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Jahresbericht

Januar - Dezember 2015

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Jahresbericht

Januar - Dezember 2015

__________________________________________________________

Herausgeber: Stadt Nördlingen, Hauptverwaltung Verantwortlich: Peter Schiele, Jasmin Schmidt

Zusammengestellt nach Berichten der städtischen Dienststellen.

Gestaltung: Jasmin Schmidt

(4)

InhaltsverzeIchnIs seIte __________________________________________________________

vOrWOrt 7

GeMeInDeOrGane

1. Zusammensetzung des Stadtrates 8 2. Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse 8

haUPtaMt

haUPtverWaltUnG

1. Allgemeines 9

2. Geschäftsstelle des Stadtrates 10

3. Stiftungen 10

4. Wirtschaftsförderung 10

5. Erschließung mit Breitbandinfrastruktur (DSL) 11

6. Sonstiges 11

7. Städtepartnerschaften

sowie Patenschaften zu Heimatverbänden 11

KnaBenKaPelle 17

staDtKaPelle 21

rIeser vOlKshOchschUle nÖrDlInGen e. v. 23

PersOnalWesen

1. Personalstand 24

2. Personalfluktuation 25

3. Personalkosten 25

tOUrIsMUs 26

eDv 34

archIv 37

(5)

InhaltsverzeIchnIs seIte __________________________________________________________

BIBlIOtheK 41

staDtMUseUM 46

staDtMaUerMUseUM 48

rIesKrater-MUseUM 49

KÄMMereI

FInanzWesen UnD GrUnDstÜcKsverKehr

1. Der Haushaltsplan 2015 der Stadt Nördlingen 52

2. Die Haushaltsrechnung 2015 54

3. Zuschusswesen 57

4. Grundstücksverkehr 58

KassenWesen

1. Aufgaben der Kasse 60

2. Kassengeschäfte 60

3. Verwaltung der Kassenmittel 60

4. Buchführung 60

5. Mahn- und Vollstreckungswesen 60

6. Mitwirkung bei der Erstellung der Haushalts- und Jahresrechnung 61

7. Sonstiges 61

steUern UnD BeItrÄGe

1. Gesamtübersicht über die Abgabesolleinnahmen und

-ausgaben im Jahr 2015 62

2. Aufgliederung der Abgaben

2.1 Gewerbesteuer 62

2.2 Grundsteuer 63

2.3 Hundesteuer 63

2.4 Beitrag für Verbesserung der Entwässerungseinrichtung 63 2.5 Herstellungsbeiträge für die Entwässerung 64 2.6 Herstellungsbeiträge für die Wasserversorgungsanlage 64

2.7 Erschließungsbeiträge 65

2.8 Beiträge für Ausgleichsmaßnahmen (Öko-Beiträge) 65

2.9 Straßenausbaubeiträge 65

2.10 Kleineinleiterabgabe 65

(6)

InhaltsverzeIchnIs seIte __________________________________________________________

lIeGenschaFten, schUlen, sPOrt

1. Allgemeines 66

2. Versicherungen 66

3. Wohnungsbesitz und Mitverhältnisse 66

4. Pachtverhältnisse 66

5. Grundvermögen 67

6. Badeanstalten 67

7. Sportanlagen 67

8. Sportplätze 68

9. Sportförderung 69

10. Turmbesteigung Daniel 69

11. Minigolfanlage 69

12. Eisplatz 69

13. Stadtsaal „Klösterle“ 69

14. Kulturzentrum „Ochsenzwinger“/Saal „Alte Schranne“ 69

15. Schulen 70

16. Kindertagesstätten 70

17. Kinderspielplätze 70

18. Kinderferienprogramm 73

stIFtUnGsFOrst nÖrDlInGen 74

staDtWerKe

1. Allgemeines 75

2. Geschäftsbereich Abwasserentsorgung 75 3. Geschäftsbereich Wasserversorgung 77 4. Neuer Standort für Verwaltungs- und Betriebsgebäude 80

rechts- UnD OrDnUnGsaMt rechtsWesen

1. Allgemeines 81

2. Haftpflichtangelegenheiten 81

3. Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten 81

4. Sachbeschädigungen 81

5. Rechtsstreitigketien 81

6. Projektbeirat 81

7. Baumkommission 81

8. Sonstiges 81

(7)

InhaltsverzeIchnIs seIte __________________________________________________________

OrDnUnGsWesen

1. Sammlungen, Lotterien, Ausspielungen 82

2. Staßenverkehr 82

3. Fischereiwesen 82

4. Pass-, Ausweis- und Ausländerwesen 82

5. Feuerlöschwesen 82

6. Gesundheitswesen 82

7. Bestattungen 82

8. Schädlingsbekämpfung 82

9. Soziale Angelegenheiten 83

10. Wirtschafts- und Gewerbestruktur 83

11. Märkte und Messen 83

12. Veranstaltungen 83

13. Kommunale Verkehrsüberwachung 83

eInWOhnerWesen

1. Einwohnerzahl der Stadt Nördlingen nach der Statistik der

Einwohnermeldeabteilung und der EDV-Fortschreibung 85

2. Sonstige Aufgaben 86

sOzIalWesen 87

ÖFFentlIchKeItsarBeIt UnD KUltUr

1. Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit 88

2. Mittel der Öffentlichkeitsarbeit 88

3. Kulturelle Angelegenheit 90

4. Internet 92

PersOnenstanDsWesen 94

(8)

InhaltsverzeIchnIs seIte __________________________________________________________

BaUaMt

BaUverWaltUnG UnD BaUOrDnUnG

1. Allgemeines 98

2. Bauverwaltung und Bauaufsicht 98 3. Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss 100

4. Stadtsanierung 100

5. Straßenwesen 100

6. Wasserrecht/Kleinkläranlagen 101

7. Umwelt- und Naturschutz 101

staDtPlanUnG 103

hOchBaU 111

tIeFBaU 116

BaUBetrIeBshOF 121

chrOnIK BesOnDerer ereIGnIsse IM Jahre 2015 123

Anlage:

„Jahresrückblick der stadt nördlingen 2015“

(9)

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir wieder eine gute Fortentwicklung unserer Stadt im Jahr 2015 bilanzieren können. Viele Projekte auf allen Ebenen und Handlungsbereichen konnten geplant, vorangetrieben und abgeschlossen werden.

Besonders dankbar bin ich dafür, dass auch die vielfältige ehrenamtliche Arbeit im Jahr 2015 nicht nachgelassen hat. Gerade die im zweiten Halbjahr verstärkt einsetzende Flüchtlingskrise forderte auch in unserer Stadt viele Bürgerinnen und Bür- ger und Organisationen heraus, sich ehrenamtlich im Bereich der Integration zu engagieren.

Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern des Stadt- rates, den Damen und Herren der Stadtverwaltung und allen Bürgerinnen und Bürger für Ihre enga- gierte Arbeit und dafür, dass Sie die Entwicklung der Stadt Nördlingen zu Ihrem Anliegen gemacht haben.

Gleichzeit bedanke ich mich bei allen Mitarbeite- rinnen und Mitarbeitern, die auch in diesem Jahr die gute Tradition des Jahresberichtes aufrechter- halten haben.

Ihr

Hermann Faul Oberbürgermeister

VORWORT zum Jahresbericht 2015

Eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse im Jahre 2015 geben wir am Schluss des Jahresberich- tes. In Klammern gesetzte Zahlen sind Vergleichszahlen aus dem Jahr 2014.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Leserinnen und Leser,

oberste Maxime des Handelns von Stadtrat und Verwaltung ist das Bemühen um Bürgerinformati- on und Transparenz.

Die Entscheidungen der Gremien und der Verwal- tung sollen daher den Bürger einbeziehen und für ihn nachvollziehbar begründet und gestaltet wer- den.

Diese Leitlinie für die Arbeit von Stadtrat und Ver- waltung schlägt sich auch in dem vor Ihnen liegen- den Jahresbericht für das Jahr 2015 nieder.

Ich freue mich, Ihnen mit dem Jahresbericht 2015 einen umfassenden Rückblick über unsere geleis- tete Arbeit des Jahres 2015 geben zu können.

Seit vielen Jahren bemühen wir uns darum, das vielfältige, kulturelle, sportliche, soziale und ge- sellschaftliche Leben in unserer Stadt in einem Jahresbericht zusammenzutragen und die Arbeit von Stadtrat und Verwaltung so nicht nur darzu- stellen, sondern auch zu dokumentieren.

Ansonsten würde all zu schnell in Vergessenheit geraten, welche Schwerpunkte der Investition und des gesellschaftlichen Lebens das Jahr 2015 präg- ten.

(10)

SPD Geike, Erich Ortler, Rita Schneele, Paul

ORTSSPRECHER Stadtteil Burger, Heinrich Schmähingen Reichardt, Helmut Grosselfingen Sienz, Marcus Kleinerdlingen Stiller, Michael Herkheim

2. Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse

Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss 9

Bierpreisgespräch 1

Bürgerversammlungen Kernstadt 2 Bürgerversammlungen Stadtteile 10 Haupt- und Finanzausschuss 15

Personalausschuss 3

Rechnungsprüfungsausschuss 5

Stabenfestausschuss 1

Stiftungsbeirat 1

Vollsitzung 12

Waldbegang 1

Werkausschuss 5

__

65

GEMEINDEORGANE

1. Zusammensetzung des Stadt- rates

BÜRGERMEISTER

Oberbürgermeister Hermann Faul

2. Bürgermeister Markus Landenberger-Schneider 3. Bürgermeisterin Gudrun Gebert-Löfflad

STADTRÄTE CSU

Dr. Blechschmidt, Dietmar

Böckh, Maximiliane (Nachfolge Dr. Gaudernack ab 18.11.2015)

Dr. Gaudernack, Dorothea (bis 18.11.2015) Knie, Thomas

Landenberger-Schneider, Markus MdB Lange, Ulrich

Puffer, Hans Schwarzer, Jörg

WÄHLERGEMEINSCHAFT STADTTEILE NÖRD- LINGEN

Gebert-Löfflad, Gudrun Hager, Markus

Mittring, Thomas Dr. Schormüller, Josef Weng, Hans

Wiedemann, Günther PWG

Beyschlag, Helmut

Deffner, Alexander (Nachfolge Georg Schabert ab 16.04.2015)

Schabert, Georg (bis 10.03.2015) Sigg, Joachim

Ziegelmeir, Johannes GRÜNE-FRAUENLISTE Eireiner, Andrea

Goschenhofer, Wolfgang Koukol, Rudi

Kuban, Sonja

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Haushaltsstellen anordnungsbefugt und fertigte im Jahr 2015 insgesamt 2.444 Rechnungsanwei- sungen.

Die Hauptverwaltung ist auch für die Angelegen- heiten der Städtepartnerschaften mit Riom, Wag- ga Wagga, Stollberg, Markham und Olmütz zustän- dig (siehe Nr. 7) und betreute die Patenschaften mit den Heimatverbänden Tetschen-Bodenbach sowie Olmütz und Mittelmähren.

In Zusammenarbeit mit dem Sekretariat des Ober- bürgermeisters wurden auch 2015 wieder zahlrei- che repräsentative Veranstaltungen, Feiern, Emp- fänge und Ehrungen vorbereitet und durchgeführt, wie z. B.

• 11. Januar 2015

Neujahrsempfang der Stadt Nördlingen im „Klösterle“

• 4. März 2015

Verleihung von Ehrennadeln für langjährigen ehrenamtlichen Einsatz in der Gewölbehalle des Rathauses

• 11. April 2015

Konzert „90 Jahre Ernst Mosch“ im „Klösterle“

• 12. April 2015

Verleihung des Ehrenbriefes an Herrn Hans Irrgang in der Bundesstube des Rathauses

• 8. Mai 2015

25-jähriges Jubiläum des Rieskrater-Museums

• 21. Juni 2015

Verleihung des Ehrenbriefes an Herrn Stadt- brandinspektor Heinz Lutz in der Bundesstube des Rathauses

• 23. Juli 2015

Empfang aus Anlass des Scharlachrennens in der Gewölbehalle des Rathauses

• 30. September 2015 Waldbegang des Stadtrates

• 3. Oktober 2015

Empfang anlässlich des Heimattreffens des Heimatverbandes Tetschen-Bodenbach

• 17. Oktober 2015

Organisation der Einweihung des Feuerwehr- hauses Grosselfingen in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Grosselfingen

HAUPTAMT

Dem Hauptamt gehörten auch im Jahre 2015 die Sachgebiete Hauptverwaltung, Personalwesen, Tourist-Information und EDV an. Angegliedert sind die Einrichtungen und Betriebe Stadtarchiv, Stadt- bibliothek, Stadtmuseum, Stadtmauermuseum, Rieskrater-Museum, Knabenkapelle und Stadtka- pelle, das Zentrum für Rieskrater- und Impaktfor- schung (ZERIN) sowie die Geschäftsführung der Rieser Volkshochschule Nördlingen e. V.

HAUPTVERWALTUNG

1. Allgemeines

Die Hauptverwaltung versteht sich als Dienst- leister für die gesamte Stadtverwaltung und ihre Einrichtungen. Sie sieht ihren Auftrag darin, die Fachämter und Sachgebiete in die Lage zu verset- zen, ihre Aufgaben zeitgemäß und wirtschaftlich zu erledigen. Hierfür stellt die Hauptverwaltung die erforderlichen Sachmittel bereit und ist für die Organisation der Verwaltung und den geregelten Dienstbetrieb (z. B. Büromaterial, Büromöbel, Ko- pierer, Telefon, Poststelle etc.) zuständig.

Die Hauptverwaltung beschafft zentral das Büro- material, das Büroinventar und die Zeitschriften etc. Bei den genannten Beschaffungen wird be- sonders auf das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit geachtet.

Organisiert werden auch die zentralen Dienste wie Posteingang, Postausgang, Zustelldienste, Hausdruckerei, Hausmeisterdienste für die Ver- waltungsgebäude, Kopier- und Faxgeräte, Fern- sprechanlagen, der Einsatz der Dienstfahrzeuge für die Verwaltung etc.

Im Jahr 2015 wurde als weiteres Kommunikations- mittel die sogenannte E-POST Businessbox einge- führt.

Zudem ist die Hauptverwaltung für die verwal- tungsmäßige Organisation und für die Abwicklung des Haushalts der Einrichtungen Archiv, Stadtbib- liothek, Stadtmauermuseum, Stadtmuseum, Ries- krater-Museum, ZERIN, Knaben- und Stadtkapelle zuständig. Die Hauptverwaltung ist für zahlreiche

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dem SG 15 die Beschaffung durch. Die Mitarbeite- rinnen des SG 10 bewältigten die umfangreichen Vorbereitungs- und Einführungsarbeiten.

3. Stiftungen

Die Hauptverwaltung ist auch für die Verwaltung der fiduziarischen Stiftungen „Nördlinger Hilfe in Not“ und der „Lucie-Schlierf-Kultur-Stiftung“ zu- ständig. Beide Stiftungen vertritt ein Stiftungs- beirat, dessen Meinungsbildung von der Haupt- verwaltung koordiniert wird. Im Jahr 2015 hat die „Nördlinger Hilfe in Not“ 5.827,96 Euro an unschuldig in Not geratene Mitbürgerinnen und Mitbürger weitergereicht. Die „Lucie-Schlierf-Kul- tur-Stiftung“ hat 2015 4.300 Euro an Nördlinger Kultureinrichtungen gegeben.

4. Wirtschaftsförderung

4.1 Allgemeines

Dem Hauptamt sind auch Teilbereiche der Wirt- schaftsförderung der Stadt Nördlingen übertra- gen. In Zusammenarbeit mit dem Oberbürger- meister und der Stadtkämmerei wurden mehrere Firmenbesuche durchgeführt. Im gesamten Jahr 2015 waren wieder Nachfragen nach Gewerbe- und Industrieflächen zur Durchführung von Neu- und Erweiterungsmaßnahmen zu verzeichnen.

Nur beispielhaft erwähnt sei der Bezug des neu- en Firmengebäudes durch die Firma ZASCHESitec Handling GmbH im Industriegebiet „Am Steiner- nen Mann-Ost“.

4.2 Wirtschaftsförderverband Donau- Ries

Der Leiter der Hauptverwaltung ist seit 1. Januar 2010 Stellvertretender Geschäftsführer des Wirt- schaftsförderverbandes Donau-Ries e. V. Hier be- treut er insbesondere die Aktivitäten des Projekt- beirates Ries. So wurde der bewährte Projekttag

„Schule-Wirtschaft“ am 10. Februar 2015 eben- so wieder durchgeführt wie ein Betriebsleiterge- spräch am 1. Dezember 2015.

• 15. November 2015

Organisation der Gedenkstunde aus Anlass des Volkstrauertages

• 14. Dezember 2015

Empfang für Ministerpräsident a. D. Dr. Gün- ther Beckstein in der Bundesstube des Rat- hauses

Im Rahmen seines Aufgabenbereiches sind dem Leiter der Hauptverwaltung verschiedene Funkti- onen in Organisationen und Vereinen übertragen, die in enger Verbindung zur Stadt Nördlingen ste- hen. So vertritt der Leiter der Hauptverwaltung die Interessen der Stadt als Schriftführer beim Freun- des- und Förderkreis Scharlachrennen e. V. und fungiert als stellvertretender Geschäftsführer des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries e. V. In dieser Funktion wurde u. a. der Projekttag „Schu- le-Wirtschaft“ sowie das traditionelle Betriebslei- tergespräch organisiert.

Des Weiteren vertrat der Unterzeichner die Inte- ressen der Stadt zusammen mit dem Leiter des SG 33 Öffentlichkeitsarbeit im Inklusionsbeirat der Lebenshilfe im Rahmen des Projektes „Wir für Menschen“.

2. Geschäftsstelle des Stadtrates

Die Hauptverwaltung ist auch Geschäftsstelle des Stadtrates und bereitet im halbjährigen Rhythmus den Sitzungskalender des Stadtrates ebenso vor wie die Einladungen zu Vollsitzungen des Stadtra- tes und zu Bürgerversammlungen (im Jahr 2015 wurden in allen Ortsteilen und der Kernstadt Bür- gerversammlungen durchgeführt). Daneben wer- den die Protokolle aller Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse in der Hauptverwaltung gesammelt, mit einem Stichwortverzeichnis ver- sehen und gebunden. Weiterhin werden die Sit- zungsgelder abgerechnet.

Im Jahr 2015 wurde ein neues Ratsinformati- onssystem der Firma Living Data eingeführt. Die Hauptverwaltung koordinierte eine Arbeitsgruppe, die mit Mitgliedern des Stadtrates und der Verwal- tung besetzt war und führt in Zusammenarbeit mit

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6.2 Behördenverlagerungen

Die Hauptverwaltung unterstützte die Immobilien Freistaat Bayern bei der Suche nach einem geeig- neten Standort für das neue Amt für Maßregelvoll- zug, der in der Reimlinger Straße gefunden wer- den konnte.

6.3 „Historisches Stadtmauerfest“

Während des Jahres 2015 wurde mit den Vorbe- reitungen für das „Historische Stadtmauerfest“

vom 9. bis 11. September 2016 begonnen. Ins- besondere wurde für ein notwendig gewordenes Sicherheitskonzept eine externe Firma beauftragt.

7. Städtepartnerschaften sowie Patenschaften zu Heimatver- bänden

7.1 Partnerschaft mit der französischen Stadt Riom

Lebhaft war der Austausch mit der französi- schen Partnerstadt Riom in der Auvergne im Jahr 2015. Im Rahmen der Städtepartnerschaft haben 35 Schüler des Lycée Virlogeux mit ihren Betreu- erinnen die Stadt Nördlingen besucht und die Schulpartnerschaft mit dem Theodor-Heuss-Gym- nasium gepflegt.

Im Gegenzug reisten im Mai 2015 35 Schüler des THG in die Auvergne und erlebten ereignisreiche Tag in Riom.

Auch der Sport verband 2015 Nördlingen und Riom. Die U15-Junioren des TSV Nördlingen nahmen an einem Fußballturnier in Riom mit 28 Mannschaften teil.

Schon traditionell bereicherte die Halle der Part- nerstädte die Donau-Ries-Ausstellung in Nörd- lingen. Am Stand der Partnerstadt Riom gab es würzige Käsestückchen und edlen Rotwein zu verköstigen. Und natürlich die schon traditionelle Kartoffel-Käse-Pfanne aus der Auvergne.

4.3 Technologie Centrum Westbayern - Hochschulinitiative Donau-Ries

Nach wie vor eines der wichtigsten Projekte der Wirtschaftsförderung im Landkreis Donau-Ries und in der Stadt Nördlingen bildet die Hochschul- initiative Donau-Ries.

Eine gesamtschwäbische Bewerbung der Hoch- schule Augsburg mit den Standorten Memmingen und Nördlingen für den Studiengang „Digital und Regional“ hatte Erfolg. Die Hauptverwaltung koor- dinierte mehrere Runde Tische mit Vertretern der Wirtschaft und der Hochschule zur Vorbereitung des Studienganges.

Zum Jahresende erfolgte die Vorbereitung der ein- vernehmlichen Trennung vom Geschäftsführer der TCW GmbH Professor Dr.-Ing. Markus Glück.

5. Erschließung mit Breitbandin- frastruktur (DSL)

Nachdem im Jahr 2014 die Förderung nach dem Breitbandförderprogramm I des Freistaates Bay- ern abgeschlossen werden konnte, erfolgte im Jahr 2015 der Einstieg in das sog. Förderpro- gramm II. Die Auswahlschritte Markterkundung und Einleitung des Auswahlverfahrens für das Ge- werbegebiet „An der Lach“ wurden durchgeführt.

6. Sonstiges

6.1 Vertretung Rechtsamt

Der Leiter des Sachgebietes 10 vertrat die Leiterin des Rechtsamtes während deren Zeit im Mutter- schutz und Elternzeit vom 27. November 2014 bis 29. Mai 2015. Deshalb war er auch in die umfang- reichen rechtlichen Vorbereitungen für den Um- bau des sogenannten „Wemdinger Tunnels“ mit einbezogen.

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garn) und Montigny en Gohelle (Frankreich) unter- stützt.

Beim Festakt wurde auch daran erinnert, dass Nördlingen und Stollberg nun seit 25 Jahren eng miteinander verbunden sind. Die ersten Kontakte wurden im Jahre 1990 geknüpft.

Auch die Chorgemeinschaft Nördlingen machte sich im September in die Partnerstadt Stollberg auf, um die Freundschaft mit dem Volkschor der Partnerstadt Stollberg zu stärken.

Zum Jubiläum der deutsch-deutschen Wiederver- einigung lud die Stadtteilliste ihre Mitglieder ein, Nördlingens Partnerstadt Stollberg im Erzgebirge zu besuchen und besser kennenzulernen.

Anlässlich des Werkstattjubiläums der Partner- werkstätte aus Stollberg fand im Oktober ein Sportfest mit Fußballturnier statt, an dem eine Delegation der Donau-Ries-Werkstätten der Le- benshilfe aus Nördlingen teilgenommen hat.

Am Neujahrsempfang in Stollberg nahm Oberbür- germeister Faul teil.

Schließlich reisten im September 2015 auch die Knabenkapelle in Begleitung von Oberbürgermeis- ter Faul nach Riom. Am 19. und 20. September 2015 fanden die Feierlichkeiten statt, während der auch eine Ausstellung zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg eröffnet wurde. Zusammen mit Delegationen aus den Riomer Partnerstädten aus Zywiec, Algemesi und Viana do Castello wurde ein Wochenende der Partnerschaft gefeiert. Mu- sikalischer Höhepunkt des Wochenendes war das abendliche Konzert der Knabenkapelle, des Or- chesters Harmonie de Riom und eines Ensembles aus Zywiec.

7.2 Partnerschaft mit der Stadt Stoll- berg/Sachsen

Eine Delegation aus Nördlingen wurde zum Alt- stadtfest nach Stollberg eingeladen. Oberbürger- meister Faul und Vertreter der Stadtratsfraktion nahmen an der Veranstaltung ebenso teil wie die Knabenkapelle, die Stadtjazzerey und die Rock- band „Radiant Rush“ aus Nördlingen. Alle drei Ensembles bereicherten die festlichen Tage in Stollberg mit ihren Musikbeiträgen. Die Internati- onalität des Treffens wurde auch durch Kapellen der anderen Partnerstädte Stollbergs Tamási (Un-

Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 21. März 2015

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Riom und Nördlingen haben 35 Schüler des Lycée Virlo- geux mit ihren Betreuerinnen die Riesmetropole be- sucht. Die Gäste nahmen am Vormittag am Unter- richt ihrer Austauschpartner der neunten und zehn- ten Klassen des Theodor-Heuss-Gymnasiums teil.

Am Nachmittag sorgte ein von Thomas Abele und Ilona Oberhauser erstelltes Programm für Abwechs- lung. Selbstverständlich standen auch die Sehens-

würdigkeiten von Nördlingen im Mittelpunkt. Beim Empfang im Rathaus wies Oberbürgermeister Her- mann Faul darauf hin, dass die in den 60er Jahren be- siegelte Städtepartnerschaft eine der ältesten zwi- schen den beiden Ländern sei. Gelegenheit zur Pflege der Freundschaften bot auch ein Fest mit Musik und einem Buffet, um das sich die Eltern der deutschen Schüler kümmerten, in der Aula des THG. Anfang Mai soll der Gegenbesuch stattfinden. Foto: Stadt

35 Jugendliche aus Riom zu Gast in Nördlingen

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Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 26. September 2015 Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 11. Juli 2015

senden könnte. In enger Zusam- menarbeit zwischen Altoberbür- germeister Paul Kling und dem da- maligen Bürgermeister Matthias Wirth haben Mitarbeiter der Stadt- verwaltung ihr Wissen ihren Kolle- gen zum Aufbau dieser Verwaltung weitergegeben. Aus dieser verwal- tungsmäßigen Verbindung sind ge- sellschaftliche Verbindungen er- wachsen“, erinnerte Oberbürger- meister Faul an die Anfänge der Partnerschaft. Die freundschaftli- chen Beziehungen gipfelten bereits 1992 im Abschluss einer offiziellen Städtepartnerschaft und seither sind viele Nördlinger Vereine und Grup- pen, aber auch Stollberger Vereine und Freunde zu Besuchen in die je- weiligen Partnerstädte gereist.

Nicht zuletzt dieses Altstadtfest mit den weiteren Freunden aus Ungarn und Frankreich sei ein wichtiger Beitrag, ein wichtiges Stück gelebtes Europa in schwerer Zeit, dankte Oberbürgermeister Faul im Namen des Stadtrates und der Bürgerschaft Nördlingens für die Einladung.

Knabenkapelle, Stadtjazzerey und Rockband „Radiant Rush“

Im reichhaltigen Festprogramm be- teiligte sich die Nördlinger Knaben- kapelle an allen drei Tagen mit der Teilnahme an Umzügen und Stand- konzerten. Auch die acht Musiker der Nördlinger Traditionsband

„Stadtjazzerey“ begeisterten mit ih- rem flotten Jazz und Dixie. Die Mu- siker von „Radiant Rush“ boten den jungen Stollbergern Rock vom Feinsten. Auch die Gastgeber waren vom Besuch der Nördlinger Delega- tion sehr angetan, würdigten das hohe Engagement der Musiker und der offiziellen Delegation, trotz hochsommerlicher Temperaturen zu diesem Altstadtfest nach Stoll- berg zu kommen. (pm)

Gohelle (Frankreich) angereist. Die Stadtjazzerey spielte am Abend groß auf und auch die Jugend-Nach- wuchsband „Radiant Rush“ konnte mit ihrem Auftritt begeistern.

Beim Festakt hob Oberbürger- meister Hermann Faul die engen Verbindungen hervor, die seit dem Mauerfall vor 25 Jahren zwischen Stollberg und Nördlingen beste- hen. „Am 18. Juni 1990 stellten Bürger aus Stollberg vor dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates ihre Heimatstadt Stoll- berg vor und teilten im Auftrag der Bürgerschaft mit, dass eine west- deutsche Partnerschaft gesucht wer- de, die Verwaltungsfachleute zum Aufbau einer Selbstverwaltung ent- Nördlingen Eine Delegation aus

Nördlingen wurde zum Altstadtfest nach Stollberg eingeladen. Bei gro- ßer Hitze machten sich neben Ober- bürgermeister Hermann Faul mit Gattin Bürgermeisterin Gudrun Ge- bert-Löfflad, die Fraktionsvorsit- zenden Helmut Beyschlag und Tho- mas Mittring sowie Stadtrat Paul Schneele auf den Weg nach Stoll- berg. Auch die Knabenkapelle Nördlingen charterte einen großen Bus und folgte der Einladung, das Altstadtfest musikalisch zu umrah- men.

Neben der Knabenkapelle Nörd- lingen waren auch Kapellen der an- deren Partnerstädte Stollbergs, Ta- mási (Ungarn) und Montigny en

Ein Fest im Erzgebirge

Partnerstadt Seit 25 Jahren sind die Nördlinger mit Stollberg verbunden

Nördlingen-Stollberger „Gipfeltreffen“ (von links): Helmut Beyschlag, Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmitt mit Gattin, Hermann Faul mit Ehefrau Brigitte, Gudrun Gebert-Löfflad, Thomas Mittring und Paul Schneele. Foto: Stadtverwaltung

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7.3 Partnerschaft mit der australischen Stadt Wagga Wagga

Geprägt von den ersten Vorbereitungen für die Feier des 50-jährigen Bestehens der Städtepart- nerschaft mit Wagga Wagga im Jahr 2016/2017 war das partnerschaftliche Jahr mit der australi- schen Partnerstadt.

Im Jahr 2015 konnte Oberbürgermeister Faul im- mer wieder Gäste aus Wagga Wagga im Rathaus begrüßen, die während ihrer Europatour auch die Partnerstadt im Ries besuchen. So waren im Mai 2015 die Eheleute Karter im Rathaus zu Gast.

7.4 Partnerschaft mit der kanadischen Stadt Markham

70 Schüler aus der Markham District High School waren im März in Nördlingen zu Gast. Oberbürger- meister Faul empfing die Jugendlichen und ihre Begleiter aus der kanadischen Partnerstadt im Rathaus. Nördlingen war eine Station auf der Eu- ropatour der Schüler.

Der aktive Freundeskreis Markham feierte wie- der den sogenannten Kanada-Day am Sonntag, 28. Juni 2015, den Nationalfeiertag Kanadas.

In Wallerstein wurde am 29. Juni 2015 an William Moll-Berczy erinnert, der bekanntlich die Nördlin- ger Partnerstadt Markham in Kanada gegründet hat. Auf den Tag genau vor 40 Jahren wurde in Wallerstein ein Moll-Berczy-Gedenkstein feierlich enthüllt.

7.5 Partnerschaft mit der tschechischen Stadt Olomouc (Olmütz)

Höhepunkt der partnerschaftlichen Begegnungen mit der tschechischen Partnerstadt Olomouc (Ol- mütz) war der Besuch der Stadtkapelle im August in Olomouc anlässlich des bekannten Radetzky- Festivals.

Traditionell war Olomouc auch bei der diesjäh- rigen Donau-Ries-Ausstellung in Nördlingen in der Partnerschaftshalle vertreten. Am Stand der Partnerstadt konnte man den typischen Olmützer Quargel oder Slivowitz probieren. Die Ausstellung nahm Primator Dr. Antonín Stanĕk zum Anlass, der Stadt Nördlingen seinen Antrittsbesuch abzu- statten. Oberbürgermeister Faul empfing seinen seit Ende 2014 amtierenden Kollegen in der Bun- desstube des Rathauses. Stanĕk wurde begleitet von Vizeprimator Dr. Martin Major.

Am 22. Juni 2015 reiste Oberbürgermeister Faul zu einem Konzertbesuch nach Olomouc, um die partnerschaftlichen Beziehungen zu vertiefen.

7.6 Patenschaft für den Heimatkreis Tet- schen-Bodenbach und für den Hei- matverband Olmütz und Mittelmäh- ren

Seit dem Jahr 1951 hat die Stadt Nördlingen die Patenschaft über den Heimatkreis Tetschen-Bo- denbach und seit dem Jahr 1976 über den Heimat- verband Olmütz und Mittelmähren übernommen.

Am 3. und 4. Oktober 2015 fand das traditionelle Heimattreffen des Heimatkreises Tetschen-Bo- denbach statt. Teilgenommen hat auch die Prima- torin Marie Blažková aus Děčín. Beim Empfang der Stadt Nördlingen betonte Bürgermeisterin Gudrun Gebert-Löfflad die Leistungen der Heimatvertrie- benen beim Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg und würdigte deren Versöhnungsbemü- hungen.

(17)

Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 5. September 2015

im Rathaus lobte er die außeror- dentliche musikalische Qualität des Orchesters und freute sich in seiner Rede einmal mehr über die gut funktionierende Städtepartnerschaft mit Nördlingen.

Weitere offizielle Programm- punkte waren eine Stadtführung durch Olmütz sowie die Besichti- gung der spätromantischen Burg Buzov. Am Montag kehrten die Musiker mit ihrem Dirigenten Ar- min Schneider nach Nördlingen zu- rück. (krh)

spielt. Hier hatte die Stadtkapelle die Ehre als Vorgruppe der Kapelle der Norwegischen Armee aufzutre- ten.Die tschechischen Zuschauer zeigten sich begeistert von der ab- wechslungsreichen Stückauswahl:

So war vom deutschen Marsch bis hin zum slawischen Tanz von Anto- nín Dvorák alles dabei. Das schönste Kompliment bekam die Stadtkapel- le allerdings von Antonín Stanek, dem Oberbürgermeister aus Ol- mütz. Bei einem offiziellen Empfang die Stadtkapelle gegeben hat: Das

erste Konzert fand auf dem Haupt- platz von Olmütz statt. Nachdem der offizielle Teil des Radetzky- Festes mit dem Aufmarsch der Mili- tär-Kapellen aus Österreich, Nor- wegen, Polen und Tschechien sowie die Parade zu Ehren von Marschall Radetzky beendet war, bildete die Stadtkapelle mit einer Stunde Un- terhaltungsmusik das Kontrastpro- gramm.

Das zweite Konzert wurde in der nahegelegenen Stadt Kromeritz ge- Nördlingen Die Stadtkapelle Nörd-

lingen feiert in diesem Jahr ihren 25.

Geburtstag. Ein besonderes Ge- burtstagsgeschenk gab es für die Musiker in Form einer Konzertrei- se: Die Partnerstadt Olmütz hat die Stadtkapelle ganz offiziell im Rah- men des bekannten Radetzky-Fes- tes eingeladen. Dirigent Armin Schneider und seine Musiker kamen der Einladung nach und besuchten vergangenes Wochenende die tsche- chische Stadt. Besonders hervorzu- heben sind die zwei Konzerte, die

Ein musikalisches Geschenk

Jubiläum Die Stadtkapelle stattet der Nördlinger Partnerstadt Olmütz einen offiziellen Besuch ab

Die Stadtkapelle Nördlingen wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. In den tschechischen Städten Olmütz und Kromeritz durfte sie zwei Konzerte spielen. Vom Olmützer Oberbür-

germeister gab es ein besonderes Kompliment. Foto: Johannes Roser

Australische Gäste mit vielen Erinnerungen

Städtepartnerschaft Beim Empfang im Rathaus etliche Geschichten ausgetauscht

Nördlingen Das deutschstämmige Ehepaar Karter, das bereits seit über zehn Jahren in Nördlingens australi- scher Partnergemeinde Wagga- Wagga lebt, stattete Nördlingen im Rahmen einer Europareise einen Besuch ab und wurde von Oberbür- germeister Hermann Faul empfan- gen.Helmut Kater ist engagiertes Mit- glied des dortigen Eisenbahnver- eins, der in den botanischen Gärten

der Stadt eine überwiegend touris- tisch genutzte Miniatureisenbahn betreibt.

Schönes Erlebnis im Eisenbahnmuseum

Er konnte sich noch gut an den jüngsten Besuch aus Nördlingen im Jahr 2013 erinnern. Denn als im bo- tanischen Garten von den beiden Stadtoberhäuptern ein Freund- schaftsbaum gepflanzt wurde, stand

auch eine Fahrt mit der Miniaturei- senbahn auf dem Programm. Es war daher eine besondere Freude für die Familie Kater, dass während ihres Besuches im Nördlinger Eisenbahn- museum die „neue“ Dampflokomo- tive 01 180 präsentiert wurde. So konnten die australischen Gäste spontan an deren feierlicher Inbe- triebnahme nach Überführung und Restaurierung im Eisenbahnmu- seum teilnehmen. (pm)

Das Ehepaar Kater mit Oberbürgermeis- ter Hermann Faul (rechts) und dem Lei- ter der Nördlinger Tourist-Information, David Wittner (links). Foto: Stw

Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 29. Mai 2015

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Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 5. Oktober 2015

Heimat verbindet

Treffen Tetschen-Bodenbacher und Deciner bauen Brücken. Heimatvertriebene landeten im Ries

VON JIM BENNINGER

Nördlingen Vor dem zweiten Welt- krieg lebten viele Deutsche im nordböhmischen Tetschen-Boden- bach, 1945 wurden die meisten da- von vertrieben, rund 800 davon lan- deten im Nördlinger Ries. Dort gründeten sie auch den Heimatver- band Kreis Tetschen-Bodenbach und feiern seither alle zwei Jahre ihr Heimatkreistreffen.

So auch heuer wieder mit einem großem dreitägigen Programm in den mittlerweile vertrauten alten Mauern Nördlingens. Dort begrüß- te bereits am Freitag der Heimat- kreisvorstand rund 60 Tetschen- Bodenbacher aus Tschechien und

dem Ries zu einer Festkanzlei im

„Schlössle“. Weiter ging es am Samstag mit einer Stadtführung und einem Empfang im Rathausgewöl- be, der seit mittlerweile 64 Jahren schon zu einer lieben Gewohnheit und zuverlässigen Patenschaft ge- worden sei, sagte Herwig Heisler, seit 2002 Verbandsvorsitzender.

Der begrüßte dazu zum dritten Male auf Einladung Nördlingens auch offizielle Vertreter Decins und heuer erstmalig dessen Primatorin – Oberbürgermeisterin – Marie Blaz- kova.

Bei dieser bedankte sich Heisler für die Ermöglichung der Aufstel- lung eines Gedenksteines und eines Kreuzes an einem Massengrab von

1945 und der gärtnerischen Gestal- tung der Gedenkstätte durch die Stadt. Als weitere besondere Gäste begrüßte er das Familienoberhaupt der Tetschener gräflichen Familie Thun-Hohenstein, Fürst Franz An- ton mit Sohn Graf Christoph-Jacek,

Tante Gräfin Theresia und Bruder Graf Thomas Thun. Bereits beim ersten Heimattreffen 1949 hatte Großvater Fürst Franz Anton teil- genommen, in der Folge weitere Mitglieder der gräflichen Familie.

Nach einem ursprünglichen pau- schalen Konfrontationskurs gegen- über „den Tschechen“ ist es in den vergangenen Jahren zu einer schritt- weisen Wiederannäherung an die Heimat unserer Herkunft und die dort lebende tschechische und in Spuren verbliebene deutsche Bevöl- kerung gekommen, sagte Heisler.

Sichtbares Zeichen dafür seien seit 13 Jahren Kontakte und gemeinsa- me Aktionen mit den Partnern aus Decin, wie etwa den früheren

„Schlossfreunden“ und der jetzigen heimatkundlichen Gesellschaft.

Von diesen begrüßte Heisler un- ter anderen Vorsitzenden Otto Chmelik, „Schlossherrin“ Iveta Krupickova, Schlossführer Franti- sek Suman sowie die Kreisarchivare Jan Nemec, Peter Joza und Antonin Votapek. Mit ihrer Anwesenheit do- kumentieren sie das diesjährige Treffen unter dem Motto „Heimat verbindet“, so Heisler. Der freute sich nach einem kurzen Geschichts- abriss auch darüber, dass es in Decin und Umgebung interessante Ent- wicklungen gebe, wie heimatkund-

liche Vereinigungen und Bürgerini- tiativen zur Renovierung von Kul- turdenkmälern und zur Förderung der örtlichen Gemeinschaft.

„Sie haben Heimat zweimal er- lebt“, sagte dann auch Bürgermeis- terin Gudrun Gebert-Löfflad, die sich freute, dass Nördlingen zu ei- nem Bezugspunkt für die Tetschen- Bodenbacher wurde. Unter ande- rem eine Straße mit dem alten Stadt- namen, einem Mahnmal am Emer- amsberg und Betriebsgründerfami- lien wie Zasche zeugen hier vom langen und großen Einfluss der eins- tigen Nordböhmen.

Auch die Primatorin Marie Blaz- kova dankte dem Verbandsvorstand für seine Bemühungen zur Auf- rechterhaltung der Beziehungen in die alte Heimat, so Übersetzerin Ro- mana Silverova, und wünschte eine gute Weiterentwicklung der Kon- takte.

Verbandsvorsitzender Herwig Heisler und Bürgermeisterin Gudrun Gebert-Löfflad (rechts) begrüßen im Nördlinger Rathausgewölbe Primatorin Marie Blazkova aus De-

cin. Foto: Jim Benninger

Das nordböhmische Tetschen-Bo- denbach wurde 1947 zum tsche- choslowakischen Decin. Die Stadt liegt an der Elbe, nahe der Grenze zu Sachsen und des mittlerweile wichtigsten Eisenbahn-Grenz- überganges zwischen den beiden Ländern, an der Achse Prag – Ost- see. Dieser war früher unter Boden- bach bekannt und ist heute als Podmokly der größte linkselbische Stadtteil von Decin. Die hatte 1991 mit 55 000 ihre bisher größte Einwohnerzahl, die seither auf 50 000 rückläufig war. Große Se- henswürdigkeit der Stadt ist das über der Elbe liegende große Schloss der Thun-Hohenstein. (ben)

Geschichte Der Konfrontationskurs

ist längst Geschichte

(19)

Insgesamt wurden 2015 4160 Unterrichtseinheiten (Gruppen- und Einzelunterricht) erbracht. Geprobt wur- de vom Großen Blasorchester 46 Mal (Gesamt- und Re- gisterproben), vom Vorstufenorchester 32 Mal und vom Trommlerkorps 33 Mal.

Die im Jahr 2009 gegründete Bläserklasse an der Grundschule Mitte bewährte sich auch im Jahr 2015.

Neben der Bläserklasse II mit 20 aktiven Musikerinnen und Musikern erlernten in der Bläserklasse I 17 Buben und Mädchen der 2. und 3. Klassen das Spielen von Instrumenten unter Anleitung bewährter Dozentinnen und Dozenten der Knaben- und Stadtkapelle.

Höhepunkt des Jahres 2015 war die Konzertreise nach Rom vom 4. bis 8. Juni 2015. Ein besonderes Erlebnis war für die Buben die Teilnahme an der Fronleichnams- prozession in den Vatikanischen Gärten.

KNABENKAPELLE

Zahlreiche Auftritte und mehrere Konzertreisen be- wältige die Knabenkapelle im Jahr 2015. Die Knaben- kapelle hatte zum Jahresende 2015, 159 Mitglieder (75 Mitglieder im Großen Blasorchester, 28 Mitglieder im Vorstufenorchester, 73 Mitglieder im Trommler- korps). Im September waren 14 Neuzugänge von Bu- ben zur Knabenkapelle zu verzeichnen, fünf Musiker wurden beim Jahresschlusskonzert im Dezember ver- abschiedet.

Neben Stadtmusikdirektor Georg Winkler war Diplom- Musiklehrer Armin Schneider in Teilzeit als Musiklehrer beschäftigt. Er ist für die Trompeten- und Flügelhorn- schüler zuständig und leitet das Vorstufenorchester.

Darüber hinaus waren Karsten Sell, Christoph Keßler, Johannes Krauß, Tobias Müller, Cathy Smith, Theresa Schröttle, Andreas Besel und Leonardo Consoli in die musikalische Ausbildung einbezogen. Michael Fischer leitete nach wie vor das Trommlerkorps.

Ausschnitt aus der RIESER extra vom 17. Juni 2015

Knabenkapelle

in der ewigen Stadt

Nördlingens musikalische Botschafter spielen bei der Fronleichnamsprozession

in den vatikanischen Gärten

Nördlingen/Rom Unvergessli- che Tage in Rom erlebten die Buben der Nördlinger Knaben- kapelle und ihre Betreuer. Zu- sammen mit mehreren anderen Musikkapellen aus Deutsch- land, Österreich und der Schweiz hatten die Buben um Stadtmusikdirektor Georg Winkler die Gelegenheit, an ganz besonderen Orten im Herzen der Ewigen Stadt ihr musikalisches Können zu zei- gen.

Kundiger Begleiter Unter der sehr sachkundigen Führung des mitgereisten Nördlinger Dekans Paul Erber blieb auch noch Zeit, einige der ungezählten touristischen Se- henswürdigkeiten Roms zu er- kunden.

Der Aufenthalt begann mit ei- ner beeindruckenden Heiligen

Messe im Petersdom. Dabei hatte auch die Knabenkapelle Gelegenheit, einen musikali- schen Beitrag zum Gottes- dienst in diesem besonderen Kirchenbauwerk zu leisten.

Am Abend stand dann der Be- such der Vatikanischen Mu- seen auf dem Programm, wo- bei natürlich der Aufenthalt in der Sixtinischen Kapelle die Buben der Knabenkapelle am meisten beeindruckte.

Am Tag darauf stand ein be- sonderer Höhepunkt auf dem Programm: Die Knabenkapelle nahm an der Fronleichnamsfei- er in den Vatikanischen Gärten teil, die alljährlich von der Deutschen Stiftung Campo Santo Teutonico ausgerichtet wird. Hauptzelebrant war der Münchner Kardinal Dr. Rein- hard Marx. Die Prozession durch die Vatikanischen Gär- ten, vorbei am Wohnhaus des

emeritierten Papstes Benedikt XVI, hinauf zur Lourdesgrotte war ein unvergessliches Erleb- nis.

Festgottesdienst An der Lourdesgrotte fand ein von Kardinal Marx zelebrier- ter festlicher Gottesdienst statt, zu dem die Knabenkapel- le mit anderen Musikgruppen einen musikalischen Beitrag leistete.

Nach dem Gottesdienst folgte im Innenhof des Vatikans ein Festakt, bei dem das Abspielen der Hymnen der beteiligten Nationen durch die prächtige Kulisse und die besondere Akustik für Gänsehaut-Feeling nicht nur bei bei den Riesern sorgte. Auch das anschließen- de gesellige Zusammentreffen mit den Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und

(20)

der Schweiz brachte den Mit- gliedern der Knabenkapelle viel Aufmerksamkeit. Die mit- gebrachten Rieser Bratwürste und der Rieser Tropfen kamen bei den Gästen so gut an, dass auch die mitgereiste Gattin von Nördlingens Oberbürgermeis- ter Brigitte Faul, beim Auf- schneiden und Ausgeben mit einspringen musste.

Im Anschluss an die Fronleich- namsprozession hatten Dekan Paul Erber, Stadtmusikdirek- tor Georg Winkler, Trommler- chef Michael Fischer und Hauptamtsleiter Peter Schiele sogar die Gelegenheit, Kardi- nal Marx eine CD der Knaben- kapelle zu überreichen.

Besichtigungen Dass die Buben und ihre Be- treuer während des Aufenthal- tes in Rom neben ihren musika- lischen Beiträgen so viel sehen und erleben konnten, hatten sie auch Dekan Paul Erber zu verdanken. Unter seiner Füh- rung wurde z. B. die beeindru- ckende Kuppel des Petersdoms bestiegen und viele Besonder- heiten des einzigartigen Kir- chenbaus erläutert.

Nicht fehlen durfte natürlich ein abendlicher Rundgang durch die Altstadt, um so be- rühmte Attraktionen wie die Spanische Treppe und den Tre- vi-Brunnen zu sehen.

Am nächsten Tag ein weiterer Höhepunkt: die Teilnahme am Regina Coeli-Gebet mit dem Heiligen Vater auf dem Peters- platz.

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken kehrte die Kna- benkapelle und ihre Begleiter aus der ewigen Stadt ins Ries zurück.

Die musikalischon Botschafter Nördlingens, an der Spitze Stadtmusikdirektor Georg Winkler, begleiteten heuer mit ihrem großartigen Können die Fronleichnamsprozession in den Vatikanischen Gärten in Rom

mit ihrem guten Ton. Fotos: Knabenkapelle Nördlingen

Bei der Agape im Anschluss an das Fronleichnamsfest half auch Bri- gitte Faul mit, die mitgebrachten Rieser Spezialitäten zu verteilen.

Kardinal Marx freut sich über die Knabenkapelle-CD: Dekan Paul Er- ber, Dr. Reinhard Marx, Hauptamtsleiter Peter Schiele, Stadtmusik- direktor Georg Winkler, Trommlerchef Michael Fischer (v. l.).

(21)

19 Weitere Höhepunkte waren eine Konzertreise zum Alt- stadtfest in die Partnerstadt Stollberg, bei der auch an die 25-jährige Wiedervereinigung gedacht wurde.

Zudem stattete die Knabenkapelle auch der Partner- stadt Riom einen Besuch ab, um an den Feierlichkeiten aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Städtepart- nerstadt zwischen Zywiec (Polen) und Riom und des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwi- schen Algemesi (Spanien) und Riom teilzunehmen.

Höhepunkt des Jahres war wieder das Jahresschluss- konzert am 19. Dezember 2015 in der Hermann-Keß- ler-Halle.

termin Uhrzeit anlass

Fr., 16.01. 18:00 Uhr Verabschiedung Bankdirektor Helmuth Wiedenmann – Musikalische Umrahmung

Sa., 24.01. Verbandsentscheid Solo-/Duo-Wettbewerb in Buchloe Sa., 02.05. 10:00 Uhr Standkonzert am Rathaus für Gäste aus Frankreich Mo., 11.05. 9:00 Uhr Stabenfestumzug

Do., 04.06. - Mo., 08.06.

Konzertreise nach Rom

Sa., 06.06. 14:00 Uhr Teilnahme am Festumzug zur Eröffnung der Nördlinger Mess’ (nur Trommlerkorps)

Fr., 12.06. 18:00 Uhr Messebummel Trommlerkorps und Vorstufenorchester Sa., 27.06. 10:30 Uhr Standkonzert am Rathaus für den Nördlinger Freundes-

kreis der Evang. Akademie Tutzing

So., 28.06. 15:30 Uhr Standkonzert am Rathaus anlässlich des Kanada-Days des Freundeskreises Markham

Do., 02.07. - Mo., 06.07.

Altstadtfest der Partnerstädte 2015 in Stollberg

Fr., 17.07. 18:00 Uhr Standkonzert auf dem Marktplatz So., 26.07. 12:00 Uhr Auftritt Scharlachrennen Fr., 31.07. –

Mo., 03.08.

Zeltlager der Trommler

So., 06.09. 11:30 Uhr Frühschoppenkonzert anlässlich des Tages der offenen Tür im Baubetriebshof

Di., 08.09. 17:00 Uhr Eröffnung Donau-Ries-Ausstellung Fr., 18.09. -

Mo., 21.09.-

Fahrt nach Riom

Sa., 17.10. 17:30 Uhr Musikalische Umrahmung des Ehejubiläumsgottesdiens- tes in Gundelfingen

So., 15.11. 10:30 Uhr Musikalische Umrahmung des Volkstrauertages Sa., 19.12. 19:30 Uhr Jahresschlusskonzert der Knabenkapelle

Wiederum sehr erfolgreich waren die Musiker/innen der Knabenkapelle, der Bläserklasse, der Jungen Stadt- kapelle und der Stadtkapelle beim Landesentscheid im Solo-/Duo-Wettbewerb 2014/2015 des Allgäu- Schwäbischen Musikverbandes in St. Ottilien. Julia Gehring (Stadtkapelle) erspielte mit ihrer Trompete in der Altersstufe 4 84 Punkte und erhielt das Prädikat

„mit sehr gutem Erfolg“.

Das Duo Antonia Engert und Marie Gaag (Junge Stadt- kapelle) erreichte mit dem Saxophon in der Altersstufe 1 93 Punkte und das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“. Das Klarinettenduo Alicia Wenner (Junge Stadt- kapelle) und Michel Lechner (Knabenkapelle) bekam von den Juroren 91 Punkte und somit das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“.

Insgesamt wurden 2015 folgende Auftritte gespielt:

(22)

ab und die Bläserprüfung D2 ebenfalls 21 Jungmusi- ker/innen der Knabenkapelle, der Stadtkapelle und der Jungen Stadtkapelle.

Wiederum besonders bemerkenswert war auch im Jahr 2015 die reichhaltige Unterstützung durch Sponsoren und Förderer. Herausragend war in diesem Jahr erneut die Unterstützung durch die Fritz und Lieselotte Hopf- Stiftung.

Ausschnitt aus den Rieser Nachrichten vom 22. Dezember 2015

maligen Leiter der Knabenkapelle Fritz Walter die Vorlage für den Heimatmarsch „So G’sell so!“ Diese Erkennungsmelodie widmeten die Buben zum Dank dem Oberbürger- meister als seinen Lieblingsmarsch.

Danach ging es aber mit der Mo- deration durch die Stimmenführer sehr zivil weiter mit der „schönen

Helena“, der Ouvertüre von Jaques Offenbachs Oper über die Entfüh- rung der spartanischen Königin He- lena durch den Trojaner Paris, – ein sehr gelungener Ausflug in die klas- sische Musik mit den Motiven der Oper, wobei sich einige Instrumen- talisten besonders auszeichnen konnten, zunächst die Holzbläser, sauber intonierende Klarinetten, tonsichere Querflöten und wohl- klingenden Saxophone, und schließ- lich in einem bombastischen Schluss die Blechbläser und das rhythmussi- chere Schlagwerk.

Sehr gelungener Ausflug in die Klassik

Schneider als Dirigenten. „Super- spy“, der „Spiritual Song“ und

„Twenty Carols in zwei Minuten“, ein kurzer ironischer Beitrag zu Weihnachten, gaben dem Nach- wuchs gute Gelegenheit, sich vor großem Publikum zu bewähren.

Die exzellente Qualität der In- strumentenregister wurde nun solis- tisch vorgestellt, zuerst die energi- sche Strahlkraft der Trompeten in

„Attractivo“, dann der satte Schall der 12 Posaunen mit „Lassus trom- bone“ und schließlich die rhythmi- schen Feinheiten der „Stick Figu- res“ von den Schlagzeugern Fabian Ferner und Mark Oefele mit Drum- set, Xylophon und Schüttelrohr.

Der Konzertabschluss sollte wohl nach der Verabschiedung der aus- scheidenden Musiker mit James Lasts Erfolgstiteln „Morgens um Sieben“ und dem rhythmisch ex- pressiven „Millennium Mania“ et- was ruhiger als gewohnt ausfallen, doch erst mit der dritten Zugabe, dem Marsch „San Carlo“, konnte der begeisterte Applaus des Publi- kums besänftigt werden.

Als Fantasiestück wurde „Are- thusa“ vom belgischen Komponis- ten Johan Nijs angekündigt, ein al- ter Mythos um eine vom Flussgott Alpheios verfolgte Nymphe, der mit zahlreichen Tonartenwechseln und Tempi in mitreißender Dramatik dargestellt wurde, indem die zahl- reichen spieltechnischen und rhyth- mischen Herausforderungen zeitge- nössischer Musik engagiert aufge- griffen wurden. Als solistisches Glanzstück interpretierte Niklas Gotthardt mit dem Sopransaxofon

„Giudita“, sehr romantisch mit schönem, einfühlsamem Ton. Im folgenden Medley aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Cats“ gab Jan Riedelsheimer die Themenme- lodie „Memory“ mit der Querflöte stimmungsvoll vor, die vom ganzen Orchester klangvoll weitergeführt wurde. Nach dem „Gruß an Stoll- berg“, einem schwungvollen Marsch für die Nördlinger Partner- stadt, gelang mit einer witzigen Kochlöffel-Percussion der Schlag- zeuger die Überleitung zum Auftritt des Vorstufenorchesters mit Armin cken, tapfer marschierenden Buben

auslösen, mildert den militärischen, von Michael Fischer inszenierten, Aufmarsch, der ohnehin wohl nicht so ernst gedacht ist, wie es der witzi- ge Abgang zeigte, als das ganze Trommlerkorps den Einsatz des da- von marschierenden Tambourma- jors versäumte. Mit der „Locke“

kündigten sie den „Von-der-Tann- Marsch“ an, benannt nach dem Ge- neralfeldmarschall und bayerischen Kriegshelden von 1971 Ludwig von der Tann. Damit wurde das Kon- zertprogramm schwungvoll und schmissig eröffnet. In seiner Begrü- ßung fand Oberbürgermeister Her- mann Faul herzliche Dankesworte für die Orchesterleiter Georg Wink- ler und Armin Schneider sowie die Ausbilder und Verantwortlichen für die Organisation der Konzertreisen.

Als Höhepunkte des Jahres zählte er die Reisen nach Riom, Stollberg und Rom auf. Der Sängerspruch des

„Liederkranzes (heute Chorge- meinschaft) Nördlingen“, der noch heute allabendlich als Wächterruf vom Daniel schallt, war für den ehe- VON ERNST MAYER

Nördlingen Das Jahresschlusskon- zert der Knabenkapelle Nördlingen erweist sich alle Jahre als ein großer Besuchermagnet und kann sich ge- mäß den Begrüßungsworten von Oberbürgermeister Hermann Faul

„ungebrochener Beliebtheit“ er- freuen. Dass diese Verbindung zu der seit mehr als 90 Jahre bestehen- den Einrichtung das ganze Ries um- fasst, kann man erfahren, wenn man hört, dass immer wieder zahlreiche aus Altersgründen verabschiedeten Musikanten aus den Rieser Dörfern kommen. So gilt die Knabenkapelle mit den ehemaligen Uniformen der Stadtsoldaten nicht nur als „Bot- schafter der Stadt“, sondern prägt mit diesen Jugendlichen auch das kulturelle Zusammengehörigkeits- gefühl von Stadt und Land.

Dass die von Heinz Allgaier eh- renamtlich geschneiderten und ge- pflegten Soldatenuniformen glückli- cherweise nicht mehr dem ur- sprünglichen Zweck dienen, son- dern eher Freude über die schmu-

Satter Schall und rhythmische Feinheiten

Musik Die Knabenkapelle Nördlingen überzeugt bei ihrem Jahresabschlusskonzert in der Hermann-Keßler-Halle. Über 1000 Besucher bilden einen würdigen Rahmen

Mit über 1000 Besuchern findet das Jahresschlusskonzert der Knabenkapelle Nördlingen einen riesigen Zuspruch der Bevölkerung aus dem ganzen Ries und bildet die größte regionale Musikveranstaltung der Stadt. Die Kapelle bot unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Georg Winkler ein vielseitiges Konzert mit Stücken aus Klassik und Unterhaltungsmusik. Das Vorstufenorchester der Knabenkapelle mit Kapellmeister Armin Schnei-

der erhielt die Gelegenheit zu einem sehr erfolgreichen Auftritt des musikalischen Nachwuchses. Foto: Ernst Mayer

Beim Kammermusik-Wettbewerb 2015/2016 traten fünf Ensemble an. Das Saxophontrio (Emma Wörle, Fe- lix Schulze, Nico Jeromin) und das Blechbläserquartett (Andre Schneider, Nico Beck, Simon Metzger, Hannes Geiger) erreichten mit je 91 Punkten und dem Prädikat

„mit ausgezeichnetem Erfolg“ die nächste Runde.

Die Bläserprüfung D1 legten 21 Musiker/innen aus der Knabenkapelle und der Jungen Stadtkapelle mit Erfolg

(23)

STADTKAPELLE

2015 war für die Stadtkapelle ein besonderes Jahr:

es wurde das 25-jährige Jubiläum des Orchesters gefeiert. Besonderer Höhepunkt des Festjahres war das Jubiläumskonzert am Samstag, 25. April 2015, um 19:00 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle.

Die Stadtkapelle hatte zum Jahresende 2015 72 aktive Mitglieder. Seit Februar 2014 leitet Dip- lom-Musiklehrer Armin Schneider die Stadtkapel- le.

Das ganze Jahr über bereicherte die Stadtkapelle den Veranstaltungskalender der Stadt mit mehre- ren hochklassigen Konzerten.

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die Konzertreise vom 28. bis 31. August 2015 in die Partnerstadt Olmütz, wo am traditionellen Radetz- ky-Fest teilgenommen wurde.

Die von der Stadtkapelle und Knabenkapelle im Jahr 2009 gegründete Bläserklasse (in Kooperati- on mit der Grundschule Mitte) erfreute sich auch im Jahr 2015 guter Nachfrage. Für die Kinder ab der 5. Jahrgangsstufe wurde im Jahr 2012 eine

„Junge Stadtkapelle“ eingerichtet, die den Kindern auch im Jahr 2015 Einzelunterricht und die Mög- lichkeit des Ensemblespiels bot. Die Leitung der

„Jungen Stadtkapelle“ hat Musiklehrer Johannes Krauß inne.

Für die „Junge Stadtkapelle“ war das Adventskon- zert am 6. Dezember 2015 im Stadtsaal „Klöster- le“ wieder ein besonderer Höhepunkt.

Folgende Einsätze und Auftritte wurden 2015 im Detail wahrgenommen:

Stadtkapelle Junge Stadtkapelle

tag zeit anlass

Sa., 24.01. Verbandsentscheid Solo-/Duo-Wettbewerb in Buch- loe

Sa., 28.02. + Sa., 03.03.

9:00 Uhr Probentage für das Jubiläumskonzert

Sa., 25.04. 19:00 Uhr Jubiläumskonzert aus Anlass „25 Jahre Stadtkapelle“

in der Hermann-Keßler-Halle Mo., 11.05. 9:00 Uhr Stabenfestumzug

Sa., 06.06. 14:00 Uhr Festumzug zur Eröffnung der Nördlinger Mess’ ge- meinsam mit dem Trommlerkorps der Knabenkapelle So., 07.06. 11:00 Uhr -

13:30 Uhr

Frühschoppenkonzert auf der Nördlinger Mess’

So., 14.06. Musikalische Umrahmung der Jubelkonfirmation in der St.-Georgs-Kirche

So., 21.06. Teilnahme am Umzug und Gemeinschaftschor an- lässlich des Bezirksmusikfestes in Maihingen So., 12.07. 19:00 Uhr Harburger Serenade mit den Stadtkapellen Harburg

und Donauwörth Fr., 31.07. 18:00 Uhr Musik am Marktplatz

So., 16.08. 10:00 Uhr Musikalische Umrahmung des Gottesdienstes beim Citta-Slow-Festival auf dem Marktplatz

Fr., 28.08. – Mo., 31.08.

Konzertreise nach Olmütz

So., 27.09. Musikalische Umrahmung des Ehejubiläumsgottes- dienstes in St. Salvator

So., 11.10. 19:00 Uhr Musikalische Umrahmung des Blaulichtgottesdiens- tes in der St.-Georgs-Kirche

So., 18.10. Musikalische Umrahmung des Kirchweihgottesdiens- tes in St. Josef

Fr., 18.12. Auftritt auf dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ im Rahmen der Live-Sendung „Abendschau“ des BR

tag zeit anlass

Sa., 24.01. Verbandsentscheid Solo-/Duo-Wettbewerb in Buchloe

Sa., 11.04. 9:00 Uhr Probentag in der Spitalmühle

Sa., 18.04. 9:00 Uhr Teilnahme am Wertungsspiel in Maihingen Sa., 25.04. 19:00 Uhr Jubiläumskonzert aus Anlass „25 Jahre

Stadtkapelle Nördlingen“ in der Hermann- Keßler-Halle

Sa., 02.05 9:30 Uhr Probentag in der Spitalmühle Mo., 11.05. 9:00 Uhr Teilnahme am Stabenfestumzug Fr., 15.05. 16:30 Uhr Standkonzert in der Löpsinger Straße Sa., 04.07. 11:00 Uhr Standkonzert auf dem Marktplatz gemeinsam

mit dem Vorstufenorchester der Knabenka- pelle

Fr., 20.11. - So., 22.11.

Probenwochenende Schullandheim Mittelfranken in Heidenheim Fr., 27.11. 17:00 Uhr Musikalische Umrahmung der Eröffnung des

„Romantischen Weihnachtsmarkts“ auf dem Marktplatz

So., 06.12. 17:00 Uhr Adventskonzert im Stadtsaal Klösterle Mi., 09.12. 17:30 Uhr Auftritt auf dem Dinkelsbühler Weihnachts-

markt

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