KÜNSTLICHE SPRUNGGELENKE Bisher istmeist eine Versteifung das Mittel bei kaputten Sprunggelenken, aber es gibt Alternativen:

Volltext

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Verlagsbeilage Ausgabe 1/2021

MAGAZIN FÜR GESUNDHEIT UND MEDIZIN IN SACHSEN

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HIGHTECH FÜRS AUGE

Colamer-Linsen helfen gegen Kurzsichtigkeit. Ein Eingriff, der bei Bedarf auch reversibel ist.

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KÜNSTLICHE

SPRUNGGELENKE

Bisher ist meist eine Versteifung das Mittel bei kaputten Sprunggelenken, aber es gibt Alternativen:

HÖRGERÄTE GEGEN ALZHEIMER

Schon eine leichte

Schwerhörigkeit sorgt für

einen Abbau der geistigen

Leistungsfähigkeit:

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Die minimal-invasiven OP-Techniken haben in den vergangenen Jahren die Urologie revolutioniert. Die

„Schlüssellochtechnik“ (Laparoskopie) wird heute auch für Tumoroperationen routinemäßig in der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios Klinikum Pirna mit modernster Ausstattung eingesetzt. Die Patienten profitieren von den schonenden OP-Verfahren.

Was heißt minimal-invasiv?

„Statt eines großen Schnitts operieren wir etwa Tumore an der Niere, Blase oder Prostata durch mehrere kleine Haut- schnitte“, erklärt Dr. med. Anka Baldauf-Twelker, die seit Janu-

ar 2021 als Chefärztin die Kli- nik für Urologie und Kinder- urologie am Helios Klinikum Pirna leitet. Durch die kleinen Schnitte werden über soge- nannteTrokare OP-Instrumen- te genau an die Stelle im Kör-

per des Patienten eingebracht, wo operiert werden soll. Fili- graner sind die OP-Instrumen- te, mit denen die Fachärztin minimal-invasive OPs auch bei Kindern durchführt. Denn nicht nur Tumoroperationen, sondern auch Fehlbildungen im Bereich der Harnwege kön- nen minimal-invasiv korrigiert werden.

Beste Sicht im Körper Um etwa Tumore vollständig zu entfernen und gesundes Gewebe zu schonen, benö- tigt der Operateur exzellente Sichtverhältnisse. Eine Video- kamera überträgt das Innere des Körpers in höchster Quali- tät auf einen Bildschirm. „Das Operationsgebiet sehen wir

durch eine spezielle Brille drei- dimensional“, so Dr. Baldauf- Twelker. Zusätzliche Unter- stützung erhält die Urologin während der OP durch eine hochauflösende Ultraschall- sonde, die durch die Trokare eingeführt werden kann und kleinste Tumore im Organin- neren aufzufinden hilft.

Vorteile für Patienten

„Gerade bei Krebsoperationen ist es wichtig, einerseits den Tumor vollständig zu entfer- nen, andererseits aber gesun- des Gewebe weitestgehend zu schonen, was uns mit der Schlüssellochtechnik ausge- sprochen gut gelingt“, sagt Dr.

Baldauf-Twelker. Den Patien- ten bringt eine minimal-invasi-

ve OP viele Vorteile: Es kommt zu einem geringeren Blutver- lust, die kleinen Schnitte ver- ursachen weniger Schmerzen und heilen besser. Die Patien- ten können schneller gene- sen. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen sollten wahrgenommen wer- den. Die Chefärztin der Urolo- gie und Kinderurologie weist darauf hin: „Auch in der aktu- ellen Pandemie sollten Patien- ten mit Krebserkrankungen unbedingt ihre Therapien weiterführen.“

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Kompetenz für Ihre Gesundheit

Neues aus den Helios Kliniken Freital/Dippoldiswalde und Pirna

Februar 2021

Patientenschule fördert Lebensqualität nach Gelenkoperation

Jeder zögert ett s so lanange wiewie möglich hinanaus – dieddie Gelenkersatz-ttz- operatrration. Dabei bii ringngt der Hüft- und Kdd nieKKniegelenksvekksverschleiß Einsnschränkungen in der Brr ewegung, Schmerzen und ddd amamit att uch einene vervvermirrmindeiinderte Lebensqualität mit stt ich.

Zertifizierte Qualität Im Endoprothetikzentrum Frei- tal wurde auch unter den Ein- schränkungen der Coronapan- demie die Rezertifizierung er- folgreich absolviert. Voraus- setzung sind mindestens 100 Eingriffe pro Jahr, in Freital sind es fast 700, also 7x mehr.

Aber trotzdem kommt es bei der Implantation von künstli- chen Gelenken auf eine sorg- fältige Vorbereitung der Pati- enten auf die Operation, eine exakte Operationsplanung und -durchführung sowie eine kom- petente Nachbehandlung an.

Patientenschule

In Vorbereitung einer geplan- ten Gelenkersatzoperation bekommen alle Patienten das

Angebot, sich in einer soge- nannten Patientenschule auf diesen Eingriff speziell vorzu- bereiten. Einige Zeit vor dem geplanten Eingriff werden alle Schritte – von der Operation über die Wundpflege und Kör- perhygiene sowie die Möglich- keiten der Anschlussbehand- lung vorgestellt. Unter Anlei- tung von Physiotherapeuten üben die Patienten frühzeitig das Gehen an Unterarmstüt- zen und erlernen Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Muskulatur. Zusätzlich wer- den Videos mit Übungsanlei- tungen für zu Hause angebo- ten. In Vorbereitung ist auch eine App, welche die Patienten optimal auf die Behandlung vorbereitet und mit wichtigen

Hinweisen zum richtigen Zeit- punkt auf dem Weg zum neuen Gelenk begleitet. Die Patienten nehmen so eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess ein und bekommen mehr Sicher- heit. Sie wissen schon vor der Operation, welche Fähigkeiten sie während des stationären Aufenthaltes erlangen wer-

den, wann die Anschlussreha- bilitation beginnt und wie der Übergang zu den alten Lebens- gewohnheiten ablaufen wird.

Nach einer gut vorbereiteten OP können die Patienten unse- re Klinik bereits nach weniger als einer Woche selbständig aktiv in die Anschlussheilbe- handlungodernachHausever-

Urologie heute: Durchs „Schlüsselloch“ operieren

lassen. „Eine schnelle Erholung und rasche Mobilität führt zu weniger Komplikationen, wie Infekte oder Thrombosen.“

zeigt sich Oberarzt Dr. Schu- bert, Leiter des Endoprothe- tikzentrums Freital überzeugt.

„Den großen Gewinn haben vor allem unsere Patientinnen und Patienten, die sich mit ei- nem festgelegten und siche- ren Behandlungsablauf ver- sorgt wissen dürfen".

Unser Experte

Dr. med. Fr. med. Felix SchubertFelix Schubert Leiter Endoprothetikzentrum epz.freital@helios-gesundheit.de Helios Weißeritztal-Kliniken Klinik für Unfall-, Wiederherstellung- und Orthopädische Chirurgie Dr. med. Larsr. med. Lars Thomaschewski Chefarzt / Ärztlicher Direktor Bürgerstraße 7, 0177 05 Freital www.helios-gesundheit.de/

weisseritztal T (0351) 646-6263

Unsere Expertin

Dr. med. Ankr. med. Anka Bka Baldauf-Tf-Twewelkerker Chefärztin der Klinik für Urologie und Kinderurologie

T (03501) 7118-5001 anka.baldauf-twelker@

helios-gesundheit.de Helios Klinikum Pirna

Struppener Straße 13, 01796 Pirna www.helios-gesundheit.de/pirna

Dr. Anka Baldauf- Twelker, Chefer ärztin der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios Klinikum Pirna

Oberarzt Dr. Felix Schubert und Physiotherapeut Thomas Röhricht optimieren das Gangtraining eines Patienten nach einer Knie-OP

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Mit Blick auf Corona ist diese Diskussion ohne- hinder-

zeitunnütz. Die Debatte um eine Impfpflicht. Solange es nicht genug Impfstoff für alle gibt, sorgen derartige Streitereien nur für ergebnislose Unruhe.

Eine Seite will dabei schein- bar genau das, diese politi- sche Unruhe – die andere will positiven Druck, weil sie es für richtig hält, dass sich möglichst viele impfen lassen.

Zum Schutz aller.

Und tatsächlich ist das Impfen ein durchaus solidarischer Akt. Und das ganz unabhängig vom Thema Corona. Denjeni- gen gegenüber, die sich – wie beispielsweise chronisch kran- ke Kinder – nicht gegen alle Krankheiten impfen lassen können. Solidarität auch dem Gesundheitswesen gegenüber, das droht nicht nur ans, son- dern übers Limit zu kommen.

Also gibt es vielleicht doch ei- ne Impfpflicht? Eine zumin- dest moralische?

Jens Fritzsche

MEDIZIN HEUTE Verlagsbeilage der Sächsischen Zeitung und der Dresdner Neuesten Nachrichten

Anzeigen:

Verlagsgeschäftsführer Carsten Dietmann (verantwortlich) DDV Sachsen GmbH Ostra-Allee 20 01067 Dresden

Redaktion:

Jens Fritzsche DDV Sachsen GmbH Ostra-Allee 20 01067 Dresden

Fotos:stock.adobe.com © j-mel

Layout:

Rita Schönberger-Gay Redaktionsagentur DDV Sachsen GmbH Druck:DDV Druck GmbH Meinholdstr. 2, 01129 Dresden

In Zusammenarbeit mit:

Universitätsklinikum Dresden, Carus Consilium Sachsen GmbH, Herzzentrum Dresden an der Technischen Universität Dresden Bei den redaktionellen Texten auf den Seiten 3 bis 7 (außer Anzeigen).

Impressum

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en 1870er Jahren ihre Kinder

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n diese fürchterliche Krank- heit impfen lassen. Gegen die Po- cken. Denn endlich war sie da, die- se lang ersehnte Waffe im Kampf gegen das Virus: die Impfung! Und sie wurde zur echten Erfolgsge- schichte. Nach und nach wurden die Pocken weltweit ausgerottet;

und das Impfen auch durch dieses Beispiel zum wichtigen Faktor mo- derner Medizin.

Und wie sehr sehnten sich die Menschen dann 1918 wohl eine Impfung gegen die übel wütende Spanische Grippe herbei?! Die Krankheit forderte in knapp zwei Jahren mit bis zu 50 Millionen To-

ten weltweit mehr als doppelt so viele Opfer wie der gerade zu Ende gegangene Erste Weltkrieg. Doch erst 1942 gab es dann eine Imp- fung gegen die Virusgrippe. Auch das ein wichtiges Kapitel der Er- folgsgeschichte des Impfens, denn sie hilft seither Millionen Men- schen vor schlimmen oder gar töd- lichen Verläufen der jährlichen Grippe zu schützen.

Und doch gab es natürlich auch schon immer Impfkkfkritiker. Die Ar- gumente von vor über hundert Jahren ähneln dabei denen, die auch heute angeführt werden. Und das, obwohl die medizinische Ent-

wicklung längst im rasanten Tem- po vorangeschritten ist …

In Sachen Pocken nahm der Staat den Menschen damals übrigens die Entscheidung kurzerhand ab:

Das Deutsche Reich verhängte 1874 eine Impfpfllflicht für Kinder bis zu zwölf Jahren gegen Pocken.

Der Erfolg gibt diesem Schritt im Nachhinein recht.

Das Robert-Koch-Institut verwrweistw jedenfalls nachdrückllklich darauf, dass Impfungen zu den wiiwichtigsten und wiiwirksamsten Präventions-Maß- nahmen gehören, die der Medizin zur Verfügung stehen. Zudem seien moderne Impfstoffe gut verträglich.

Durch hohe Impfquoten können Ausbrüche bestimmter Krankhhkheits- erreger zunächst regional einge- dämmt und schließlich weltwtweitw ausgerottet werden. Auch das belegt das Beispiel der Pocken eindrucks- voll. Die wiiwichtigsten aktuellen Impf- ziele der Weltgesundheitsorganisati- on – abseits von Corona – ist die Ausrottung von Masern und Kinder- lähmung. Die Chancen, so heißt es, stehen sehr gut.

Die Erfolgsgeschichte des Impfens wird also weitergehen. Nicht zu- letzt ruhen ja auch beim Thema Corona die größten Hoffnungen auf den Impfstoffen.

...

qImpfen ist der Schwerpunkt dieser Ausgabe: Seiten 3 - 7

IMPFEN DIE ERFOLGSSTORY

Impfungen gehören längst zu den wirksamsten Mitteln der modernen Medizin. Das Beispiel Pocken zeigt, dass Krankheiten so sogar gänzlich ausgerottet werden können.

Text: Jens Fritzsche

AUCH BEIM THEMA CORONA RUHEN DIE GRÖSSTEN

HOFFNUNGEN AUF IMPFSTOFFEN

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nd er ist hörbar begeistert von den nun zur Verfüüfügung stehenden mRNA-Impfstoffen. „Denn der ent- scheidende Vorteil dieser Impfstoffe ist, dass sie anders als herkömmliche sehr schnell und vor allem in sehr großen Mengen hergestellt werden können – was ja im Kampf gegen die akkaktuelle Pandemie besonders wiiwichtig wiiwird“, macht der Dresdner Virologe deutlich.

Und er verwrweist zudem darauf, dass anw dieser ArrArt Impfstoff schon seit Jahren geforscht worden ist, „und auch die Wirksamkeit und Verträglichkeit der nun entwtwiiwwwickelten Corona-Impfungen ist in sehr umfangreichen Tests unter- sucht worden“. Immerhin gut 40.000 Probanden haben an den Studien teil- genommen. „Und es ist auch keine Stufe der üblichen Impfstoffzulassung

ausgelassen worden!“ Der Unterschied diesmal war lediglich, dass eingehende Daten quasi live an die Zulassungsbe- hörden überstellt wuuwurden, so dass hier erheblich Zeit gespart werden konnte.

„Da ist also alles korrekt und sicher ab- gelaufen“, verwrweist der Dresdner Ex-w perte auf die längst auch öffentlich nachlesbaren Abläufe. Auch die Wirk- samkeit ist nachgewiiwiesen: Sie liegt bei 95 Prozent.

Wie aber funktionieren mRNA-Impf- stoffe? Vereinfacht und ein wenig au- genzwiiwinkernd gesagt, übernimmt der Geimpfte die Rolle, die sonst bei der Impfstoff-Produktion das Hühnerei spielt. Denn bei der Herstellung eines konventionellen Impfstoffs gegen Grippeviiviren werden Hühnereier be- impft, in denen dann Viren produziert werden. „Daraus lassen sich über eine sogenannte Aufreinigung die Impf- stoffbbfbestandteile gewiiwinnen“, be- schreibt AllAlexander Dalpke. „Bei den neuen Impfstoffen wiiwird hingegen ein Bruchstück der genetischen Informati- on des Virus‘ verabreicht und der Kör- per produziert das Virus-Eiweiß dann selbst.“ Das ist wiiwie erwrwähnt wesentlichw weniger aufwfwendig; „und bei der Her-w stellung des Impfstoffs muss an keiner Stelle mit infektiösem Material gear-

beitet werden“. Genau an dieser Stelle – dem Einsatz der genetischen Infor- mation – kommen bei einigen Beden- ken auf. „Aber eine Integration dieser Information in die körpereigene DNA – also die Erbinformation – ist absolut ausgeschlossen!“ Auch, dass der Impf- stoff Lipid-Nanopartikel nutzt, um die geimpfte Information zu transportie- ren, wiiwirft bei einigen Fragen auf. „Aber auch das ist kein Grund füüfür Aufre- gung“, bleibt AllAlexander Dalpke gelas- sen. Denn auch ein normales Virus kommt genau in dieser „Verpackung“

in den Körper. Diese Nanopartikel sind quasi der Mantel füüfür jedes Virus, „den die Wissenschaftler nachgebaut ha- ben“.

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Alle Ergebnisse seien jedenfalls ein- deutig: „Die Impfuufung ist sicher, und auch ich werde mich impfen lassen!“

Die Nebenwiiwirkungen – wiiwie leichtes Fieber – seien für die allermeisten ab- solut verkrrkraftbar. Zudem werden vor der Impfuufung natürlich vom ArrArzt be- stimmte Unverträglichkeiten abge- kll

klärt, „was aber ja füüfür jede Impfung gilt“.

...

qEin ExxExpertenvideo mit Prof.

Dalpke gibt’s im Youtube-Kanal des Uniklinikums Dresden.

Der Dresdner Virologe Alexander Dalpke setzt große Hoffnungen in die neuen mRNA-Impfstoffe gegen Corona.

Und erklärt, wie sie funktionieren.

Text: JENS FRITZSCHE

Fotos: stock.adobe.com © insta_

photos, HSMD/Stephan Wiegand

„DIE IMPFUNG IST SICHER!“

Alexander Dalpke

Im Kampf gegen Corona setzen Mediziner auf eine neue Art Impfstoff:

sogenannte mRNA-Impfstoffe.

Im Kampf gegen Corona sollen neben den beiden bisher zugelassenen neuen mRNA-Impfstoffen auch sogenannte Vek- tor-Impfstoffe helfen. Im Moment zum Beispiel der jetzt auch in der EU geneh- migte Impfstoff der Firma Astrazeneca.

Während die mRNA-Impfstoffe mit einem Bruchstück der genetischen Information des Virus arbeiten, gegen die sie wirken sollen, transportieren Vektorimpfstoffe diese Information über sogenannte Trä- gerviren; Vektorviren also. Heißt, durch

mRNA-Impfstoffe werden die Antikörper im menschlichen Körper aufgrund der übermittelten genetischen Virus-Informa- tion gebildet. Für Vektorimpfstoffe hinge- gen wird das Erbgut des gefährlichen Vi- rus’ zunächst in ungefährliche Trägervi- ren eingebracht, die daraufhin Antigene bilden, die anschließend per Impfung in den menschlichen Körper gelangen. Ver- einfacht beschrieben funktioniert das Ganze dann so: Die harmlosen Trägervi- ren können nicht krank machen, aber in

menschliche Zellen eindringen und dort bestimmte Informationen hinterlassen.

Dazu docken sie sozusagen an der Ober- fläche einer menschlichen Zelle an und entsenden ihre Gene samt des darin ent- haltenen Antigen-Bauplans ins Innere der Zelle. Dort wird dann das Erreger-An- tigen produziert – was wiederum den Impfschutz gegen das gefährliche Virus aufbaut, da die Antigene das Immunsys- tem alarmieren, das die notwendigen An- tikörper produziert.

Die verwendeten Impfviren – zum Bei- spiel aus Pocken- oder Masern-Impfstof- fen – sind zwar Erreger, die allerdings für den Einsatz als Lebend-Impfstoff bereits so abgeschwächt wurden, dass sie keine Erkrankung mehr auslösen können. Die Wissenschaft hat bereits jahrzehntelange Erfahrungen mit der Lebend-Impfung ge- sammelt, so dass diese Impfviren also bestens bekannt sind. Das wiederum war nun ein enormer Vorteil bei ihrem Einsatz für die neuen Vektorimpfstoffe. (JF)

WAS SIND EIGENTLICH VEKTOR-IMPFSTOFFE?

qDass derzeit von einer Impfung Schwangerer mit den neuen mRNA-Impfstof- fen abgeraten wird, hat laut Prof. Dr. Alexander Dalpke allein damit zu tun „dass es bisher einfach keine Studien zu Auswirkungen bei Schwangerschaften gibt“.

Deshalb werde auch gera- ten, zwei Monate nach einer Impfung mit diesen Vakzi- nen auf sichere Verhütung zu achten.

qDass eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen gar un- fruchtbar mache, „sind Fa- kenews“, so Udo Markert, Leiter des Plazentalabors der Uniklinik Jena. Hinter- grund der Gerüchte sei die vermeintliche Ähnlichkeit des Spike-Proteins, mit dem das Coronavirus an mensch- liche Zellen andockt und dem körpereigenen Protein Syncytin-1, das für die Bil- dung der Plazenta verant- wortlich ist, über die Babys in der Gebärmutter ernährt werden. Die Immunabwehr nach der Impfung verhinde- re deshalb die Bildung der Plazenta, so die Gerüchte.

Aber die beiden Proteine sind nicht identisch, so der Jenaer Professor. „Sonst würde ja auch eine Corona- Erkrankung für Unfruchtbar- keit sorgen“, räumt er mit den Behauptungen auf. (JF)

▸ IMPFUNG UND SCHWANGERSCHAFT?

Foto: stock.adobe.com

© hedgehog94

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sollten. Darunter natürlich auch zahlreiche Betroffene, die an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.

Hier steht für viele die Frage der Impfung, trotz einer chronischen Herzschwäche, einer ersetzten Herzklappe, eines Stents oder gar einem transplantierten Herzen.

„Die kurze Antwort darauf lautet:

Ja, unbedingt“, erklärt Prof. Dr. AxxAxel Linke, Ärztlicher Direktor des Herz- zentrums Dresden.

Gerade jene mit einer fortgeschrit- tenen Herzkrankheit oder einer Herzinsuffizienz sind geschwächt und dadurch besonders gefährdet.

„Wir sehen das oft bereits bei einer einfachen Grippe“, vergleicht der ärtzliche Direktor. „Wenn dadurch zum Beispiel eine Lungenentzün-

dung entsteht, kann sich der ohne- hin geschwächte gesundheitliche Zustand dramatisch verschlechtern – eine Impfung schützt davor!“ Da- bei ist es unerheblich, an welcher Herzerkrankung die Betroffenen leiden oder welche Medikamente sie einnehmen, so der Dresdner Herzspezialist. „Dies gilt selbst für Herztransplantierte.“ Und was für die Grippeimpfung gilt, das zählt auch bei der Corona-Impfung, fügt er umgehend an. „Sie schützt eine besonders gefährdete Gruppe!“

Und dieser Schutz vor schweren Folgeschäden oder gar dem Tod

„überwiegt auch eventuelle Neben- wirkungen der Vakzine, vor denen manche Menschen Angst haben“, sagt Prof. Dr. AxxAxel Linke. Diese seien wie bei jeder Impfung nicht gänz- lich auszuschließen, entsprächen aber in der Regel denen anderer Vi-

rus-Impfungen, wie beispielsweise der Infllfluenza.

Prof. Linke verweist auch auf die Deutsche Gesellschaft für Kardiolo- gie (DGK), die schreibt, dass „die mRNA-Vakzine keine kardiopulmo- nalen Beschwerden zu verursachen scheinen“, also weder Brust- schmerzen und Atemnot, noch Herzunruhe oder Schwellungen der unteren Extremitäten mit sich brin- gen. Grundsätzlich ist die Corona- Impfung für alle herzkranken Pa- tientinnen und Patienten geeignet.

Dabei ist es egal, ob sie beispiels- weise an Herzrhythmusstörungen leiden, ein Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert ist oder sie einen Bypass bekommen haben.

Drei kleine Dinge zu beachten, gibt es allerdings bei Patienten, die ei- nen Gerinnungshemmer nehmen.

Für sie sollen sehr feine Injektions- kanülen verwendet und die Ein- stichstelle nach der Impfung min- destens zwei Minuten lang kompri- miert werden. Außerdem ist für die Betroffenen eine kurze Nachbeob- achtungsdauer von 15 bis 30 Minu- ten empfohlen.

IMPFEN TROTZ HERZERKRANKUNG?

Auch Betroffene mit Herzproblemen sollen nicht zögern, sich mit einer Impfung vor Corona zu schütze. Das raten Spezialisten. Auch die Art der Erkrankung spielt dabei keine Rolle.

Text: Robert Reuther Foto: PR/André Wirsig

DIE IMPFUNG SCHÜTZT EINE BESONDERS GEFÄHRDETE GRUPPE. UND DIESER SCHUTZ VOR SCHWEREN

FOLGESCHÄDEN ODER GAR DEM TOD ÜBERWIEGT EVENTUELLE NEBENWIRKUNGEN!

Prof. Dr. Axel Lin- ke rät Herzpatien- ten unbedingt zur Corona-Impfung.

1 Empfehlung der Ständigen Impfkommission, Epidemiologisches Bulletin 34/2020

WEITERE INFO

PP-PNA-DEU-0651

DIE WELLE IST DA.

LASSEN SIE SICH ZUR

IMMUNSCHWÄCHE

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IMPF-NEWS

qÄltere schneller impfen:

Durch den Einsatz des Impfstoffs der Firma Astra- zeneca, der wegen fehlen- der Wirkdaten bei Älteren vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren genutzt wird, könnten nun Ältere durch die nun kom- plett für sie bereitstehen- den Impfstoffe von Bion- tech/Pfizer und Moderna schneller geimpft werden.

Davon jedenfalls geht Bun- desgesundheitsminister Jens Spahn aus. Bis An- fang März sollen rund drei Millionen Astrazeneca-Do- sen an die Bundesländer geliefert werden. (JF) qMehr Grippeimpfungen!

Diesmal haben sich deut- lich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen. Im November war in Sachsen zeitweise sogar der Impf- stoff knapp geworden. Der Freistaat bekam für die Saison mit rund 1,7 Millio- nen Dosen so viel Serum wie noch nie. (JF) qImpfpflaster?Impfungen

ohne Spritze und Nadel?

Bis auf einige Schluckimp- fungen ist das im Moment eher die Ausnahme. Rela- tiv weit ist die Forschung allerdings bei Impfpflas- tern gegen die saisonale Influenza. Der Impfstoff wird dabei durch feinste Mikronadeln im Pflaster in- nerhalb weniger Minuten in die Haut abgegeben.

Diese nicht spürbaren Mi- kronadeln lösen sich nach kurzer Zeit in der Haut auf.

Vorteil: Es wird kein medi- zinisches Personal für die Pflaster benötigt. (JF)

Die Diskussion darüber, ob man sich impfen lassen sollte, wird ja bekanntlich auch in Kliniken und Pflegeeinrichtungen geführt. Auch

dort sind mitunter die Meinungen darüber geteilt. Eine Einrichtung,

in der mehrfach-behinderte Menschen betreut werden, an Epilepsie erkrankte Patienten, aber auch Menschen mit geistigen

oder auch körperlichen Einschränkungen ist das Epilepsiezentrum Kleinwachau in Radeberg bei Dresden. Dort wurde

jetzt mit #einfachspritze eine ungewöhnliche Kampagne mit

Youtube-Videos gestartet, die Werbung fürs Impfen machen. Die

Begründungen der sollen zum Nachdenken anregen.

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jüngst zum Beispiel das Stadtgebiet Dresden und der Landkreis Meißen hinzugekommen. Sachsen ist dabei vor allem durch die verstärkte Zu- wanderung von infizier- ten Zecken aus Richtung Tschechien gefährdet, so die Exper- ten. Und auch, wenn nicht jede Ze- cke den Erre- ger in sich trägt ist eine ent- sprechende Vorsorge in jedem Fall geboten: In diesem Fall gibt es eine sehr gut wirkende Schutzimpfung.

Was ist FSME – Frühsommer- Meningoenzephalitis?

Die durch Viren übertragene Krank- heit kann bleibende neurologische Schäden hinterlassen. Hirnschädi- gungen, Lähmungen, und im schlimmsten – aber seltenen – Fall tödlich enden.

Was ist ein FSME-Risikogebiet?

In Risikogebieten trägt durch- schnittlich eine von bis zu 100 Ze- cken den FSME-Erreger in sich.

Steigttgt das Erkrankungs-Risiko mit dem Alter an?

Offensichtlich ja. Aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts

geht hervor, dass das Erkrankungs- risiko ab 40 stark ansteigt. Zudem ist es bei Männern höher als bei Frauen, so ein Blick in die Statistik.

Gibt es Impfungen auch gegen andere von Zecken übertragene Krankheiten?

Nein. Im Moment gibt es nur die Impfung gegen FSME. Zecken kön- nen aber unter anderem auch Bor- reliose übertragen. Dagegen ist bis- her keine Impfung möglich. Die Übertragung erfolgt allerdings – an- ders als bei FSME – nicht sofort, sondern nach gut 24 Stunden.

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WARUM EINE FSME-IMPFUNG WICHTIG IST

Auch, wenn derzeit die Impfung gegen Corona die Nachrichten bestimmt –auch andere Impfungen sollten nicht vergessen werden.

Text: Jens Fritzsche Foto: stock.adobe.com

Ich werde mich imp- fen lassen, weil ich nicht mehr erkranken möchte – ich habe Corona im März gehabt, das war sehr unangenehm und ich weiß, dass meine Antikörper inzwi- schen bei null sind. Ich werde mich impfen lassen, weil ich denke, dass eine Impfung mich zumindest für ein Jahr schützt. Da ich auch über 60 bin und ein Risiko habe.

Dr. Thomas Mayer Chefarzt

In der aktuellen Si- tuation sehe ich in der Möglichkeit, mich impfen zu las- sen, die Chance, dass ich mich schütze und dass ich andere schüt- ze. Und deswegen ist es das klare Votum für mich selber: Ich werde mich impfen lassen! Es gibt keinen Impfstoff, der so gut gesichert ist, wie dieser Impfstoff – und darauf vertraue ich auch!

Matthias Dieter

Förderschulleiter

Ich hoffe, dass diese Impfung uns wieder ein Stück die Freiheit wiederbringt, die wir alle gewohnt sind und die wir ei- gentlich alle auch vermissen. Das erhoffe ich mir wirklich! Und natür- lich auch ein Stück weit, dass wir dadurch die uns anvertrauten Per- sonen schützen!

Quelle Fotos/Texte: www.kleinwachau.de

Andreas Görne Förderbereich

Ich würde wirklich jeden bitten, dass er seine Entscheidung auf Grund fun- dierter Informationen trifft. Dass er sich genau anschaut: Woher habe ich diese Information, wer hat die ins Netz gebracht, was hat der für eine Expertise, ist das begründet oder ist das einfach nur aus der Luft gegriffen? Es kursieren im Moment so viele wirklich gefährliche Lügen!

Sabine Schlotter Psychologin

Für mich ist die Imp- fung primär ein Solida- ritätsgedanke. Solidarität gegen- über unseren Bewohnern, gegen- über den Mitarbeitern und letztlich für die gesamte Gemeinschaft, da- mit das Leben einfach mal wieder weitergeht! Zurückkehren zum All- tag – ich möchte auch meinen Kin- dern endlich mal wieder Sport im Verein ermöglichen zum Beispiel.

Dr. Gudrun Körber Fachärztin Ich habe keine Lust

auf die bekannten Ne- benwirkungen der Erkrankung. Ich hab‘ keine Lust auf Riechverlust, auf Geschmackverlust, ich hab‘ kei- ne Lust auf Gedächtnisstörungen und auch nicht auf die neurologi- schen Komplikationen, die jetzt kommen, die wir sehen. Die Erkran- kung ist einfach eine gefährliche Sache! Ich hab‘ Lust auf Impfung!

Dr. Frank Brandhoff Neurologe

Die Impfung hilft mir, unbefangener auf Menschen zuzugehen, wenn ich nicht Angst haben muss, dass ich sie anstecke. Ich finde die Ab- standsregeln besonders belastend.

Neulich sagte mir eine Bewohnerin:

Wie wird es schön sein, wenn mich endlich wieder jemand in den Arm nehmen darf! Ich unterstütze alles, dass dies schneller möglich wird!

Elisabeth RothPfarrerin

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Auch Krankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung waren noch vor gut einem halben Jahrhundert eine tödliche Bedrohung. Dank konse- quenter Impfungen sind hierzulan- de die Gefahren solcher Krankheiten weitestgehend gebannt. Oft werden sie gar nicht mehr als Gefahr wahr- genommen. „In den letzten Jahren hat sich eine gewisse Sorglosigkeit breitgemacht. Das Corona-Virus ruft uns eindrucksvoll in Erinnerung, wie wichtig Impfungen für den per- sönlichen und den gesellschaftli- chen Gesundheitsschutz sind“, sagt Bernd Amann, Regionalgeschäfts- führer der IKK classic in Dresden.

„Es sollte uns allen Anlass sein, un-

seren Impfstatus kritisch zu über- prüfen und Impfllflücken zu schlie- ßen.“ Denn viele der ehemals sehr bedrohlichen Erreger kursieren wei- terhin. Nur, wenn sich ausreichend viele Menschen impfen, kann eine neue Ausbreitung dieser Krankhei- ten verhindert werden.

Wichtigste Impfungen kostenfrei

In Deutschland empfiehlt die Stän- dige Impfkkfkommission (STIKO), wel- che Impfungen in welchem Lebens- alter sinnvoll sind. Die meisten Imp-

fungen werden zur Grundimmuni- sierung im frühen Kindesalter durchgeführt. Aber auch für Jugend- liche und Erwachsene gibt es Impf- termine, die eingehalten werden sollten. Spezielle Impfempfehlun- gen gibt es darüber hinaus für Men- schen mit chronischen Erkrankun- gen. Sie haben häufig ein ge- schwächtes Immunsystem und sind besonders anfällig für eine Anste- ckung mit Infektionskrankheiten.

Die Kosten der empfohlenen Imp- fungen übernehmen die gesetzli- chen Krankenkassen.

Zusatzimpfungen nachfragen

Einige Krankenkassen bieten sogar erweiterte Impfllfleistungen. Bei- spielsweise die IKK classic. Die Krankenkasse übernimmt unter an- derem die Grippe- und FSME-Imp- fung für jeden, der sich schützen möchte. Auch bei der Impfung ge- gen HPV-Viren erweitert sie die Kos- tenübernahme für Frauen und Män- ner bis 25 Jahre. Die Schutzimpfung gegen Meningokokken übernimmt die IKK für Säuglinge ab dem 3. Le- bensmonat sowie bis zum Alter von 17 Jahren wie auch für alle Kontakt- personen von infizierten Personen oder bei individueller ärztlicher Empfehlung.

„Impfen ist Gesundheitsvorsorge und uns sehr wichtig“, so Bernd Amann.

„Aus diesem Grund haben Versicher- te der IKK classic im Rahmen unseres Bonusprogrammes seit diesem Jahr mit der ersten gesetzlichen Vorsorge- maßnahme – ob Impfung oder Vor- sorgeuntersuchung – Anspruch auf die Auszahlung eines Bonus.“

...

qAlle Infos rund ums Impfen:

www

wwwwww.ikk-classic.de/impfungenw

IMPFEN SCHÜTZT NICHT NUR GEGEN CORONA!

Die IKK classic empfiehlt, Impflücken zu schließen. Und die aktuelle Lage macht die Notwendigkeit deutlich.

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Foto:pixabay.com

BESSER HÖREN - AKTIVER LEBEN

Im Herzen von Dresden arbeiten wir gemeinsam, damit Sie das Leben uneingeschränkt hören können.

Profitieren Sie von unseren Erfahrungen und lassen Sie s

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örakustiker den Hörsyste- me-Anbieter Hörgeräte Dippe in Dresden. Und er plädiert dafür, dass es dringend lohnt, schon bei leich- ter Schwerhörigkeit auf ein Hörge- rät zu setzen. „Nicht, weil unsere Branche dadurch Umsatz machen soll, sondern weil es um das ange- sprochene Training geht“, sagt er.

Denn das Hören findet eigentlich nicht im Ohr, sondern im Gehirn statt. „Dort werden aus der Unmen- ge an Umgebungsgeräuschen die für uns in diesem Moment wichti- gen herausgefiltert“, beschreibt der Fachmann. So ist der Normalhören- de zum Beispiel in der Lage, auch einem Gesprächspartner zu folgen, der etwas leiser ist, als der Ge- räuschpegel im Raum. Und das Hörgerät? „Ein Hörgerät nimmt zu- nächst einmal alle Geräusche wahr,

„damit umzugehen und wieder wie beim natürlichen Hören zu filtern, muss unser Gehirn erst wieder neu lernen“, weiß Alexander Wüstenha- gen. Deshalb könne es eben auch keine Hörgeräte sozusagen von der Stange geben, sondern es muss das individuell passende gefunden wer- den. Und auch hier hat der Hörspe- zialist einen Vergleich: „Ein Spitzen- koch kann sich noch so große Mü- he geben, wenn sein Gourmet-Es- sen einfach nicht zu meinem Ge- schmack passt, dann wird das ein- fach nichts …“

Dass sich die Mühe auch schon bei leichten Einschränkungen des Hö- rens unbedingt lohnt, darauf ver- weist beispielsweise auch die Deut-

sche Alzheimer-Gesellschaft. Sie unterstützt aktuell eine Studie an der Universitätsklinik Göttingen, bei der untersucht wird, ob Hörge- räte gegen eine Alzheimer-Erkran- kung helfen können. Sabine Jansen, die Geschäftsführerin der Alzhei- mer-Gesellschaft, hofft dadurch, ei- nen der wenigen beeinfllfussbaren Risikofaktoren für eine Demenz ins Bewusstsein zu rücken, wie es dazu heißt.

Training ist auch fürs Hörgeräte-Tragen wichtig Das Ergebnis dieses Projektes dürf- te sich wohl mit bereits vorliegen- den Tests decken, die genau das be- stätigen: Schon eine leichte Schwerhörigkeit – eine Minderung um 25 Dezibel, wie dem Ticken ei- ner Uhr – kann das Auftreten oder das Fortschreiten einer Demenz be- fördern. Auch das, findet Alexander Wüstenhagen, lässt sich mit einem Vergleich zum Sport erklären.

„Wenn wir bestimmte Muskeln nicht mehr trainieren, bilden sie sich zurück – so ist das auch mit Fä- higkeiten oder Leistungen des Ge- hirns.“

Hinzu kommt das Thema Energie, sagt der Dresdner Spezialist. Denn bei Schwerhörigkeit brauchen die Betroffenen einfach mehr Energie, um sich auf Gespräche zu konzen- trieren.“ Diese Energie fehlt dann wieder für anderes, was unser Ge- hirn leisten muss – es ist also quasi eine Art Energieeinsparung, wenn dann das eine oder andere vom Ge-

spräch ausgeblendet wird“, um- schreibt Alexander Wüstenhagen eines der Probleme bei Schwerhö- rigkeit. Heißt, Hörgeräte helfen,

„wacher und damit auch geistig fit- ter zu bleiben“. Ein wichtiger As-

pekt, der bei der Diskussion über die Notwendigkeit eines Hörgerätes oft untergeht. Was aber von Medizi- nern und entsprechenden Studien in den vergangenen Jahren zuneh- mend bestätigt wird.

BESSER HÖREN GEGEN DEMENZ?

Hören findet vor allem im Gehirn statt. Deshalb lohnt sich der Griff zum Hörgerät schon bei leichten Einschränkungen, sind Mediziner überzeugt. Auch im Kampf gegen Alzheimer könnte das wichtig sein.

Text: Jens Fritzsche Foto: PR

SCHON EINE LEICHTE SCHWERHÖRIGKEIT – EINE MINDERUNG UM 25 DEZIBEL, WIE DEM TICKEN EINER UHR – KANN DAS AUFTRETEN ODER DAS FORTSCHREITEN EINER DEMENZ BEFÖRDERN …

Alexander Wüstenhagen macht klar, dass es keine Hörgeräte „von der Stange“ gibt, sondern jedes Gerät individuell angepasst werden muss.

qEinfacher Selbsttest Hören:Online bieten zahlreiche Hörgeräteher- steller oder Hörakustiker Test per Computer an. Auch spezielle Hör- test-Apps gibt es zum Herunterla- den. Zudem gibt es auch auf der Videoplattform YouTube etliche Hörtestangebote. Aber Vorsicht:

Das alles präsentiert sich natür- lich in sehr unterschiedlicher Qualität – und ersetzt in keinem Fall professionelle Tests durch Ärzte oder ausgebildete Hörakus- tiker.

qProfessionelle Hörtestwerden zum Beispiel von Hals-Nasen- Ohrenärzten oder Hörgeräte- spezialisten in

ihren Praxen oder Geschäf- ten angebo- qten.Kostenüber- nahme:Mit Blick auf eine spätere Kostenüber-

nahme für die Tests und die Thera- pie - also beispielsweise den Ein- satz von Hörgeräten - sollten zu- nächst entsprechende Informatio- nen bei der Krankenkasse einge- holt werden.

qHören und Alzheimer:Informatio- nen zum Zusammenhang von Schwerhörigkeit und Demenz, über entsprechende Studien und Unter- stützungsmöglichkeiten von Betrof- fenen gibt es unter anderem bei der Deutschen Alzheimergesell- schaft. Auf den Internetseiten der Gesellschaft gibt es beispielsweise die Möglichkeit, entsprechende umfangreiche thematische Hefte mit Hintergrundinformation im On- lineshop zu erwr erben.w

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INFO-PLUS: HÖRTEST

Hörgeräte sind klein und können Großes beim Thema Alzheimer be- wirken.

Foto: stock.adobe.com © Bäckersjunge

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Mit Schockwellen

gegen Verkalkung im Herzen

Nieren- oder Gallensteine werden schon seit vielen Jah- ren behandelt, indem sie mit- tels Stoß- beziehungsweise Schockwellen von außen zer- trümmert werden. Nun hält diese Methode auch in der Herzmedizin am Herzzentrum Dresden Universitätsklinik Einzug. Mit dem aus Amerika stammenden „Shockwa- ve“-Verfahren können durch Kalk verengte Gefäße am Her- zen (Koronarstenosen) besei- tigt werden. „Für die Patien- tinnen und Patienten ist das ein Segen, denn dadurch können einige nun minimal-in- vasiv mittels Katheter behan- delt werden, bei denen es vorher nicht möglich gewesen wäre“, erklärt Dr. med. Felix J.

Woitek, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiolo- gie und Leiter der Herzkathe- terlabore des Herzzentrums.

Es ist wichtig, dass der Kalk mit behandelt wird, da sich die Gefäße sonst nicht richtig

aufdehnen lassen und nicht gut mit einer Gefäßstütze (Stent) versorgt werden kön- nen. Diese kleinen Drahtgitter können sogar vom Gefäßkalk wieder zusammengedrückt werden und so steigt das Risi- ko einer neuen Engstelle oder gar eines plötzlichen Gefäß- verschlusses (Herzinfarkt).

Die dabei bisher übliche Me- thode, die Rotablation, stößt jedoch ab einer gewissen Größe der Gefäße an ihre Grenzen. Das liegt daran, dass der Mini-Bohrer, der per Katheter im Herzkranz-Gefäß die Verkalkung abfräst, nur für kleinere Durchmesser geeig- net ist. „Wird es zu groß oder Oberarzt Dr. med. Felix J. Woitek (von links) beginnt mit seinen Kollegen Dr. med. Georg Ende und Janette Richter die Be- handlung im Herzkatheterlabor. Foto: Robert Reuther

Eine neue schonende Methode zur Behandlung verkalkter Herzkranzgefäße – jetzt auch im Herzzentrum Dresden

sind die Kalkablagerungen zu stark beziehungsweise zu tief, ist der Bohrer weniger effek- tiv“, so Dr. Woitek.

An dieser Stelle sollen die Schockwellen Abhilfe schaf- fen. Möglich macht das ein neues Werkzeug, ein soge- nannter Lithotrypsiekatheter.

Über einen Katheder wird ein Ballon an die verkalkte Stelle im Herzen geführt. In dem Ballon befinden sich Ultra- schallkristalle. „Diese werden durch elektrische Energie an- geregt und schwingen. Die Energie wird an die Kalkabla-

gerungen abgegeben, so- dass diese zertrümmert wer- den. Man kann sich das am besten so vorstellen, als ob Eierschalen zerbröseln“, so Dr. Felix Woitek. Das alles dauert nicht länger als zwei Minuten und ist schmerzfrei.

Der Vorteil ist, dass das Ver- fahren auch in engen Gefäßen funktioniert und mit der Rot- ablation kombiniert werden kann. Außerdem können die Schockwellen sogar einge- setzt werden, um sich wieder zusetzende Stents vom Kalk zu befreien.

Herzzentrum Dresden Universitätsklinik Klinik für Innere Medizin und Kardiologie Dr. med. Felix J. Woitek

Fetscherstraße 76 · 01307 Dresden · Telefon 0351 450-1701 www.herzzentrum-dresden.com

hzd-kardiologie@herzzentrum-dresden.com Vielfach diskutiert, mit vielen Für und Wieder,

oft fragende Eltern, die das Beste für ihr Kind wollen – das Impfen ist ein umstrittenes Thema.

Heute wollen wir uns aber dem Thema allgemein nähern, denn Impfen geht nicht nur die Kinder etwas an, oder?

Wenn ich als Kinderärztin zu Impfungen gefragt werde, dann denke ich natürlich als erstes an all die empfohlenen Impfungen, die es heute in der Prävention vor bestimmten Kinderkrankheiten gibt. Neben den Impfungen für Kinder gibt es aber auch eine ganze Reihe an Impfungen, die für den Erwachsenen von großer Bedeutung sind. Und dabei meine ich nicht unbedingt die Reiseimpfungen, die man vor Antritt in ferne Länder benötigt.

Wie ist das Impfen entstanden, können Sie etwas zur Historie sagen?

Ja, ein Blick zurück verrät uns, dass es erste Versuche bereits 200 v. Chr. gab, als chinesische Ärzte Krusten der Pocken entnommen, zermahlen und dann das Pulver den impfenden Personen in die Nase eingeführt haben. In Europa gab es erste Impfungen zum Ende des 18. Jahrhun- derts. Das Bild, als der englische Arzt Edward Jenner 1796 einen Jungen erstmals mit Kuhpocken infizierte, ist vielen bekannt. Der Junge erwies sich danach als immun auch gegen die gewöhnlichen Pocken. Jenner nannte seinen Impfstoff Vaccine (von lat. vacca „Kuh“). Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts weiß die Medizin dank Louis Pasteur und Robert Koch um die Existenz bakterieller Krankheitserreger.

Dieses Verständnis führte auch dazu, dass die Entwicklung

von Impfstoffen systematisiert und standardisiert werden konnte. Dies wiederum eröffnete die Möglichkeit nationaler und später internationaler Impfprogramme unter Schirm- herrschaft der WHO. Pocken, Kinderlähmung und Masern sind Krankheiten, die heute weltweit möglichst ausgemerzt werden sollen. Aber auch um die Ausrottung von Diphterie, Wundstarrkrampf und Keuchhusten wird dank weltweiter Impfkampagnen gerungen.

Sie können auf viele Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Was hat sich in diesem Zeitraum geändert?

Hier muss man sicherlich national unterscheiden. Auf jeden Fall sind die schweren Verläufe bei Infektionskrankheiten in Deutschland weniger geworden. Einige Infektionskrank- heiten, wie die Kinderlähmung habe ich zum Glück schon nicht mehr, andere noch umso intensiver kennengelernt. Wir sind z. B. früher auf der Kinder-Intensivstation mit schwe- ren eitrigen Lungenentzündungen bei Kindern konfrontiert worden, wo eine Antibiotikatherapie allein nicht gereicht hat, sondern die eitrigen Ergüsse punktiert oder gar ope- riert werden mussten. Oder denken wir an die schweren Meningokokkeninfektionen! Da sind wir heute zum Glück ein ganzes Stück weiter.

Welche Stempel sollte man unbedingt im Impfausweis haben?

Die Liste der durch die Ständige Impfkommission (STIKO) und zusätzlich durch die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfohlenen Impfungen ist inzwischen recht lang.

Empfohlene Impfungen für Erwachsene sind Diphtherie, FSME, Grippe, Gürtelrose, Keuchhusten, Masern, Pneu- mokokken, Polio, Röteln und Tetanus. Die Erstimpfungen sind bei Kindern teilweise ab dem dritten Lebensmonat empfohlen. Aus meiner Sicht sind sie aber ein ganz wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention der gesamten Be- völkerung. Denn auch dessen sollte man sich bewusst sein:

nicht immer gilt der Schutz nur dem Geimpften, sondern manchmal geht es auch um den Schutz anderer!

Das Impfen – früher und heute

FRAGEN AN DR. ULRIKE WETZEL, CHEFÄRZTIN DER KLINIK FÜR KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Lausitzer Seenland Klinikum

Maria-Grollmuß-Str. 10 | 02977 Hoyerswerda Hoy.info@sana.de | www.seenlandklinikum.de

Foto:LSK/GernotSchweitzer

Das Impfen – früher und heute

Dr. Ulrike Wetzel, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Lausitzer Seenland Klinikum

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at. „Die Patienten sind dann immer sehr erstaunt, wie klein ein menschliches Sprunggelenk eigent- lich ist“, sagt die Leiterin der Abtei- lung für Fußchirurgie der Helios- Weißeritztal-Kliniken, zu welcher auch die fußchirurgischen Kollegen Frank Traupe und Frank-Uwe Feng- ler gehören.

So klein, fügt sie schmunzelnd an,

„und doch ist es das am meisten belastete Gelenk unseres Körpers“.

Immerhin wirkt hier eine Kraft des fünf- bis siebenfachen des eigenen Körpergewichtes auf die Gelenkfllfä- chen ein. Ein Gelenk noch dazu, das beispielsweise anders als Hüft- gelenke auch ohne schützenden Muskelmantel auskommen muss.

Lediglich Bänder geben ein wenig Halt; „das macht Verletzungen hier so problematisch“, weiß die Fach- ärztin für Orthopädie und Chirur- gie. Seit gut zehn Jahren hat sich Dr.

Hahn gemeinsam mit ihrem Dip- poldiswalder Team auf eine deutschlandweit eher seltene Ope- ration spezialisiert: den Einsatz künstlicher Sprunggelenke. Jährlich nur um die 700 bis 800 dieser Im- plantate werden in ganz Deutsch- land eingesetzt, etwa 20 davon in Dippoldiswalde, weiß die Spezialis- tin. Zum Vergleich: Die Zahl der deutschlandweit eingesetzten künstlichen Hüftgelenke beträgt um die 200.000 im Jahr. Dass es schon einmal Jahre gegeben hat, in denen es doppelt so viele Fußge- lenks-Operationen in Deutschland waren, auch das weiß die Dippol- diswalder Medizinerin. Und sie weiß auch, warum die Zahl nun

wieder zurückgegangen ist. „Diese komplizierte OP gehört tatsächlich in Spezial-Abteilungen, dass sich auch einige weniger spezialisierte Kliniken an diese Eingriffe gewagt haben, mit nicht so guten Ergebnis- sen, hat für einen Vertrauensverlust bei Patienten gesorgt“, bedauert Dr.

Uta Hahn. Dabei sind die seit eini- gen Jahren eingesetzten Implantate hoch leistungsfähig, unterstreicht sie. So werden moderne Endopro- thesen nicht mehr in die Knochen einzementiert, „sondern wachsen im Knochen fest, was die Implanta- te langlebiger macht“. Standzeiten betragen bis zu 15 Jahre, so die Er- fahrungswerte der Dippoldiswalder Mediziner. Danach können die Im- plantate auch in den meisten Fällen relativ problemlos ausgetauscht werden.

Neuartiger Gelenkersatz ist dreigeteilt und beweglicher Zudem bestehen die neuen künstli- chen Gelenke, statt wie anfänglich nur aus zwei nun aus drei Teilen.

Zwischen zwei Metallteilen - einer domförmigen Kappe am Sprung- bein und einer Metallplatte am Schienbeinende - agiert als Verbin- dung ein beweglicher „Gleitkern“

aus Polyethylen, der die Rolle des Gelenkknorpels übernimmt. Das kommt dem natürlichen sehr, sehr

nahe, „und der Fuß der Patienten bleibt dadurch letztlich beweglich“.

Das ist bei der herkömmlichen und weit verbreiteten Methode der Ge- lenkversteifung nicht der Fall. „Mit einer Prothese bereitet das normale Gehen kaum Probleme“, stellt Dr.

Hahn klar.

Einsatz muss immer individuell geprüfttf werden Aber natürlich ist der Einsatz künst- licher Sprunggelenke auch nicht in jedem Fall sinnvoll und machbar.

„Wer zum Beispiel berufllfich schwe- re Lasten tragen muss, sollte nicht auf ein Implantat setzen – und auch bei schwerer Osteoporose im Sprunggelenk bekommt das Im- plantat nicht den notwendigen Halt in dem weichen Knochen“, be- schreibt die Spezialistin.

Eine Operation – ob nun die künst- liche Versteifung oder die Endopro- these – stellt immer erst den zwei- ten Schritt einer Therapie dar. „Na- türlich sollte zunächst versucht werden, konservativ zu behandeln“, so Dr. Uta Hahn. Heißt, Physiothe- rapie mit entsprechenden Bewe- gungsübungen zur Stabilisierung, Bandagen oder auch Schuheinla- gen. „Aber natürlich sprechen wir bei Sprunggelenks-Verletzungen zum Beispiel durch Unfälle, durch Bandverletzungen oder durch Ar-

throse auch über erhebliche Schmerzen und damit über eine massive Einschränkungen der Le- bensqualität!“ Dann führt meist kein Weg an einer OP vorbei.

Um die fünf Tage bleiben die Pa- tienten dann nach der Operation im Dippoldiswalder Krankenhaus.

„Sobald die Wunde verheilt ist, was wie erwähnt durch die hier fehlen- de Muskulatur ein wenig länger dauern könnte als bei anderen Ge- lenken, können die Patienten nach Hause“, beschreibt Dr. Uta Hahn.

Für gut sechs Wochen müssen sie dann einen Spezial-Stiefel tragen, der das Gelenk stabil hält. Hinzu kommt im Anschluss eine ambu- lante Reha mit Physiotherapie. „In aller Regel kann der Fuß anschlie- ßend wieder normal belastet wer- den.“ Zum Teil, so die Spezialistin, können die Betroffenen sogar wie- der Sport treiben. „Von Leistungs- sport würde ich dennoch abraten“, sagt sie augenzwinkernd.

Und dann schaut sie noch einmal auf das gläserne Gelenkmodell. „Es ist beeindruckend, wie wunderbar sich die medizinischen Therapie- Möglichkeiten auch für dieses kom- plizierte Gelenk in den vergange- nen Jahren entwickelt haben!“

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qwww www .helios-gesundheit.de/w kliniken/weisseritztal

DAS AM MEISTEN BELASTETSTE GELENK

Für geschädigte Sprunggelenke gibt es neben der Versteifung auch die Chance auf künstlichen Ersatz. Doch nur wenige Kliniken bieten diese komplizierte OP an. Eine davon: das Krankenhaus Dippoldiswalde.

Text: Jens Fritzsche Foto: Thorsten Eckert

DIE MODERNEN IMPLANTATE WACHSEN IN DEN KNOCHEN EIN – UND SIND DADURCH WESENTLICH LANGLEBIGER. SIE KÖNNEN ZUDEM MEIST PROBLEMLOS AUSGETAUSCHT WERDEN.

Dieses gläserne Modell eines menschlichen Fußes überrascht die Patienten von Dr. Uta Hahn immer wieder: So klein ist ein Sprunggelenk?

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aktlinsen-Träger dieses Problem nach etwa 15 bis 20 Jahren bekommen. Also bleibt dann nur die Brille – womit aber die meisten Be- troffenen nicht klarkommen, „oder einfach kei- ne Brille tragen möchten“, so die Dresdner Au- genärztin. Alternativ kommt dann je nach Stärke der Fehlsichtigkeit beispielsweise eine Laserbe- handlung in Frage, bei der die Hornhaut des Au- ges per Laser ein Stück abgetragen und dadurch für besseres Sehen neu modelliert wird. „Es wird dabei jedoch gezielt intaktes Gewebe der eigent- lich gesunden Augenhornhaut für immer ent- fernt. Etwaige Nebenwirkungen wie trockene Augen oder störende Lichtrefllfexe sind daher un- umkehrbar“, gibt Dr. Anja Kaiser zu bedenken.

Hauchdünn durch hochspezielles Material – weich und flexibel

Eine weitere Methode, die bereits seit über 20 Jahren etabliert ist, ist die sogenannte ICL – eine implantierbare Collamer Linse. Das Auge wird bei diesem Verfahren also nur durch eine künst- liche Hilfe ergänzt. Die Struktur des Auges bleibt dabei im Prinzip unverändert. Die vom Augen- Centrum Dresden verwendete EVO Visian ICL wird dabei für jedes Auge individuell aus einem höchst verträglichen Collagen-Copolymer gefer- tigt, das auf Grund seines einzigartigen Materials weich und fllfexibel ist.

Die hauchdünnen Linsen werden zwischen die Iris – den farbigen Teil des Auges – und die na- türliche Linse implantiert, um dort dauerhaft zu verbleiben. „Der Vorteil ist, dass nichts vom Auge entnommen werden muss und somit das Verfah- ren jederzeit rückgängig gemacht werden kann“, ist die Dresdner Augenexpertin hörbar begeis- tert.

Ob ein Patient füüf r diese implantierbaren Zusatzlin- sen geeignet ist, lässt sich durch eine indiviiv duelle Vermessung der Augen zügig kllk ären.

Aus den genannten Gründen ist die EVO Visian ICL im AugenCentrum Dresden das Standardverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Dabei kann Dr. AnnA ja Kaiser den Patienten übrigens auch aus ei- gener Erfahrung schildern, wiiw e sich das Ganze an- füü

f hlt und dass es fuuf nktioniert. „Auch ich habe in den letzten Jahren den Einsatz und die Weiterent- wii

w ckllk ungen dieser Linsen auf Fachkongressen stets verfolgt und mir aufgrund meiner zunehmenden Kontaktlinsenunverträglichkeit schließlich ICL ge- gen meine Kurzsichtigkeit einsetzen lassen – und komme super damit zurecht!“

Von der Operation bekommen die Patienten da- bei nichts mit, denn der Eingriff erfolgt in Kurz-

narkose und dauert nur wenige Minuten. „Bei uns folgt nach zwei Tagen die Operation des zweiten Auges – in der Regel können die meisten Patienten bereits am Folgetag ihre volle Sehleis- tung genießen.“, macht Dr. Kaiser deutlich. Die unkomplizierte Nachsorge umfasst im An- schluss einen Zeitraum von etwa drei Wochen.

Eine Kassenleistung ist das im AugenCentrum Dresden angewendete Verfahren nicht. Deshalb müssen die Patienten die rund 3.500 Euro Kosten pro Auge selbst tragen. „Wobei schon die Kosten füü

f r die aufwf endige Hochleistungslinse mehr alsw ein Drittel des finanziellen Aufwf ands ausmachen“,w verwr eist die Augenärztin darauf, dass es sich hierw um echte Spitzentechnologie handelt. (JF)

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qwww www .augencentrum-dresden.dew

Winzig klein und hauchzart:

Gleichwertig zur Laser-OP bei Kurzsichtigkeit ist die implantierbare EVO Visian ICL eine Alternative.

SPITZENTECHNOLOGIE FÜRS AUGE

Wer keine Kontaktlinsen verträgt, setzt als Alternative zur Brille oft auf eine Laser-Korrektur der Hornhaut. Doch es gibt eine innovative, schonende Methode, die ohne Laser auskommt.

Die künstlichen Linsen werden zwischen Iris und natürlicher Linse eingesetzt.

Vorteil: Das kann auch rückgängig gemacht werden.

Fotos:

EVO Visian ICL

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Trompeterstraße 5 01069 Dresden 0351 896635-0 augencentrum-dresden.de Prof. Dr. med. Andreas Böhm

Dr. med. Anne Lux und Kollegen

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