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Zeitung des Kiezbündnisses Klausenerplatz e.V.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

  Sie  erinnern  sich  sicher  noch  an  die  Zeit,  als  die Zufahrt zur Knobelsdorffstraße aus Richtung  Stadtautobahn gesperrt war. Die meisten Anwoh- ner  empfanden  die  so  entstandene  Beruhigung  als  Verbesserung  und  plädierten  in  einer  Befra- gung für die Beibehaltung der Sperrung. Doch es  kam bekanntlich anders, die Zufahrt wurde wie- der geöffnet, der Verkehr brauste wieder ungehin- dert durch die Straße, von Schrittgeschwindigkeit  konnte keine Rede sein. Nun, inzwischen ist die  Knobelsdorffstraße durch die Verlegung von meh- reren  Fahrbahnkissen  wieder  ruhiger  geworden,  aber nun führt ein Teil des Schleichverkehrs durch  den Horstweg. Um auch diesen zu beruhigen, hat  die Verkehrs-AG des Kiezbündnisses eine Umge- staltung der Kreuzung Horstweg/Wundtstraße zu  einem Platz mit einer oder mehreren Sackgassen  vorgeschlagen.  Die  unterschiedlichen  Planungs- varianten liegen nun vor, wir stellen sie in diesem  Heft zur Diskussion.

  Quantitativer  Schwerpunkt  des  vorliegenden  Heftes  sind  aber  die  Artikel  zur  Kiezgeschichte. 

So setzen wir den zweiteiligen Beitrag zur Rolle  der polnischen Armee bei der Befreiung unseres  Bezirks vom Faschismus fort. Außerdem beginnt  eine zweiteilige Serie unseres Gastautors Jörg Ci- chon über die Neue Christstraße in den 50er Jah- ren. In einem Brief schildert ein Leser, wie er aus  dem Kiez nach Brasilien gelangt ist. Und wir be- richten  von einem Strafprozeß von 1932, bei dem  nicht nur der Name des Angeklagten ungewöhn- lich war.

  Wie wir wissen, haben viele unserer Leserinnen  und Leser Interesse an derartigen geschichtlichen  Beiträgen. Ihnen sei der Artikel von Otto Arnold  über den „Heimatverein Charlottenburg“ empfoh- len. Vielleicht kann er ja zu einem Besuch einer  der  Veranstaltungen  des  Vereins  oder  gar  einer  Mitgliedschaft anregen?

  Das  kuriose  Verbot,  sein  Fahrrad  auf  Wegen  durch den Schloßpark zu schieben, die nicht als  Radwege gekennzeichnet sind, hat einen Leser zu  einer Glosse veranlaßt. Der gleiche Leser trug Er- innerungen an die Frauenklinik Pulsstraße bei. 

  Da unsere Serie mit Kiez-Fotografien von Hein- rich Zille ausgelaufen ist, beginnen wir in diesem  Heft mit einer neuen Reihe, in der wir Ihnen be- sondere Gebäude im Kiez vorstellen werden. Vor- gesehen  sind  etwa  12  Häuser,  deren  Geschichte  nicht alltäglich ist. Vielleicht ist ja auch Ihr Wohn- haus darunter?

  Dies sind nur einige Aspekte dieses KiezBlatts; 

wir sind sicher, es wird Ihnen auch dieses Mal ge- fallen. In diesem Sinne wünschen wir eine ange- regte und unterhaltsame Lektüre.

Ihre KiezBlatt-Redaktion

Inhalt

Die Fotos vom „Kiezfest“

stellte uns Klaus Betz zur Verfügung.

Seite 2

Liebe Leserinnen, liebe Leser Seite 3

Ein neuer Stadtplatz im Kiez?

Seite 4

Demokratie Leben!

Das Register

Charlottenburg-Wilmersdorf Seite 5

Heimatverein Charlottenburg Engagement für Familien Seite 6

Sprachpflege

Liebeserklärung an einen Kiez Seite 7

Ein Brief aus Brasilien Seite 8

Das spurlose Verschwinden der ehe- maligen FU-Frauenklinik Pulsstraße Seite 9

„Information.Integration.Inklusion“, der VdK bietet Lebenshilfe Wie erreicht man einen Radweg...?

Seite 10

Insel-Echo 2.0 eingestellt

Auflösung: Kreuzworträtsel, Heft 57 Seite 11

Wir begrüßen im Kiez...

Wir verabschieden uns von...

Wir gratulieren...

Seite 12 Gewerbenotizen Seite 15 Das UNK informiert Seite 14

Trommelkisten aus dem Kiez L’etape

Seite 15

„Es war ein schöner Mai...“

Seite 16 Bullerjahn Seite 17

Die neue Christstraße in den 50er Jahren, Teil 1 Seite 18

Kieznotizen Seite 20

Historische Häuser im Kiez, Teil 1 Buchtipp des Quartals

Seite 21

Rezension: „Das Haus am Dreypfuhl“

Kiezgesichter Seite 22

Kunst im Zelt, Veranstaltungsplan Seite 23

Vermischtes Seite 24

Das Kiezbündnis informiert Jahresplanung

Impressum

Titelblatt:

Zeichnung TOPOS

(3)

Danckelmannstr. 9d 14059 Berlin Tel. 030/32 60 25 80 Fax 030/32 60 25 82 www.steuer-dm.de

S

chon  seit  mehr  als  fünf  Jahren  setzt  sich  das Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. für die  Erweiterung der verkehrsberuhigten  Zone im  südlichen  Kiezbereich  bis  zum  Kaiserdamm  ein.  Auch  die  Bezirksverordnetenversamm- lung hat schon 2011, als die Diskussion um die  Sperrung  der  Knobelsdorffstraße  intensiv  ge- führt wurde, eine Verkehrsberuhigung auch für  Horstweg, Wundtstraße und die südliche Dan- ckelmannstraße  bis  zum  Kaiserdamm  („Süd- kiez“)  gefordert,  um  auch  dort  mehr  Lebens- qualität  im  öffentlichen  Raum  zu  erreichen  und die Schleichwege durch den Kiez zur na- hen Autobahnauffahrt unattraktiv zu machen. 

  Dabei stand auch immer die Frage im Raum,  ob  und  wie  die  Kreuzung  Horstweg/Wundt- straße umgestaltet werden kann, um eine Ver- kehrsberuhigung in diesem Bereich zu unter- stützen.  Auch  in  der  seit  2012  von  Bezirks- stadtrat Marc Schulte (SPD) eingerichteten Ver- kehrswerkstatt wurde die Verkehrsberuhigung  im  Südkiez  mit  Behördenvertretern  und  der  Polizei  intensiv  diskutiert,  wobei  immer  wie- der auch die Umgestaltung dieser Kreuzung im  Mittelpunkt der Diskussionen stand. Im Som- mer 2013 wurde dann vom Tiefbauamt des Be- zirks ein erster Entwurf für eine mögliche Um- gestaltung vorgelegt, die auch die angestrebte  Verkehrsberuhigung unterstützt. 

  Neben  einigen  Vorbehalten  gegen  die  Ver- kehrsberuhigung bei Behörden und Polizei war  aber  natürlich  die  Finanzierung  einer  Umge- staltung  zentrales Thema. Dem Bezirk stehen  für derartige Vorhaben keine Mittel zur Verfü- gung. Deshalb wurde Unterstützung aus dem 

„Stadtplätze-Programm“  der Senatsverwaltung  für Stadtentwicklung erbeten, die in Form ei- ner Entwurfsplanung durch die Fa. TOPOS für  unseren Kiez geleistet wurde (siehe Plan TO- POS).  Lebhafte  und  engagierte  Diskussionen  der  verschiedenen  Entwürfe  von  TOPOS,  der 

VerkehrsAG im Kiezbündnis und vom Bezirk- samt fanden am  Samstag, den 30. Mai direkt  auf  der  betroffenen  Kreuzung  mit  etwa  200  Anwohnern statt.  Während sich die Vorschläge  von TOPOS stärker auf städtebauliche Aspekte  konzentrieren, orientieren sich die ehrenamt- lich  erarbeiteten  Vorschläge  der  VerkehrsAG  im Kiezbündnis und die des Tiefbauamtes stär- ker  am  Ziel,  die  zukünftige  Verkehrsberuhi- gung im Südkiez zu unterstützen, wobei natür- lich alle Vorschläge vorrangig zu einem attrak- tiven neuen Stadtplatz führen sollen. Die bis- her  großzügig  asphaltierte  Kreuzung  soll  der  Vergangenheit angehören.

  Vom Kiezbündnis wird  eine Platzgestaltung  möglichst  ohne  motorisierten  Verkehr  ange- strebt (siehe Plan Verkehrs-AG  2). Hinweise von  Polizei und Behörden zur Notwendigkeit einer  zweiten  Ausfahrt  von  Einsatzfahrzeugen  des  nahen Polizeiabschnitts über den Horstweg zur  südlichen Wundtstraße sind im Interesse einer  schnellen  Umsetzung  als  Kompromiss  einge- bracht worden (siehe Plan Verkehrs-AG  1).

Plan des Tiefbauamtes

Plan der Fa. TOPOS

Plan der Verkehrs-AG 2

Plan der Verkehrs-AG 1

Ein neuer Stadtplatz im Kiez?

Die Kreuzung Horstweg/Wundtstraße soll umgestaltet werden

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S p e z i a l i tät e n ko n t o r

Danckelmannstraße 29 14059Berlin Tel. 030 – 322 66 19 Fax 030 – 322 66 22 VinumBerlin@gmx.de www.VinumBerlin.de Montag-Freitag 14 - 19 Uhr Donnerstag 14 - 20 Uhr

Samstag (Mai - Sept.) 10 - 14 Uhr (Okt. - April) 10 - 16 Uhr

Danckelmannstraße 50 14059 Berlin Tel. 030 / 74 92 77 90 Mittagstisch Partyservice Kaffee Wein und vieles mehr

D

ies ist das Motto eines Projektes des Bun- desministeriums  für  Familie,  Senioren,  Frauen und Jugend. Ministerin Schwesig will  damit  in  179  ausgewählten  Kommunen  die  Aktivitäten  gegen  Rechtsextremismus,  Ras- sismus,  Gewalt,  Homophobie  und  andere  Ar- ten  der  Menschenfeindlichkeit  fördern.  Seit  diesem  Jahr  zählt  auch  unser  Bezirk  zu  die- sen Gebieten.

  In  einem  ersten  Schritt  konstituierte  sich  im  April  ein  Begleitausschuß  „Partnerschaft  für Demokratie Charlottenburg-Wilmersdorf“. 

Diesem 24-köpfigen Gremium gehören die Re- ligionsgemeinschaften, einige Behörden sowie  gesellschaftliche Gruppen wie Sportverbände  oder  Bürgerinitiativen  an.  Aus  unserem  Kiez  wurden der Mädchen- und Frauenladen LiSA  e.V.  sowie  das  Kiezbündnis  Klausenerplatz  ausgewählt, um im Bezirk für mehr Toleranz  zu  werben  und  demokratiefeindliche  Bestre- bungen  zurückzudrängen.  Koordiniert  wird  das Ganze im Büro des Bezirksbürgermeisters  Reinhard Naumann sowie durch einen Mitar- beiter  der  Stiftung   spi  (Sozialpädagogisches  Institut). Das genaue Programm des auf fünf  Jahre ausgelegten Projektes wird auf den kom- menden  Sitzungen  des  Begleitausschusses  diskutiert und beschlossen. Es stehen 20.000 

€  zur  Finanzierung  verschiedener  kleinerer  Projekte zur Verfügung, weitere 5.000 € kann  das  Kinder-  und  Jugendparlament  im  Bezirk  eigenständig  verwalten.  Erste  öffentliche  Ak- tion war eine „Demokratiekonferenz“, die am  28. Mai mit 71 Teilnehmern im Haus der Ju- gend in  der Zillestraße stattfand, weitere sol- len  folgen.  Über  den  Fortgang  des  Projekts  werden wir im KiezBlatt berichten.

kb

D

as  Register  dokumentiert  und  analysiert  nazistische  und  rechtspopulistische,  ras- sistische,  antisemitische,  homophobe  und  an- dere  diskriminierende  Vorfälle  in  Charlotten- burg-Wilmersdorf. Dabei steht die Perspektive  der Betroffenen im Mittelpunkt. In den Doku- mentationen der Gruppe werden rechte Aufkle- ber,  Sachbeschädigungen,  Pöbeleien  und  kör- perliche Angriffe und anderes aufgenommen.

  Wer glaubt, rechte Aktivitäten seien nur ein  Problem  der  östlichen  Stadtbezirke,  der  irrt: 

Auch  in  unserem  bürgerliche  Bezirk  ist  die  rechte  Szene  fest  verankert.  So  verzeichnet  das Register für 2015 immerhin 45 rechte Ver- anstaltungen, 21 propagandistische Aktionen  und 38 Fälle von Bedrohungen, Beleidigungen  oder Sachbeschädigungen mit rechtem Hinter- grund  in  Charlottenburg-Wilmersdorf!  Dabei  ist eine Dunkelziffer nicht einberechnet, denn  nicht alle rassistischen und diskriminierenden  Vorfälle werden dem Register bekannt.

  Umso wichtiger ist es, daß den Bürgern die  Möglichkeit  zur  Verfügung  steht,  derartige  Vorkommnisse  einfach  und  unbürokratisch  zu  melden.  Unser  KiezBüro  in  der  Seeling- straße fungiert ab sofort als eine „Anlaufstel- le“ des Registers Char-

lottenburg-Wilmers- dorf. Hier können An- wohner rechte und dis- kriminierende  Vorfäl- le melden, sie werden  von  uns  an  das  Re- gister  weitergeleitet. 

Weitere Informationen  zur  Tätigkeit  des  Re- gisters  sind  unter  fol-

gender Internetadresse zu erhalten: 

http://www.berliner-register.de/projekt- vorstellung-register

Das Register

Charlottenburg-Wilmersdorf

Von  den  anwesenden  Anwohnern  wurden  in  der  öffentlichen  Diskussion  die  Vorschläge  zur Umgestaltung sehr unterschiedlich aufge- nommen.  Während  viele  Anwohner  die  Idee  der  Ausdehnung der Verkehrsberuhigung be- grüßten,  war  nur  eine  knappe  Mehrheit  der  Anwesenden für eine Umgestaltung der Kreu- zung zu begeistern. Mehrere skeptische Stim- men  sorgten  sich  vor  allem  um  wegfallende  Parkplätze  im  Kreuzungsbereich.  Es  wurde  auch mehr Lärm durch spielende Kinder oder  zusätzliche Platzbesucher befürchtet.  

  Entschieden ist zum jetzigen Zeitpunkt noch  nichts. Der Dialog zur Platzgestaltung und zur 

Verkehrsberuhigung mit den Anwohnern soll  voraussichtlich Ende September mit einer wei- teren  Veranstaltung  fortgesetzt  werden.  Dazu   wurde  von  TOPOS  ein  umfänglicher  Infoflyer  mit  den  wichtigsten  Ergebnissen  der  Veran- staltung vom 30.5. erstellt. Der Flyer steht in  ausreichender Auflage im KiezBüro kostenlos  zur Verfügung. Wir hoffen, dass wir den Flyer  vielleicht  demnächst  auch  auf  der  Kiezbünd- nis-Seite (www.klausenerplatz.de) zum Herun- terladen veröffentlichen dürfen und freuen uns  auf  die  weitere  Diskussion  mit  allen  Kiezbe- wohnerInnen, zu der das Bezirksamt und wir  rechtzeitig informieren werden. 

Martin Burth

(5)

»Mit den Augen...?« – »Sehen wir.«

»Mit den Ohren...?« – »Hören wir.«

»Mit der Nase...?« – »Riechen wir.«

»Mit dem Mund...?« – »Reden wir.«

b.maske und g.maske A u g e n o p t i k

Schlossstraße 60 14059 Berlin-Charlottenburg

APOTHEKE

am Sophie-Charlotte-Platz Schloßstr. 30 - 31 14059 Berlin

Mo. - Fr. 8.00 - 18.30 Sa. 9.00 - 13.00 Tel. 030 / 34 26 141 Fax 030 / 34 09 69 78 Bestellungen: apo-sc@t-online.de www.apotheke-sophiecharlotte.de

Wir beraten Sie gerne!

Angelika Fandl

V

on  der  rundum  verglasten  Leitzentrale  der  Restmüllverbrennungsanlage  Ruhle- ben der BSR blicken wir 30 Meter hinab in die  Tiefe des Müllbunkers, in den ganz unten die 

„Orangefarbenen“  durch  Luken  ihre  Ladung  abkippen. Ein Polypgreifer hebt die Müllmen- gen zur Rutsche in den hochmodernen Brenn- ofen. Durch Panzerglas schauen wir fasziniert  hinein  in  den  Feuerschlund.  Dann  erfahren  wir, wie die entstehende Wärme genutzt wird. 

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem  unserer letzten Ausflüge in die engere Heimat.

Aber Heimat heißt immer auch Vernetzung mit  weiter  entfernten  Regionen.  Weshalb  waren  der Große Kurfürst und die Bredows so wich- tig für Halberstadt? Auf unserer Tages-Bustour  dorthin konnten Sie es erfahren.

  Wollen Sie wissen, wieso Oberschöneweide  wesentlich zum Ruf Berlins als „Elektropolis“ 

beigetragen hat und wie dieser Stadtteil heute  wieder belebt wird? Dann nehmen Sie an un- serer dortigen Führung am 4. September teil. 

Oder kommen Sie mit am 7. Oktober zur Füh- rung durch die Ausstellung „Gräfin Lichtenau“ 

im Museum in der Villa Oppenheim. Oder fei- ern Sie einfach mit uns den Jahresausklang im  Ratskeller.

„Heimatverein – ach, langweilig!“

Das sehen wir vom Heimatverein Charlottenburg ganz anders!

Dürfen  wir  uns  vom  „Management“  vorstel- len?  Rudi  Uda  (Tel.  3026911),  langjähriger  Chef  des  Heimatvereins  und  tief  verwurzelt  im  Kiez;  Marion  Halten-Bartels  und  Otto  Ar- nold  (Tel.  3211476),  die  beiden  Vertreter;  Ro- sie Purschke (Tel. 8812983), als Schriftführe- rin Herz und Seele von allem; und Sonja Hell- mig, die Schatzmeisterin, ohne deren Schatz- kiste nichts läuft – alle ehrenamtlich tätig.

  Sind Sie neugierig geworden? Für 24 Euro  im Jahr sind Sie als Mitglied dabei, aber auch  als einfacher Gast sind Sie immer herzlich will- kommen. Schauen Sie ins Internet: heimatver- ein-charlottenburg@web.de  oder  rufen  Sie  uns  unter  den  o.a.  Nummern  an.  Wir  haben  noch viel mehr im Programm!

  Am besten, Sie lernen uns bei einer Veran- staltung kennen.

Otto Arnold

Rosie Purschke, Sonja Hellmig und Rudi Uda

S

eit dem Sommer hat der „Deutsche Famili- enverband e.V.“ seine Bundesgeschäftsstel- le in der Seelingstr. 58. Er ist der größte und äl- teste Familienverband in Deutschland und en- gagiert sich seit nun über 90 Jahren für Fami- lien – sei es direkt vor Ort in der Kommune,  im Land oder auf Bundesebene. Jährlich wer- den  von  ihm  mehr  als  1.000  gemeinnützige  Projekte  für  Kinder  und  Eltern  durchgeführt. 

Als  Lobby  für  Familien  engagiert  er  sich  na- türlich auch politisch, um eine familienorien- tierte  Gesetzgebung  durchzusetzen.  Eine  der  aktuellen  Kampagnen  heißt  bspw.  „Wir  jam- mern  nicht,  wir  klagen!“  und  ist  unter  www.

elternklagen.de  zu  finden.  Dabei  geht  es  um  die  verfassungswidrige  Belastung  von  Eltern  bei den Sozialabgaben. Im September wird das  Bundessozialgericht über eine entsprechende  Klage entscheiden.

  Das  Aufgabenspektrum  des  Verbandes  ist  bunt,  ebenso  das  ehrenamtliche  Engagement 

Engagement für Familien

Foto v.l.n.r.: Sebastian Heimann (Projektleiter), Susanne Frank (Sekretari- at), Siegfried Stresing (Bundesgeschäftsführer)

der zahlreichen Mitglieder. Mehr erfahren Sie  auf  der  Webseite: www.deutscher-familien- verband.de .

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Öffnungszeiten

Montag - Freitag 10 - 18.30 UhrSamstag 10 - 14 Uhr

Yoga

im Kiez

Jeden Montag von 16.30 - 18.00 Uhr (Gruppe) erfahrener Yogalehrerin (BYV)bei www.yoga-massage-berlin.de

Info: 0176 511 094 13 Martina Tinney

  Ich mag die vielen Kinderläden, die netten  Cafés, die kleinen Läden. Ich mag die Familien,  die  zuziehen,  die  bepflanzten  Baumscheiben,  die  gelungene  Migration,  die  Senioren,  die  hier bleiben wollen. Ich mag das Miteinander,  vielleicht weil ich in einem Dorf groß geworden  bin. Das einander Kennen und Schätzen (oder  eben auch nicht) habe ich dort mit der Mutter- milch aufgesogen. Eine Gemeinschaft, ein Mit- einander, das mir ein Gefühl von Heimat gibt.

  Was ich weniger mag: Stetig steigende Mie- ten für Privatpersonen und Gewerbetreibende,  Sanierungswahn,  Hinterhofbebauung,  kalte  Fronten  zwischen  Auto-  und  Fahrradfahrern,  Einzelkämpfermentalitäten, Vandalismus, Die- besbanden, Verdrängung auf Ellenbogenbasis,  soziale Kälte.

  Unser  Kiez  ist  etwas  Besonderes  und  ich  möchte,  dass  es  so  bleibt.  Ich  wünsche  mir,  dass wir gemeinsam einen Übergang schaffen. 

Dafür engagiere ich mich. 

  Ich bin im Vorstand des Unternehmensnetz- werkes  Klausenerplatz  e.V.  Das  UNK  ist  ein  Netzwerk, das sich für die Belange der Selbst- ständigen  im  Kiez  einsetzt.  Es  arbeitet  mit  vielen  anderen  Initiativen  zusammen,  allen  voran  dem  Kiezbündnis  Klausenerplatz  e.V. 

Seit  kurzem  ist  es  auch  Pate  des  Ziegenhofs  (Blockini).

  Netzwerken  ist  meine  Überzeugung.  Ich  weiß, dass nur ein Miteinander gestalten kann. 

Wenn Sie denken wie ich, dann bringen auch  Sie  sich  für  unseren  Kiez  ein.  Möglichkeiten  gibt es reichlich, auch bei uns im UNK. Damit  wir  das  erhalten,  was  den  Kiez  schon  immer  ausgemacht hat.

Sinah Altmann

N

eulich  in  meiner  Heimat  Südostfries- land  wurde  ich  gefragt,  warum  ich  in  Berlin  und  speziell  im  Klausenerplatz-Kiez  nach  Jahrzehnten  der  republikanischen  Nord-Süd-West-Umzieherei  endlich  sesshaft  geworden sei. Die Antwort fiel mir leicht: 1974  stand ich während einer Klassenfahrt in ehe- mals  West-Berlin  am  Anhalter  Bahnhof  und  wusste  plötzlich:  „Hier  wirst  du  irgendwann  leben“. Wie so oft, kam auch mir das Leben da- zwischen und so dauerte es noch fast 30 Jahre,  bis auch ich meinen Koffer in Berlin hatte. Was  ich  schon  mit  17  zu  wissen  schien,  bewahr- heitete  sich  tatsächlich:  Die  Berliner  Schnau- ze passte zu mir wie die berühmte Faust aufs  Auge. Immer einen Spruch auf den Lippen, mit  herzlichem Humor. Das war meine Welt!

  Über  die  Jahre  regelmäßig  in  Berlin,  hatte  ich den Klausenerplatz-Kiez schon viele Jahre  vor  meinem  tatsächlichen  Umzug  2003  ent- deckt. Auch hier war es hart, aber herzlich. 

  Beeindruckende  Altbauten,  entdeckungs- würdige  Hinterhöfe.  Dabei  ein  bisschen  laut  und  auch  ein  bisschen  schmuddelig.  Men- schen  mit  Engagement,  die  sich  für  Projekte  wie den Ziegenhof oder für die Interessen der  Anwohner ganz allgemein einsetzten. Die Mi- schung  machte  es.  Auch  bei  den  Bewohnern. 

Vom  Hochschulprofessor  bis  zum  Sozialhilfe- empfänger,  vom  Schwarzafrikaner  bis  zum  Skandinavier, der Kiez war bunt. 

  Alles im Leben ändert sich. Auch der Klau- senerplatz-Kiez. Da beißt die Maus keinen Fa- den ab. Ob es uns nun passt oder nicht.

Alles hat Vor- und Nachteile. 

Liebeserklärung an einen Kiez

S

tellen wir uns vor, die Stadt Charlottenburg  hätte  beschlossen,  einen  ihrer  Plätze  nach  der  Südtiroler  Stadt  Klausen  im  mittleren  Ei- sacktal  zu  benennen.  Dann  würde  auf  dem  Schild stehen „Klausener Platz, nach der Südti- roler Stadt im mittleren Eisacktal“. Nun gibt es 

in  unserem  Bezirk  seit 1950 den Klau- senerplatz, der nach  dem  1934  von  den  Nationalsozialisten  ermordeten  Erich  Klausener  benannt  wurde.

Was lehrt uns das?

  Vor der Antwort folgt noch ein anderes Bei- spiel. In der Hocheifel gibt es die Stadt Adenau. 

Wollte man einen Platz nach der Gemeinde be-

nennen,  würde  auf  dem  Schild  zu  lesen  sein: 

„Adenauer  Platz“.  Ein  Platz  hingegen,  dessen  Namensgeber  der  ehemalige  Bundeskanzler  Konrad Adenauer wäre, hieße „Adenauerplatz“. 

Und tatsächlich gibt es seit 1973 in unserem Be- zirk einen Platz, der so heißt.

Was lehrt uns das also?

  Wenn  der  Name  ein  Personenname  ist,  schreibt  man  den  Straßen-  oder  Platznamen  in einem Wort. Wird der namensgebende Teil  hingegen gebeugt, wird also etwa aus „Klau- sen“ „Klausener“, dann schreibt man alles in  zwei Worten.

  Bei  Zeitungen,  Fernsehanstalten  und  im  Viertel  am  Klausenerplatz  (s.  Foto)  hat  sich  das aber noch nicht überall herumgesprochen.

  Daß es jedoch in Adenau seit 1966 ein Er- ich-Klausener-Gymnasium  gibt,  das  wiede- rum ist reiner Zufall und hat nichts mit Gram- matik zu tun. 

hm

Sprachpflege

(7)

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Craniosacral-Therapeutin Diplom-Sozialpädagogin

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Nichtraucher Kneipe Seit 2007

Inh. G. Saal Seelingstraße 32 14059 Berlin T.: 321 97 54 / 325 68 97

Liebe Freunde vom Kiezbündnis,

vor  kurzem  habe  ich  im  Internet  eure  Seite  www.klausenerplatz.de  gesehen.  Sie  hat  mir  sehr gut gefallen, und sie hat auch eine ganz  besondere Bedeutung für mich. In bin in die- sem Kiez am 31. Mai 1947 geboren und habe  viele Jahre in der Knobelsdorffstraße bei mei- nen  Großeltern  Alfred  und  Michalina  gelebt,  bei  denen  ich  aufgewachsen  bin.  Das  Viertel  am  Klausenerplatz  war  lange  Zeit  mein  Mit- telpunkt.  Zuerst  war  ich  im  Kindergarten  an  der Ecke Schloßstraße direkt vor dem Schloss  Charlottenburg, dann im Kindergarten und im  Hort  der  St.  Kamillusgemeinde.  Dort  war  ich  Ministrant  und  später  im  Pfarrgemeinderat. 

Einige Jahre habe ich auch in der Theatergrup- pe  mitgemacht.  Die  Verbindungen  zu  eini- gen Teilnehmern bestehen noch heute. Meine  Großmutter war um 1995  im Altersheim der  St. Kamillus-Gemeinde.  Am 3. Juli 1995 war  ich  bei  ihr,  und  wir  haben  uns  voneinander 

„verabschiedet“.  In  der  Nacht  danach  bekam  ich den Anruf aus dem Heim, dass sie verstor- ben ist. 

  Später  bin  ich  ins  Märkische  Viertel  und  nach  Lichterfelde  und  Wilmersdorf  gezogen. 

Seit  1988  war  ich  nebenbei  Reiseveranstal- ter und habe zu dieser Zeit vor allem Reisen  durch  Brasilien  angeboten  und  für  Gruppen  durchgeführt.  Wenn  man  dieses  Land  ein- mal  besucht,  nimmt  es  einen  so  sehr  gefan- gen,  dass  man  davon  nicht  mehr  loskommt. 

Hier  wollte  ich  immer  leben.  Als  ich  dann  2005  mit  meinem  Fußballverein  „Post  SV“ 

eine Reise machen konnte, bekam ich auf der  Reise  meinen  zweiten  Schlaganfall,  der  aber,  weil mir sofort geholfen wurde, Gott sei Dank  keine anhaltenden Folgen hatte. Meine jetzige  Frau Dalvanira, eine Brasilianerin, rief sofort  den  Rettungsdienst,  und  ich  kam  ins  Kran- kenhaus. Nach vier Stunden war alles wieder 

okay,  und  unsere  Fußballreise  konnte  wei- tergehen. Da mir meine Dalvanira mit ihrem  schnellen  Handeln  das  Leben  gerettet  hatte,  dachte ich, dann kann ich auch ganz bei ihr  bleiben. In Berlin war ich schon im Ruhestand  und  alles  war  ein  wenig  unorganisiert.  So  passte es, dass ich 2006 übergesiedelt bin und  seitdem hier in Campina Grande im Bundes- staat Paraíba  im Nordosten des Landes lebe. 

Ich arbeite im Bereich Erneuerbare Energien  und biete im Internet Online-Kurse dazu an. 

Das macht mir Spaß, und es sorgt auch dafür,  dass ich nicht einroste. Ich spiele zudem mit  wesentlich  jüngeren  Spielern  jeden  Sonntag  Fußball und schieße fleißig meine Tore für die  Mannschaft. Das hält mich jung.

  Aber  immer,  wenn  wir  nach  Berlin  kom- men,  treffen  wir  uns  mit  den  Freunden,  die  ich noch aus meiner Zeit im Kiez kenne. Der  Klausenerplatz, die  Knobelsdorffstra- ße,  die  Danckel- mannstraße  und  viele  andere  mehr  sind mir noch sehr  gut bekannt. 

  Ich  möchte  ger- ne  durch  Eure  Internetseite  den  Kontakt  zu  die- sem wichtigen Teil  meines  Lebens  festhalten. Es ist in  einem  bestimmten  Alter sehr wichtig,  dass  man  derar- tige  Beziehungen  pflegt.  Man  darf  nie  seine  Wurzeln vergessen. 

  Ich habe ein paar Bilder aus meiner Kinder- zeit und ein aktuelles Foto beigefügt.

  Wir  freuen  uns  schon  auf  unsere  nächste  Reise nach Berlin und auf ein Treffen mit Euch  vom Kiezbündnis.

Schöne Grüße Euer Klaus R. C. Ciesielski

Ein Brief aus Brasilien

Vor einigen Wochen traf im Kiezbüro elektrische Post aus Übersee ein.

Klaus Ciesielski, der Absender, wohnt in Brasilien.

Klaus Ciesielski heute

Klaus Ciesielski und die „Gang“

(8)

Verband alleinerziehender Mütter und Väter Landesverband Berlin e.V.

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E

in interessanter verlassener Krankenhaus- bau in Charlottenburg war bis zum Früh- jahr  2013  zweifelsohne  die  einstige  Frauen-  und Poliklinik in der Pulsstraße, dann wurde  das Gebäude abgerissen. In den letzten Jahren  war das weitläufige Klinikareal, das seit 2001  nicht mehr genutzt wurde, wohl nur noch Graf- fitikünstlern bekannt. Ziel eines Investors war  es, luxuriöse Wohnimmobilien auf dem Areal  zu bauen (was derzeit geschieht). Das Projekt  kam aber erst nicht in Gang und ruhte mehre- re Jahre. Viele Gebäude wurden in dieser Zeit  systematisch  von  Buntmetalldieben  heimge- sucht,  die  z.T.  auch  die  Regenrinnen  stahlen,  sodass die Bausubstanz litt. Der Zerfall lieferte  die  Begründung  dafür  –  nach  einer  Klausel,  die  in  Berlin  leider  häufiger  zur  Anwendung  kommt –, dass auch die historische Frauenkli- nik im Frühjahr 2013 abgerissen werden durf- te. Aber die alten Gemäuer mit ihrer wechsel- vollen Geschichte unweit des Charlottenburger  Schlossparks hatten zu diesem Zeitpunkt nur  wenig  von  ihrem  alten  Charme  der  gründer- zeitlichen  Krankenhausarchitektur  eingebüßt  und wären sicherlich erhaltenswert gewesen.

  Zur  Geschichte  der  Anlage:  Die  Städtische  Frauenklinik  Charlottenburg  wurde  im  Jahre  1913 eröffnet. Die Gebäude, entworfen vom be- kannten  Charlottenburger  Architekten  Hein- rich  Seeling,  boten  anfänglich  Platz  für  113  Patientinnen und 98 Säuglinge. 

  Im Zweiten Weltkrieg bekamen die Gebäu- de  einige  Bombentreffer  ab,  dennoch  konnte  der Klinikbetrieb bis zur Besetzung durch die  einmarschierenden  Sowjettruppen  am  9.  Mai  1945  ohne  größere  Einschränkungen  fortge- führt werden. Nach Kriegsende begann der Be- trieb recht zügig wieder in vollem Umfang, ab  1949 nahm auch die Verwaltung der gynäko- logischen und geburtshilflichen Poliklinik der  im Vorjahr neugegründeten Freien Universität  die  Arbeit  auf.  Allerdings  waren  umfassende  Instandsetzungsarbeiten  und  Neubauten  not- wendig. Zwischen den Jahren 1954 und 1955  wurde im teilzerstörten Südteil des Hauses B  eine  Säuglingsstation  errichtet.  Anstelle  des  komplett  zerstörten  Haus  C  bautet  man  bis 

Das spurlose Verschwinden der ehemaligen FU-Frauenklinik Pulsstraße

1957  ein  Operationstrakt  mit  zwei  OP-Sälen  und  Wachstation  im  1.  OG.  Im  Erdgeschoss  fand  eine  Entbindungsstation  mit  Kreißsälen  und  OPs  für  Kaiserschnitte  Platz.  Im  2.  OG  gab  es  Laboratorien  und  im  Keller  Räumlich- keiten  für  Tierversuche.  Ebenfalls  neugebaut  wurden ein Hörsaal und ein Ärztekasino. Bei- de  Einrichtungen  wurden  einfach  als  1.  OG  auf  das  stehengebliebene  Erdgeschoss  des  Verwaltungsgebäudes  von  1913  aufgesetzt. 

Durchschnittlich  gab  es  nach  der  Eröffnung  der Neubauten in den 1960er Jahren etwa 2400  Entbindungen pro Jahr. 

  In den 1970er Jahren entfachte die Debatte,  die Frauenklinik zum neuen Uniklinikum Vir- chow in den Wedding zu verlegen, denn eine  grundlegende Modernisierung der inzwischen  renovierungsbedürftig gewordenen Klinikteile  von 1913 war unumgänglich geworden. Im Jah- re 1986 fiel dann die Entscheidung, alle Neu- baupläne  und  Renovierungsarbeiten  ad  acta  zu  legen.  Zu  diesem  Zeitpunkt  gab  es  in  der  Frauenklinik  122  Erwachsenenbetten  und  36  Säuglingsbetten.  Am  Standort  arbeiteten  u.a. 

25  Ärzte  bzw.  wissenschaftliche  Mitarbeiter,  109 Krankenschwestern und 28 MTA. Im Jah- re 1984 wurde übrigens auch das erste „Retor- tenbaby“ Berlins in der Frauenklinik geboren. 

Im November 1995 waren die neuen Räumlich- keiten am Standort Virchow bezugsfertig und  die FU-Frauenklinik an der Pulsstraße wurde  somit  im  Laufe  des  Jahres  1996  geschlossen. 

Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Anla- ge und betrieb bis 2001 dort noch eine Entbin- dungsstation. Seitdem stand das Anwesen bis  zu seinem Abriss 2013 leer und war Vandalis- mus und Verfall preisgegeben. 

  Für mich hatte dieses Areal auch noch per- sönlich  eine  besondere  Bedeutung,  denn  ich  habe hier 1985 das Licht der Welt erblickt.

Andreas Jüttemann

Frauenklinik heute

Frauenklinik früher

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S

eit einigen Wochen hängen an den Eingän- gen zum Schlosspark Schilder: Man dürfe  weder radfahrend einfahren noch, sein Fahr- rad  schiebend,  den  Park  betreten.  Auf  dem  Weg  von  meinem  Zuhause  im  Kiez  zu  dem  vor einiger Zeit mit Fördergeldern des Landes  Berlin fertiggestellten Europaradweg entlang  der  Spree  (der  auch  durch  den  Schlosspark  führt)  bin  ich,  wie  viele  Kiezbewohner  wohl  auch, bislang immer ein kurzes Stück durch  den Schlosspark gefahren.

  Im April fragte ich bei der Schlossparkver- waltung und beim Bezirk nach, warum Fahr- räder  im  Schlosspark  nun  -  kurze  Zeit  nach  Fertigstellung  des  neuen  Radwegs  -  nicht  mehr  erlaubt  sein  sollen.  Der  Baustadtrat  verstand  mein  Unverständnis  und  versprach  Abhilfe.  Leider  ist  seit  April  nichts  passiert: 

die Schilder hängen noch. Die Gartenverwal- tung antwortete mir unterdessen, warum das 

Radfahren  seit  diesem  Jahr  nur  auf  zwei  ex- tra ausgewiesenen Wegen im Park erlaubt sei  (neben dem Europaradweg übrigens auch auf  dem  Weg  links  vom  Schloß,  auf  der  Strecke  vom  Klausenerplatz  zum  Bhf.  Jungfernheide,  liebe Radler!). Diese Wege seien ‚auserkoren’ 

worden, da sie mit gebührendem Abstand zu 

„sensiblen Denkmalbereichen“ verlaufen wür- den, ohne dass durch die vielen schiebenden  Radfahrer (womöglich betreten diese noch in  buntem  Radleroutfit  den  Park  -  nicht  auszu- malen!)  „schützenswerte  Gartenkunstwerke“ 

zerstört  werden  würden,  so  die  Aussage  der  Parkverwaltung. Allerdings liegen die Schot- ter-Verbindungswege rund um den Neuen Flü- gel nicht weiter von den Gebäuden entfernt als  der freigegebene, wesentlich besser gepflegte  Radweg zur Jungfernheide. 

  Auch wenn das Radfahren durch den Park  aus  „ästhetischen“  Gründen  generell  nicht  mehr freigegeben werden sollte, wäre zumin- dest das Erlauben des Mitführens des Rades  (schiebend) zwischen den Parkeingängen und  dem neuen Europaradweg ein Kompromiss.

Andreas Jüttemann

Wie erreicht ein Radfahrer einen Radweg, wenn er weder schieben noch fahren darf?

D

er VdK versteht sich als eine Solidargemein- schaft,  denn  er  setzt  sich  aktiv  dafür  ein,  dass wir alle gleichberechtigt an dieser Gesell- schaft  teilhaben  können.  Besonders  engagiert  sich der Verband für bedürftige, alte, kranke und  behinderte Menschen. Dies geschieht sowohl in  der praktischen Arbeit wie durch politische Ein- flussnahme. Einst als Verband der Kriegsopfer  gegründet, hat er die Umgestaltung in einen mo- dernen Sozialverband bewältigt. Die Mitglieder- zahl beträgt bundesweit 1,7 Millionen, in Bran- denburg 5 000, in Berlin 12000, davon in Char- lottenburg-Wilmersdorf 1500.

  Der in der Nehringstraße 18, in den Räumen  des Mobilitätshilfsdienstes untergebrachte Kreis- verband  Charlottenburg-Wilmersdorf  ist  dort  während  der  Sprechzeiten  erreichbar.  Er  bie- tet  vielfältige  Service-Leistungen  rund  um  den  Pflegebereich an und betreut zudem zahlreiche  Projekte. „Wir sind für alles offen“, betonen der  Kreisvorsitzende Herr Weigmann und Frau Bir- git Graw, die Leiterin des Mobilitätshilfsdienstes.  

Mitgliederversammlungen  finden  im  Allgemei- nen in der Brandenburgischen Str. 80 statt. Ziel  der Treffen ist nicht nur die Förderung der Kon- taktaufnahme  zwischen  den  Mitgliedern,  son- dern  auch  das  Angebot  von  Informationen  zu  Themen, die sich im Alltag als hilfreich erwiesen  haben. Bis zum Jahresende ist der VdK Partner 

„Information.

Integration. Inklusion“, der VdK bietet Lebenshilfe

der Unabhängigen Patientenberatung. Die Aufga- be wird aber neu ausgeschrieben. Seit fast 30 Jah- ren organisiert der Mobilitätshilfsdienst vom Kiez  aus  die  Begleitung  von  älteren  Menschen,  die  sich ohne fremde Hilfe nicht getrauen ihre Woh- nung zu verlassen, z.B. für Spaziergänge, und er  veranstaltet Ausflüge mit BVG und S-Bahn inner- halb Berlins oder nach Brandenburg. Für seine  Arbeit benötigt der Verein zahlreiche ehrenamt- liche  Helfer.  Beratungen  können  nur  VdK-Mit- glieder in Anspruch nehmen, während der Mo- bilitätshilfsdienst gegen ein geringes Entgeld ge- nutzt werden darf. 

  Die  Mitgliedschaft  im  VdK  beträgt  7  Euro  monatlich.  Interessenten  können  in  jedem  Al- ter dem Verein beitreten. Weitere Informationen  stehen im Internet unter www.vdk.de zur Verfü- gung oder werden Besuchern des Büros erteilt.

Sprechzeiten Mo – Fr: 9 – 15 Uhr

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A

uf  dem  163.  Kiezspaziergang,  den  der  Bezirksbürgermeister am 2. Samstag im  Monat, jeweils von 14-16 Uhr anbietet, wurde  im Juli der Insel-Rundweg des benachbarten  Kiezes  um  den  Mierendorff-Platz  beschrit- ten. Baustadtrat Schulte erläuterte die Gege- benheiten  an  den  28  Stationen.  Das  Gebiet  der Mierendorff-Insel ist als einziges Viertel  Berlins rundum von Wasserstraßen gesäumt  und  ist  durch  eine  gemischte  Nutzung  ge- prägt.  Im  Nordosten  produzieren  biotech- nische  Firmen,  während  im  Südwesten  das  größtenteils  stillgelegte  Kraftwerk  Charlot- tenburg  und  die  Bildgießerei  Noack  empor- ragen. Nördlich und südlich des ehemaligen  Gaswerks sind Kleingärten angelegt. Gegen- über vom Belvedere im Schlosspark befindet  sich  das  Landgericht.  Am  nördlichen  Ende  der  Ilsenburger  Straße  betreibt  die  Stadt- reinigung  eine  Recycling-Sammelstelle  für  Sondermüll.

  Zwischen  Verkehrs-AG  und  Energiema- nagement besteht bereits eine Zusammenar- beit mit unserem Kiezbündnis.

  Im Frühjahr 2015 wurde das Projekt „Die  nachhaltige Mierendorff-Insel 2030“ im Bun- deswettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundes- ministeriums  für  Bildung  und  Forschung  unter  160  Bewerbern,  neben  51  anderen,  darunter  das  Viertel  ‚Bundesplatz’,  für  die  erste  Phase  ausgewählt.  Im  September  soll  dazu  ein  vorbereitendes  Werkstattgespräch  stattfinden.  Das  Quartiersmanagement  ko- ordiniert  Frau  Patricia  Spengler  vom  Be- zirksamt  mit  dem  Sprecher  der  Initiative,  Herrn Rolf Mienkus, der die Präsentation im  Internet  erstellt  (nmi-2030.de).  Dafür  wur- de  die  Druckausgabe  von  Insel-Echo  2.0,  der  Zeitung  aus  dem  Mierendorffkiez,  die  von der DorfwerkStadt im vergangenen Jahr  fünf Mal kostenlos verteilt wurde, endgültig  eingestellt.  Sieben  Jahre  zuvor  erschienen  auch  nur  fünf  Nummern  und  es  gab  noch 

Vorläufer, die jeweils recht ansprechend auf  Hochglanzpapier gedruckt wurden. Die Arti- kel berichteten von Kiezaktivitäten, wie den  Festen  auf  dem  Mierendorffplatz,  darunter  jedes  Jahr  eines  in  Partnerschaft  mit  der  Stadt  Osnabrück,  sowie  über  das  sommer- liche Drachenbootrennen auf der Spree. Fer- ner gab es Beiträge über den Wochenmarkt,  Kiezunternehmen  und  Gewerbe,  Wohnsi- tuation  und  Schrebergärten,  Kiezgesichter  und literarische Glossen, nebst historischen  Rückblicken.  Auf  den  Mittelseiten  veran- schaulichte  ein  Kiezplan  den  Standort  von  Anzeigenkunden,  wie  einst  im  ‚Schlorren- dorfer’.  Im  Service-Teil  auf  den  letzten  Sei- ten  waren  sämtliche  Adressen  von  Dienst- leistern für die knapp 15 000 Bewohner der  Insel aufgeführt. 

  Im Ende 2011 eröffneten Haus am Mieren- dorffplatz  finden Veranstaltungen und Aus- stellungen  statt;  das  Kiezbüro  –Dorfwerk- Stadt e.V. ist in der Mierendorffstraße 6.

ks

Insel-Echo 2.0 eingestellt

Waagrecht: 1 REGENWALD 10 EIRE (Irland) 11 EORI (Economic Operators‘ Registration and Identification) Internationale Zollzummer 12 PRIMUS 16 AM 17 EITER 18 AK (Arbeitskreis) 19 RESERVATE 21 ISAR 23 TAL 24 ENGEL 26 LAIB 28 RINNE 31 NUR (Neckermann Und Reisen) 33 EN 34 UM 35 TANGO 36 NATURKOST

Senkrecht: 1 REPARIEREN 2 EI 3 GRIES 4 EE (Elbe-Elster-Kreis) 5 NEUTRAL 6 WO 7 ARA- RAT (Gebirge) 8 LIMA 9 DINKELBROT 13 RIES 14 MIEREN 15 SEVILLA 20 TAI 22 AG (Aktien- gesellschaft) 25 NINA 27 ANNO 29 NUT 30 ET 32 UGS (umgangssprachlich)

Auflösung des Kreuzworträtsels von Heft 57

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Wir begrüßen im Kiez

Luise

Restaurant, deutsche Küche Wundtstr. 9 (vorm. Luis) Tel.: 804 973 60

Röstwerk Café

Nehringstr. 34 (vorm. eßstube)

Wir verabschieden uns von …

Luis

Restaurant, bayrische Küche Wundtstr. 9

Q-Mash Café/Eiscafé Nehringstr. 1 eßstube

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Wir gratulieren …

…  dem  Speditionsunternehmen Hertling  in   der  Sophie-Charlotten-Str.  15    zum  150sten  Betriebsjubiläum! 1865 kaufte Firmengründer  Emil  Hertling  ein  Grundstück  in  der  dama-

ligen Berliner Str. 52  (heute  Otto-Suhr-Al- lee),  damals  betrieb  er noch einen Koloni- alwarenhandel.  1889  übersiedelte  der  Betrieb,  der  inzwi- schen mit Baustoffen  für  das  im  Boom  befindliche  Charlot- tenburg  handelte,  in  die  Sophie-Charlotten-Straße.  Die  Nähe  zum  Güterbahn-

hof  Charlot- tenburg  und  zum  Bahn- hof  Westend  erwies  sich  als  ideale  Lage,  um  sich  auf  das  Fuhrwerks- geschäft  zu  konzentrie- ren. 1943 fiel  das Gebäude 

einem  Bombenangriff  zum  Opfer,  die  Firma  zog vorübergehend in die Leibnizstraße. 1954  siedelte man dann wieder in das neu errich- tete Gebäude, in dem die Firma bis heute an- säßig  ist.  Der  Betrieb  hat  heute    Mitarbeiter  und Niederlassungen in Hamburg, Frankfurt/

Main, Düsseldorf und Eberswalde.

… „Mary“, deren Friseursalon in der Seeling- str. 16 in diesem Jahr stolze 25 Jahre im Kiez  ansäßig  ist.  Das  Jubiläum  wurde  bereits  im  Sommer  mit  zünftiger  Blasmusik  gefeiert. 

Nach  der  Er- langung ihres  Meistertitels  ü b e r n a h m 

„Mary“  den  Laden,  der  schon  seit  Ja h rzeh nten  ein  Frisör-

geschäft  war.  Ihren  richtigen  Namen  verrät  sie übrigens nicht, „es nennen mich sowieso  alle  einfach  nur  Mary.“  In  der  lan- gen  Zeit  hatte  sie  schon  einige  Mit- arbeiterinnen  und  Azubis,  derzeit  schmeißt  sie  den  Laden  aber  alleine. 

Die  meisten  ihrer  Kunden  kommen  aus dem Kiez. Und  da  sie  „familieno- rientiert“  ist,  sind  einige  komplette  Familien  darunter: 

„Erst kommt die Mama, dann folgt Papa und  beim nächsten Besuch ist auch der Nachwuchs  dabei.“ Färben und Strähnchen sind ihre Lieb- lingstätigkeit, aber natürlich gehört auch der  normale  Haarschnitt  zum  Alltagsgeschäft. 

Frau Mary fühlt sich wohl im Kiez und möchte  noch lange für ihre Kundschaft da sein.

… Manuela  („Manu“)  Liebscher,  deren  Kiez- kneipe „Charlottenburger Wappen“ am 15. 

September 20 Jahre alt wird. Dieses freudige  Ereignis  wird 

am  Freitag,  den  18.  9.,  mit  einer 

„zünftigen Fete“ 

begossen.  Als  Manu  vor  20  Jahren  begann,  gab  es  noch  an  die zwanzig tra- ditionelle  Knei- pen  im  Kiez, 

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Di: 10:30 -18:00 Uhr

Mi, Do:10:30 -18:30 Uhr Fr: 10:30 -19:00 Uhr Sa:11:00 -15:00 Uhr (März - Sept. geschl.)

heute kann man sie an einer Hand abzählen. 

Was  ist  ihr  Geheimnis,  wollen  wir  wissen? 

„Ich  pflege  meine  Stammgäste,  so  kommen  heute manche jungen Leute, denen ich vor 20  Jahren noch den Arsch gepudert habe.“ Gera- dezu sensationell ist der Bierpreis, der seit der  Euro-Einführung  2001  konstant  bei  2 €  pro  0,4  Liter  geblieben  ist!  Die  mehrfachen  Bier- preissteigerungen  versucht  Manu  durch  den  vermehrten  Ausschank  von  „Kurzen“  auszu- gleichen,  wobei  ein  Korn  seit  eh  und  je  nur  1,30 € kostet. 

Das „Röstwerk“ – kein normales Café   In  der  ehemaligen  „Eßstube“  (Seelingstr. 

34)  eröffnet  Anfang  September  das Röst- werk. Kresimir Weller-Jozinovic und Lou- ise Bartholomew-Günther sind die Betrei- ber  dieses  nicht  ganz  normalen  Cafés.  Sie  lernten sich bei ihrer vorherigen Zusammen- arbeit im Café „Fiaker“ in Moabit kennen und  beschlossen, gemeinsam dieses Herzenspro- jekt zu verwirklichen. Wie der Name schon  andeutet, wird hier kein normales Café Ein- zug finden, sondern eine Kaffeerösterei mit  hauseigenem  Röster.  Kresimir  als  ausgebil- deter  Kaffeesommelier  sorgt  dafür,  daß  der  Kaffee im Vordergrund stehen wird. Er kann  interessierten  Gästen  den  Entstehungspro- zess von der Bohne bis zum Espresso veran- schaulichen. Die beiden freuen sich, in einer  vom  gastronomischen  Handwerk  geprägten  Straße  neben  der  Eismanufaktur  und  dem  Brotgarten präsent sein zu können.

Kündigung für „Q-Mash“

  Zum 1. Juli mußte das beliebte (Eis-)Café  Q-Mash in der Nehringstr. 1 (Ecke Neufert- straße) schließen. Rauf, dem Betreiber, war  kurzfristig gekündigt worden. Seither ist das  1897/98 erbaute Haus eingerüstet und Bau- arbeiter machen sich an dem Haus zu schaf- fen. Wie zu hören ist, soll das ungewöhnlich  niedrige  Eckhaus  (es  hat  nur  2  Etagen)  um  einen Aufbau ergänzt werden. 

  Dabei  soll  es  sich  um  eine  historische  Rekonstruktion  eines  früher  existenten  Glasaufbaus handeln. Da das Gebäude unter  Denkmalschutz steht, darf man auf das Re- sultat der Bautätigkeit gespannt sein.

Aus „Luis“ wird „Luise“

  Transgender auch in der Kiez-Gatronomie: 

Im  Juli  eröffnete  das  deutsche  Restaurant  Luise  anstelle  des  bayrischen  Schman- kerl-Lokals  „Luis“  in  der  Wundtstr.  9.  Das  Angebot ist deftig. So steht die „Berliner Spe- zialität“ Eisbein (8,90 €) ebenso auf der Spei- sekarte wie Blut- 

und  Leberwurst  mit  Sauerkraut  (7,90 €). Malgor- zata,  die  Wirtin,  arbeitete  einst  im  „Alt-Berlin“ 

am  Kaiserdamm  und  ist  nach  et- lichen  Stationen  in  anderen  Be- zirken  nun  nach  Charlottenburg  zurück gekehrt.

„Cóm“ wieder geöffnet

  Das  vietnamesische  Restaurant Cóm  in  der  Knobelsdorffstr.  27  ist  nach  einer  was- serschadenbedingter  Renovierung  seit  An- fang August wieder geöffnet. 

„Unterstreifennutzung“

  Die Bemühungen, das generelle Verbot für  gastronomische  Betriebe,  den  „Gehwegun- terstreifen“  –  also  die  Fläche  zwischen  den  Gehwegplatten  und  dem  Bordstein  -  zur  Be- wirtschaftung zu nutzen, in Ausnahmefällen  aufzuheben, hat zumindest in einigen Fällen  Erfolg  gehabt:  Die  Lokale Goldesel  (Seeling- str. 7), Chenab (Knobelsdorffstr. 35) und das  Café Seljmani (Nehringstr.  16)  dürfen  ihre  Tische und Stühle nun bis an den Straßenrad  aufstellen.  Bei  „Seljmani“  wurde  im  Gegen- zug allerdings die bisher genehmigte Fläche  parallel zur Knobelsdorffstraße aus unerfind- lichen Gründen zur Nutzung untersagt.

Bewaffneter Überfall

  Mitten  am  Tag  stand  plötzlich  ein  mas- kierter Mann in einer Kiez-Apotheke und hielt  dem verdutzten Angestellten eine Pistole vors  Gesicht. So schnell wie er gekommen war, so  schnell flüchtete er mitsamt der Tageskasse. 

  Diese Räuberpistole hat sich tatsächlich so  Mitte Juli ereignet. Daher die Warnung an alle  Gewerbetreibenden:  Achten  Sie  auf  verdäch- tige Personen und stellen Sie sicher, daß sich 

Gewerbenotizen

(13)

www.unk-berlin.de

Unternehmensnetz Klausenerplatz e.V.

Maya Rosenkranz

Rechtsanwältin Fachanwältin für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht Kaiserdamm 85

14057 Berlin Tel. 030 - 364 198 - 0 Fax 030 - 364 198 -29 kanzlei@ra-rosenkranz.de www.ra-rosenkranz.de U n t e r n e h m e n s n e t z K l a u s e n e r p l a t z e.V.

Gewerbemietentransparenz – im Klausenerplatz-Kiez kein Thema?

  Aus vielen Gesprächen mit Einzelhändlern,  Dienstleistern,  Freiberuflern  und  Praxisinha- bern  hat  das  Unternehmensnetz  Klausener- platz  e.V.  (UNK)  von  vielfältigen  Problemla- gen aus Sicht der Mieter erfahren. Aus diesem  Grund  entschlossen  wir  uns,  in  Kooperation  mit der IHK Berlin, speziell einen für unseren  Kiez  aussagekräftigen  Orientierungsrahmen  für Gewerbemieten zu erstellen.

  Wie Sie vielleicht schon dem Orientierungs- rahmen  für  Gewerbemieten  (IHK,  2014)  ent- nommen  haben,  liegt  die  gewichtete  Durch- schnittsmiete für Büros, Praxen und Dienstlei- stungsunternehmen bei 13 €/m2/Monat (Spit- zenlagen 22,50 €/m2/Monat), während die des  Einzelhandels  zunehmend  standortdifferen- ziert betrachtet wird.

  Der Klausenerplatz-Kiez zählt statistisch zu  den „Nebenlagen“. Der qm-Preis für den Ein- zelhandel läge demnach zwischen 5 €/m2/Mo- nat  und  10 €/m2/Monat  und  für  Büroflächen  zwischen  4,50 €/m2/Monat  und  8,50 €/m2/ Monat.

  Wie uns in der Projektvorbereitung jedoch  mitgeteilt wurde, werden bei uns im Kiez in- zwischen Objekte mit einer Gewerbemiete von  bis zu 20 €/m2/Monat angeboten. Umso wich- tiger erachteten wir es, uns dieses Themas an- zunehmen.

Anmeldungen unter 0171 - 521 96 66 email: BFGLIAO@t-online.de Dolmetscher & Übersetzer

Unterricht für englische Sprache (alle Stufen)

Horst Bodenbender

in  der  Tageskasse  keine  größerem  Geldsum- men befinden.

Gewerbeleerstand   Immer  mehr  Gewerberäume  im  Kiez stehen derzeit  leer,  einige  sogar  schon  seit  langer  Zeit.  Dabei  ist  der  Boom  an  Woh- nungssuchenden  ungebrochen  groß. 

Aber die Nachfrage  nach  Gewerbeflä- chen  scheint  weni- ger  ausgeprägt  zu  sein. 

Um einen konkreten und aktuellen Überblick  zu erarbeiten, erstellten wir einen Fragebogen. 

Dessen Auswertung sollte zu einem (anonymi- siert)  veröffentlichten  Orientierungsrahmen  führen.  Wir  hofften,  den  Gewerbetreibenden  im Kiez damit eine Orientierungshilfe anbie- ten zu können, anhand der sie sich orientieren  könnten.  Flankieren  wollten  wir  diese  Über- sicht  mit  entsprechenden  Beratungsangebo- ten für Gewerbetreibende.

  Das  Projekt  wurde  lange  vorangekündigt  und von vielen begrüßt. Umso erstaunter wa- ren wir über den Rücklauf der im Mai versand- ten  Fragebögen:  Der  Rücklauf  war  derart  ge- ring, dass eine Auswertung zu keiner aussage- kräftigen Auswertung führen konnte.

Nun fragt sich das UNK, welche Gründe dieser  doch sehr überschaubare Rücklauf hatte:

• War das Thema zu wenig kommuniziert?

• War der Fragebogen zu umfangreich?

• Besteht sogar kein Interesse an einer       Gewerbemietentransparenz?

• Gibt es vielleicht ganz andere Gründe?

  Wir  möchten  dieses  Projekt  nach  wie  vor  gerne erfolgreich zu Ende führen. Dafür brau- chen wir Ihre Unterstützung: Wir freuen uns  auf Ihr Feedback, Ihre Anregungen, Ihre Tipps  und Ihre Hinweise. 

  Bitte  kontakten  Sie  den  UNK-Projektleiter  Dirk  Müller  unter  gewerbemieten@unk-ber- lin.de oder telefonisch unter 32602580, wenn  Sie – wie wir – meinen, dass der Klausener- platz-Kiez  über  einen  Orientierungsrahmen  für Gewerbemieten verfügen sollte. 

Sinah Altmann, Vorstand Neulich Nehring-/Ecke Seelingstr.:

Foto: Irmtraudt Kuss

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Spandauer Damm 46 14059 Berlin Tel.: 030 89 75 44 72 Fax: 030 89 75 44 73 Email: info@ptzk.de web: www.ptzk.de Öffnungszeiten:

Mo - Do 7:30 - 19:30 Fr 7:30 - 16:00 und nach Vereinbarung

• Krankengymnastik

• Manuelle Therapie

• Gerätegestützte Krankengymnastik

• Manuelle Lymphdrainage

• verschiedene Wellnessangebote

• Hausbesuche

Was ist denn ein Cajon (ausgesprochen:

Kachon)? Diese Frage musste Gerry Nennstiel in den vergangenen Monaten öfters beant- worten. Vielen Leute sagt dieser Begriff zwar nichts, aber die meisten wissen, was gemeint ist, wenn man erklärt, dass es eine Holzkiste ist, auf der man sitzt und vorne „draufhaut“.

Ein Percussions-Instrument also, aha.

G

erry  Nennstiel: 

Malermeister  und  Musiker  (bei  Olaf  Maske  &  die  S p o n t a n i t ä t e r )  baut  seit  Anfang  des  Jahres  diese  Trommelkisten  für  Groß,  Klein  und 

„ganz  Klein“.  Das  ursprünglich  aus  Südamerika  stam- mende Instrument ist seit Ende der 90er Jahre  in Europa eingeführt und erfreut sich seitdem  wachsender  Beliebtheit.  Dient  es  doch  unter  anderem so manchem Schlagzeuger bei klei- neren Konzerten als Schlagzeugersatz und so- gar  ganze  Schulklassen  machen  inzwischen  ihre ersten Rhythmus-Erfahrungen auf einem  Cajon. Das Geheimnis des Cajon-Klangs liegt  in einem Spiralenteppich aus Metalldraht, der  innenseitig  hinter  die  Schlagfläche  gespannt 

Trommelkisten aus dem Kiez

ist  und  beim  Trommeln  „mitraschelt“.  Die- ser  Sound  kommt  einer  Schlagzeugtrommel  („Snare“) sehr nahe. Zum Bau wird gerne Bir- ken- bzw. Buchensperrholz verwendet.

  Ursprünglich  wollte  Gerry  Nennstiel,  der  selbst  seit  langem  Schlagzeug  spielt,  seinen  beiden Kindern (damals 3 bzw. 5 Jahre alt) ein  Cajon  kaufen,  musste  aber  feststellen,  dass  diese  in  so  kleinen  Größen  gar  nicht  erhält- lich sind. Also musste er selbst zur Säge grei- fen … „Danach wurde ich immer wieder nach  diesen  Holztrommeln  gefragt,  das  gab  den  Anstoß, die  Manufaktur „Vollton-Cajones“ zu  gründen  und  die  Trommelkisten  in  Kleinse- rie aufzulegen“ berichtet Gerry Nennstiel. Er  stellt  „serienmäßig“  drei  Größen  her:  Mini  –  Midi – Maxi, für  Vor- und Grundschulkinder,  Jugendliche  und  Erwachsene.  Einzelanferti- gungen  nach  Kundenwunsch  baut  er  beson- ders  gerne.  Jedes  Cajon  wird  in  kompletter,  sorgfältiger  Handarbeit  hergestellt  und  aus- schließlich  mit  ökologischen  Wachslasuren  und Ölen behandelt. Einen Ladenverkauf gibt  es  nicht,  jedoch  kann  man  Gerry  Nennstiel  nach telefonischer Absprache gerne in seiner  Werkstatt  Am  Bahnhof  Westend  2  besuchen  und  sich  sein  persönliches  Cajon  aussuchen  bzw. anfertigen lassen.

Tel. 0179/5037988

gerhard.nennstiel@vollton-cajon.de www.vollton-cajon.de

G

illes  Gasse  hat  Mitte  Mai  2015  im  Kiez  ein  Cafè  mit  einer  Fahrradwerkstatt  in  Selbstbedienung eröffnet.  Gilles stammt aus  Paris  und  ist  vor  zwei  Jahren  mit  seiner  Fa- milie nach Berlin gekommen. Er ist enthusia- stischer Radfahrer und verwirklicht jetzt ein 

„bisschen  einen  Traum“.  Das  Ladenlokal  hat  er zufällig gefunden und fühlt sich hier sehr  wohl.

  L’etape  ist  im  Vorderraum  ein  Café.  Es  ist  sehr einfach eingerichtet, es gibt keine Staub- fänger,  nichts  Überflüssiges.  Zum  Lesen  lie- gen einige spezielle Rad-Zeitschriften aus. Für  das leibliche Wohl gibt es Crépes, von süß bis  salzig,  und  diverse  Getränke,  vom  Espresso  über frischen Tee bis zu frisch gepressten Säf- ten oder Smoothies (Bio). Bei schönem,  war- men Wetter wird die große Fensterscheibe zur  Seite geschoben, und auf dem breiten Fenster- brett kann man sich auf bequemen Kissen nie-

L’etape

Café, Crêpes, Radwerkstatt in SB in der Knobelsdorffstraße 33

derlassen  oder  auf  dem Bürgersteig  an  einfachen  Holztischen  sitzen. 

  Im  geräu- migen,  hellen  hinteren Raum  ist eine Fahrrad- werkstatt.  Auch 

hier nicht das übliche Bild einer Schrauberbu- de,  hier  gibt  es  zwei  professionell  ausgestat- tete Reparaturplätze, für Fahrräder aller Art. 

„Die  entspannte  Atmosphäre  lädt  zum  selb- ständigen pimpen, pumpen, polieren, montie- ren, schrauben und werkeln ein“.  

  Die Stunde inklusive einer Tasse Kaffee be- trägt  9  Euro,  falls  nötig  jede  weitere  Stunde  5 Euro. Ab September wird Gilles Workshops  anbieten.  L’etape ist zu finden auf Facebook:  

Etape-Berlin oder www.letape.de oder telefonisch: 030-30304222

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