend Gemeindefest (s. Rückseite dieses Gemeindereports) 5. Oktober – 16. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – N.N. (A) 11.00 Uhr – N.N.

Taufgottesdienste: 14. September – 12. Oktober – 9. November (Anmeldung bitte bis drei Wochen vorher im Büro)

Herzlich willkommen,

liebe „neue“ Konfirmandinnen und Konfirmanden!

Am Sonntag, den 31. August, um 11 Uhr wollen wir Euch, Eure Familien, Paten und Geschwister im Dorothee-Sölle-Haus begrü- ßen und mit Euch einen Jugendgottesdienst feiern. In der Woche danach treffen sich dann die Kurse zum ersten Mal. Wir freuen uns auf Euch!

Für weitere Informationen stehen wir gerne unter Tel. 030 / 75 51 67 43

oder per E-Mail an

konfer@marienfelde-evangelisch.de zur Verfügung.

Pfrn. Christine Rosin, Bernard Devasahayam, Christoph Wolff sowie die Teamerinnen und Teamer

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kinderseite

Schon wieder Schule …

kinderseite

K

ann es sein, dass Ferienta- ge weniger als 24 Stunden haben? Oder warum ist schon wieder Schule? Die Ferien hat- ten doch (gefühlt) erst gerade angefangen und - schwupps - ist schon wieder Ende! Unglaub- lich ist das! Aber wenigstens gab es dieses Jahr einen schönen und warmen Sommer. Und so

schlimm ist Schule auch nicht, oder?! Sicher, jedem gefällt irgendetwas an seiner Schule nicht, ob es ein Schulfach ist, ein/e Lehrer/

in oder Mitschüler/innen, aber so ist das halt und damit umzugehen lernst du in der Schu- le auch, nicht nur Mathe, Englisch und so weiter. Und es ist doch schön, seine Freun- de wieder zu sehen, zu erzählen, was man alles erlebt und in den Ferien gemacht hat.

Vielleicht hast du ja gerade die Schule ge- wechselt. Dann fühlst du dich vielleicht wie- der ein wenig wie in den ersten Tagen nach der Einschulung. Neue Räume, neue Mit- schüler, neue Lehrer, alles ist noch so fremd und du gehörst wieder zu den „Kleinen“.

Kannst du dich noch an deine Einschulung erinnern? Dieser Tag hat dir bestimmt viel Spaß gemacht, oder? Vielleicht hast du eine gebastelte Schultüte bekommen oder sie sogar selber gemacht? Weißt du noch, was darin war? Nur Naschzeug, oder auch Dinge für die Schule wie Stifte, Füller, Lineal und Hausaufgabenheft? Vielleicht ein kleines Stofftier, damit du dich in der Schule nicht

so alleine fühlst? Oder brauch- test du so etwas nicht, denn wer in die Schule geht, ist ja schon zu groß und alt dafür?! Wurdest du in der ersten Woche noch von einem Elternteil zum Klas- senraum gebracht? Oder hast du den schon alleine gefunden?

Wenn ja, vielleicht wurdest du oder ein Mitschüler trotzdem noch begleitet? Weißt du warum, das so war? Die Eltern müssen, wenn ihre Kinder eingeschult werden, auch etwas lernen. Sie lernen, dass ihre „Kleinen“ ein ganzes Stück größer und selbstständiger geworden sind.

Doch das zu erkennen und zu lernen fällt vielen Eltern schwer, weil sie so viele Jahre auf ihre Kinder aufgepasst haben und sie jetzt loslassen müssen, auch wenn immer etwas passieren kann. Eltern machen sich immer Sorgen um dich, egal wie alt du bist oder sein wirst. Das war schon immer so und wird sich nicht ändern. Aber dafür kannst du sie immer um Rat fragen, und wenn sie können, werden sie dir helfen. Sie tun das sogar, falls du unvorstellbaren Mist gebaut oder gegen ihren Rat etwas gemacht hast.

Sie stehen dir zur Seite. Bei Gott ist das nicht anders. Blättere und lies mal in der Bibel, du findest sicher mehrere Geschich- ten in denen Menschen Mist gebaut haben und Gott hat ihnen trotzdem verziehen und geholfen. Kein Wunder, dass er auch „Va- ter“ genannt wird, oder?!

Liebe Eltern der Erstklässler,

wenn Sie das hier lesen, denken Sie bitte da- ran: Sie können Ihr Kind nicht sein ganzes Leben lang beschützen. Es ist wichtig für Ihr Kind, dass Sie es „loslassen“. Damit stärken Sie sein Selbstvertrauen und die Selbstständig- keit Ihres Kindes. Ein kleiner Schritt, aber eine wichtige Erfahrung auf dem noch langen Weg

zum Erwachsen werden ist, Ihr Kind so schnell wie möglich (spätestens wie von der Schule gewünscht) vor der Schule zu verabschieden damit es seinen Weg selber finden kann.

„Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.“

(George Orwell)

Sabine Jacobs

3. 6. 7. 8. 9

1. 4. 5.

10.

2.

10.

9.

Welches Schulfach ist gesucht? Trage die Wörter in das Rätsel-Gitter ein. Die Buchstaben in den grauen Kästchen bilden waagerecht ein Lösungswort.

1. hier gibt es Noten, nicht erst auf dem 10. 10.

10. Zeugnis

2. mischen, Gestank und Bunsenbrenner 10.

10. gehören hier dazu

3. hier lernt man viel aus vergangener Zeit 4. Pinsel, Bleistift, Knetmasse und Papier 10.

10. brauchst Du hier

5. hier nutzen Christen die Bibel dafür 6. SPD & CDU, Merkel und Obama gehören 10. dazu

7. über die Länder und Menschen der Welt 10.

10. wird hier gelernt und viel erzählt 8. Zahlen, Zahlen, nichts als Zahlen

9. Pferd, Bock, Purzelbaum und Radschlag 10.

10. wozu das wohl gehören mag?

10. in unserem Land sprechen und schreiben 10. wir in …

Lösung aus dem Juni-Heft:

(12)

Ein Besuch im Comenius-Garten

W

egen der Hitze habe ich mich doch nicht auf mein Fahrrad geschwungen.

Und nun stehe ich hier mit meinem Auto im Gewusel der Karl-Marx-Straße. Mein Ziel ist der Comenius-Garten im Böhmischen Dorf im ehemaligen Rixdorf, heute Neukölln.

Als es mir endlich gelingt, in die Uthmann- straße abzubiegen, wähne ich mich in einer anderen Welt. Kleinstadthäuser, Kopfstein- pflaster, viele (im Parkverbot stehende) Autos und außer einem in der wabernden Frühnachmittagshitze vor sich hin dösenden Mann ist keine Menschenseele zu sehen. Ich finde bei den Falschparkern auch noch ein Plätzchen und hoffe, dass das Ordnungsamt nicht ausgerechnet jetzt diese einschläfernde Ruhe stört.

Die Richardstraße Nr. 35 ist mein Ziel und siehe da – schon nach wenigen Me- tern habe ich es erreicht. Dies ist, wie ich gleich feststellen werde, nicht der richtige Eingang für den chronologischen Rund- gang des Comenius-Gartens. Ein Holzzaun trennt den Garten von der Richardstraße.

Den Summer neben dem Öffnungsknauf des Gartentores soll ich drücken, hat mir Herr Vierck, der Leiter des Gartens, am Telefon erklärt. Wie ich schnell feststelle, dient er tagsüber als Öffner, jeder kann und darf durch seine Betätigung den Garten betreten.

Das wird auch gern, besonders von den dort lebenden Menschen deutscher und auslän- discher Herkunft in Anspruch genommen.

Jetzt muss ich erst einmal einige

Erklärungen zur Entstehung und der Philo- sophie des Garten geben.

Nach dem Abriss der „Richards- burg“, einer alten berüchtigten Miets- kaserne, 1971, erwog man verschiedene Nutzungskonzepte. Nach Planungen in den 80er Jahren wurde schließlich mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde durch die Schirmherren, die Bürgermeister der Hauptstädte Berlin und Prag, der Come- nius-Gartens eröffnet. 1992 enthüllte Alex-

ander Dubcek im Namen der damali- gen Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik das Comenius- Denkmal als Dank für die Aufnahme der wegen ihrer Religion verfolgten Böhmen im 18. Jahrhundert. Seit 1737, damals nannten sie sich nach einer Neugründung durch Nikolaus Ludwig von Zinzendorf Herrnhuter Brüder- gemeinde, gibt es das Böhmische Dorf im damaligen Rixdorf, wo heute noch die Glaubensgeschwister von Comenius wohnen.

Wer ist nun Comenius und was ist das besondere Konzept des Gartens?

Johann Amos Comenius war Philosoph, Pädagoge und Theologe und Bischof der Böhmischen Brüder, einer am Urchristen- tum orientierten Gemeinschaft. Er lebte von 1592 bis 1670. Von Geburt her war er ein Mähre, von der Sprache her ein Böhme. Ich kann hier nicht sein ganzes Leben beschrei- ben, sondern werde mich auf sein Garten- Konzept beschränken.

Der Garten ist eine wissenschaft- liche Rekonstruktion seines Weltverständ- nisses. Die Menschen haben, so Comenius, das Paradies als Garten wieder herzustel- len, sozusagen als zweite Natur. Als erste bezeichnet er die in der Schöpfung ohne Veränderung des Menschen entstandene Natur, hier symbolisiert durch nicht veredel- te Obstbäume.

Zum einen soll ein Rundgang den Lebensweg des Menschen nachvollziehen, zum anderen werden Themen aus anderen Werken des Comenius aufgegriffen. Das ist für den Besucher nicht sichtbar, dazu braucht man Erklärungen. Auf Hinweisschil-

der wurde verzichtet, um den Charakter des Gartens zu erhalten und ihn nicht in eine Ausstellung zu verwandeln.

Der Gartenleiter Henning Vierck schreibt dazu in seiner Besucher-Broschüre:

Comenius scheint die Welt als einen Organismus zu begreifen, nicht als einen Mecha- nismus wie die neuzeitliche Wissenschaft. Was der Mensch erforscht, soll dem Überleben, nicht der bloßen Erkenntnis dienen. Und so schreibt Co- menius: dass aus dem Grunde unserer Seele gleichsam drei große Bäume sprießen, unter deren Schatten sich das ganze Menschenge- schlecht wohlfühlt, nämlich die Philosophie, Religion und Politik. Der Comenius-Garten soll also nicht nur eine Interpretation der Naturlehre des Comenius sein, sondern auch und zugleich ein toleranter wie moralischer Ort.

Alle Kinder unabhängig von Stand und Geschlecht sollten in der Gemeinen Schule zusammen in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. (Comenius war offen- sichtlich ein sehr fortschrittlicher Pädago- ge.) Die Kinder sollten einen Bildungszyklus durchlaufen, der sie mit den Bereichen der

ausflugstipp ausflugstipp

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Welt bekannt machte. Die Gemeine Schule war in 6 Klassen gegliedert: Veilchenbeet, Rosenhain, Wiesenteppich, Irrgarten, Arz- neigärtlein und Seelenparadies, die man im Garten wiederfindet.

Diese Namen, auf Latein, hatte Co- menius selbst für diese Klassen vorgesehen.

Begabte Kinder sollten danach in die Latein- Schule wechseln.

Ich werde mich mit Erklärungen der einzelnen Objekte auf das Nötigste be- schränken, weil sonst der Bericht zu lang wird. Man kann im Seminar-Gebäude, das man nach ca. 50 m auf dem Hauptweg, links einbiegend erreicht, Material erhalten. Hier findet man Herrn Vierck, der einem gern auf die Sprünge hilft, sofern er als vielbe- schäftigter Mann gerade Zeit hat. Er ist An- sprechpartner für hier stattfindende eigen- ständige Projekte und Seminare nach Come- nius „Methode des Paradieses, durch Selbstsehen, Selbstsprechen und Selbsthandeln“.

Auch Kita-Gruppen und Schulklas- sen werden von ihm betreut.

Außerdem kümmert er sich um die Gartenbesucher, egal ob groß oder klein. Während ich mich mit ihm unter- halte, laufen uns drei aufgeregte Jungen im Grundschulalter über den Weg und be- schweren sich über Mohammed, der Birnen vom Baum gerissen hat. Herr Vierck sieht sich die Sache sofort an und versichert den Kindern, dass er sich darum kümmern wer- de. Ich bin beeindruckt: Die Bäume hängen voller Früchte und niemand vergreift sich daran. Ich verstehe, dass man den Garten in dieser Gegend nur mit festen Regeln leiten kann, deren Einhaltung man auch kontrol- liert. Für Jugendliche, vor allem aus Migran- ten-Familien aus dem Kiez, ist der Garten zu einem festen Treffpunkt geworden. Sie haben unter Anleitung des Gartenleiters Re- geln zur Schonung des Gartens erarbeitet, die sie fast ohne Verstöße einhalten. Für 300

Großfamilien mit etwa 1000 Kindern aus der Nachbarschaft dient der Garten ebenfalls als Erholungsort.

Eigentlich muss man den beschrie- benen Rundgang vom Richardplatz aus beginnen. Ein Walnussbaum, der zweihäu- sig ist, d.h. der Baum hat männliche und weibliche Blüten, wurde hier gepflanzt, der nach Comenius für den Beginn des Lebens schon bei der Zeugung steht. Er soll das vor- geburtliche Werden darstellen, den Wunsch der Eltern, ein Kind zu zeugen.

Comenius bezeichnet die einzelnen Stationen des Lebens als Schulen, auch die vorgeburtliche Zeit. Es geht ihm dabei pri- mär nicht um Berufs- und Persönlichkeits-, sondern um Menschenbildung.

Über einen Spielplatz, die „Mut- terschul“, was soviel wie Vorschulerziehung bedeutet, gelangt man in den Garten (sofern das Tor geöffnet ist).

Ich aber stehe nun am Eingang Richardstraße. Mein Blick fällt auf eine bunte im nachmittäglichen Sommerson- nenschein liegende Streuobstwiese. Die nicht veredelten Hochstämme voller Äpfel und Birnen erheben sich aus einer blühen- den Wiese. Schmetterlinge gaukeln darüber und Bienen und Hummeln laben sich an den Blüten. Am liebsten würde ich mich hinein legen und mich im Summen der Insekten hinweg träumen.

Aber schon fällt mein Blick auf ein dreieckiges Holzpodest, in dessen Mitte ein Kreis abgesetzt ist. An den Ecken des Po- destes sind funktionsfähige optische Geräte angebracht – ein Teleskop, ein Spiegel und ein Mikroskop. Das Ganze nennt sich, wie ich dem Führer entnehme, „Das Auge Got-

tes“ und ist im Akademiebereich des Gartens angesiedelt.

Auf meinem Weg komme ich nun zum Lateinschul-Bereich. Er wird durch ein quadratisches Podest dargestellt, auf dem, etwas erhöht, ein hölzernes, rundes Podest wiederum ein Dreieck umschließt. An einer dahinter befindlichen Mauer sind Bilder angebracht. Das ganze soll eine Bühne für die Schüler darstellen, die in Aufführungen ihre lateinischen Sprachkenntnisse verbes- sern können.

Gegenüber schaue ich durch eine Lücke im Bewuchs auf eine von Bäumen und höheren Sträuchern umrahmte runde Wie- se. Sie versinnbildlicht den „Adamitischen Kreis“. Im Verlauf der Kirchengeschichte ha- ben sich Gruppen am Paradies orientiert. Sie wurden verunglimpfend Adamiten genannt.

Gegenüber, rechts des Weges, steht das Comenius-Denkmal. Der Wildapfel, den ihm jemand in die geöffnete Hand gelegt hat, entlockt mir ein Schmunzeln. Ich finde, er passt dahin.

Jetzt entdecke ich ein Stückchen weiter auf der gleichen Seite auf einer klei- nen Anhöhe einen sechseckigen hölzernen Pavillon, der zum Ausruhen einlädt. Er ist das „Seelenparadies“. Das Seelenparadies greift Comenius’ Buch Das Labyrinth der Welt auf, in dem ein junger Mann seinen Platz in der Welt sucht und nach durchlittenen De- pressionen und einer Phase des Rückzuges und der Kontemplation zu einem „werktäti- gen Christentum“ findet.

Ein offensichtlich muslimischer Mann zieht vor dem Eingang seine Schu- he aus. Will er dort sein Gebet verrich- ten? Ich gehe schnell weiter, um ihn nicht

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zu stören. Der Garten erweitert sich nun.

Links entdecke ich einen kleinen, sich sil- bern durch eine Wiese und einige Findlin- ge schlängelnden Bach, der sich letztendlich in einen Teich ergießt. Der Teich soll die Weltenmeere darstellen und den Kreislauf des Wassers versinnbildlichen.

Ich bie- ge nach rechts ab. Zwischen Irr- garten und Wie- senteppich liegt nun ein kreisrun- des Becken aus Granit, das Mo- saische Becken.

Hier ist die Natur vom Menschen geprägt. Gemäh- ter Rasen und veredelte Bäume zeigen die zweite Natur.

Durch einige etwas verwilderte Kräuterbeete gelange ich in den „Irrgar- ten“. Ich habe ihn erst gar nicht als solchen erkannt. Man kann sich nicht verlaufen, er ist sehr übersichtlich.

An einigen Gemüsebeeten vorbei führt mich der Weg nun wieder auf die lin- ke Seite des Gartens. Über eine verschlos- sene Pforte schaue ich auf das Grundstück einer Kita. Einige Schritte weiter stehe ich plötzlich im Rosengarten, den ich mit seinen vielen Wildrosensorten, die z.Zt. alle abge- blüht sind, erst nicht als solchen erkenne.

Im Veilchenbeet ist auch nicht viel zu entde- cken. Es grenzt an eine von der ehemaligen Richardburg übrig gebliebene Mauer, an der

ausflugstipp

sich nun Kletterpflanzen empor hangeln.

Hier stoße ich auf den anfangs erwähnten richtigen Eingang des Gartens, der von dem Walnussbaum ausgeht.

Meinen Rundgang beende ich hier. Würde ich in Neukölln wohnen, zöge es mich bestimmt öfter mal her. Der Come- nius-Garten ist wirklich, auch wenn man das Konzept nicht kennt, eine wun- derbare Insel der E n t s p a n n u n g , mitten im Häu- sermeer von Neu- kölln.

Eigent- lich gehören auch noch Teile zum Konzept, die nicht innerhalb des Zaunes liegen (wie auch der Nussbaum und der Spielplatz). Da ist, als Schule des Berufs, das Böhmische Dorf mit der alten Schmie- de, als Greisenschule (was für ein Wort), die Senioren-Tagesstätte und die Schule des To- des, der Böhmische Gottesacker.

Die will ich beim nächsten Besuch entdecken.

Hildegund Fischer P.S.: Hunde dürfen den Garten nicht be- treten.

Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen

diakonie

1

957 wurde das „Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland“

als Zusammenschluss aus „Innere Mission“

und „Hilfswerk“ gegründet. Es übernahm das Signet als eigenes Symbol. Das Kronen- kreuz wird heute als Zeichen der Ermuti- gung gesehen – das Kreuz als Hinweis auf Not und Tod, die Krone als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung. Unsere Kirche und die Einrichtungen der Diakonie gehö- ren untrennbar zusammen.

Auch das Diakonische Werk Tempel- hof-Schöneberg (DWTS), welches seit 2013 unter dem Dach des Diakoniewerks Simeon agiert, trägt als Ihre Diakonie vor Ort das Kronenkreuz im Logo. Ziel unserer Arbeit ist es, ein gleichberechtigtes Teil-Sein aller an der Gesellschaft zu fördern und zu erreichen.

Das Diakoniewerk Simeon hilft Menschen in den unterschiedlichsten Le- benslagen – von der Schwangerschaft bis zum würdigen Lebensende. Es begleitet und fördert ältere Menschen, Pflegebedürftige und deren Angehörige ebenso wie Familien, Kinder, Jugendliche und Eltern. Die Angebo- te richten sich gleichermaßen an Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen wie an Menschen in so- zialen Notlagen wie Wohnungslosigkeit und Mietverschuldung. Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen werden individu- ell beraten und finden Unterstützung.

Vieles hat sich in den letzten Jahren geändert. So stellen wir uns tatkräftig und

k o m p e t e n t dem Wettbe- werb und pro- filieren uns durch unsere ethische Ein- stellung.

D i e vielen Ände- rungen in der

Krankenpflege beispielsweise gehen über das Maß an Pflege weit hinaus. Es ist wich- tig, sich in der Gesetzgebung der Pflege-und Krankenkassen auszukennen. Anträge für die Pflege durch unsere Diakonie-Stationen oder für einen Aufenthalt in einer unserer Tagespflegen müssen ausgefüllt werden.

Welche Leistung möchte ich an wie vielen Tagen in Anspruch nehmen? Wieviel Geld steht mir dafür zur Verfügung? Mit al- len Fragen können Sie sich vertrauensvoll an unsere Pflegeeinrichtungen wenden.

Bei Bedarf füllen wir Ihre Anträge aus und erstellen Ihnen verschiedene Angebote, die Sie sicher durch den Dschungel der Verord- nungen geleiten.

Kirchliches Leben und unterneh- merische Diakonie ergänzen sich im tägli- chen Leben zum Wohle der Menschen.

Dagmar Klatte Vernetzung von Diakonie und Kirche DWTS gGmbH (Diakoniewerk Simeon) Tel.: 030 75 75 02 04

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Ehemaligen-Treffen in der Kiepertschule

einladung

Konzert

Das Mandolinenorchester

„Rheingold Berlin 1915“

am Sonnabend, dem 20. September 2014, um 16.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9

Leitung: Hilmar Schmalenberg spielt wieder für Sie

D

ie Kiepert-Grundschule lädt anläss- lich des 50-jährigen Schuljubiläums am Mittwoch, den 17. September 2014 von 15–18 Uhr in die Prechtlstr. 21–23 zu einem Treffen ehemaliger SchülerInnen, LehrerIn- nen und Eltern ein.

Bei Speis und Trank zu kleinem Preis sollen auf dem Schulgelände alte Be-

kannte wieder gefunden und Geschichten ausgetauscht werden. An diesem Tag kön- nen auch die ehemaligen Klassenräume be- sichtigt werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Kiepert-Grundschule i.A. K.Defren-Janson

Ehrenamtsbörse Tempelhof-Schöneberg

ehrenamt

D

as Ehrenamt ist aus unserem Kirchen- kreis nicht weg zu denken. Zahlreiche Menschen bringen sich mit ihren Kompe- tenzen und ihrem Herzen in die kirchliche Arbeit ein. Sie bereichern viele Angebote, entwickeln neue Projekte, kümmern sich liebevoll um ihre Mitmenschen, sind auf der Leitungsebene aktiv und vieles mehr. Bunt und vielfältig sind die Möglichkeiten, sich zu engagieren. Vielleicht haben Sie auch schon darüber nachgedacht? Sprechen Sie doch einfach mal die Ehrenamtsbeauftragte/n Ihrer Gemeinde an.

Für die Kirchengemeinde Marienfel- de sind beauftragt:

Frau Margarete Wegner (0176 – 963 62 475) und Frau Susan Miksch (030 – 715 04 14 oder eMail:

hoffmannsusan35@yahoo.de).

Wo Sie sich sonst noch ehren- amtlich in Tempelhof engagieren können, erfahren Sie auf der nächsten Ehrenamts- börse Tempelhof- Schöneberg, 9. Oktober 2014 in der Zeit von 11.00 – 17.00 Uhr im Foyer der Urania, An der Urania 17, 10787 Berlin.

Die Kirchenkreise Tempelhof und Schöneberg sind dort mit einem gemeinsa- men Stand präsent. Sie sind herzlich einge- laden, vorbeizuschauen. Wir suchen noch Menschen, die den Stand mit betreuen und über Möglichkeiten für ehrenamtliches En- gagement in unserem Kirchenkreis infor- mieren. Selbstverständlich werden Sie gut auf diese Aufgabe vorbereitet. Sind Sie dabei?

Ihre Christiane Solf Ehrenamtsbeauftragte KK Tempelhof über die Ev. FBS Tempelhof,

Tel. 752 20 15

Erste Senioren-Bezirksverordnetenver- sammlung am 25. November 2014 um 16 Uhr im Rathaus Schöneberg! Anfragen, die dort diskutiert werden sollen, müssen jetzt schon der Seniorenvertretung zuge- leitet werden. Bitte wenden Sie sich an

Herrn Manfred Kohler (Vors. der Senio- renvertretung Tempelhof-Schöneberg), Tel. (AB) 90277 6848, Fax: 90277 3882;

eMail: seniorenvertretung@ba-ts.berlin.

de – www.seniorenvertretung-tempelhof- schoeneberg.de

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Ein neues Buch von Hans-Werner Fabarius:

„Leben und Sterben in Marienfelde“

buchempfehlung

H

ans-Werner Fabarius hat sich als Archi- var der Kirchengemeinde über Jahre mit den Kirchenbüchern von Marienfelde beschäf- tigt. Er hat 1150 Buchseiten, die den Zeitraum von 1606 bis 1887 abdecken, „übersetzt“ und ausgewertet. Das Buch gibt uns tiefe Einbli- cke in die sozialen Verhältnisse über eine Zeitspanne von drei Jahrhunderten. Es sind nicht nur die geschichtlichen Daten mit den in diese Zeit fallenden Kriegen, die die Lektüre dieses Buches so interessant machen, sondern die Eintragungen der Pfarrer zu Geburten, Trauungen und Beisetzungen. Die Sterberate war hoch, Kinder und Mütter starben häufig während der Geburt. Hungersnöte und Seu- chen forderten zahlreiche Opfer. Der Pest fiel im Dreißigjährigen Krieg ein Sechstel der Ein- wohnerschaft zum Opfer. Jeder Krieg führte zu Belastungen der Bauern. Die Kriegstoten fehlten auf den Bauernhöfen. Schäden durch Schmelz- und Regenwasser erschwerten die Landwirtschaft, bis es endlich zum Bau des sogenannten Königsgrabens kam. Um das Jahr 1721 zerstörten Sperlinge die Ernte. Sie mussten zwecks Ausrottung gejagt werden.

Gerade die Originalzitate in einer uns heute fast fremd erscheinenden Sprache machen den Lesestoff spannend. Das Buch berichtet u. a. über die vielfältigen Aufgaben der Dorflehrer. So mussten diese sich auch um die Maulbeerbäume kümmern, die für die Seidenraupenzucht angepflanzt worden waren. Wir erfahren aber auch, wie trotz aller Probleme im Dorf gefeiert wurde, was damals

auf den Tisch kam, wie wichtig der private Tabakanbau und das Brauen von Bier waren.

Herr Fabarius unterstreicht natürlich auch die Bedeutung von Adolf Kiepert, der 1844 das marode Rittergut Marienfelde über- nahm und zu einem Mustergut entwickelte.

Als Abschluss werden die noch erhaltenen Grabmäler rund um die Kirche als Zeug- nisse früherer Friedhofskultur beschrieben.

Mit dem Buch in der Hand kann der Leser nachvollziehen, welche Familien sich hinter den Namen verbergen.

Das Buch (erhältlich im Gemein- debüro) sei allen Menschen empfohlen, die sich für ihren Kiez in Marienfelde interessie- ren und sich in der Hektik der heutigen Zeit manchmal fragen, „wie das wohl früher hier im Dorf einmal ausgesehen haben mag“.

Frank Sachse für den Arbeitskreis Historisches Marienfelde

in der Kirchengemeinde:

Dorfkirche, Alt-Marienfelde

Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Str. 9 Kirchhofsbüro, Marienfelder Allee 127 Ev. Dreikönigs-Kita, Kirchstraße 31 Kita im Familienzentrum

Diakoniestation, Weskammstr. 17 Kath. Gemeinde Vom Guten Hirten/

St. Alfons, Beyrodtstr.

Sen.-Residenz Hilde, Hildburgh. Str. 31 Geschäfte und Einrichtungen in der Marienfelder Allee:

Stadtbücherei

Bäckerei Boulangerie, Mfd. Allee 20 Bäckerei Thürmann, Mfd. Allee 28 St. Hubertus Apotheke, Mfd. Allee 49 Ursus-Apotheke, Mfd. Allee 75 Jörg’s Curry-Container

Bäckerei Lehmann, Mfd. Allee 99 Blumenhaus im S-Bahnhof Marienfelde, Inh. Nguyen Thi Hanh

in der Kiepertstraße:

Friseur Artelt, Kiepertstr. 14 in der Hranitzkystraße:

Fleischerei Genz in der Malteserstraße:

Kosmetik – Fußpflege – Heilpraktikerin Ines Keindorf-Gottschald, Malteserstr. 187 im Bereich Alt-Marienfelde:

Anker-Apotheke Café Europa Bauer Lehmann

im Bereich der Hildburghauser Straße/

Einkaufszentrum:

Helgoland-Apotheke

im Bereich der westl. Hildburghauser Str.:

Blumen und Pflanzen Carola Rosche, Hildburghauser Str. 73

Burgapotheke, Hildburghauser Str. 53 Bäckerei Süd, Ö. Tercan, Ecke Weskamm- str. 19

Physiotherapie Faupel, Hildburghauser Str. 18A

in der Waldsassener Straße/

im Tirschenreuther Ring:

Quartiersbüro W 40

Oleander-Apotheke, Waldsassener Str.

Waschhaus, Waldsassener Str. 40 Supermarkt Nah und Gut, Waldsassener Str. 42a

Gemeinschaftshaus des Beamten-Woh- nungsvereins, Tirschenreuther Ring 68 am Marienfelder Tor:

Apotheke am Marienfelder Tor sonstige:

Birgitta Ströhmer, Physiotherapeutin, Belßstr. 8b

Seniorenwohnhaus, Belßstr. 1 Tauern-Apotheke, Albulaweg 29 (Mariendorf)

HEM-Tankstelle, Lichterfelder Ring Siedlung Richard-Tauber-Damm und Stadtrandsiedlung: Briefkasten-Verteilung für Interessenten (bitte anmelden)

… und in vielen Arztpraxen

Verteilstellen für den Report

nimm mich mit!

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anzeige seniorenprogramm

im September 2014

Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9, Tel. 7112071

Seniorennachmittag dienstags 15.00 Uhr:

92. Sept., Kaffeetrinken in der Senioren- residenz Frobenstraße.

Treffen mit Frau Jakisch.

Treffpunkt 15 Uhr in der Waldsassener Straße 9 (DSH).

9. Sept., Spielenachmittag

16. Sept., Bücherverkauf, 13–16.30 Uhr 23. Sept., Ausflug nach Rheinsberg mit Mittagessen (Kaffeetrinken auf eigene Kosten). Abfahrt 10 Uhr.

Kostenbeitrag: € 23,–

30. Sept., „Herbst ist da, der Sommer ging hin.“ Wehmütiges und

Fröhliches.

Ehepaarkreis

Montag, den 8. September, 14.30 Uhr Spiel- und Gesprächskreis

jeden Mittwoch, 15.00 Uhr Seniorengymnastik jeden Mittwoch, 15.15 Uhr Sonntagscafé

am 21. September von 14.30 – 16.30 Uhr

Herbstfest „Rund um die Dorfkirche“

Sonntag, 28. September, 11.45 – 13.45 Uhr Kegelgruppe

Kegeln in der Waldsassener Straße 40, Donnerstag, 11. September 2014, 11.45 – 13.45 Uhr

Geburtstagsfeier (nur nach vorheriger Anmeldung)

für Geburtstagskinder, die in der Zeit vom 11. August bis 21. September

Geburtstag hatten, im Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9:

Montag, 22. September, 16.00 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim „Hilde“

Montag, 29. September 2014, 16.00 Uhr Ihr Seniorenteam

Sprechstunden im Dorothee-Sölle-Haus Montag, 10.00 – 12.00 Uhr, Frau Lorenz Dienstag, 12.00 – 13.30 Uhr, Frau Schmidt

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Vitanas Senioren Centrum Am Stadtpark Stindestraße 31 | 12167 Berlin

 (030) 92 90 16 - 0

Vitanas Senioren Centrum Rosengarten Preysingstraße 40 - 46 | 12249 Berlin

 (030) 766 85 - 5

Vitanas Senioren Centrum Am Bäkepark

Bahnhofstraße 29 | 12207 Berlin

 (030) 754 44 - 0

Vitanas Senioren Centrum Kastanienhof

Bruno-Walter-Straße 4 - 6 | 12247 Berlin

 (030) 766 84 - 0

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„Sölle“-Gesprächskreis

Der Sölle-Gesprächskreis trifft sich am Mittwoch, den 24. September 2014, um 19.30 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus.

- Carola Enke-Langner

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Roswitha Lischka-Elfenspeich

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Referenzen

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