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Geschäftsbericht der Duisport-Gruppe:

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Academic year: 2022

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HAFENPLAN NimwegenVenlo Köln zur A57 BETEILIGUNGEN

Antwerp Gateway N.V.

Seehafen-Containerterminal, Antwerpen duisport rail GmbH

Öffentliches Eisenbahnverkehrsunterneh- men und flexibler Partner für die Anbin- dung an die Schiene

Umschlag Terminal Marl GmbH & Co. KG Terminal für den Kombinierten Bahn- verkehr im nördlichen Ruhrgebiet

Heavylift Terminal Duisburg Schwergut-Terminal im Duisburger Außenhafen D3T Duisburg Trimodal Terminal GmbH

Trimodales Containerterminal am logport-Hafen

Masslog GmbH Umschlagterminal für Massengut (vor allem Importkohle) DIT Duisburg Intermodal Terminal GmbH

Trimodales Containerterminal am logport-Hafen

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Impressum Duisburger Hafen AG Hafen-Nummer 3650 Alte Ruhrorter Straße 42–52 47119 Duisburg Tel +49(0)203-803-1 Fax +49(0)203-803-232 www.duisport.de mail@duisport.de

Konzeption

dws Werbeagentur GmbH, Duisburg;

sowie Die Kommunikatoren Beta Werbeagentur GmbH & Co. KG, Köln

Realisation dws Werbeagentur GmbH, Duisburg

Fotografie

Frank Reinhold, Düsseldorf; Rolf Köppen, Duisburg

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Geschäftsbericht 2009 der duisport-Gruppe

2007 2008 2009 Veränd. in %

09/08

Umsatz (inkl. nicht konsolidierungsfähiger Umsätze) 128,4 139,2 145,2 +4

Umsatz 121,9 129,5 138,0 +6

Bilanzsumme 247,6 270,8 287,1 +5

Bruttoinvestitionen 60,3 45,8 30,3 -34

Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen auf

Goodwill und andere Vermögenswerte (EBITDA) 22,9 25,2 27,3 +8

Ergebnis nach Ertragsteuern 3,3 4,0 3,9 -3

Cashflow I2 21,9 19,3 17,1 -11

Mitarbeiter 517 538 551 +2

1 Alle Ergebniszahlen wurden um Sondereffekte bereinigt. Prozentzahlen gerundet

2 Jahresüberschuss + Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen + Veränderung der langfristigen Rückstellungen

Hafenplan

Geschäftsbericht 2009 der duisport-Gruppe

2007 2008 2009

Güterumschlag in allen Duisburger Häfen (inkl. private Werkshäfen, in Mio. t)

Lkw-Umschlag der Werkshäfen geschätzt

Veränd. in % 09/08

Schiff 52,9 51,0 34,5 -32

Bahn 27,9 28,2 18,3 -35

Lkw 29,2 40,6 29,0 -29

Gesamt 110,0 119,8 81,8 -32

duisport-Gruppe Kennzahlen 2007–2009 (in Mio. Euro)1

2007 2008 2009Veränd. in %

09/08

Schiff 16,0 15,4 12,1 -22

Bahn 12,6 12,9 10,7 -17

Lkw 26,5 26,2 21,0 -20

Gesamt 55,1 54,5 43,8 -19

Prozentzahlen gerundet, Rundungstoleranz 0,1 Güterumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe (in Mio. t)

Innovation Port Zukunft gestalten

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Zukunft gestalten

Erfahrung einbringen, den Augenblick aktiv nutzen und die Zukunft kreativ ge- stalten – in diesem Zusammenspiel entwickelt sich Fortschritt mit Nachhaltig- keit. duisport engagiert sich als Dienstleister und stellt sich den Herausforderun- gen von morgen. Mit Weitsicht, Forschungsförderung, Ressourcenschonung und umweltgerechten Konzepten geht duisport neue Wege. Durch die Erweiterung von Handlungsspielräumen wird die Entwicklung von Arealen vorangetrieben.

Gleichzeitig entstehen neue Verknüpfungen. Von unseren Innovationen pro- fitieren die Unternehmen im Hafen und können dadurch die Wirtschaftskraft am Standort und in Nordrhein-Westfalen stärken. duisport ist global tätig und schafft damit wirtschaftliche Chancen für die Region. Wer Zukunft gestalten will, muss ganzheitlich denken und partnerschaftlich handeln – wir tun das.

Seit vielen Jahren, Tag für Tag und auch morgen.

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4 Inhalt

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Bericht des Aufsichtsrates 8 Vorstand/Corporate Development Council 10 Aufsichtsrat 11 Konzernlagebericht und Lagebericht

der Duisburger Hafen AG 16

Wirtschaftliches Umfeld und Verkehrsentwicklung 16 Geschäftsentwicklung 24 Geschäftssegmente

Infra- und Suprastruktur 28

Verkehr und Logistische Dienstleistungen 36

Verpackungslogistik 50

Beteiligungen 52 Investitionen 60 Mitarbeiter 62 Risikomanagement 64 Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 71 Ausblick 72

Menschen und Ereignisse 2009/2010 78

Jahresabschluss der duisport-Gruppe 87 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 124 Gesellschafter 126

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6

Brief des Vorstandsvorsitzenden

das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt.

Nach einer lang anhaltenden Wachstumsphase hat auch die Logistik- und Transport- wirtschaft starke Einbrüche in Folge der Finanzkrise zu verzeichnen gehabt.

In einem solchen wirtschaftlichen Umfeld zeigt sich die Stabilität und Qualität eines Geschäftsmodells und Logistikstandortes.

Es hat bei allen Beteiligten große Kraftanstrengungen erfordert, aber mit Freude können wir feststellen: Trotz Gütermengenrückgängen sind Beschäftigung und Wirt- schaftskraft auf hohem Niveau stabil gehalten und Marktanteile gewonnen worden.

Umsatz- und Ergebniszahlen der duisport-Gruppe weichen nur unwesentlich vom Niveau des Erfolgsjahres 2008 ab.

Einmal mehr konnten wir durch positive Ergebnisbeiträge in unseren Geschäftsfeldern Logistische Dienstleistungen und Verpackungslogistik wichtige strategische Infra- und Suprastrukturinvestitionen für den Standort Duisburg durchführen.

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hochwertige Neuansiedlungen zu akquirieren.

Im wichtigsten Gütersegment Containerverkehre verzeichnen wir nach nur geringen Rückgängen 2009 im ersten Halbjahr deutliche Zuwächse. Das Wachstum in 2010 wird gegenüber dem Rekordjahr 2008 zweistellig

ausfallen. Der Schwerpunkt des laufen- den Geschäftsjahres liegt in der weiteren Internationalisierung unserer Geschäfte und der Entwicklung wichtiger regionaler Projekte. Auf beiden Feldern bieten sich große Chancen, die wir nutzen wollen.

Mein Dank gilt all unseren Geschäftspartnern, Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat für die immer konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Besonders bedanken möchte ich mich auch im Namen der Geschäftsleitungskollegen für die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Erich Staake Vorsitzender des Vorstands

Duisburg, 30. Juni 2010

WIR UNTERSTÜTZEN DIE UNTERNEHMEN

UND UNSERE PARTNER GEZIELT MIT UNSEREM

BREITEN DIENSTLEISTUNGSANGEBOT.

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Bericht des Aufsichtsrats

der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch die Vierteljahresberichte sowie die Berichte des Vorstands in den Aufsichtsratssitzungen über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen sowie über alle we- sentlichen Geschäftsvorgänge unterrichtet. Er hat sich hierdurch sowie durch einge- hende Erörterung aller vorgetragenen Angelegenheiten von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Im Geschäftsjahr 2009 fanden insgesamt vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Bei diesen Zusammenkünften hat der Aufsichtsrat sich mit allen für die Unternehmens- gruppe bedeutenden Themen beschäftigt und eine Vielzahl von Beschlüssen gefasst.

Bestimmende Themen des Geschäftsjahres 2009 waren die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise und Maßnahmen zu ihrer Bewältigung sowie wichtige Investitionspro- jekte im Bereich der Hafen-Suprastruktur.

Die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2009 sind unter Einbeziehung der Buchfüh- rung und des Lageberichts des Vorstands durch die von der Hauptversammlung als Ab- schlussprüfer gewählte Ernst & Young AG, Düsseldorf, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, geprüft worden.

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ne Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Duisburger Hafen AG, den Konzernabschluss und den Lagebericht in der Sitzung vom heutigen Tage gebilligt. Die Jahresabschlüsse sind damit gemäß § 172 des Aktiengesetzes fest- gestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, aus dem Bilanzge- winn der Duisburger Hafen AG in Höhe von 4.244.425,12 h einen Betrag in Höhe von 1.500.000,00 h – unter der Voraussetzung einer Satzung ändernden Mehrheit in Ab- weichung zu § 16 (2) der Duisburger Hafen AG – an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag in die gesetzliche Rücklage einzustellen.

Günter Kozlowski Vorsitzender des Aufsichtsrats Duisburg, 30. Juni 2010

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Vorstand/Corporate Development Council/Aufsichtsrat

Vorstand

Dipl.-Kfm. Erich Staake Düsseldorf

(Vorsitzender des Vorstands)

Dipl.-Ing. Thomas Schlipköther Essen

Markus Bangen Düsseldorf

Corporate Development Council

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (seit 2010) Rechtsanwalt und Notar,

Essen

Heinz Lison

Sprecher Unternehmerverbandsgruppe e. V., Mülheim an der Ruhr

Bernd M. Michael Geschäftsführer

BMM Büro für Markenarchitektur, Düsseldorf

Reinhard Quint

Ehemaliges Mitglied des Vorstands ThyssenKrupp Services AG, Düsseldorf

Matthias von Randow (seit 2010) Bevollmächtigter des Vorstands für Politik Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin

Dr. Hans Rolf Rechtsanwalt, Köln

Prof. Dr. Michael ten Hompel

Leiter Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund

Dr. Ludolf von Wartenberg Staatssekretär a.D., Berlin

Stand: Juni 2010

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Günter Kozlowski

Staatssekretär, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Aufsichtsratsvorsitzender und Mitglied des Präsidiums

Ursula Lindenhofer

Buchhalterin, Duisburger Hafen AG Stellvertretende Vorsitzende und Mitglied des Präsidiums

Adolf Sauerland

Oberbürgermeister, Stadt Duisburg Stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Präsidiums

Uwe Schröder

Ministerialdirigent, Bundesministerium der Finanzen Stellvertretender Vorsitzender

und Mitglied des Präsidiums

Dr. Jens Baganz

Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Heidi Batkowski-Himme

Sachbearbeiterin, duisport packing logistics GmbH

Margot Best

Ministerialrätin, Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Benno Lensdorf (ab 30. Juni 2009) Bürgermeister, Duisburg

Dr. Wolf Richter (bis 30. Juni 2009) Referent, Bundesministerium der Finanzen

Gregor Schaschek

Abteilungsleiter Innenrevision, Duisburger Hafen AG

Ulrike Schlink

Sachbearbeiterin, duisport agency GmbH

Bernd Törkel

Ministerialdirigent, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Udo Vohl

Ratsherr, Stadt Duisburg

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12 12

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Forschung fördern. duisport engagiert sich für neues Denken. Im EffizienzCluster Logistik Ruhr. 124 Unternehmen und 18 Forschungs- einrichtungen aus NRW setzen gemeinsam Zukunftszeichen. Das zahlt sich aus. Bis 2015 erhält das Spitzencluster Bundesmittel in Höhe von 40 Millionen Euro. Zusammen mit den beteiligten Unternehmen steigt die Summe für Forschung im Bereich des Job- und Innovationsmotors Logistik auf ins- gesamt 106 Millionen. Geld, mit dem sich viel bewegen lässt. Zum Beispiel modernste logistische Leistungen, die nur noch mit 75 Prozent des Ressourcenverbrauchs auf den Weg gebracht werden können.

Zukunft gestalten

für mehr Innovation

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Innovationen ermöglichen Wachstum. Und schaffen Arbeit.

Allein in NRW können durch die Auszeichnung der Logis- tik-Branche als eines von fünf Spitzenclustern 4.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Eine Entwicklung im Einklang mit der Umwelt, denn in einem Projekt, an dem sich duisport beteiligt, steht die Förderung multimodaler Verkehre im Mittelpunkt. Das heißt: Weniger CO

2

-Ausstoß, weniger Fein- staub, weniger Lärm. Im größten Ballungsraum mit hoher Verkehrsdichte gilt es, dem Verkehrsinfarkt vorzubeugen.

Duisburg und sein Hafen spielen dabei als Logistik-Dreh- scheibe in der Rhein-Ruhr-Region eine entscheidende Rolle.

Fortschritt nutzt den Standortvorteil und baut ihn in Ver-

bindung mit dem Technologie-Vorsprung aus. Am Fraun-

hofer Institut für Materialfl uss und Logistik in Dortmund

verfeinern die Ingenieure die Radio Frequency Identifi ca-

tion (RFID) Technologie. RFID wird in naher Zukunft den Bar-

code ablösen. Mehr noch, die Erkennung eines bestimmten

Guts ermöglicht, Lagerprozesse zu optimieren und damit

Zeit und Kosten zu sparen. Gemeinsam mit der Universi-

tät Duisburg-Essen kooperiert der Hafen an drei Projekten

unter dem Stichwort „Supply Chain Governance“. Das Ziel

der Zusammenarbeit: Ideen für Anwender – Theorien für

die Praxis. duisport macht sich dafür stark.

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16

Starke weltwirtschaftliche Verwerfungen prägten das Jahr 2009, aber auch eine ab der Jahresmitte wie- der anziehende Konjunktur. Im Jahresdurchschnitt sank das globale Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Pro- zent und das Welthandelsvolumen schrumpfte drama- tisch um rund ein Achtel im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz der schwersten Rezession seit Ende des Zwei- ten Weltkriegs konnte ein völliger Zusammenbruch des weltweiten Finanzmarktsystems verhindert wer- den. Milliardenschwere Konjunkturprogramme trugen ebenso dazu bei wie eine expansive Geld- und Finanz- politik sowie der niedrige Ölpreis. In der Folge setzte

Wirtschaftliches Umfeld und Verkehrsentwicklung

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Wirtschaftliches Umfeld und Verkehrsentwicklung

Weltwirtschaft in schwerer Rezession

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½ bereits im Frühjahr/Sommer des Berichtsjahres eine

konjunkturelle Erholung mit steigender Produktion und zunehmendem Handel ein. Allerdings hatte die Revitalisierung der Weltwirtschaft zwei Seiten: Wäh- rend in den Schwellenländern die Produktion wieder kräftig zulegte, fasste die Konjunktur in den Industrie- ländern eher zögerlich Tritt.

Leichte Erholung im Euroraum

Im Herbst 2009 setzte auch im Euroraum eine leichte Aufwärtsbewegung ein. Die wirtschaftliche Besserung wurde vor allem von Deutschland, Italien, Frankreich und den Niederlanden getragen. Griechenland, Spa- nien und Irland hingegen waren weiterhin stark von der Krise betroffen. Insgesamt ging das Bruttoinlands- produkt 2009 um rund 4 Prozent zurück, die Arbeits- losenquote verharrte entgegen aller Befürchtungen knapp unter der Zehnprozent-Marke.

Deutsche Wirtschaft:

Stabilisierung im Spätsommer

Der weltweite Nachfrageeinbruch traf die exportorien- tierte Wirtschaft in Deutschland schwer. Das Bruttoin- landsprodukt sank um 5 Prozent, der Export verringerte sich um 14 Prozent und die Unternehmensinvestitionen stürzten gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent ab.

WENN WIR NACHHALTIGES WACHSTUM UND ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN WOLLEN, IST EIN HOHES NIVEAU AN VERANTWORTLICHKEIT NÖTIG.

Jean Claude Trichet, EZB-Präsident Die Bundesregierung steuerte mit Konjunkturpaketen im Gesamtumfang von 50 Milliarden Euro dagegen.

Das milderte den Absturz der Ökonomie und führte,

gestützt durch positive Impulse aus dem Export, zu einer Erholung ab dem 3. Quartal. Diese Entwicklung wurde durch eine starke Erhöhung des Staatsdefizits ermöglicht.

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Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Wirtschaftliches Umfeld und Verkehrsentwicklung

Gütermärkte unter Druck

Unter teilweise erheblichen Rückgängen hatten die für den Duisburger Hafen wichtigen Transportmärkte Stahl, Kohle, Mineralöl/Chemie und das verarbei- tende Gewerbe zu leiden. Die Stahlproduktion sank dramatisch um 28 Prozent; der Verbrauchsrückgang bei Steinkohle setzte sich unvermindert fort. Auch die Chemie litt unter einem massiven Produktionsein- bruch. Doch mittlerweile sehen die Unternehmen wie- der zuversichtlicher nach vorn. Schwere Einbrüche mit Auftragsrückgängen von über 40 Prozent musste der Maschinen- und Anlagenbau verkraften. Im laufenden Jahr sind erste Erholungstendenzen erkennbar.

Export weiter Triebkraft für Konjunktur

Die im Jahresverlauf einsetzenden Erholungsten- denzen des Exports konnten nicht verhindern, dass Deutschland 2009 den Titel des Exportweltmeisters an China verlor. Weiterhin bleibt die Ausfuhr jedoch die Triebkraft für die anziehende Konjunktur in den kommenden Jahren. So wird in diesem Jahr mit einer Steigerung der Exporte um rund 5 Prozent gerechnet.

Logistikmarkt mit Umsatzrückgang

Die Transport- und Logistikbranche musste 2009 den stärksten Umsatzrückgang seit der Liberalisierung des Verkehrsmarktes hinnehmen. Das Marktvolumen des gesamten Logistikmarkts in Deutschland erreichte etwa 200 Milliarden Euro und verringerte sich damit um gut 9 Prozent. Damit lag die Branche noch unter dem Niveau von 2007.

Nach Angaben des SCI Logistikbarometers stellte der Preisverfall das größte Problem für die Logistikunter- nehmen dar. Erschwerend kamen Überkapazitäten hinzu, mit denen ein großer Teil der Firmen zu kämp- fen hatte. Allerdings erholte sich das Geschäftsklima gegen Ende des Jahres deutlich.

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Transportmärkte:

verkehrsträgerübergreifendes Minus

Der deutsche Transportmarkt verzeichnete im Ver- gleich zum Vorjahr einen starken Rückgang der Trans- portleistungen.1 Auf der Basis von Tonnenkilometern schrumpfte der Markt um 11,2 Prozent. Vor allem die Schiene und die Binnenschifffahrt litten unter der Konjunkturschwäche. Auf der Straße wurde 2009 zwar nominal ebenfalls weniger transportiert, dennoch gewinnt der Verkehrsträger aufgrund des verhältnis- mäßig geringeren Leistungsrückgangs Marktanteile hinzu.

Der Straßengüterverkehr verlor rund 10 Prozent, die Schiene etwa 17 Prozent. Der vergleichsweise geringe Rückgang der Transportleistung auf der Straße ist mit einer weniger schwachen Entwicklung der für Lkw wichtigen Branchen, z. B. Halb- und Fertigwaren, zu erklären. Dagegen führten starke Einbrüche u. a. in der Stahlindustrie und der Containerschifffahrt zum rückläufigen Ergebnis auf der Schiene.

Die Binnenschifffahrt litt vor allem unter rückläufi- gen Ergebnissen der Stahlindustrie, des Baubereichs und der Containerschifffahrt. Insgesamt sank die Ver- kehrsleistung um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Details zur Verkehrsentwicklung in Deutschland lesen Sie auf Seite 36 in diesem Geschäftsbericht.

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20 20

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Chancen eröffnen. duisport in seiner Eigen- schaft als echter Service-Partner richtet sich an immer neuen Herausforderungen aus. Im Norden wie im Süden. Im Nordhafen hat duisport packing logistics einen Standort für die Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und den Umschlag von Gütern entwickelt.

Am Südufer des Außenhafens ergänzt das neue Heavylift Terminal das Dienstleistungs- programm des Hafens um die Möglichkeit eines wasserseitigen Schwerlastumschlags.

duisport investiert mit Weitblick in kurze Wege. Zum Vorteil der Unternehmen, die von der verbesserten Infra- und Suprastruk- tur profitieren.

Zukunft gestalten

für die Unternehmen

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22 22

Wer Möglichkeiten erweitert, leistet gute Dienste. duisport packing logistics verfügt im Nordhafen über das modernste Zentrum für Verpackungslogistik mit trimodalem Umschlag von Gütern mit einem Stückgewicht von bis zu 130 Tonnen sowie über eine 7.000 Quadratmeter große Multipurpose- Halle. Das trimodale Heavylift Terminal in Zusammenarbeit mit den Speditionen Kübler und Kahl im Außenhafen bewegt über zwei Lauf- und zwei Schwerlastkräne den Güterum- schlag mit bis zu 500 Tonnen Gesamtgewicht. 2.000 Qua- dratmeter Hallenfläche mit Überdachung stehen ebenfalls zur Verfügung.

Gut, solche Anlagen in seiner Nähe zu wissen. Denn duis-

port investiert, um seine Position als Hinterland-Hub mit

umfassendem Dienstleistungsangebot auszubauen. Das

rechnet sich. Und zwar in erster Linie für die Unternehmen,

die im Duisburger Hafen aktiv sind. Ihre Aussicht, auch mor-

gen noch erfolgreich tätig zu sein, erlaubt uns, bereits Ideen

für den Tag danach zu entwickeln und umzusetzen. duisport

hat die Wirtschaftskrise gut gemeistert, weil frühzeitig

zukunftsorientierte Weichen gestellt wurden.

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Geschäftsentwicklung

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftsentwicklung

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Umsatz und Gesamtleistung trotz schwierigem Umfeld gestiegen

Im Jahr 2009 hat die duisport-Gruppe die konsolidier- ten Umsatzerlöse zuzüglich der Umsatzerlöse aus stra- tegischen Beteiligungen weiter steigern können. Das Umsatzwachstum betrug im Vergleich zum Vorjahr 4 Prozent. In mehreren Geschäftsfeldern konnte die Gruppe gegen den konjunkturellen Trend ihre Umsätze ausweiten.

Im Geschäftssegment Infra- und Suprastruktur erzielte die duisport-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 34,8 Mio. Euro (2008: 33,3 Mio. Euro, +4 Prozent). Der Anstieg resultiert aus Neuansiedlungen bzw. Neuverpachtun- gen bei einem stabilen Mietpreisniveau am Standort.

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½ Die Hallenfl ächen der duisport-Gruppe waren wie im

Vorjahr auch im Berichtsjahr voll ausgelastet.

Im Geschäftssegment Verkehr und logistische Dienst- leistungen stiegen die Umsatzerlöse von 31,6 Mio. Euro auf 36,1 Mio. Euro (+14 Prozent). Durch zusätzliche logis- tische Dienstleistungen konnte der konjunkturbedingte Rückgang der Verkehrsentgelte kompensiert werden.

Auch das Geschäftssegment Verpackungslogistik konnte

145,2

MILLIONEN EURO GESAMTLEISTUNG 2009 2007 2008

Gesamtleistung2 der duisport-Gruppe nach Geschäftssegmenten (in Mio. Euro)

2 Umsatz plus aktivierte Eigenleistungen und Bestandsveränderungen 3 anteilige Umsatzerlöse (nach Geschäftsanteil)

2009 Infra- und Suprastruktur 31,2 33,3 34,8 Verkehr und log. Dienstleistungen 30,7 31,6 36,1

Verpackungslogistik 55,0 58,3 51,8

Sonstige 5,0 6,3 15,3

Summe, konsolidiert 121,9 129,5 138,0 Beteiligungen, nicht konsolidierungsfähig3 6,5 9,7 7,2 Gesamt 128,4 139,2 145,2

sich in einem schwierigen Marktumfeld insgesamt gut behaupten. Nicht zuletzt aufgrund des starken Preis- drucks im Maschinen- und Anlagenbau musste jedoch ein leichter Umsatzrückgang auf 51,8 Mio. Euro (2008:

58,3 Mio. Euro) hingenommen werden.

Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen auf 15,3 Mio. Euro (2008: 6,3 Mio. Euro). Dies steht vor allem im Zusammen- hang mit Bauleistungen für Logistikhallen im Hafen.

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Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftsentwicklung

duisport-Gruppe ein umfassendes Sparprogramm auf, um auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren und die Ressourcen effi zient im Konzern ein- zusetzen. Der Anstieg des EBITDA wird durch positive Ergebnisbeiträge in allen Geschäftssegmenten getra- gen. In der längerfristigen Rückschau ergibt sich eine auf Dauer angelegte und nachhaltige Wertsteigerung in den letzten zehn Jahren – weitgehend unabhängig von der jeweiligen Marktphase. Das Verhältnis von Ertragskraft zu eingesetztem Eigenkapital (EBITDA- Rendite) stieg im Berichtsjahr 2009 um 0,8 Prozent von 25,5 Prozent auf 26,3 Prozent.

Erfolgreiches Geschäftsmodell ermöglicht gute Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die duisport- Gruppe ein EBITDA4 in Höhe von 27,3 Mio. Euro (2008:

25,2 Mio. Euro). Die um 7 Prozent verbesserte Ertrags- lage in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist zum einen Ausdruck eines stabilen Geschäftsmo- dells mit diversifi zierten Segmenten und optimier- ten Geschäftsprozessen in den Profi t-Centern. Zum anderen sind Gewinne auf das Kostenmanagement der Gruppe zurückzuführen. Anfang 2009 legte die

4 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Goodwill und andere Vermögenswerte (erstmalig inklusive Finanzanlagen und Forderungen), bereinigt um positive Sondereffekte aus der Veräußerung von Anlagevermögen für die auf Einzelabschlussebene von steuerlichen Wahlrechten nach § 6b EStG Gebrauch gemacht wurde

5 Umsatz plus aktivierte Eigenleistungen, Bestandsveränderungen und strategische Beteiligungen

2007 2008 Wirtschaftliche Kennziffern der duisport-Gruppe (in Mio. Euro)

2009

Gesamtleistung5 128,4 139,2 145,2

EBITDA 22,9 25,2 27,3

Eigenkapital 92,6 99,2 103,4

EBITDA-Rendite in % 24,7 25,5 26,3

Bilanzsumme 247,6 270,8 287,1

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Eigenkapitalquote und Cashflow stabil

Die Eigenkapitalquote lag im Berichtsjahr bei 36 Prozent (2008: 37 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen stiegen um 11 Prozent von 33,0 Mio. Euro auf 36,6 Mio. Euro.

Der Cashflow I (Jahresüberschuss + Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen + Veränderung der langfristi- gen Rückstellungen) sank leicht auf 17,1 Mio. Euro (2008:

19,3 Mio. Euro).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die duisport-Gruppe 30,3 Mio. Euro an Sach- und Finanzinvestitionen inves- tiert (2008: 45,8 Mio. Euro). Die Finanzierung erfolgte aus dem operativen Cashflow, aus Investitionszuschüssen sowie aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendi- gen Grundstücken. Die duisport-Gruppe hat in 2009 ins- gesamt mehr Mittel in den Erwerb neuer Grundstücke investiert als aus dem Verkauf eigener Grundstücke ein- genommen wurde.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich von -41,3 Mio. Euro auf -31,7 Mio. Euro, obwohl die duisport-Gruppe auch im schwierigen Jahr 2009 gegen den Trend insgesamt 30 Mio. Euro in die Infra- und Suprastruktur und in den Bereich Verpackungslogistik investiert hat. Aufgrund der umfangreichen liquiden Mittel, die zu Jahresanfang 2009 zur Verfügung standen (13,1 Mio. Euro) sowie aufgrund der angepassten Inves- titionstätigkeit, sank der Cashflow aus Finanzierungs- tätigkeit auf 10,5 Mio. Euro (2008: 24,3 Mio. Euro).

Im Einzelabschluss lag der Jahresüberschuss der Duis- burger Hafen AG über den Planungen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Jahresüberschuss um 0,9 Mio.

Euro von 5,1 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro bei einem Anstieg der Umsatzerlöse der Muttergesellschaft um 0,9 Mio. Euro von 22,9 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro.

Anlagenintensität über 80 Prozent

Die Bilanzsumme der Gruppe stieg um 5 Prozent von 270,8 Mio. Euro auf 287,1 Mio. Euro. Im Infrastrukturge- schäft sind Aktiva überwiegend im Anlagevermögen langfristig gebunden. Hohe und praktisch konstante Werte im Sachanlagevermögen sind die Folge. Die Anlagenintensität blieb mit 85,6 Prozent auf Vorjah- resniveau (2008: 86,5 Prozent). Das Gros des Sachan- lagevermögens betrifft Grundstücke, Gebäude und Hafeninfrastruktur. Das Nettoumlaufvermögen stieg auf 40,8 Mio. Euro (2008: 35,7 Mio. Euro).

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Geschäftssegment Infra- und Suprastruktur

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Infra- und Suprastuktur

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Umsatz trotz Krise gestiegen

Im Geschäftssegment Infra- und Suprastruktur ist der Umsatz im Jahr 2009 um 4,5 Prozent auf 34,8 Mio.

Euro gestiegen (2008: 33,3 Mio. Euro).

Infrastruktur: 471 Hektar gewerblich genutzt

Der Umsatz im Geschäftsbereich Infrastruktur aus der Verpachtung von Gewerbeflächen stieg im Vorjahres- vergleich um 6,9 Prozent auf 22,2 Mio. Euro (2008:

20,8 Mio. Euro). Im Berichtsjahr waren im gesamten Hafengebiet 471 Hektar für gewerbliche Nutzung ver- pachtet (2008: 455 Hektar).

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½ Suprastruktur: 740.000 qm Warehouse-Flächen

Der Umsatz im Geschäftsbereich Suprastruktur setzt sich zusammen aus der Vermietung von Hallenflächen und weiteren Suprastruktur-Einrichtungen für logisti- sche Zwecke. Er lag im Berichtsjahr 2009 mit 12,5 Mio.

Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Rechtsrheinisch: Hub für Massengut-Container

Im Ruhrorter Hafenteil in der Nähe des Freihafens hat die duisport-Gruppe ein Massengut-Containerterminal für die InterBulk Group, einen der weltweit wichtigs- ten Player im Bereich Tankcontainer und Europas größ- ten Anbieter für Massengut-Container, errichtet. Auf rund 20.000 qm Fläche ist das bis dato großflächigste Terminal dieser Logistikgruppe entstanden. Es ist für einen Umschlag von bis zu 25.000 Spezialcontainern per anno konzipiert.

Auf dem logport II-Gelände im Duisburger Süden nahm im Januar 2009 der öffentliche Umschlagbereich auf 35.000 qm Grundfläche den Betrieb auf. Eine weitere, ebenfalls 35.000 qm große Fläche des Areals, wird im laufenden Geschäftsjahr für die zur Imperial-Gruppe gehörende Rhein Ruhr Terminalgesellschaft (RRT) erschlossen (siehe auch Folgeseite). Weitere 7.000 qm wurden im logport II von der Firma GNS gemietet.

Neue Ansiedlungen im logport I

Das Jahr 2009 steht für eine Reihe strategisch wich- tiger Ansiedlungen. So ist im Dezember das Duis- burg Kombi Terminal (DKT) in Betrieb gegangen, ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr und der erste KV-Hub für die chemische Industrie. Er hat eine Umschlagkapazität von 120.000 TEU pro Jahr und eig- net sich mit einer Lagerkapazität von 1.800 TEU unter dem Kran besonders gut für Container-Lagerkonzepte der chemischen Industrie.

Ein rund 106.000 qm großes Gelände wurde an die Garbe Logistics AG vergeben, die dort in einem ers- ten Bauabschnitt einen 30.000 qm großen Hallenkom- plex mit Gleisanschluss realisiert hat. Nutzer ist die Reiner Bohnen GmbH, die über diesen Rail-Hub die Distribution der Wassermarken evian und Volvic von Danone Waters organisiert. Gemeinsam mit duisport wurde ein maßgeschneidertes Logistikkonzept entwi- ckelt. Kernpunkt: Die Wässer werden per Zug direkt von den Quellen zum Lager gebracht, dort eingela- gert, kommissioniert und innerhalb Deutschlands wei- ter vertrieben.

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logport II:

öffentlicher KV-Umschlagbereich in Betrieb

Die Rhein-Ruhr-Terminal-Gesellschaft und die duisport- Gruppe haben im Januar 2009 auf dem logport II- Gelände im Duisburger Süden einen öffentlichen KV-Umschlagbereich in Betrieb genommen. Die was- serseitige Terminalfläche ist 35.000 qm groß und kann diskriminierungsfrei auch von Dritten genutzt werden.

Eine kombinierte Bahn-Wasser-Kranbrücke und vier Halbzuggleise vervollständigen das Terminal. Im April 2010 wurde ein zweiter Portalkran für das Gateway West in Betrieb genommen. Im laufenden Geschäfts- jahr werden die landseitige, ebenfalls 35.000 qm große Terminalfläche der Imperial-Gruppe befestigt und ein Abfertigungsgebäude errichtet.

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Infra- und Suprastuktur

Neue Hallenflächen im gesamten Hafengebiet

Duisburg steht heute mehr denn je für hochwertige Logistik mit modernsten Umschlageinrichtungen und wegweisenden, multimodalen Konzepten. Zahlreiche Unternehmen aus ganz Europa nutzen die vielfälti- gen Angebote des Standortes für ihre Handels- und Transportlogistik.

Die Gesamtkapazität der Warehouse-Flächen inklu- sive Kundenanlagen stieg um knapp 60.000 qm auf 740.000 qm an. Darüber hinaus stehen im Duisburger Hafen rund 1,6 Mio. qm überdachte Lagerflächen zur Verfügung, die von den rund 300 im Hafen ansässigen Unternehmen genutzt werden.

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Der Massengut-Logistiker Fromberger hat auf seiner Pachtfl äche im Meidericher Hafenteil eine 3.200 qm große Halle errichtet. Im Juni 2009 wurde der neue Bauhof (1.500 qm) der duisport-Gruppe am Standort

„Am Unkelstein“ in Betrieb genommen. Die ehema- ligen Gebäude des Bauhofs in Ruhrort werden vom DeCeTe-Containerterminal genutzt.

Um den exportierenden Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus einen noch effi zienteren Umschlag zu ermöglichen, hat die duisport-Gruppe ihre Schwer- gut- und Verpackungsaktivitäten gebündelt und aus- gebaut. Im Nordhafen befi ndet sich auf einem rund 48.000 qm großen Areal der Hauptbetrieb der duisport packing logistics. Hier sind innerhalb weniger Monate Bauzeit eine rund 7.000 qm große Mehrzweckhalle für die Einlagerung von Gütern jeder Art und eine rund 5.000 qm große, trimodal angebundene Ver- packungshalle inklusive Schwerlast-Brückenkran zur Verpackung von Bauteilen komplexer Industrieanla- gen entstanden.

Als Ergänzung zum Dienstleistungsangebot im Nord- hafen hat im Februar 2010 im Außenhafen das neue Heavylift Terminal Duisburg (HTD) seinen Betrieb aufgenommen. Das Terminal wird von der duisport- Gruppe gemeinsam mit Partnern aus der Schwer- guttransport-Branche betrieben. Die Leistungen des Terminals werden neutral und diskriminierungsfrei angeboten. Die Investition trägt dazu bei, den Duis- burger Hafen auch im Schwergut-Bereich als eine füh- rende Waren-Drehscheibe zu positionieren.

1.600.000

QUADRATMETER ÜBERDACHTE LAGERFLÄCHE

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32 32

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Verantwortung übernehmen. Alle reden über ökologische Nachhaltigkeit in der Logistik – wir machen den Weg dafür frei. Oder anders gesagt: Wir verkürzen die Wege. duisport schaffte Bedingungen für die Ansiedlung der Spedition Reiner Bohnen auf dem logport- Gelände. Das Unternehmen übernimmt vom neuen Standort aus die Logistik für Danone Waters und beliefert das nördliche Deutsch- land mit den Produkten evian und Volvic.

Danone Waters kann die CO

2

-Emmissionen durch das weiterdenkende Konzept um bis zu 30 Prozent reduzieren. Etwa 20.000 Lkw- Fahrten jährlich werden so eingespart.

Zukunft gestalten

für Nachhaltigkeit

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Zukunftweisende Lösungen bringen Ökologie und Ökono- mie in einen natürlichen Einklang. Das neue Distributions- zentrum ist gut für die Umwelt und gut für Danone Waters, das von der neuen Lösung nachhaltig profitiert. Das innova- tive Konzept von Reiner Bohnen: Zwölf Ganzzüge pro Woche bringen 600 Millionen Liter Wasser jährlich – verpackt in Flaschen – zunächst über die Schiene nach Duisburg. Die Distribution erfolgt dann von dem neuen Logistik-Zentrum aus. Die leeren Flaschen werden auf dem Rückweg direkt auf dem logport-Gelände so aufbereitet, dass der Kunst- stoff für andere Nutzungen eingesetzt werden kann. Fla- schen zu Parkbänken – gewissermaßen.

Damit sich ganzheitliches Denken lohnt, sind Voraussetzun- gen zu schaffen. duisport bietet sie: mit der Bereitstellung von genügend Flächen für alle Produktionsschritte, Lager- bedarfe und die Logistik. Mit einem bereits vorhandenen Bahnanschluss für die Anlieferung und der Nähe zur Auto- bahn für den Weitertransport. Kein anderer Standort bot diese Bedingungen, um den Wunsch nach einem verbes- serten Klimaschutz Wirklichkeit werden zu lassen. Und weil man nicht genug an die Umwelt denken kann, hat Reiner Bohnen sich bereits Erweiterungsflächen auf dem logport- Gelände gesichert.

34

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Geschäftssegment Verkehr

und Logistische Dienstleistungen

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen

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Güterverkehr 2009 in Deutschland stark rückläufig

Schon im vierten Quartal 2008 deutete sich an, was im Jahre 2009 zur Gewissheit wurde: Der Güterverkehr in Deutschland brach infolge der Wirtschafts- und Finanz- krise deutlich ein. 6 Das Statistische Bundesamt beziffert das Transportaufkommen des Jahres 2009 auf knapp 4 Milliarden Tonnen. Es ist damit um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Von den Abnah- men waren alle Verkehrszweige betroffen: Straßen- und Eisenbahnverkehr, Binnen- und Seeschifffahrt, Rohrleitungen und Luftfahrt.

6 Quelle Verkehrsdaten: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Stand Januar 2010, alle Prozentzahlen in dem Kapitel zum Geschäftsbericht Verkehr beruhen auf absoluten Zahlen, Rundungstoleranz 0,1

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½ Rückläufige Beförderungsmengen hatte es zuvor in

den Jahren 2000 bis 2002 gegeben.

Die im Inland erbrachte tonnenkilometrische Leistung – das Produkt aus Transportaufkommen und Versand- weite – nahm um 11,7 Prozent in ähnlicher Größenord- nung wie die Beförderungsmenge ab. Dabei verloren der Straßengüterverkehr, der Eisenbahnverkehr und die Binnenschifffahrt.

Der im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (-4 Pro- zent) erheblich stärkere Rückgang von Tonnage und Beförderungsleistung ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere die Montanindustrie und exportabhän- gige Wirtschaftsbereiche starke Einbrüche bei der Wirtschaftsleistung verzeichneten und infolgedessen deutlich weniger Güter transportiert wurden.

Straße verliert 10 Prozent

Den nach wie vor stärksten Anteil am Transportauf- kommen hatte 2009 der Straßengüterverkehr mit 78 Prozent der Beförderungsmenge. Auf der Straße wur- den – nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – im vergan- genen Jahr 3,109 Milliarden Tonnen befördert, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die dabei im Inland erzielte tonnenkilometrische Leistung sank um 10,2 Prozent auf 424,5 Milliarden Tonnenkilometer.

Im Güterverkehr per Eisenbahn lag das Verkehrsauf- kommen mit 310,0 Mio. Tonnen um 16,5 Prozent, die tonnenkilometrische Leistung mit 95,6 Milliarden Ton- nenkilometern um 17,3 Prozent unter dem Vorjah- reswert. Damit war die Bahn, verglichen mit allen anderen Verkehrszweigen, am stärksten von den Mengenrückgängen betroffen.

Auch die Binnenschifffahrt litt 2009 sehr unter der Krise. Sie verbuchte bei der Tonnage die höchsten pro- zentualen Einbußen aller Verkehrszweige: Die Beför- derungsmenge sank um 18,1 Prozent auf 201,1 Mio.

Tonnen. Hinsichtlich der Rückgänge der Beförderungs- leistung konnte sie sich zwar etwas besser behaupten als die Eisenbahn, dennoch bedeuten 53,7 Milliarden Tonnenkilometer für die Binnenschifffahrt ein Minus von 16,2 Prozent im Vergleich mit dem Jahr 2008.

Die Seeschifffahrt musste erstmals seit der deutschen Einheit Verluste hinnehmen. Im Jahr 2009 wurden mit 263,4 Mio. Tonnen 16,8 Prozent weniger Güter als im Vorjahr befördert.

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Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen

duisport:

Montanbereich beeinträchtigt Gesamtumschlag

Im Jahr 2009 wurden im gesamten Duisburger Hafen, inklusive der privaten Werkshäfen, 81,8 Mio. Tonnen Güter per Schiff, Bahn und Lkw umgeschlagen (2008:

120 Mio. Tonnen) 7.

In den Häfen der duisport-Gruppe nahm das Verkehrs- volumen der drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw um 19 Prozent ab. Es sank von 54,5 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 44,4 Mio. Tonnen im Jahr 2009. Dies ist vor allem auf Rückgänge im Montanbereich (Kohle und Stahl) zurückzuführen, der besonders von der Wirt- schaftskrise betroffen war.

Die umsatzrelevanten Verkehrsträger Schiff und Bahn nahmen 2009 mit einem Transportaufkommen von 22,8 Mio. Tonnen um 19 Prozent ab (2008: 28,3 Mio.

Tonnen).

Die Gütertransporte per Schiff reduzierten sich im Jahr 2009 von 15,4 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 12,1 Mio. Ton- nen. Der Eisenbahnverkehr verzeichnete ebenfalls Rück- gänge: 2009 wurden insgesamt 10,7 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen (2008: 12,9 Mio. Tonnen).

Duisburg ist nach wie vor die wichtigste KV-Drehscheibe im Hinterland der Seehäfen. Auch als europäischer Gate- way für KV-Verkehre hat sich duisport etabliert: 350 regel- mäßige Abfahrten pro Woche verbinden den Hafen- und Logistikstandort mit allen wichtigen Industrie- und Han- delsregionen des Kontinents. Hinzu kommen zahlreiche konventionelle Bahnverbindungen.

Die Lkw-Verkehre (Vor- und Nachlauf) nahmen ebenfalls ab. Sie sanken auf 21,6 Mio. Tonnen (2008: 26,2 Mio.

Tonnen).

7 Stand: 23. März 2010; der Lkw-Umschlag in den Werkshäfen wurde geschätzt.

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Kohleumschlag sinkt,

Mineralöl/Chemie halten Niveau

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Umschlag von Massengütern per Schiff und Bahn einen Rückgang erfahren. Er sank von 13,3 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 10,0 Mio. Tonnen. Stärkste Gütergruppe in diesem Bereich war mit 3,7 Mio. Tonnen (2008: 6,2 Mio. Ton- nen) erneut die (Import-)Kohle, die auch am deutlichs- ten vom Rückgang betroffen war.

Im Güterbereich Mineralöle/Chemie konnte das hohe Niveau des Vorjahres mit 4,6 Mio. Tonnen gegenüber 4,4 Mio. Tonnen nahezu gehalten werden. Im stark von Spotgeschäften geprägten Bereich Steine/Erden/Bau- stoffe sank der Umschlag um 15 Prozent, von 1,0 Mio.

Tonnen im Vorjahr auf 0,9 Mio. Tonnen im Geschäfts- jahr 2009. Konjunkturbedingt war im Gütersegment Schrott/sonstige Güter ein Rückgang von 1,5 Mio. Ton- nen auf 1,0 Mio. Tonnen zu verzeichnen.

2008

Güterumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe nach Verkehrsmitteln und Güterart (in Mio. t)

2009

Stückgut 6,1 5,1

Massengut 9,3 7,0

Schiffsverkehr 15,4 12,1

Stückgut 8,9 7,6

Massengut 4,0 3,1

Bahnverkehr 12,9 10,7 Schiffs- und Bahnverkehr 28,3 22,8 Lkw-Verkehr 26,2 21,6 Gesamtumschlag 54,5 44,4

½

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40

Stückgut weiter vorn

Der Stückgutumschlag per Schiff und Bahn in den Häfen der duisport-Gruppe reduzierte sich 2009 auf 12,8 Mio. Tonnen (2008: 15,0 Mio. Tonnen). Container (inkl. RoRo-Güter) waren erneut die stärkste Güter- gruppe; sie halten einen Anteil von 42 Prozent am gesamten Schiffs- und Bahnumschlag.

Containerumschlag stabil

Mit 9,6 Mio. Tonnen lag der Containerumschlag mit minus 3 Prozent annähernd auf Vorjahresniveau (2008:

9,8 Mio. Tonnen).

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen

Umgerechnet in Standardcontainer (TEU) erreichte der Containerumschlag 953.000 TEU (2008: 1.006.000 TEU), was einem Rückgang von rd. 5 Prozent ent- spricht. Trotz des weltweiten Einbruchs im Contai- nerverkehr konnten insgesamt 348.000 TEU per Schiff transportiert werden, nur 3 Prozent weni- ger als im Vorjahr (2008: 359.000 TEU). Der Kombi- nierte Verkehr Schiene/Straße verringerte sich um 6 Prozent auf 605.000 TEU (2008: 647.000 TEU).

Insgesamt entwickelte sich der Containerumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe deutlich besser als der Bundesdurchschnitt.

Reduzierte Nachfrage nach Stahl

Der Umschlag von Eisen/Stahl/NE-Metallen im Duis- burger Hafen sank konjunkturbedingt um 38 Prozent auf 3,2 Mio. Tonnen (2008: 5,2 Mio. Tonnen).

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2008

Massen- und Stückgutumschlag per Schiff und Bahn in den Häfen der duisport-Gruppe nach Gütergruppen (in Mio. t)

2009

Container/KV/RoRo 9,8 9,6

Eisen/Stahl/NE-Metalle 5,2 3,2

Stückgut 15,0 12,8

Mineralöle/Chemie 4,6 4,4

Kohle 6,2 3,7

Steine/Erden/Baustoffe 1,0 0,9

Schrott/sonstige Güter 1,5 1,0

Massengüter 13,3 10,0 Schiffs- und Bahnverkehr 28,3 22,8

½

9.600.000

TONNEN CONTAINERUMSCHLAG 2009

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Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen

Logistische Dienstleistungen: Angebotsspektrum erweitert – neue Projekte angeschoben

Der Aufbau und die Optimierung von Transportketten, immobilienbezogene Dienstleistungen von der Bau- beratung bis zum Gebäudemanagement sowie die weitere Stärkung der Schienenverkehrsdrehscheibe duisport gehören zum Dienstleistungsportfolio der duisport-Gruppe. Diese in den Tochtergesellschaften der Gruppe angesiedelten Services sind im Mai des Berichtsjahres mit der Gründung der duisport consult GmbH ergänzt und sinnvoll erweitert worden. Insge- samt entwickelte sich der Bereich Logistische Dienst- leistungen im Jahr 2009 zufriedenstellend. Der Umsatz erreichte 27,1 Mio. Euro (2008: 20,5 Mio. Euro) und lag damit um ein Drittel höher als ein Jahr zuvor.

duisport consult erfolgreich gestartet

Die duisport consult GmbH wurde zu Beginn des ver- gangenen Jahres gegründet und entwickelt Logis- tik- und Hafenkonzepte für Standorte weltweit. Die neue Gesellschaft greift auf die Expertise der duisport- Gruppe zurück und entwickelt daraus ein eigenständi- ges Angebot. Der Service besteht in der Unterstützung der Kunden bei der Entwicklung von neuen Ideen und der Umsetzung von Plänen zur Infra- und Suprastruktur.

Die Beratungsgesellschaft ergänzt damit sinnvoll das duisport-Dienstleistungsportfolio.

Erste Aufträge wurden bereits erfolgreich abgewickelt.

So wurde beispielsweise in der südirakischen Stadt Umm Qasar ein Container-Terminal wieder in Betrieb genom- men. Die Leistungen umfassten das Grund-Layout des Terminals, Betreiber- und Qualifikationshandbücher, die Definition und Überwachung der baulichen Maßnah- men, die Programmierung der Terminal-Software sowie die Mitarbeiterschulung.

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duisport agency mit neuen Initiativen

Die duisport agency GmbH ist als Vertriebsgesellschaft der Gruppe der zentrale Ansprechpartner für die Kun- den. Die Gesellschaft initiiert und realisiert neue Trans- portketten und Shuttleverbindungen und entwickelt alternative Transportkonzepte. Dabei bindet duisport agency wo immer möglich die Partnerunternehmen im Duisburger Hafen in ihre Angebote ein.

Im Jahr 2009 entwickelte sich das Geschäft uneinheit- lich. Während sich die Folgen der Wirtschaftskrise mit entsprechenden Mengen- und Umsatzrückgängen in den Verkehrszahlen niederschlugen, konnte im spedi- tionellen Bereich eine Umsatzsteigerung erreicht wer- den. Neue Kunden wurden gewonnen, neue Projekte begonnen.

„Glückauf-Express“ vernetzt das Ruhrgebiet

Das von duisport aufgebaute regionale, intermodale Bahnnetzwerk wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Kernprojekt war der im März 2009 auf die Schiene gesetzte „Glückauf-Express“, der die Häfen Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund miteinander verbindet.

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gestar- tet, konnte sich die Zugverbindung trotz hohem Mar- gendruck am Markt behaupten, liegt aber derzeit unterhalb der Erwartungslage. Der Shuttle stellt eine sinnvolle Ergänzung des Transportangebotes dar und eröffnet der Logistikwirtschaft im Ruhrgebiet neue Möglichkeiten. Des Weiteren trägt er maßgeblich zur Entlastung der Straßen und zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes bei.

Optimierte Hafenverbindung

Wie sich die Zusammenarbeit zwischen den Häfen Rotterdam und Duisburg weiter optimieren lässt, prüft die duisport agency im Rahmen eines umfassenden Projektes. Die IT-Verknüpfung per Rotterdamer IT-Sys- tem „Portbase“ ist dabei ein zentraler Baustein. Das Projekt ist in das Fördervorhaben „Effizienz-Cluster“

eingebunden. ½

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Logistikkonzept für Anlagenbauer

Ein namhafter Maschinen- und Anlagenbauer aus Ost- westfalen hat seine Zusammenarbeit mit duisport intensiviert und die Verpackung sowie annähernd den gesamten Umschlag für schwere Anlagenteile in den Duisburger Hafen verlegt. Die Güter werden gemeinsam mit dem Partner DB Schenker Rail direkt auf dem Schie- nenweg von Ostwestfalen nach Duisburg transportiert.

Das entlastet den Güterverkehr auf der Straße erheblich.

Von Duisburg aus werden die Schwergüter von Short- sea- und Binnenschiff-Operateuren auf dem Wasserweg weitertransportiert.

Auch die Bahnabwicklung im Schwerlastbereich wurde weiter ausgebaut. So werden zum Beispiel Rohblöcke, die bisher per Lkw aus Italien nach Duisburg gefahren wurden, auf Bahnverkehre umgestellt.

Mehr Güter über Antwerpen, Rotterdam und Zeebrügge

Bei der Abwicklung eines Auftrags ab dem Chemiepark Marl wurde erfolgreich eine Verlagerung von Güterströ- men über Duisburg zu den Seehäfen Antwerpen, Rotter- dam und Zeebrügge eingeleitet.

duisport rail: lokale und regionale Bahnverkehre

Das öffentliche Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) duisport rail GmbH konzentriert sich auf Verkehre in einem Radius von cirka 100 Kilometern rund um Duis- burg. Für zahlreiche regionale Bahnshuttles hat duisport rail Traktionsleistungen übernommen. Daneben erbringt das EVU auch Services wie die Ladestellenbedienung, Einzelwagenverkehre, Verwiegung und wagentechni- sche Untersuchungen.

duisport facility logistics: breites Spektrum

Die dfl duisport facility logistics GmbH ist für die Projektierung und Errichtung von Bauvorhaben der duisport-Gruppe, für Services rund um die Infrastruktur des Hafens sowie die Immobilien der Gruppe und sei- ner Anlieger verantwortlich. Im Berichtsjahr gehörten dazu vor allem die finale Realisierung des Nordhafen- konzepts inklusive der Verfüllung des Hafenbeckens und der Bau von zwei neuen Hallen für die duisport packing logistics GmbH.

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen

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Auch bei zahlreichen Neubauprojekten von Hafenkun- den war dfl aktiv eingebunden, unter anderem beim Erweiterungsbau des trimodalen Logistikzentrums für das Unternehmen CTS am Parallelhafen, beim Bau einer überwachungssicheren Schüttguthalle für die Firma Zietzschmann und bei der Erstellung des zwei- ten Bauabschnitts des Karlsruher Logistikunterneh- mens Simon Hegele auf dem logport-Gelände.

Außerdem nimmt dfl die laufenden Aufgaben der Instandhaltung der Straßen und Wasserwege im Hafen wahr.

Logistische Dienstleistungen im Bereich „Warehouse Services“ und im Geschäftsfeld „Port Logistics“, das Kranmanagement und gutachterliche Tätigkeiten run- den das Angebotsspektrum der dfl ab.

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duisport setzt Maßstäbe bei der voraus- schauenden städtebaulichen Entwicklung von Duisburgs Stadtteil Ruhrort. Gemeinsam mit der Stadt Duisburg, HANIEL und der GEBAG wird ein Stadtteil mit Tradition zukunftssicher gemacht. Damit geht der detaillierte Master- plan über eine einfache Stabilisierung des Ortsteils hinaus, er definiert ihn neu und gibt der Entwicklung eine gänzlich andere Rich- tung. Besonders dem Einfluss und den Anstoß- investitionen des HANIEL-Konzerns und dem Engagement duisports ist die Entwicklung zum Wohn- und Dienstleistungszentrum am pulsierenden Hafen zu verdanken.

Zukunft gestalten

für Duisburg

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48 48

Die städtebaulichen Möglichkeiten wurden analysiert und einer integrierten perspektivischen Betrachtung unterzogen.

Chancen wurden unter allen verfügbaren Gesichtspunkten ausgelotet und ein neues Konzept für den Stadtteil Ruhrort erstellt.

Das erklärte Ziel des Konzepts ist, durch neue Bildungs-, Wis- senschafts-, Kultur-, Wohn- und Freizeitprojekte die Attrakti- vität des Stadtteils zu steigern. Die traditionell gewachsene Identität Ruhrorts soll dabei weiter gestärkt werden.

Um das Entwicklungspotenzial Ruhrorts auszuschöpfen, hat der Duisburger Hafen seine Pläne für die Nutzung der Mer- catorinsel vorgestellt: Das duisport skycenter mit einem markanten Turm als Landmarke schafft Büros mit Aussicht auf den Zusammenfluss von Rhein und Ruhr.

Das Nebeneinander von Alt und Neu wird einen entschei-

denden Beitrag dazu leisten, die Attraktivität Ruhrorts wei-

ter zu steigern.

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50

Geschäftssegment Verpackungslogistik

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Geschäftssegment Verpackungslogistik

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Eingliederung in die duisport-Markenfamilie

Seit Ende 2009 firmiert die frühere VTS, der Verpa- ckungsspezialist der duisport-Gruppe, unter dem Namen duisport packing logistics GmbH (dpl). Inzwi- schen ist das Unternehmen mit seinen Verpackungs- aktivitäten in den Duisburger Nordhafen umgezogen, nachdem sich der Vertrieb und die Zentrale bereits zu Beginn des Jahres 2009 dort angesiedelt hatten. Im Nordhafen verfügt dpl über ausgedehnte Flächen in einer Multifunktions- und einer Verpackungshalle. Ein hochmoderner neuer Schiffsumschlagplatz mit einer Krankapazität von 100 Tonnen über Wasser befindet sich auf dem Firmengelände und ergänzt seit Februar 2010 die Dienstleistungspalette des Duisburger Hafens im Bereich trimodaler Schwergutumschlag.

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Der Umsatz der Verpackungsspezialisten mit Stand- orten in Duisburg, Essen, Hainburg, Chemnitz, Ant- werpen und Shanghai erreichte 2009 51,8 Mio. Euro.

Trotz des durch die Finanzkrise bedingten schwierigen Umfeldes sank er damit nur um 11 Prozent unter den Wert des Vorjahres (2008: 58,3 Mio. Euro).

dpl ist mit einem breiten Angebot von Verpackungs-, Lagerungs- und Transportdienstleistungen im interna- tionalen Markt positioniert und gehört im Bereich der Spezialverpackungen für die Investitionsgüterindus- trie zu den Marktführern.

Weltweite Projektlogistik

Im Jahr 2009 hat dpl eine ganze Reihe von logistisch anspruchsvollen Großprojekten rund um den Globus abgewickelt. Für einen japanischen Konzern wurde zum Beispiel ein ganzes Kraftwerk nach Südafrika verlagert.

Für einen weltweit agierenden Stahlkonzern hat dpl die Logistik auf einer Baustelle in Venezuela über- nommen. Dabei setzt dpl vor Ort ein kundenspezi- fisch entwickeltes Lagerverwaltungssystem sowie ein Losteilsystem ein. Letzteres erlaubt die perma- nente Verfolgung aller Anlagenteile auf ihrem Weg zur Baustelle.

Ein weiteres herausragendes Beispiel für die stetige Internationalisierung ist der Transport von Materialien für Großbaustellen eines Schachtbauunternehmens nach Russland. Die Herausforderung dabei liegt in der Koordination der mehreren Hundert Kolli aus verschie- densten Ursprungsländern und ihre zuverlässige und pünktliche Anlieferung auf den Baustellen.

Auch in der Wachstumsbranche der erneuerbaren Energien ist dpl inzwischen etabliert. Hier werden schwere und große Teile wie Rotorblätter, Maschinen- häuser und Getriebe verpackt und versendet.

Das Anfang 2008 gegründete Representative Office von dpl in Shanghai konzentriert sich vorrangig auf das Qualitätsmanagement sowie die Abwicklung von Verpackungsaufträgen und Projektgeschäften von und nach China.

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Die Duisburger Hafen AG hielt im Geschäftsjahr 2009 Beteiligungen an verschiedenen Betreibergesellschaf- ten von Terminals im Bereich Containerumschlag, Kom- binierter Verkehr und Importkohleumschlag. Zudem wurde mit der logport ruhr GmbH Anfang 2009 eine Gesellschaft zur Entwicklung und Vermarktung von Immobilien im Ruhrgebiet gegründet (s. S. 55).

DIT: trimodaler Hub im logport

Das DIT Duisburg Intermodal Terminal ist eine der tri- modalen Schnittstellen für den europaweiten Waren- umschlag im logport. Neben der Duisburger Hafen AG (24 Prozent) und dem Hauptgesellschafter Contargo

Beteiligungen

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Beteiligungen

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½ D3T: erfolgreiches zweites Jahr

Das Duisburg Trimodal Terminal (D3T) am logport- Hafen in Duisburg-Rheinhausen hat im Frühjahr 2008 den Betrieb aufgenommen. An der gleichnamigen Betreibergesellschaft sind die französische Reederei CMA CGM und die japanische Reederei NYK Line mit jeweils 40 Prozent beteiligt. Die Duisburger Hafen AG hält 20 Prozent.

Die weltweit tätigen Reedereien nutzen das Termi- nal sowohl für lokale und regionale als auch für so- genannte Gateway-Verkehre. Verschiedene Schiffs- und Bahnshuttles verbinden D3T regelmäßig mit den Seehäfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam. Im Berichtszeitraum hat D3T ein deutli- ches Wachstum der Containerhandlings realisiert.

(66 Prozent) aus der Rhenus-Gruppe ist der Schweizer Kombioperateur Hupac mit zehn Prozent am DIT beteiligt.

Das DIT-Terminal ist über regelmäßige Schiffs- und Bahnshuttles mit den westlichen Seehäfen verbun- den. Für sie erfüllt es eine wichtige Hinterlandfunk- tion. Der Containerumschlag per Schiff und Bahn legte leicht zu.

UTM: der Chemiespezialist

Die Umschlag Terminal Marl GmbH & Co. KG (UTM) betreibt im Chemiepark Marl ein spezialisiertes Termi- nal für den Kombinierten Bahnverkehr. An der Gesell- schaft hält die Duisburger Hafen AG Anteile in Höhe von 33,3 Prozent. Weitere Gesellschafter sind zu glei- chen Anteilen die Firmen Infracor und Rinnen.

Über den Duisburger Hafen ist das UTM-Terminal ideal an das europaweite KV-Netzwerk sowie an die See- häfen angeschlossen. UTM bietet sowohl den Unter- nehmen des Chemieparks Marl als auch externen Kunden umfangreiche Dienstleistungen in den Berei- chen Umschlag, Lagerung und Transport sowie dazu komplementäre Services an. Mit dem Umschlag von Bulk- und Tankcontainern sowie Wechselbrücken per Bahn leistet es wichtige Beiträge zur Verlagerung von Verkehrsaufkommen von der Straße auf die Schiene.

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Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Beteiligungen

Masslog: Drehscheibe für Importkohle

Das am Rheinkai Nord gelegene Masslog-Terminal schlägt Importkohle um. Hauptgesellschafter ist die HTAG Häfen und Transport AG, die mit 70 Prozent die Mehrheit der Anteile hält. Die Duisburger Hafen AG verfügt indirekt über rund 20 Prozent der Anteile, die restlichen zehn Prozent hält der Amsterdamer Hafen.

Die Kunden – vorrangig aus dem produzierenden Gewerbe und der Energiewirtschaft – nehmen die Dienstleistungen Umschlag und Distribution, inklusive Vor- und Nachlauf, in Anspruch und nutzen das Termi- nal auch als Zwischenlager.

Bedingt durch die Wirtschaftskrise musste Masslog bei der Mengenentwicklung Einbußen hinnehmen. Beim Umsatz und beim Ergebnis konnten jedoch insbeson- dere durch zusätzliche Dienstleistungen die besten Resultate in der noch jungen Unternehmensgeschichte vorgelegt werden. Der wasserseitige Umschlag lag nennenswert unter dem Vorjahreswert.

Antwerp Gateway: schwieriges Umfeld

Die Duisburger Hafen AG ist an dem Seehafentermi- nal Antwerp Gateway beteiligt. DP World als Betreiber sowie renommierte Reederei-Gruppen halten weitere Anteile an der Gesellschaft.

Regelmäßige Shuttle-Verbindungen verbinden das Antwerp Gateway Terminal mit dem Duisburger Hafen und sorgen für schnellen und effizienten Transport ins Hinterland. Die Transportketten führen Warenströme aus Übersee nach Duisburg, in die umgebende Region sowie bis nach Süd- und Osteuropa und umgekehrt.

Die schwere Wirtschaftskrise hat in der gesamten ZARA-Range tiefe Spuren hinterlassen. Auch die gro- ßen belgischen Seehäfen Antwerpen und Zeebrügge konnten sich dieser Entwicklung nicht entziehen. In Antwerpen wurde vor allem der Containerumschlag stark getroffen.

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logport ruhr: Investitionen im Ruhrgebiet

Der Duisburger Hafen beteiligt sich aktiv an dem wei- teren Ausbau der Logistikregion Ruhrgebiet. Die Grün- dung der Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft logport ruhr GmbH, ein Joint Venture der Duisburger Hafen AG und der RAG Montan Immobilien GmbH, war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Die logport ruhr GmbH wird zukünftig geeignete Grundstücke im Ruhrgebiet als attraktive Logistikstandorte ver- markten. Dabei bringt die duisport- Gruppe die Marke logport und das damit verbundene Know-how bei der Entwicklung und Vermarktung von

altindustriellen Flächen für Logistikansiedlungen ein.

Basis des Joint Ventures von Seiten der RAG Montan Immobilien ist das umfangreiche Flächenangebot in der Ruhrregion aus dem Bestand des RAG-Konzerns.

DAS RUHRGEBIET IST EINE EUROPÄISCHE METROPOLE, EINE STÄDTEREGION AUF DEM WEGE, SICH SELBST NEU ZU ERFINDEN UND AUF DIESEM WEGE DAZU BEIZUTRAGEN, EUROPA EINE SEELE ZU GEBEN.

Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident logport ruhr hat sich bereits einige für logistische Zwe- cke geeignete Flächen in der Metropole Ruhr gesichert und wird diese jetzt für Logistikansiedlungen entwi- ckeln. Die Sanierungsmaßnahmen dieser Flächen schreiten plangemäß voran. Mit ersten Ergebnissen ist 2012 zu rechnen.

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duisport berät international. Dank der Kompetenz, gewonnen durch praktische Erfahrung im Duisburger Hafen, konnten bereits erfolgreiche Logistik- und Hafen- konzepte innerhalb und außerhalb Euro- pas realisiert werden. Das Unternehmen setzt bei seiner Planung Fachleute aus allen Bereichen ein, die sich auch im Tagesgeschäft mit den konkreten Fra- gestellungen bei der Entwicklung neuer Häfen und Terminals, dem Ausbau der Hinterlandverkehre und der Logistikdreh- scheibe duisport befassen.

Zukunft gestalten

für Häfen in aller Welt

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Durch Investitionen in eine Hafenlogistik, die Effizienz und Nachhaltigkeit verbindet, werden Kosten gespart. Wer sol- che Lösungen für Herausforderungen bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung von Hafenprojekten sucht, der wendet sich an duisport. Unsere Experten wissen, was die Kunden brauchen. Denn Kompetenz und Know-how kom- men aus der Praxis, neue Ideen werden nicht nach Schema entwickelt, sondern mit Blick auf die speziellen Bedürfnisse.

Wir haben dabei immer die realistischen Möglichkeiten und Bedürfnisse unserer Kunden im Blick.

Wie dabei Zukunft gewonnen wird? Durch Partnerschaf-

ten und Kooperationen, wie zum Beispiel mit der jüngsten

Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen duisport und

der brasilianischen Regierung zur Entwicklung der dortigen

Hafen-Infra- und Suprastruktur. Die Erfahrungen, die duisport

bei der Beratung seiner weltweiten Partner gewinnt, hel-

fen, zukünftige Warenströme zu beeinflussen und nutzen

somit auch künftigen Kunden und Partnern.

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Investitionen

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Investitionen

Investitionen gegen den Trend

Die duisport-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäfts- jahr gegen den Trend hohe Investitionen in die Infra- und Suprastrukturen und in die Verpackungslogistik getätigt. Zwar wurde das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreicht, dennoch wurden insgesamt 30,3 Mio.

Euro investiert (2008: 45,8 Mio. Euro). Von den Inves- titionsmitteln wurden 7,3 Mio. Euro für Infrastruktur- projekte genutzt (2008: 23,0 Mio. Euro), 20,1 Mio. Euro für Suprastruktur-Projekte (2008: 21,2 Mio. Euro) und 2,9 Mio. Euro für Finanzinvestitionen und Sonstiges (2008: 1,6 Mio. Euro).

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Neubauten in Ruhrort

Nachdem mit der Verfüllung des Nordhafens in Duis- burg-Ruhrort 2007 begonnen wurde, konnten die Arbeiten im Berichtsjahr beendet werden. Damit wur- den neue, hochwasserfreie Flächen in einer Größen- ordnung von rund 48.000 qm für logistische Zwecke geschaffen. Insgesamt wurden rund 600.000 Kubik- meter Material verfüllt, verankerte Spundwände mit aufgesetzter Böschung eingebaut und das Kanalsys- tem angepasst und erweitert.

Auf einem Teilstück des Nordhafenareals wurde im März 2009 mit der Errichtung einer rund 7.000 qm gro- ßen Multifunktionshalle für die duisport packing logis- tics GmbH (dpl), vormals VTS, begonnen. Die Halle wurde im August an dpl übergeben. Im Januar 2010 wurde eine weitere Verpackungs- und Umschlaghalle für dpl fertiggestellt. Sie bietet auf rund 5.000 qm die Möglichkeit, per Kran Güter auf Schiene, Lkw und Schiff zu verladen.

Im Januar des Berichtsjahres wurde mit den Arbei- ten am neuen Bauhof der duisport-Gruppe in der Nähe des Innenhafens begonnen. Auf einem 4.200 qm großen Grundstück wurde ein 1.500 qm großes Büro- und Werkstattgebäude errichtet, das im Juni in Betrieb genommen wurde. Die Bauarbeiten am Stand- ort „Am Unkelstein“ waren nötig geworden, weil das DeCeTe-Containerterminal in Duisburg-Ruhrort erwei- tert wurde.

In der Nähe des Freihafens stellt die duisport-Gruppe für die InterBulk-Group die erforderliche Infrastruktur für ein Umschlagterminal für Massengüter in Contai- nern her. Die Maßnahmen auf dem 20.000 qm großen Areal sind im Frühjahr des laufenden Geschäftsjahres beendet worden.

logport I: mehr Platz für Logistiker

Aufgrund einer sehr expansiven Geschäftsentwick- lung mussten die Hallenkapazitäten des Logistikun- ternehmens Simon Hegele bereits nach drei Jahren erweitert werden. Die duisport-Gruppe startete im April 2009 den zweiten Bauabschnitt auf dem logport- Gelände in Duisburg-Rheinhausen. Die Hallenfläche wurde um rund 1.900 qm erweitert. Die Übergabe an das Karlsruher Unternehmen erfolgte Ende Sep- tember.

logport II: Optimierung des Areals

Die Flächen der ehemaligen Metallhütte sind seit Januar 2009 durch Zukauf um sieben Hektar auf insgesamt 33 Hektar nutzbare Fläche gewachsen. Im Jahr 2009 wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt, die der wei- teren Optimierung des Areals dienen. Dazu zählte die Verbesserung der Straßen- und Gleisinfrastruktur sowie die Errichtung eines zweiten Portalkrans, der Ende April 2010 in Betrieb genommen wurde.

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62

Mitarbeiter

Konzernlagebericht und Lagebericht der Duisburger Hafen AG · Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2009 waren in der duisport-Gruppe im Jahresdurchschnitt rund 700 Mitarbeiter beschäf- tigt, darunter rund 150 Werksmitarbeiter.

Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Gut qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolgs. Im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung unterstützt die duisport- Gruppe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch vielfältige und zielgerichtete Weiterbildungsmaßnah- men aktiv dabei, die aktuellen und zukünftigen Anfor- derungen in anspruchsvollen Aufgabenfeldern optimal zu erfüllen.

Referenzen

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