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www.berliner-behindertenzeitung.de Mai 2017 · 28. Jahrgang 2017

Herausgeber: Berliner Behindertenverband e.V. „Für Selbstbestimmung und Würde“ · Erscheint in Berlin und ausgewählten Orten in Deutschland · Jahres-Abonnement: 15 EURO

Das meinen wir! Nachrichten

kompakt

Politische Teilhabe

a n z e i g e

Wohnen: Parität stellt Studie zur Wohnraumsituation sozialer Orga- nisationen vor.

Seite 2

Inklusion: Ein Interview mit den BesuchBrüdern – Deutschlands einzigstes inklusives Clowns-Duo.

Seite 7

Ernährung: Wichtige Ergebnisse für an Multipler Sklerose erkrankte Menschen.

Seite 13 Protesttag: Am 05. Mai feiern wir

den Protesttag. Vereine stellen sich, ihre Aktionen und Forderungen vor. Seite 8-11

Reisen: Besuch bei unserem Nach- bar. Ein Reisebericht über Polen.

Seite 12

So unterstützen Sie uns: www.gooding.de wählen.

Sie zahlen den normalen Preis, wir bekommen eine Prämie.

Von Dominik Peter Wenn ich wollte, könnte ich nahezu täglich an einer Ar- beitsgruppe (AG) oder einem Beiratstermin teilnehmen. Die Anzahl dieser AGs und Beiräte im Land Berlin sind enorm und man könnte glauben, der Rat- schlag von behinderten Men- schen sei bei der Politik und der Verwaltung erwünscht. Nun- mehr kommt ein neuer Beirat in meinem Terminkalender hinzu:

der Eingliederungshilfebeirat.

Dieser soll „die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Land Berlin fachlich begleiten“, so der Staatssekretär Alexander Fischer.

Doch was soll ich begleiten, wenn ich der Meinung bin, das ist „NichtMeinGesetz“. Mir stellt sich vielmehr die Frage:

Ist es eine weitere Alibi-Veran- staltung, bei der behinderten Menschen politische Teilhabe vorgekaugelt werden soll? Ich stehe mit meiner Meinung nicht alleine da.

Alibi-Veranstaltungen Viele Kollegen berichten mir von ihrer Unlust, weiterhin an derartigen Alibi-Veranstaltun- gen teilzunehmen. Sie werden für 60 oder 90 Minuten ange- hört. Ihre Kritik wird niederge- schrieben und protokolliert.

„Doch ändern würde sich doch nichts“, so meine Mitstreiter.

Nun gibt es aber seit einigen Monaten neue Senatorinnen und Senatoren im Land Berlin.

Sie haben zur politischen Teil- habe auch Intelligentes in den Koalitionsvertrag geschrieben.

Man darf daher gespannt sein, ob der neue Eingliederungs- hilfebeirat eine weitere Alibi- Veranstaltungen sein wird oder tatsächlich ein Gremium sein darf, über das behinderte Men- schen wirklich politisch teilha- ben dürfen.

www.das-blaue-kamel.de

Berliner Aktionsbündnis für Menschen mit Behinderungen

in Kooperation mit

Das Blaue Kamel und die

Berliner Landeszentrale für politische Bildung laden zur Wahl-Informations-Veranstaltung

7. SEPTEMBER 2017 KULTURBRAUEREI – KESSELHAUS EINLASS: 14.00 UHR

Kinder- und Jugend- stärkungsgesetz

Das neue Kinder- und Jugend- stärkungsgesetz wurde vom Kabinett verabschiedet. Die Be- auftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen bedauerte es sehr, dass es auch in dieser Wahlperiode nicht gelungen ist, eine inklusive Lösung zu er- reichen. „Mit dieser würde eine einheitliche Zuständigkeit für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von der Art der Behinderung unter dem Dach der Kinder und Jugendhilfe und damit die Leistungserbrin- gung aus einer Hand erfolgen.“

Sparbetrag wurde erhöht

Zum 1. April sind eine Reihe von gesetzlichen Änderungen in Kraft getreten. So dürfen nun Bezieher von Sozialhilfe- leistungen, wie beispielsweise Mitarbeiter in Werkstätten für behinderte Menschen, statt bisher 2.600 Euro nun 5.000 Euro ansparen.

Politische Teilhabe

Mit dem Titel „Politische Teilha- be – Inklusiv gestalten“ findet am 04. Mai ein kostenloser Paritätischer Fachtag in Berlin statt (im barrierefreien Konfe- renzzentrum Centre Monbijou, Oranienburger Straße 13-14, 10178 Berlin). Anmeldungen unter hanjohr@paritaet-berlin.

de.

Inklusiver Chor gibt Frühlingskonzert

Lieder zur Jahreszeit mit dem inklusiven Chor der Fürst Don- nersmarck-Stiftung geniessen.

Das Konzert findet am Sonn- tag, 14. Mai,18.00 – 22.00 Uhr, statt. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro

Selbsthilfe-Tag 2017

Diesen Termin sollte man sich vormerken: Der diesjährige Selbsthilfe-Tag in Berlin wird am 01. Juli stattfinden.

Gartenausstellung lockt Millionen Besucher an

IGA Berlin: Ein MEHR aus Farben

Berlin liebt große Events. Be- deutende Fußballspiele, Kon- zerte mit Weltklassemusikern – Open Air oder in Musiktem- peln, Messen, die nirgends größer sind als in Berlin. Kleine Brötchen hat der Berliner noch nie gebacken. So muss es wohl ein Stachel im Fleisch der Ver- antwortlichen Stadtplaner ge- wesen sein, dass noch nie eine Internationale Gartenausstel- lung in Berlin stattgefunden hat.

Jetzt aber ist es soweit.

Seit dem 13. April findet sie in Marzahn-Hellersdorf statt. Und natürlich ist sie eine Schau der Superlative. Wer bereits früher die Gärten der Welt be- sucht hat, wird über die Weit- läufigkeit erstaunt sein. Eine eigens erbaute und barriere- freie Kabinen-Seilbahn bringt den Besucher vom Eingang

„Gärten der Welt“ oder von

der U-Bahnstation Kienberg direkt auf denselben. Der Kien- berg ist immerhin 102,2 Meter hoch, der Berliner spricht hier schon von einem Berg und er hat deshalb einen Gipfel. Auf diesem wurde eine wolkenför- mige Aussichtsplattform ge- baut, die einen Blick weit über Marzahn bis in die Stadtmitte erlaubt. Für Besucher, die nicht mit der Seilbahn fahren oder hier aussteigen möchten, gibt es ein Fahrstuhl.

Menschen mit Behinde- rung lesen solche Berichte der Superlative mit gemisch- ten Gefühlen. Meistens wird Barrierefreiheit versprochen, am Ende sind es doch nur Pro- visorien. Nicht so hier auf der Gartenschau. Bereits an den Eingängen stehen 30 Rolla- toren, 30 Rollstühle und 15 E- Scooter zum Ausleihen bereit.

Alle Geräte können vorher re- serviert werden. Es gibt barrie- refreie Parkplätze am Eingang

Eisenacher Straße. Wer mit der U-Bahn (Linie 5 ab Alexander- platz) anreisen möchte, nutzt den barrierefreien Bahnhof Kienberg (Gärten der Welt).

Berliner kennen diese Station noch als Grotkauer Straße. Sie wurde extra für die Garten- ausstellung umbenannt. Man mag nicht über die Kosten nachdenken.

An mehreren Standorten gibt es gastronomische Ein- richtungen, die alle barrierefrei sind. Toiletten soll es ausrei- chend geben, wir müssen uns hier auf das Wort der Veran- stalter verlassen. Alle Toiletten sind behindertengerecht aus- gestattet.

Auf dem Gelände besteht ein generelles Hundeverbot, ausgenommen sind Blin- denführ- und Begleithunde.

Voraussetzung ist ein entspre- chender Nachweis, der nur in Verbindung mit dem Schwer- behindertenausweis gültig ist.

So will man Missbrauch ver- hindern.

Einer der Höhepunkte ist eine Arena, die einem römi- schen Amphitheater nach- empfunden wurde und in der 5.000 Gäste Platz finden.

Zahlreiche Veranstaltungen werden hier stattfinden, viele berühmte Künstler auftreten.

Der Platz dieses Artikels reicht nicht aus, um annähernd alle Veranstaltungen zu erwähnen.

Einen Überblick bekommt man auf der Webseite www.

iga-berlin-2017.de Die Organisatoren haben ein wunderbares Gelände geschaffen. Es ist eine Schau, einer Hauptstadt würdig. Sie dauert bis zum 15. Oktober und es sei die Frage gestattet, wo kommt das Geld für den Erhalt danach her.

Übrigens: Der Berliner Be- hindertenverband organi- siert im Sommer Fahrten mit einem Shuttle-Bus zur IGA.

Von Siegurd Seifert

Kirschblütenfest in Japan? Nein, es findet diesmal mitten in Berlin zur Internationalen Gartenbauausstellung statt.

Song Contest ohne Julia Samoilowa

Julia Samoilowa wird nicht am Eurovision Song Contest teil- nehmen. Die russische Sängerin ist 2015 auf einem Konzert auf der Krim aufgetreten und wurde deshalb mit einem Einreisever- bot in die Ukraine belegt. Ein Kompromiss der Europäischen Rundfunkunion, sie mit einer Satelliten-Einspielung am Con- test teilnehmen zu lassen, lehn- ten die Ukrainer ab. Samoilowa benutzt einen Rollstuhl.

© Ines Meier Fotografie

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BBZ

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Zeitgeschehen

Mai 2017

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FREIZEIT BILDUNG BERATUNG

In bester Gesellschaft

Beruf

Erfolgreich ins Arbeitsleben mit dem Berufsbildungswerk

Tag der offenen Tür und Reha-Messe locken im Juni nach Potsdam

BBZ / DP Am Samstag, den 24.

Juni 2017 lädt das Berufsbil- dungswerk im Oberlinhaus von 10 bis 16 Uhr zum 7. Tag der offenen Tür mit Reha- Messe auf den Campus in der Steinstraße 80/82/84 ein. Über 40 Aussteller haben sich an- gemeldet, unter anderem aus den Bereichen Rehabilitation, Arbeit, Mobilität, Selbsthilfe, Gesundheit und Tourismus.

Die Gäste können an dem Tag in die Bereiche Ausbil- dung, Berufliche Schule, Woh- nen, Freizeit und Sport, in The- rapieräume und Fachdienste hineinschnuppern und mit Auszubildenden und Mitarbei- tenden ins Gespräch kommen.

Für eine Kinderbetreuung ist genauso gesorgt, wie für das

leibliche Wohl mit Spezialitä- ten aus dem Havelland, Ame- rican Barbecue, Torten im Wie- ner Kaffeehaus und Süßem aus der hauseigenen Eismeierei Babelsberg.

Das Berufsbildungswerk bildet seit über 25 Jahren junge Menschen mit Behin- derung aus, die besondere Unterstützung bei der Ausbil- dung in einem anerkannten Beruf brauchen. Rehapäda- gogisch qualifizierte Mitarbei- tende begleiten und fördern die Jugendlichen individu- ell und in kleinen Gruppen, sowohl vor Ort wie auch in Praktikumsphasen bei Koope- rationsunternehmen. Ein ei- gener Integrationsdienst hilft, den Sprung auf den ersten

Arbeitsmarkt erfolgreich zu meistern.

Schirmherr in diesem Jahr ist Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam.

Der Eintritt ist frei.

Verkehrsverbindung Buslinien 118, 694 Haltestelle „In der Aue“

S-Bahnhof Griebnitzsee 15 Minuten Fußweg Bitte beachten Sie, dass nur sehr begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen. Nutzen Sie deshalb bitte auch die Parkmöglichkeiten auf dem Gelände des Finanzamtes „Steinstraße 104 - 106“.

Gesellschaft

Wohnungen sozialer Einrichtungen von Kündigungen bedroht

Studie zur Wohnraumsituation sozialer Organisationen vorgestellt

BBZ / LK Laut einer aktuellen Umfrage von Paritätischem Wohlfahrtsverband Berlin und Stattbau Berlin sind derzeit 97 Wohnungen sozialer Organisationen in Berlin von Kün- digung bedroht. Allein 108 Wohnungen wurden bereits ge- kündigt. Die Kündigungen sind besonders dramatisch, weil es inzwischen nach Angaben der sozialen Träger auf Grund des angespannten Immobilienmarkts immer schwieriger wird, neue Räume zu finden.

Auf einer Podiumsdiskussion im Paritätischen Wohlfahrts- verband Berlin, an der neben der Geschäftsführerin des Ver- bandes Dr. Gabriele Schlimper auch die Senatorin für Stadt- entwicklung und Wohnen Katrin Lompscher sowie Ma- rio Hilgenfeld vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V.

teilgenommen haben, wurde die Umfrage vorgestellt. Im anschließenden Gespräch, in dem Strategien zur Sicherung von Wohnraum für soziale Träger diskutiert wurden, for- derte Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritä- tischen Wohlfahrtsverbandes Berlin: „Die Rahmenbedingun- gen für soziale Organisationen müssen verbessert werden und dafür brauchen wir auch die Unterstützung der Landes- regierung. Ich denke da bei- spielsweise an Erleichterungen

beim Abschließen von Erbbau- pachtverträgen, damit auch soziale Träger selbst neu bau- en können. Wir selbst planen, eine Beratungsstelle für unsere Mitglieder einzurichten, um sie besser bei Fragen rund um das soziale Wohnen unterstützen zu können. Auch da würden wir uns über ein Engagement des Landes freuen.“

Für die Umfrage waren die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsver- bandes Berlin befragt worden, die unter anderem Menschen mit Behinderung, Wohnungs- lose und Menschen mit psy- chischen Beeinträchtigungen betreuen. „Besonders schwie- rig ist die Situation dann, wenn zudem barrierefreier Wohnraum notwendig ist. Hier Ersatz zu finden ist auf dem derzeitigen Wohnungsmarkt besonders schwierig“, betont Dominik Peter (Stv. Vorsitzen-

der der Parität und Vorsitzen- der des Berliner Behinderten- verbands).

Am häufigsten werden Mietverträge durch privatwirt- schaftliche Wohnungsunter- nehmen bzw. private Vermie- ter gekündigt.

Die Senatorin für Stadtent- wicklung und Wohnen Katrin Lompscher sprach sich in dem Zusammenhang für ein brei- tes gesellschaftliches Bünd-

nis aus: „Wir können der Her- ausforderung des fehlenden Wohn- und Gewerberaums im sozialen Bereich nur gemein- sam begegnen. Neben der Unterstützung der städtischen Wohnungsbaugesellschaften brauchen wir dafür auch die der privaten Vermieter. Dabei denke ich nicht nur an die gro- ßen Verbände, sondern auch an kleine und mittelständische Unternehmen. Daher begrüße

ich die Initiative des Paritäti- schen Wohlfahrtsverbandes Berlin ausdrücklich, das Prob- lem öffentlich zu machen und die Akteure zusammenzubrin- gen.“

An der Umfrage „Wohn- raumsituation und Wohn- raumbedarfe der Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrts- verbandes Berlin“, die in der Zeit von Januar bis März 2017 stattfand, haben sich 60 Mit-

gliedsorganisationen des Pa- ritätischen Wohlfahrtsverban- des Berlin beteiligt. Insgesamt haben die Befragten 2728 Wohnungen für zu betreu- ende Personen angemietet.

Rund 70 Prozent der von den Befragten angemieteten Woh- nungen gehören privaten Ei- gentümern.

© Firma V · Fotolia

Politik

Datenlage zu Zwangsmaßnahmen unzureichend

Nach wie vor gibt es unzureichende Daten über Zwangs- maßnahmen bei psychisch beeinträchtigten Menschen

Zur Antwort der Bundesregierung auf zwei Kleinen Anfra- gen zur Anwendung von Zwangsmaßnahmen in psychiat- rischen und anderen Einrichtungen erklärt Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

BBZ / SE Zwangsmaßnahmen sind tiefgreifende Eingriffe in die Freiheitsrechte von Menschen.

Sie können – insbesondere bei Kindern – schwerwiegende Folgen haben. Der UN-Fachaus- schuss für die Rechte von Men- schen Behinderungen hat vor zwei Jahren kritisiert, dass es in Deutschland dazu keine aussag- kräftigen Daten gibt. Geändert hat sich daran bis heute nichts.

Die Zahlen, die die Bundes- regierung liefert, sind wenig aussagekräftig und unzurei-

chend. Es gibt zwar Daten zu gerichtlichen Verfahren, also den angeforderten Genehmi- gungen bzw. Anordnungen von Unterbringungen. Aber ob es wirklich zu einer Unterbrin- gung kommt, ist nicht ersicht- lich, da der Ausgang der Verfah- ren nicht erfasst wird. Auch eine genauere Aufschlüsselung nach Personengruppen, beispielswei- se Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder psy- chischen Erkrankungen, ist nicht möglich. Entsprechend detail-

lierte Daten werden schlicht nicht erhoben.

Zwar fördert das Bundes- gesundheitsministerium zwei Forschungsprojekte, die sich mit Zwangsmaßnahmen im psych- iatrischen Hilfesystem befassen, doch eine systematische Daten- erhebung wird nicht angegan- gen.

Umfassenden Daten zu Zwangsmaßnahmen sind nicht nur nötig, um zu wissen, wie viele Menschen davon betroffen sind und ob es Personengrup- pen gibt, die verstärkt betrof- fen sind. Es können auch keine Handlungsempfehlungen ge- geben oder bessere Präventiv- bzw. Alternativmaßnahmen erarbeitet werden.

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BBZ Mai 2017

Seite 3

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Berlin

Neue App hilft beim barrierefreien Bummel durch Berlin

visitBerlin setzt auf Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“

Berlin stellte kürzlich seine neue App „accessBerlin“vor. An- dré Nowak sprach für die BBZ mit Gerhard Buchholz, dem Verantwortlichen für das Thema barrierefreier Tourismus bei visitBerlin.

BBZ: „accessBerlin“ scheint ja für mobilitätseingeschränkte Berliner und ihre Gäste Einiges zu bieten. Was können wir von der neuen App erwarten und wie geht es hier weiter?

Buchholz: Wir sind wirklich glücklich, dass wir dieses neue Angebot zur ITB vorstel- len konnten. Hierfür danken wir der Senatsverwaltung für Wirtschaft, die mit Mitteln aus der City-Tax die Entwicklung der App unterstützte. access- Berlin ermöglicht es zunächst Rolli-Nutzern, sich verlässlich anhand von fünf Routenvor- schlägen entlang der touris- tischen Servicekette durch Berlin zu bewegen. Die Orte und Partner an diesen Routen sind nach Kennzeichnungs- system „Reisen für Alle“ erho- ben und zertifiziert. D. h., hier hat der Nutzer ein Höchstmaß an gesicherter Information, da u. a. auch die Prüfberich- te lesbar sind. Die Navigation durch Berlin wird mit vielen Zusatzinfos wie z.B. eine Lis- te der „Wall- Toiletten“ oder eine Übersicht der Fahrstühle im ÖPNV, Wege beziehungen und Informationen zu touris- tischen Attraktionen komfor- tabel ermöglicht. Wir planen derzeit weitere Strecken der BVG und S-Bahn für die App zu erschließen. Dazu haben wir weitere Ziele definiert: Erwei-

terung des App-Angebotes für zunächst den S-Bahn-Innen- stadtring, dann in die Bezirke.

Ein nächster wichtiger Schritt ist, das App-Angebot auch für blinde und taube Menschen zur Verfügung zu stellen.

BBZ: ... und welche Angebote und Informationsmöglichkei- ten gibt es für diejenigen, die die App nicht nutzen können oder wollen?

Buchholz: Natürlich fahren wir in der Kommunikation mehr- gleisig, denn es gibt ja nicht nur Smartphone-Nutzer. Alle Infos werden mit unserem Webangebot synchronisiert, das nach einem umfangrei- chen Web-Relaunch ab Som- mer 2017 dann weltweit mehr- sprachig abrufbar ist.

So können sich Berline- rInnen und unsere Gäste be- quem vom heimischen PC aus über das Angebot informieren.

Natürlich wird das Webange- bot dann barrierefrei zertifiziert nach BTIV gestaltet sein. Aber auch den Info-Flyer wird es weiterhin geben. Der liegt u. a.

in unseren sieben Berlin Tourist Info-Stores aus.

BBZ: Welche Rolle wird das Kennzeichnungssystem „Rei- sen für Alle“ bei der Entwick- lung des barrierefreien Touris- mus in Berlin spielen?

Buchholz: „Wir sind froh, dass wir als deutsche Haupt- stadt von Anfang an vom neuen System profitieren können. Die zunehmende Internationalität erfordert ein verlässliches Kennzeich- nungssystem. Allerdings ist dies im touristischen Alltag noch ein arbeitsintensiver Prozess, da der Mentalitäts- wechsel in der Branche erst am Anfang steht. Die Schär- fung für das Thema nimmt

erfreulicherweise stark zu, nicht zuletzt auch dadurch, dass die Medien diesem Thema einen stärkeren Raum geben. Ich sehe hier eine mittelfristige Entwick- lung, die zu guten Ergeb- nissen führt. Aktuell haben wir als visitBerlin knapp 80 Partner aus der sog. touris- tischen Servicekette für das System gewinnen und zerti- fizieren können.

BBZ: In der Koalitionsverein- barung steht, dass Berlin ein neues Tourismuskonzept erarbeiten und den Runden Tisch Tourismus fortführen will. Wie ist hier der Arbeits- stand und wird visitBerlin nun auch die Berliner Be- hinder tenorganisationen an den Runden Tisch bitten und bei der Konzepterarbei- tung aktiv einbeziehen?

Buchholz: „Der Runde Tisch Tourismus beim Regieren- den Bürgermeister wird auch in der neuen Legisla- turperiode fortgeführt und hat 2017 bereits einmal stattgefunden. Wichtig ist aber auch, dass der Run- de Tisch Barrierefreie Stadt seine Arbeit wieder zügig aufnimmt. Der neue Zu- schnitt der Senatsverwal- tungen erfordert hier noch Abstimmungsbedarf. Dieser

„Tisch“ hätte dann aufgrund seiner Teilnehmerstruktur eine praktische Durchfüh- rungskraft, die mit der nöti- gen politischen Begleitung wichtige Themen beschleu- nigen und umsetzen kann.

Das Thema Barrierefreiheit spielt bei der Erarbeitung des neuen Tourismuskon- zeptes eine sehr wichtige

Rolle. Die Verbesserungen, die hier erreicht werden müssen, sind im Sinne ei- ner wirklich nachhaltigen Tourismusentwicklung ein Kern- u. Zukunftsthema für Berlin.

App downloadbar: Google Playstore (Android) App–

Sore (iOS iPhone).

Touristen, die sich durch gedruckte Stadtführer Berlin erklären lassen, wird es nach wie vor geben. Diese Stadtführer werden aber sinnvoll durch die visitBerlin-App ergänzt werden.

© Robert Kneschke

Informationen vistitBerlin.de ist das of- fizielle Tourismus-Portal der Stadt Berlin. Auf dieser Website finden Touristen alles, was für einen Berlin- Besuch nötig ist, angefan- gen von organisierten Tou- ren über die Suche nach geeigneten Unterkünften bis zur Buchung von Veran- staltungen. Wenn Sie also Besuch bekommen und sich über ein interessantes Programm Gedanken ma- chen, ist diese Seite eine sehr gute Anlaufstelle.

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BBZ

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Zeitgeschehen

Mai 2017

Selbsthilfe

Anderssein ist das Normale

Menschen mit seelischen Hindernissen vertreten sich selbst! - Der Kellerkinder e. V.

Oft werden wir aufgrund unseres Namens gefragt, ob wir uns für Kinder engagieren? Dies müssen wir immer wieder verneinen. Wir erklären, dass wir uns im Souterrain (Keller) gegründet haben. Wir sind Menschen, die manchmal über ihre seelischen Hindernisse stolpern. Deshalb werden wir seitens der Gesellschaft wie unselbstständige ungezogene Kinder behandelt. Aber das ist nur ein Teil der Erklärung.

Der Name entstand auch durch die Auseinandersetzung mit der Eugenik (Verbesserung der menschlichen Rasse) und der „Euthanasie“ und Zwangs- sterilisation im Nationalsozia- lismus. Besonders geprägt hat den Namen der Film „Wir Kel- lerkinder“ mit Wolfgang Neuss aus dem Jahr 1960. Er beschäf- tigt sich mit der “frühen“ Aufar- beitung des Nationalsozialis- mus und der Hauptdarsteller wird mit seinem „Anderssein“

letztlich mit „Psychiatrie“ be- straft.

Aber auch noch in den 90er Jahren zeigte der Umgang mit Menschen mit Behinderung in Europa Kontinuitäten zur Zeit des Nationalsozialismus. „Die Zustände in einigen rumäni- schen Häusern“, sagt Schmidt- Michel, hätten ihn „an den Um- gang mit psychisch Kranken in der Zeit des Faschismus“ erin- nert. In Beclean an der ukrai- nischen Grenze zum Beispiel, wo 1990 die Hälfte der 130 Patienten im Keller wie Tiere untergebracht waren. „Das war passive Euthanasie.“ (aus: Der Spiegel, Der Psychiatrie-Gulag, 04.12.2006.) Und noch heute ist die Situation in Rumänien menschenunwürdig.

Aber wie ist die Situation morgen? Hier ist der Bioethi- ker und Philosoph Peter Singer zu nennen, der wieder das Le- bensrecht behinderter Men- schen in Frage stellt.

In diesem Bewusstsein ha- ben wir uns entschieden, zu

handeln und auf die täglichen Stigmatisierungen und Men- schenrechtsverstöße aufmerk- sam zu machen. Hier möchten wir die Mechanismen, wie die Bewertung von Menschen nach Wirtschaftsleistung und permanenter Anpassungsfä- higkeit, die auch Kriterien der Tötung von Behinderten in der NS-Zeit darstellten, verdeutli- chen und auf die Gefahr in die- sem Denken hinweisen.

Fürsorge und Fremdbestim- mung

Und in diesem Engagement versteht sich der Kellerkinder e. V. nicht als eine Organisa- tion der Selbsthilfe, sondern als eine der Selbstvertretung.

Wir sind Aktivisten in eigener Sache. Wobei wir das Ins-Han- deln-Kommen für die eigene Sache auch als eine Form von (Selbst)-Behandlung verste- hen. Wir sind unserem Hin- dernis nicht ohnmächtig und somit abhängig ausgeliefert, sondern können für uns etwas selbstbestimmt und aktiv tun.

Aber können „psychisch kran- ke Menschen“, die im „Tatort“ in der Regel den Mörder stellen oder Flugzeuge mit unschul- digen Passagieren vor Alpen- wände setzen, Selbstbestim- mung einfordern? Brauchen

„psychisch Kranke“ nicht eher Fürsorge, Fremdbestimmung oder gar Zwangsmaßnah- men, um Sie vor sich selbst zu schützen? Genau diesen Stigmatisierungen wollen wir entgegenwirken. Menschen(-

rechts-)verachtendes Handeln mit oder ohne einem seeli- schen Hindernis ist ohne jegli- che „Entschuldigung“ zu sank- tionieren und abzulehnen, aber nicht das „Anderssein“ für sich begründet keine Fremd- bestimmung.

Wir möchten mit vielen Teilen unseres „Andersseins“

im Sinne einer partizipativen Selbstbestimmung akzeptiert werden. Natürlich bedarf es manchmal einer „Seelen-Krü- cke“ oder einer „Seelenprothe- se“ wie Therapie, Behandlung und Begleitung. Aber dieser Teil unserer Existenz begleitet uns in zeitlich begrenzten Kri- sen und nicht in unserem gan- zen Leben. Dennoch, eine Di- agnose beschreibt für unsere Umwelt einen Dauerzustand menschlicher Irrationalität. Wir sind somit nicht ernst zu neh- men; wir sind eben „verrückt“.

Das grenzt uns aus der Gesell- schaft und dem Arbeitsleben aus. Viele von uns leben noch in Sonderwelten des Hilfesys- tems, in Abhängigkeit von Be- handlern. Es zwingt uns, uns

weiterhin ausschließlich über unser seelisches Hindernis, un- sere Defizite und Diagnose zu definieren, da wir sonst keine Teilhabeleistungen seitens der Krankenkasse, Rentenversiche- rungs- und Sozialhilfeträger zu erwarten haben. Hierin wird für uns auch noch einmal der Irrsinn einer geplanten „5 von 9 Regelung“ im Bundesteilhabe- gesetz deutlich. Wenn wir uns mit unserer „Seele“ stabilisieren und nur noch in 4 anstatt 5 Lebensbereichen Unterstüt- zung benötigen würden, dann würde uns weitere Hilfe dem- nächst verweigert. Dies wäre aus gesundheitspolitischer Perspektive und im volkswirt- schaftlichen Sinne eine Katas- trophe, da der Verlust von Teil-

habeleistungen vielen von uns die „Seelenprothese“ nimmt und unsere Situation wieder verschlechtert.

Akzeptanz des „Anders- seins“

Aber auch der ständige „Ge- nesungszwang“ seitens der Behandler, den viele von uns schon verinnerlicht haben, verdunkelt den Blick auf unse- re Fähigkeiten, insbesondere auch bei uns selbst. Das „See- lenbein“ ist eben ab. Prothesen helfen zwar. Aber das „Bein“

bleibt ab. Hierin begründet sich auch unser Kampf für die UN-Behindertenrechtskonven- tion im Sinne der Akzeptanz des „Andersseins“. Und dieses

Verständnis haben wir auch durch gemeinsame Aktionen und den Austausch mit ande- ren Selbstvertretungsorgani- sationen unterschiedlichster Behindertengruppen stärken können. Für diese Erfahrung und das an die „Hand nehmen“, sind wir so dankbar. Heute se- hen wir uns nicht mehr isoliert als „Opfer der Normalität“. Ge- meinsame Aktivitäten für den Abbau unterschiedlichster Barrieren von Menschen, die

„anders“ sind, haben uns in unserem inklusiven Verständ- nis für uns selbst gestärkt. Wir laden alle interessierten Men- schen mit Ihrem Anderssein zu einem Dialog und gemein- samen Aktionen ein. Jeder Mensch ist anders …

Dokumentationen über un- ser Engagement zum Thema

„Geh Denken“ mit Filmen, wie

„Unwertes Leben on tour“ oder gemeinsame Aktionen wie die Videos zum Bundesteilhabe- gesetz findet ihr auf unserer Internetseite www.maria-der- bär.de. Auf der Internetseite findet ihr auch unsere Kontakt- daten. Seit dem 13.04.2017 fin- det jeden Mittwoch von 17.00 bis 21.00 Uhr, unser Nacht- café statt (Ebertystr. 8, 10249 Berlin). Interessierte, Freunde und Aktivisten mit oder ohne Hindernissen treffen sich in unverbindlicher Runde zum Austausch und Spaß bei lecker Essen und Trinken.

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Wir helfen Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen den Alltag zu meistern. 24 Stunden/365 Tage im Jahr. Damit unsere Klienten das bekommen, was ihnen zusteht: Lebensqualität im eigenen Zuhause.

Weitere Infos: www.futura-berlin.de Per E-Mail: info@futura-berlin.de

Telefon

Mitten im Leben leben

Das Pflegenetzwerk in Berlin-Spandau

a n z e i g e Von Thomas Künneke

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BBZ Mai 2017

Zeitgeschehen

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a n z e i g e

Städtepartnerschaft

MmM – Müller meets Moskau

Schaffung von Barrierefreiheit bleibt Schwerpunkt für die Partnerstädte

Zum ersten Mal reiste Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im März 2017 nach Moskau, der Stadt, mit der es eine enge und auch sehr aktive Städtepartnerschaft seit 1991 (bzw. seit 1967 mit Berlin – Hauptstadt der DDR) gibt.

Seit mehreren Jahren ist ein Schwerpunkt in der Zusam- menarbeit beider Hauptstäd- te der Erfahrungsaustausch zur Schaffung von Barriere- freiheit und zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinde- rungen. Umso bedauerlicher, dass zur Berliner Delegation, die im März nach Moskau reis- te, kein Vertreter des Berliner Behindertenverbandes (BBV) gehörte, obwohl dem Senat die seit 2012 bestehende Ko- operation zwischen dem BBV

und dem Moskauer Behinder- tenverband (MGO) bekannt ist. Auch eine diesbezügliche Anfrage der BBZ bei der Pres- seabteilung von Herrn Müller wurde einfach nicht beant- wortet.

Bei dem Besuch unter- zeichneten Michael Müller und der Moskauer Oberbür- germeister Sergei S. Sobjanin ein 13 Punkte umfassendes Memorandum mit dem Ziel, gerade in Zeiten internatio- naler Spannungen die part- nerschaftliche Zusammenar- beit in verstärktem Maße für den Dialog zu nutzen und

den Austausch zwischen den Menschen beider Städte zu beleben.

Schwerpunkte sind neben den Wirtschaftsbeziehungen der politische Austausch über Verkehrs- und Wohnungspo- litik und kulturelle Begegnun- gen sowie Erfahrungsaustau- sche zur sozial-medizinischen Rehabilitation und Integration, zur beruflichen Förderung von schwerbehinderten Menschen und zur barrierefreien Stadtpla- nung. Abschließend heißt es in dem Dokument, dass Initiati- ven von Vereinen ausdrück- lich begrüßt und unterstützt werden, die Zivilgesellschaft umfassend in die Partnerschaft einbezogen und zu Sitzun- gen der Gremien eingeladen werden soll. Darüber ist auch der BBV sehr erfreut, schließ-

lich gab es bisher für die Zu- sammenarbeit beider Behin- dertenorganisationen keine finanzielle Unterstützung vom Senat und auch sonst gibt es hier zwischen dem BBV und der Senatsverwaltung noch viel Luft nach oben.

Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Behin- dertenorganisationen bei- der Städte ist der vom BBV unterstützte Austausch von Rollstuhlbasketballmann- schaften. So war eine Mann- schaft der SG Handicap Ber- lin (SGH) 2014 sowie im Dezember 2016 zum Turnier in Moskau und nun kommt erstmalig eine Mannschaft von FALKON aus Moskau zum 6. Luise-Guder Cup der

SGH am 17. und 18. Juni 2017 nach Berlin.

Weitere Aktivitäten, mit de- ren Vorbereitung sich derzeit auch der BBV beschäftigt, sind die Moskauer „RehaCare“ IN- TEGRAZIA vom 14. – 16. Juni 2017 sowie die XIV. Deutsch- Russische Städtepartner- schaftskonferenz vom 28. bis 30. Juni 2017 in Krasnodar.

Es gibt aber auch Wer- mutstropfen in der Zusam- menarbeit zwischen Moskau und Berlin: die für Juni 2017 geplanten 11. Deutsch-Russi- schen Festtage in Berlin-Karls- horst finden nicht statt, da der Hauptsponsor nicht mehr zur Verfügung steht und die Stadt Berlin keine Möglichkeit sah, das größte Deutsch-Russische

Kulturfest in Deutschland fi- nanziell zu unterstützen. Bei diesem dreitägigen Fest (ohne Eintritt) begegneten sich Jahr für Jahr über 100.00 Menschen mit und ohne Behinderungen aus beiden Nationen. Bleibt zu hoffen, dass Müllers Besuch in Moskau auch dazu beiträgt, dass dieses Fest im Juni 2018 wieder stattfinden kann.

Von André Nowak

Bildunterschrift

© And Nowak (3)

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BBZ

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Zeitgeschehen

Mai 2017

Wir informieren Sie gern:

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a n z e i g e a n z e i g e

Gesundheit

Dem Körper für die Genesung Zeit geben

Möglichkeiten, die Genesung von älteren Menschen behutsam zu fördern

„Ich habe schon gedacht, ich werde gar nicht mehr fit“, war das Gefühl der einen,

„so schwach habe ich mich schon lange nicht mehr ge- fühlt; ich dachte schon, ich komme gar nicht mehr auf die Beine“, war die Sorge ei- nes anderen. Nach längerer oder schwerer Erkrankung, oft damit verbundenem Allein-Sein braucht Gene- sung Aufmerksamkeit für verschiedene Probleme: Bei längerer Bettlägerigkeit wird der Appetit nicht gerade an- geregt, bauen sich Muskeln eher ab als auf, kann auch die Atem muskulatur ge- schwächt werden. Und ein dadurch verursachter flacher Atem füllt die Lungen weni- ger gut mit sauerstoffreicher Luft.

Da nach einer überstan- denen Krankheit überall im Körper Reparatur- und Re- generationsvorgänge statt- finden, in den Bronchien wie in der Blase wie im Darm und anderswo, ist es für die Gene- sung älterer Menschen von großer Bedeutung, sich dafür Zeit zu nehmen. Bei älteren

Menschen, deren Organsys- teme oft schon in mancher Hinsicht geschwächt sind, dauert die Erholung einfach länger. Um sich also lange genug im Bett zu erholen, aber nicht durch zu langes, passives Liegen allzu viel wichtige Muskulatur abzu- bauen und eventuell län- gerfristig gebrechlich zu werden, empfiehlt es sich, so früh wie möglich in kleinen Schritten das Bett wieder zu verlassen. Anfangs ist dies vielleicht nur über den drei- mal täglichen Weg zum Ess- tisch möglich, aber auch mit sogenannter Bettgymnastik lassen sich nach langem Lie- gen die Muskeln behutsam wieder mobilisieren und trainieren. Sanfte Bewegung empfiehlt sich in dieser Si- tuation also mehr als kräfte- zehrender Leistungssport.

Behutsame Mobilisierung der Wirbelsäule So kann schon am Morgen, nach dem Aufwachen ein kräftiges Räkeln und Sich- Strecken eine wichtige Rolle spielen. Denn im Verlauf der Nacht hat sich die mensch-

liche Wirbelsäule zumeist entspannt, die Muskelspan- nung sich gesenkt. Bevor die Wirbelsäule im Zusammen- hang mit Alltagsbelastun- gen wieder strapaziert wird,

empfiehlt es sich, sie durch ein solches Sich-Räkeln be- hutsam zu mobilisieren, so auch kleinen Verletzungen und Zerrungen vorzubeu- gen. Im Gegensatz zur Mus- kulatur, die morgens im Bett bei vielen noch ganz weich und locker ist, sind Bän- der und Bandscheiben zu diesem Zeitpunkt offenbar noch besonders fest und unbeweglich. Bei längerem Liegen wird auch kein Druck mehr auf sie ausgeübt. Ge- rade die Bandscheiben kön- nen sich offenbar in Ruhe wieder ein Stück ausdehnen und mit Flüssigkeit auffüllen.

Dies ist nötig, um ihre Funk- tion als Stoßdämpfer zu er- halten, hat aber andererseits offenbar zur Folge, dass man sich morgens erstmal etwas schwer beweglich fühlt.

Bewegungsübungen für die Lenden- und die Brust- wirbelsäule

Zunächst empfiehlt es sich, die Lendenwirbelsäule und das Hüftgelenk zu mobili- sieren, indem die oder der gerade Aufgewachte noch in Rückenlage Arme und Beine kräftig in die Länge streckt. Dabei sollten beide Beine eng beieinander lie- gen. Dann kann man versu- chen, abwechselnd die eine und dann die andere Ferse

nach unten zu schieben.

Diese sehr kleine Bewegung sollte möglichst nur aus der Hüfte kommen. Eine Hilfe ist es dabei, während dieser Beinstreckung den diagonal gegenüberliegenden Arm in die Gegenrichtung, also nach oben zu ziehen.

Danach kann man versu- chen, durch das sogenannte

„Beckenkippen“ die untere und die mittlere Wirbelsäu- le in Bewegung zu bringen:

Dabei wird, bei angebeugt auf der Matratze stehenden Beinen, das Gesäß abwech- selnd hochgehoben und dann wieder leicht gegen den Boden gedrückt. In die- ser Position, also mit ange- beugt auf der Matratze ste- henden Beinen, kann man, kann mensch auch die Knie abwechselnd nach links und nach rechts absenken, um die Wirbelsäule für die Rota- tions- oder Drehbewegun- gen des späteren Alltags zu mobilisieren.

(Weitere Übungen sind unter dem Stichwort „Bett- gymnastik“ im Internet zu finden)

Unterstützung der Regene- ration durch gesundheits- förderliche Ernährung und ausreichendes Trinken Auch die Ernährung spielt dabei natürlich eine wich-

tige Rolle: Denn der Mus- kelaufbau hat mehr Erfolg, wenn die Genesenden auch das Richtige oder eben et- was Gesundheitsförderli- ches essen. Und besondere Bedeutung haben dahinge- hend, als Kraftspender und eben im Hinblick auf den Muskelaufbau, jetzt eiweiß- reiche Nahrungsmittel wie Eier oder Fleisch. Im Zusam- menhang damit wird für eine solche Situation auch empfohlen, aufs Körperge- wicht zu achten.

Da Wasser unersetzbar für alle Körperfunktionen ist, gilt es insbesondere, die bei Seniorinnen und Senioren verbreitete Dehydrierung zu vermeiden, ein Austrocknen des Körpers, infolgedessen zahlreiche Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Ein besonderes Risiko für eine De hydrierung besteht, wenn ältere Menschen Durchfall haben, da damit auch ein hoher Flüssigkeitsverlust verbunden ist. Um ein aus- reichendes Trinken zu för- dern, kann es offenbar hilf- reich sein, sich zum Beispiel jeden Morgen 2, 3 Flaschen Wasser an einem bestimm- ten Platz hinzustellen. So hat man die erforderliche und die bereits getrunkene Trink- menge immer vor Augen.

Von Rainer Sanner

So wichtig ist nährstoffreiche Ernährung

Wichtige Ergebnisse für an Multipler Sklerose erkrankte Menschen

Eine in den USA, an der John Hopkins Universität in Balti- more durchgeführte Studie aus dem Jahr 2015 kam of- fenbar zu dem Ergebnis, dass bei an Multipler Sklerose er- krankten Frauen die Werte von verschiedenen wichtigen An- tioxidantien im Blut deutlich niedriger waren als bei gesun- den Frauen aus einer Kontroll- gruppe.

Im Rahmen dieser Studie wurden 27 MS-Patientinnen und 30 gesunde Frauen zwi- schen 18 und 60 Jahren unter- sucht. Alle 57 Frauen machten über ein ganzes Jahr hinweg detaillierte Angaben zu ihrer Ernährung. Untersuchungs- zeitraum war das Jahr vor der zusätzlichen Gabe eines Vita- min-D-Präparates. Als Ergän- zung zu ihrer Nahrung erhiel- ten alle Frauen anschließend ein solches Vitamin D-Präparat.

Nach neueren Untersuchun- gen können höhere Vitamin- D-Werte die Symptome der Krankheit Multiple Sklerose lindern. Da Vitamin D auch mit Hilfe von Sonnenlichteinwir- kung im menschlichen Körper gebildet werden kann, war den Teilnehmerinnen neben der Einnahme des Vitaminprä- parats auch ein häufiger Auf- enthalt im Freien, im Sonnen- licht empfohlen worden.

Die Auswertung der Studie Die an dieser Studie beteilig- ten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass schließlich die Durchschnittsblutwerte von fünf Antioxidantien bei den an Multipler Sklerose erkrank- ten Frauen deutlich geringer waren als in der Kontrollgrup- pe der gesunden Frauen. An- tioxidantien sind chemische Verbindungen, die im mensch- lichen Organismus eine Oxida- tion anderer Substanzen ver- langsamen oder verhindern, so gegen oxidativen Stress wirksam sind. Oxidativer Stress wird in Zusammenhang ge- bracht mit dem Alterungspro- zess und auch mit der Ent- stehung von verschiedenen Krankheiten.

Im Rahmen der Studie war das Blut der teilnehmenden Frauen im Hinblick auf fünf An- tioxidantien untersucht wor- den: die Durchschnittswerte von Folaten (im Gegensatz zur synthetisch hergestellten Form, die Folsäure genannt wird), Vitamin E, Magnesium, Lutein-Zeaxanthin und Quer- cetin. DIe drei erstgenannten Nährstoffe sind bekannter, Lutein-Zeaxanthin spielt eine wichtige Rolle für das Sehen, und Quercetin ist ein gelber Naturfarbstoff, der offenbar al- lergischen und entzündlichen Reaktionen vorbeugen kann.

Ergebnisse der Studie Noch nicht deutlich ist, ob die gefundenen Unterschiede die Ursache oder die Folge einer MS-Erkrankung sind. Die Stu- dienleiterin Sandra D. Cassard von der John Hopkins Univer- sität in Baltimore betont aber:

„Da die Multiple Sklerose eine chronisch-entzündliche Er- krankung ist, ist es besonders wichtig, ausreichend Nähr- stoffe mit antientzündlichen Eigenschaften aufzunehmen, die die Krankheit möglicher- weise positiv beeinflussen können.“ Es sind aber wohl noch weitere Studien notwen- dig, um aus den Ergebnissen dieser 2015 durchgeführten Studie konkretere Empfehlun- gen für MS-Kranke ableiten zu können.

Von Rainer Sanner

© highwaystarz · Fotolia

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BBZ Mai 2017

Zeitgeschehen

Das Sozialunternehmen USE gGmbH bietet vielfältige berufliche Rehabilitationsmög- lichkeiten für psychisch kranke und / oder behinderte Menschen in über 30 Berufsfeldern – von Handwerk & Medien über Dienstleistungen bis hin zu Gastronomie & Tourismus - in Berlin und Brandenburg.

Der Integrationsfachdienst Mitte, die Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsförder- und Beschäftigungsmaßnahmen, Umschulung und Ausbildung bis hin zur Einrichtung von Schwerbehindertenarbeitsplätzen bereichern dieses Angebot.

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a n z e i g e

Interview

Es darf gelacht werden

„Zwei Brüder, zwei Clowns, ein inklusiver Showakt der sich ins Hirn einbrennt“

Ironisch, schräg und mit einer gehörigen Portion Charme – Das erste Mal standen Frieder und Lukas im Alter von sechs und zwölf Jahren auf der Bühne. Mittlerweile sind sie das einzige inklusive, professionell arbeitende Clownsduo Deutschlands. Sie werden die Demo-Teilnehmer am Protest- tag am 05. Mai am Brandenburger Tor unterhalten. Grund genug, sich mit Lukas zu unterhalten. Das Interview führte Dominik Peter.

BBZ: Seit wann arbeitet Ihr beide eigentlich als Clowns und wie seit ihr auf diese Idee gekommen?

Lukas: Wir traten das erste Mal mit 6 und 12 Jahren in einem Kinderzirkus zusammen auf.

Frieder wurde von ein paar Eltern als Clown geschminkt, als ich das sah beschloss ich Ihn einfach mit in die Mane- ge zu nehmen. Wir haben vor 400 Leuten zusammen im- provisiert. Als Kinder war das noch einfach, da man den so- genannten „Niedlichbonus“

hat. Nun sind wir erwachsen, wir lieben die Clownerie im- mer noch und trainieren da- für regelmäßig.

BBZ: Ihr nennt Euch ja Be- suchBrüder? Ist das ein Künstlername oder seit Ihr im wahren Leben wirklich Brüder?

Lukas: Wir sind wirklich Brü- der und heißen mit Nachna- men „Besuch“.

BBZ: Ihr werdet ja vor einem breiten Publikum am 05. Mai beim Protesttag auftreten.

Was reizt Euch daran?

Lukas: Jeder Auftritt ist ein- zigartig, da wir bei den un- terschiedlichsten Veranstal- tungen spielen. Wir müssen uns immer wieder neu den Gegebenheiten anpassen.

Gerade als Brüder sind wir sehr gut eingespielt, jedoch lebt unsere Komik vom Scheitern und dem Unbe- rechenbaren. Das Unbere- chenbare ist der Auftritt, das Scheitern unser Werkzeug den Auftritt zu meistern.

BBZ: Wir – die Organisato- ren des Protesttags – nut- zen den Tag um politische Forderungen zu transpor- tieren. Viele Vereine, die uns unterstützen, sehen wie wir nach wie vor großen Hand- lungsbedarf. Auch nach der Verabschiedung des Bun- desteilhabegesetzes und des Pflegestärkungsgesetzes III.

Seit ihr eigentlich politisch interessiert?

Lukas: Frieder würde gerne Bürgermeister von Berlin werden. Ich denke das sich da einiges zum Guten wan- deln würde … und ja, wir sind politisch interessiert und engagiert.

BBZ: Man sagt ja gerne, La- chen ist die beste Medizin.

Seht ihr das auch so?

Lukas: Ja, lachen ist gesund und Humor eine intelligente Waffe.

BBZ: Wenn Ihr beide einen Wunsch freihättet, was wür- det Ihr Euch wünschen?

Lukas: Eine Welt in Balance – und mehr Wünsche.

Über die BesuchBrüder Frieder ist 31 Jahre und lebt in einer WG in Berlin. Neben der Clownerie arbeitet er als „Pommes-Chef“ in einer Schulkantine in Spandau.

Er ist verlobt und führt eine Fernbeziehung Ber- lin / Stuttgart.

Lukas ist 37 Jahre und lebt mit seiner Freundin und seiner 2 jährigen Tochter in Kreuzberg. Er hat an der Berliner Zirkusschule Pan- tomime / Mime studiert und arbeitet als Clown / Schau- spieler im In- und Ausland.

Informationen über die Ar- beit der BesuchBrüder sind auf der Webseite www.be- suchlukas.de zu finden. Die BesuchBrüder freuen sich über weitere Engagements.

Anfragen an:

mail@besuchlukas.de.

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BBZ

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Protesttag

Mai 2017

Ablauf:

Am Freitag, den 05. Mai, ist es endlich soweit und wir feiern mit einer Demo und einer Abschluß- kundgebung am Brandenburger Tor 25 Jahre „Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Wir informieren über den Stand der Vorbereitungen.

Im Rahmen des Protesttags sind zahlreiche kleinere Aktionen geplant. Dies sind folgende:

Seedbombs

Der VdK und Integra werden am Bebelplatz sogenannte SeedBombs als „Saat der Inklusion“

verteilen. Überall sollen Inklusions-Blumen erblühen.

Inklusions-Taxi

Berlin braucht endlich auch barrierefreie Taxen. Daher wird der SoVD am Brandenburger Tor ein bar- rierefreies Taxi präsentieren. Doch damit nicht genug: Ein barrierefreies Taxi der Firma Kadomo wird mit uns demonstrieren und den Protestmarsch begleiten.

Aktion Wall-Toilette

Der Demozug führt diesmal vom Bebelplatz über „Unter den Linden“ entlang. Dabei passieren die Demoteilnehmer eine barrierefreie Wall-Toilette. Da das Land Berlin derzeit über ein neues Toilettenkonzept nachdenkt, planen Mitglieder des „Spontanzusammenschluß Mobilität für Behin- derte“ ein Aktion vor Ort.

Jubiläums-Anstecker

Am Stand des Berliner Behindertenverbands (Brandenburger Tor) werden eigens zum Jubilä- um produzierte Anstecker verteilt werden. Sie sollen als Erinnerung an den Protesttag dienen.

Die Auflage ist limitiert.

Dieses Jahr wollen wir Erreichtes feiern und unsere Forderungen lautstark formulieren.

Daher werden nach der Eröffnung der Abschlußkundgebung durch Verena Bentele, ausschließ- lich Vertreter aus der Behindertenbewegung sprechen. Zugesagt haben unter anderem Sigrid Arnade (ISL), Dominik Peter (Berliner Behindertenverband e.V.) und Ludwig Herb (Deutscher Gehör- losen-Bund e.V.).

Die Organisatoren der Veranstaltung sind dieses Jahr daher der Meinung, dass die Bühne ausschließ- lich von Vertretern aus der Behindertenbewegung genutzt werden soll. Den klassischen Politiker-Talk wird es auf der Bühne der Abschlußkundgebung nicht geben.

Neues zum diesjährigen Protesttag

Folgende Vereine werden mit einem Infostand vertreten sein:

am Brandenburger Tor (Pariser Platz)

Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland (ABiD), Berliner Behindertenverband (BBV),

BZSL - Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e. V.,

Dynamis e. V. (Musikwagen), Lebenshilfe Berlin - LV Berlin, NITSA e. V.,

Parität - LV Berlin, Sozialdenker e. V.,

Sozialverband Deutschland - LV Berlin-Brandenburg (SoVD) am Bebelplatz

Aktion Weitblick gGmbH, akse - Aktiv und Selbstbestimmt e.V.,

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., Integra gGmbH,

Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg Ein Protesttag – viele Vereie

Bis 15.00 Uhr:

Treffen am Bebelplatz 15.00 - 15.30 Uhr:

Protestmarsch Unter den Linden 15.30 - 17.00 Uhr:

Bühnenprogramm am Brandenburger Tor

Unsere Forderungen:

Die unverzügliche und vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention;

Freie Persönlichkeitsentfaltung für Alle und Jede/n durch selbstbestimmte Teilhabe - wenn er-

forderlich: mit Assistenz - in jedem Lebensalter!

(ABiD - Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland e.V.)

Freie Wahl der Wohnform - keine Abschiebung in Heime wegen Kostenvorbehalt.

(BBV - Berliner Behindertenverband - Für Selbstbestimmung und Würde e.V.)

Die Privatwirtschaft muss endlich zum barrierefreien Bauen verpflichtet werden.

(BBV - Berliner Behindertenverband - Für Selbstbestimmung und Würde e.V.)

Politische Rahmenbedingungen für echte Inklusion: gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne

Behinderung von Beginn an.

(BZSL - Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V.)

Pflege ist kein Ersatz für Teilhabe! Wir fordern Teilhabeleistungen ohne Altersgrenzen.

(Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin)

Vom Praktikum bis zum Arbeitsplatz - Inklusion braucht Ressourcen!  Wir fordern – wenn notwendig – dauerhafte Unterstützung inklusiver

Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

(Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin)

“Barrieren wahrnehmen gefährdet Ihre Gewohnheiten - umdenken jetzt!“

(dynamis e.V.)

„Selbstbestimmt leben mit Assistenz!“ - immer und überall, ohne Kompromisse.

(Nitsa e.V. - Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz) Ideengeber für inklusives Engagement

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Protesttag

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Wir, der Sozialdenker e.V., unterstützen den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Men- schen mit Behinderung in Berlin. Wir glauben, dass auch nach 25 Jahren des Protests von Menschen mit Behinderungen sich einiges bewegt hat, aber vieles muss noch getan werden.

Unsere Forderungen an die Politik - sowohl im Land Berlin als auch an die Bundespolitik sind:

Gleiche Rechte für Alle – Inklusion ist ein Menschenrecht.

Dieser Handlungsauftrag besteht aus dem Grundgesetz Art. 3 / Art. 6, UN-BRK Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil II Nr. 35, ausgegeben zu Bonn am 31. Dezember 2008 und in den Landesverfas- sungen der Bundesländer.

Zudem fordern wir:

1. Barrierefreies Bauen geht uns alle an und ist für alle gut. Wir haben zu lange zugeschaut:

Die Privatwirtschaft muss zum barrierefreien Bauen gesetzlich verpflichtet werden.

2. Behinderung ist keine Krankheit. Wir müssen die persönliche Assistenz in allen Bereichen für Menschen mit Behinderungen gesetzlich stärken.

3. Ehe für Alle bedeutet auch Ehe für Alle, insbesondere auch für Menschen mit Behinderun- gen. Dies macht ein selbstbestimmtes Leben jedes Einzelnen aus.

4. Gerechte Arbeit und soziale Absicherung heißt alle Potentiale Nutzen und bedeutet für uns:

Arbeit sichern, Menschen mit Behinderung gezielt qualifizieren und beschäftigen. Das Bud- get für Arbeit für alle Menschen mit Behinderungen öffnen.

5. Wahlrecht für Alle, muss auch für Alle sein. Wir müssen diese Diskriminierung von über 81.000 Menschen mit Behinderungen, die unter einer gesetzlichen Betreuung stehen, been- den.

6. Teilhaberechte für ALLE, gilt auch für Menschen die schwerstbehindert sind. Stärkung der Rechte für Familien/Angehörige, die sie betreuen.

Sozialdenker zum Europäischen Protesttag am 05. Mai

Aufruf zur diesjährigen Demo

Ideengeber für inklusives Engagement

GROSSE DEMO

Am 13. August 2015 wurde der Verein der Sozialdenker e. V. in Berlin gegründet und im Dezember 2015 ha- ben wir die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Der Verein Sozial- denker e. V. hat sich zur Aufgabe gesetzt, an der Entstehung einer inklusiven Wertegesellschaft mit- zuwirken.

Sozialdenker e. V.

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Protesttag

Was bedeutet Inklusion und inklusive Wertegesellschaft

Inklusion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet einschließen und einbeziehen.

„Inklusion heißt Gemeinsamkeit von Anfang an. Sie beendet das aufwendige Wechselspiel von Exklusion (= ausgrenzen) und Integration (= hineinholen bzw. wieder hereinholen).“

Inklusive Gesellschaft bedeutet, dass jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt sowie selbst- bestimmt an dieser Gesellschaft teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Bildung und Behinderungen.

In einer inklusiven Gesellschaft gibt es keine definierte Normalität. Normal ist allein die Tatsache, dass Unterschiede vorhanden sind.

Diese Unterschiede werden als Bereicherung in der Gesellschaft angesehen und haben keine Aus- wirkungen auf das selbstverständliche Recht der Menschen auf Teilhabe.

Aufgabe einer Gesellschaft ist es, in allen Lebensbereichen Strukturen zu schaffen, die es allen Mit- gliedern dieser Gesellschaft ermöglicht sich barrierefrei darin bewegen zu können. Bildung und Berufsbildung ist ein Schwerpunkt einer inklusiven Gesellschaft, um Teilhabe und Bildung für alle zu verwirklichen.

Sie treffen uns am 05. Mai an unserem Infostand am Brandenburger Tor im Rahmen der Ver- anstaltung „Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“.

Wir freuen uns auf Sie!

LAUTE PARTY

Sozialdenker e. V.

Geschäftsstelle, Holzmarktstr. 69, 10179 Berlin

E-Mail: info@sozialdenker.de Internet: sozialdenker.de

Kontakt

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Freizeit

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Reisen

Urlaub bei Nachbarn

Die polnische Ostseeküste entdecken

Endlose Strände und riesige Wanderdünen, traditionsreiche Kurorte und verschlafene Dörfer. Westpommern hat viele Gesichter. Vor allem das Hinterland wartet auf Entdecker.

In Kolobrzeg, zu deutsch Kol- berg, beginnt der Trubel gleich zu Füßen des trutzigen, back- steinernen Leuchtturms. Hier startet eine der bekanntesten Strandpromenaden der Ost- see. Auf den ersten Hundert Metern ist die Landseite der Promenade mit Cafés und Im- bissen gesäumt, von denen man freien Blick auf den Sand- strand genießt. Und was für ein Strand. Meist zwischen ein- und zweihundert Meter breit und über zwölf Kilometer lang ist er wirklich das Sahnehäub- chen eines jeden Kolberg-Ur- laubs.

Die ersten ein, zwei Ki- lometer sind der Inbegriff eines Seebadstrandes der Westpommerschen Küste, die ganz grob gesagt von Swi- noujscie (Swinemünde) nicht ganz bis Gdansk (Danzig) reicht. Wer in den Sommer- ferien am Strand von Kolob- rzeg noch einen Strandkorb ergattert, kann sich glücklich schätzen. Eigentlich könnte es noch einige Verleiher mehr geben. Doch vor Ort halten sich die Gäste nicht lange mit derlei Überlegungen auf. Ist der Wind zu stark, spannen sie eine mitgebrachte Plane auf oder schaufeln flugs eine Strandburg. Paare jeden Al- ters, Jugendliche oder Fami- lien, eigentlich alle sind gut gerüstet für den Tag am Meer.

Wie gut, das lässt sich schon an den mit bunten Utensi- lien beladenen Badegästen ablesen, die allmorgendlich in fröhlichen Grüppchen durch das Kurhotelviertel zum Strand pilgern. Wer es am Strand nicht so dicht ge- drängt mag, wie in den Ab- schnitten am Leuchtturm, oder schlicht und ergreifend mehr Platz für eine veritable Familien-Strandburg sucht, weicht nach Osten aus. Spä- testens wenn jenseits der Pro- menade keine Kurhotels mehr liegen, gewinnt der Strand

unvermittelt an Weite, weil hier kaum noch Badegäste anzutreffen sind. Und wer sich strandwandernd noch weiter von der Stadt weg bewegt, nimmt den Trubel im Westen bald nur noch wie eine flirren- de Fata Morgana wahr.

Jod und Salz

Kolobrzeg ist das größte See- bad der polnischen Ostseeküs- te. Die Heilwirkung der jodhal- tigen Luft und der Solequellen haben der Stadt schon im aus- gehenden 19. Jahrhundert zu einer steilen Karriere als Sole-, Moor- und Seebad verholfen.

Die Mondänität vergangener Epochen hat sich zwar weit- gehend verflüchtigt und auch bei den Nebenkosten wie Res- taurant- oder Cafébesuchen ist von dem häufig kolportierten Preisvorteil manchmal nicht mehr viel zu spüren. Dennoch ist Kolobrzeg nicht nur wegen des Traumstrandes ein lohnen- des Urlaubsziel. Für deutsche Gäste ist von Interesse, dass Kolobrzeg heute auch ein von deutschen Kassen anerkann- ter Kurort ist. Und selbst wer keinen Zuschuss seiner Kas- se erwarten kann, profitiert vom Preisniveau. Zumindest Hotelkosten und Spa-Anwen- dungen sind hier entschieden günstiger, als Vergleichbares in Deutschland. Geboten wer- den Spa-Behandlungen auf modernstem Stand, deren Palette vom Wohlfühlwochen- ende mit entspannenden Anwendungen und Kosme- tikbehandlungen bis hin zum klassischen Kuraufenthalt mit Bädertherapien reicht. Südlich der Strandpromenade von Ko- lobrzeg ist ein ganzes Viertel aus überwiegend Kurhotels entstanden. Vom Hotel Jantar mit seiner Bäderarchitektur- Fassade, über die zeitgenössi- schen Häuser Diva oder Pro- Vita bis hin zum futuristischen Aquarius Hotel findet sich für jeden Geschmack etwas.

Die Magie des Wassers Fährt man nur wenige Kilome- ter aus Kolberg heraus, ändert sich die Szenerie vollständig.

Die „typische“ Küstenformation Westpommerns besteht aus langen Sandstränden zu Fü- ßen einer Steilküste, die meist von Küstenwäldern gekrönt und mit Küstenseen gespickt ist. Im Rewaler Land zwischen Kolobrzeg und der Insel Wo- lin ist der Natur der Vierklang Strand-Steilküste-Küstenwäl- der und -seen besonders gut gelungen. Eingebettet in diese Bilderbuchlandschaft liegen einige der vor allem bei Deut- schen beliebten kleineren, stimmungsvollen Badeorte, wie Pobierowo (Poberow), Trzesacz (Hoff ), Niechorze (Horst) und Pogorzelica (Fi- scherkathen). Aber bevor man Fahrten ins weitere Umland unternimmt, empfiehlt es sich, erst einmal in die Pedale zu treten. Seit kurzem kann man mit dem Fahrrad bequeme Schnuppertouren in der Um- gebung von Kolobrzeg unter- nehmen. Vor drei Jahren wur- de auf den Gemeindegebieten von Kolobrzeg, Karolino, Gos- cino und Ryman ein Radwan- derweg fertiggestellt. Er wurde auf den Gleisdämmen der ehe- maligen Schmalspurbahn an- gelegt und führt durch eine at- traktive Natur. Fahrräder gibt es ebenso im Verleih, wie allerlei Wassersportgerät (siehe Infos).

Darunter auch Kanus, die bes- tens geeignet sind, einen Vor- geschmack auf die Natur West- pommerns zu bekommen. Das Land ist gespickt mit Seen, die oftmals durch Wasserläufe mit- einander verbunden sind. Vom kurzen Ausflug mit oder ohne Führung, bis zur Tage dauern- den Kanuwanderung lassen sich hier die unterschiedlichs-

ten Kanuwanderungen reali- sieren. Schon ganz in der Nähe von Kolobrzeg kann man auf den Flüssen Parseta und Ra- dew erste Paddelversuche unternehmen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, fin- det in der westpommerschen Seenplatte ein wahres Dorado zum Kanufahren.

Altes Kulturland

Die von Wasser durchzogene Landschaft vermag allerdings auch von Land aus betrachtet zu faszinieren. Vor allem auf klei- nen Nebenstrecken findet man sich immer wieder unvermittelt unter schützenden Baumkro- nen wieder. In den prächtigen Alleen, deren Bäume nicht selten 200 Jahre und mehr auf dem Buckel haben, vereinigen sich die Baumkronen über der Straße zu einem riesigen un-

durchdringlichen Blätterdom.

Im dünn besiedelten Binnen- land liegen zudem weit ver- streut die Zeugnisse deutscher Vergangenheit. Oft verlassen und verfallen, manchmal aber auch beeindruckend restauriert und modernisiert, wie etwa das Schloss Podewils in Krag (Kran- gen). Das Ritterschloss geht auf das 15. Jahrhundert zurück und ist eines der ältesten erhaltenen Schlösser der Region. Heute beherbergt der malerische, direkt an einem See gelegene Spätrenaissancebau ein Hotel.

Mit seiner Lage ganz grob auf halber Strecke zwischen Swi- noujscie und Gdansk bietet es sich als Ausgangspunkt für loh- nende Touren in alle Himmels- richtungen an. Doch so einzig- artig die Naturschönheiten des waldreichen Westpommerns auch sein mögen, viele Urlau- ber legen ihren Schwerpunkt

auf die Küste. Der magische Reiz der westpommerschen Ostseeküste liegt in ihrer wei- ten Großzügigkeit. Imposante Naturphänomene, wie etwa die über 40 Meter hohe Wan- derdüne bei Leba finden sich im Wechsel mit anrührenden Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Kirchenruinen im Seebad Trzesacz (Hoff). Die im 15. Jahr- hundert rund 2 Kilometer von der Ostsee entfernt erbaute Nikolaikirche ist der sich stetig landeinwärts nagenden See zum Opfer gefallen. Bis auf wenige Backsteinbögen und Pfeiler ist der spätgotische Kir- chenbau die Steilküste hinun- tergestürzt. Vielleicht liegt der Reiz der westpommerschen Küste ja darin, dass sie ihren Be- suchern schlicht und ergreifend auch etwas über das Leben zu erzählen vermag.

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Reiseveranstalter Neben den großen Pau- schalreiseveranstaltern (z.B.

Dertour, FTI Touristik, Ne- ckermann Reisen oder Tui) haben auch kleinere Spezi- alveranstalter Angebote für Polen im Programm. Dazu zählt beispielsweise „TUK – Touristik und Kontakt Inter- national“ (www.tuk.de), Tra- vel Netto (www.travelnetto.

de) oder FFAir Reisen (www.

ffair.de, Tel.: 030-426 46 60).

Letzterer bietet auch einen Haustür-Transfer an.

Von Lutz Kaulfuß

© Marcin Krzyzak · Fotolia

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