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gemeindereport marienfelde

www.marienfelde-evangelisch.de 9 ·16 /Nr. 368

Wir feiern mit unserer Kita!

Zehn Jahre 2006 –2016

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editorial

… Abschiedsfest in der Superintendentur

neulich beim …

K

aum sind die Sommerferien vorbei, gibt es schon wieder was zu feiern. Wir laden Sie ein zu unserem – das ist besonders in diesem Jahr – zweiten Gemeindefest, das schon das Erntedankfest ist, (s. S. 20 und Rückseite). Besonderen Grund zum Danken haben wir im Dorothee-Sölle-Haus, deswegen wird auch dort gefeiert: Unsere Kita im Familienzentrum, die hoffentlich bald einen neuen Namen hat (s. vorige Ausgabe des Gemeindereport), ist seit zehn Jahren im neuen Haus. Dazu der Hauptteil des Gemeindereport, mit Erinne- rungen an den Anfang und weiteren Artikeln (S. 14 – 22).

Das neue Projekt „Älterwerden gestalten“ hat bereits einige Aktivitäten hervor gebracht; viele Interessierte haben sich bereits getroffen und Verabredungen getroffen (S. 8 f.). Wenn Sie noch „zu- steigen“ möchten – es gibt einen regelmäßigen „Werkstatt“-Termin für alle, der nächste ist am 21. September.

Und natürlich wünschen wir allen, die einen neuen Lebens- abschnitt beginnen, alles Gute: Den Schulanfänger/inne/n, den neu- en Konfirmand/inn/en (Gottesdienste am 9. bzw. 11. September) – seid herzlich willkommen in unserer Gemeinde. Gottes Segen behüte Euch wie auch alle, die dieser Tage aus den Ferien zurück kehren und wieder in den Alltag einsteigen!

Ihre / Eure

C. Enke-Langner

Z

ur glamourösen Veranstaltung geriet der Abschied für Pfr. Burkhard Borne- mann als „amtierender Superintendent“ in

der Vakanz- zeit. Die Kir- chenkreis- Prominenz versammelte sich zur Ver- leihung des

„Goldenen Mopses“ an v e r d i e n t e Mitarbeiter.

Wen wun- d e r t e e s , dass der Gewinner des „Goldenen Mopses“

in den Kategorien „Bester Charakterdarstel- ler“, „Bester Actiondarsteller“, „Bester Team- player“ und „Bester Heimkehrer“ jedesmal

B u r k h a r d Bornemann hieß – in der dritten Kate- gorie (Team- player) zu- sammen mit Pfr. Manfred Moll (Zum Guten Hir- ten) und Pfr.

Christopher Zarnow (Ar- beitsstelle Kirche in der Stadt)!

Sie hatten die Geschicke des Kirchenkreises Schöneberg, dann Tempelhof-Schöneberg in der Vakanzzeit und durch die „heiße Pha- se“ der Fusion geleitet. Bornemann kehrt

jetzt in seine eigentliche Tätigkeit – Pfarrer in „Zwölf Apostel“ zu sein – zurück. Die Ehrung wurde in jeweils sehr launigen Laudatio- nes begründet. Ein Ad-Hoc-Chor der Pfarrerinnen und Pfarrer ehrte den vierfachen Preisträger mit „Für dich soll’s rote Rosen regnen“, begleitet am Klavier von Pfr. Helmut Schmelzer. Ein wunderbares Grillfest beendete diesen denkwürdigen Abend.

Carola Enke-Langner

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„Unterdrückt nicht die Fremden, die bei euch im Land leben, sondern behandelt sie wie euresgleichen.“ (3. Mose 19,33+34)

gedanken zum glauben gedanken zum glauben

E

ine schwierige Situation, aber wir schaf- fen es doch – oder?! – In den letzten Mo- naten ist wieder vieles für uns unvorstellbare passiert. Durch grausame Attentate wurden unschuldige Menschen getötet. Noch nicht einmal vor den Kirchen machen „sie“ halt.

Wer aber sind diese „sie“? Haben Sie sich schon mal darüber so richtig Gedanken ge- macht – ohne Vorurteile und ohne die Beein- flussung durch Medien? Das ist sehr schwer, weil viele Menschen gern so einiges „Gift“

verstreuen. Die Realität wird verzerrt, und wir müssen aufpassen, dass wir unsere mit- menschlichen Gefühle, unsere Herzensent- scheidung nicht vergessen.

Natürlich sind diese Vorfälle zu verurteilen. Menschen, die anderen das Le- ben nehmen, müssen ihre gerechte Strafe bekommen. Aber deswegen sind doch nicht alle ausländischen Mitbürger gleichzusetzen.

Wir Menschen neigen dazu, vieles zu verall- gemeinern. Wenn ein Ereignis weit entfernt stattfindet, sehen wir es mit anderen Augen, als wenn wir uns unmittelbar betroffen fühlen.

Ich möchte Ihnen einige meiner Erfahrungen erzählen. Zu uns kommen sehr viele Flüchtlinge, in manche Bezirke mehr als in andere. In den Schulen werden die Flüchtlingskinder unterrichtet, die die deut- sche Sprache nicht beherrschen. Sie werden von den Mitschülern argwöhnisch betrachtet und geraten in Konflikte. Sie werden nicht verstanden und sind somit fremd. Und vor Fremden hat man erst einmal Angst. Um sich

das aber nicht anmerken zu lassen, glauben dann manche, selbst den Stärkeren hervor- kehren zu müssen, obwohl sie vor einiger Zeit selbst aus dem Ausland nach Berlin ge- kommen sind. So sind Konflikte schon vor- programmiert. Die Mädchen flirten mit den hübschen Jungs aus dem fernen Land, die können aber mit solcher „Freizügigkeit“ nicht umgehen, weil sie total anders erzogen wur- den. Doch trotz aller Hindernisse muss man diese Schüler verstehen. Ich arbeite ja in so einer Schule und sehe tagtäglich, wie diese Menschen, die am Rande unserer Gesell- schaft stehen, versuchen sich zu integrieren!

Die Vorurteile sind ja: „Die“ wollen sich gar nicht integrieren, sie wollen nicht arbeiten und nutzen den Staat aus. Einiges davon wird schon bei manchen zutreffen, aber nicht bei der Mehrheit. Die Kunst im eben ist doch, gerecht und offen zu sein für unsere Mitmenschen, egal, welcher Herkunft sie sind! Die Flüchtlinge versuchen, wieder Fuß zu fassen. Sie kamen ohne Familien nach Berlin, ihre Eltern sind noch in Syrien oder anderswo, und sie müssen mit vielen in ähn- licher Lage in einem Heim leben. Sie haben schon so vieles hinter sich, was wir uns gar nicht vorstellen können. Und doch beginnen sie hier neu und lernen. Sie wollen die deut- sche Sprache beherrschen und einen guten Beruf anstreben. Sie sind genauso intelligent wie andere auch! Dann geschieht es, dass sie nach ca. drei Monaten in unserer Schule, wenn sie sich in die Gemeinschaft eingefun-

den haben, ob sie wollen oder nicht, in einem anderen Bezirk untergebracht werden und also in eine andere Schule kommen. Keiner fragt sie! Plötzlich stehen sie wieder am An- fang und müssen erneut soziale Bindungen aufbauen! Es sind liebenswerte Jungs, die versuchen, sich bei uns anzupassen, aber es werden ihnen viele Steine in den Weg gelegt.

Auch ich habe schon oft meine Vor- urteile revidiert und mich dafür entschuldigt.

Ein Zusammentreffen hat dazu maßgeblich beigetragen. Eine Mutter meldet ihren Sohn in der Schule an – ein alltäglicher Vorfall – aber sie trägt eine Burka. Ich merke schon bei mir so einige ablehnende Gefühle. Aber sofort nach dem Eintritt ins Büro nimmt sie ihren Gesichtsschutz herunter. Wir führen ein sehr interessantes Gespräch über Gott und die Welt. Sie war mit sofort sehr sympathisch!

Sie erzählte davon, wie sie sich damals in Ber- lin integriert hat. Jetzt gibt sie Kurse für Frau- en, die Deutsch lernen möchten und spricht selbst fehlerfrei Deutsch ohne Akzent – sie ist eine sehr kluge Person mit viel Verstand und Toleranz!

Eine andere Mutter erzählte mir, dass sie sich für ihre Landsleute schäme. Sie ist Muslimin und versteht nicht, wie man sol- che Attentate begehen kann. Sie lebt schon lange in Berlin und will nicht mit Gewalt- tätern in einen Topf geworfen werden. Sie hat genauso wenig damit zu tun wie Sie und ich! Sie liebt es, in Deutschland zu leben. Ihr Mann und sie bekommen keine Unterstüt- zung vom Staat. Sie kann nicht damit um- gehen, dass viele Menschen ihre Vorurteile hinausposaunen und ihr oft Wut und Hass entgegen schlagen. Sie ist mittlerweile auch Deutsche und fühlt sich hier zu Hause.

Eine weitere Mutter, die schon vor vielen Jahren geflüchtet war, hat sich in Ber- lin etabliert und ihre Familie sorgt für sich ohne fremde Hilfe. Sie berichtet von einigen jungen Menschen, die jetzt aus ihrem Dorf geflohen sind. Es sind aber diejenigen, die auch dort nicht für ihren Unterhalt sorgten, die untätig herum lungerten (solche gibt es ja auch bei den Einheimischen) – sie kamen nach Deutschland, um weiter zu faulenzen und das gute Geld einzustecken. So etwas är- gert diese Familie, denn sie arbeiten redlich und zahlen ihre Steuern wie wir alle auch. Es gibt eben überall solche und solche!

Aber wer will darüber urteilen? Wir sollten aussprechen, was uns nicht gefällt, denn vieles liegt im Argen mit der Regierung und den Entscheidungen, die am großen Tisch fallen. Doch dürfen wir die einzelnen Menschen nicht vergessen, die eben anders sind als wir. Überall gibt es mehrere Ansich- ten – wie ja auch die Menschen unterschied- lich sind. Die einen leben rechtschaffen, an- dere leben mit und in der Gewalt. Betrüger gab es zu jeder Zeit, und es wird sie immer geben. Bei unseren Ansichten über Flüchtlin- ge sollten wir das immer bedenken.

Gott behandelt uns alle gleich, ob wir es verstehen oder nicht. Gott steht über uns allen, er beschützt uns und zeigt uns ei- nen Weg. So können wir doch getrost mitei- nander leben. Die Welt reicht für uns alle.

Wir können dem anderen alles gönnen und miteinander teilen. Wir können vieles zu unserer eigenen Herzenssache machen und helfen, auch in dem Sinne, dass wir bösartige Verleumdungen nicht weiter verbreiten oder sie sogar aus dem Weg schaffen.

Ihre Monika Hansen

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O

ft wird in der Öffentlichkeit geklagt, dass die Polizei nicht präsent genug auf den Straßen sei.

Kommissar Reckers wirkt dem mit Sicherheit entgegen, den kennen und mögen in Marienfelde viele!

Als er vor vielen Jahren in meiner Klasse Verkehrsunterricht erteilte, dachte ich sofort: Na, bei dem ist der Name aber auch Pro- gramm. Ein freundlicher Recke, der von den Kindern sofort als ‚Die Polizei, Dein Freund und Helfer‘ ak- zeptiert wurde und zwar nicht nur wegen der schmucken Uniform.

Das Erstaunlichste: Er merkte sich sofort den Namen jeden Kindes und sprach es damit an. Das ist eine pädagogische Notwendigkeit, die aber kaum einer der Kollegen so beherrschte wie Herr Reckers. Man kann zu einem Kind kein Verhältnis aufbauen, wenn man es nicht mit sei- nem Namen anspricht, dann kann man ihm auch nur wenig vermit- teln. Er strahlte Freundlichkeit und Geduld aus, aber auch eine Bestimmtheit, die den Kindern gut tat. Kleine Störenfrie- de und Regelverletzer nahm er schon mal beiseite, um mit ihnen ein ernstes Wörtchen zu reden, und das funktionierte. Ich glaube, viele der Kinder, die ohne Vater aufwuchsen, hätten sich so einen Vater gewünscht.

Hauptkommissar Erhard Reckers

menschen in marienfelde menschen in marienfelde

Kommissar Erhard Reckers

kommt aus dem nordrheinwestfälischen Rheine und bewarb sich nach der Schule so- fort erfolgreich bei der Polizei, um dort den Polizistenberuf von der Pike auf zu lernen.

Nach der Ausbildung landete er zunächst in Köln, wo er auf der Wache vom Verkehrs- unfall über den Einbruch bis zur Vermiss- tenmeldung alles bearbeitete. Er war sich

auch nicht zu schade, geduldig den Verlust von verlorenen gegangenen Sparbüchern durch Seniorinnen aufzunehmen und den alten Damen zur Seite zu stehen. In Köln auch betreute er zusammen mit der dorti- gen Sporthochschule ein Projekt: Senioren lernen Fahrradfahren.

Eines Tages belauschte ein Vorge- setzter, wie er mit dessen zufällig anwesen- den zehnjährigen Sohn sprach. Der erkann- te sofort sein kommunikatives Talent und sagte: Mensch, du wärst der Richtige für die Verkehrssicherheitsberatung. Damit war sein späterer Weg vorgezeichnet.

Im Jahre 1990 wechselte er aus pri- vaten Gründen nach Berlin und wurde dort durch einen Kontakt aus der Sporthochschu- le Köln zur Verkehrssicherheitsberatung in Marienfelde, Lichtenrade und Mariendorf Süd eingesetzt.

Hier entwickelte er ein weites Be- tätigungsfeld, beriet Senioren, betreute die Schülerlotsenarbeit sowohl praktisch als auch theoretisch, und betrieb auch Verkehrserzie- hung in Kindertagesstätten, mit den Kleinen machte er Verkehrsspaziergänge, auch mit den Kitakindern vom Söllehaus. Heute un- terrichtet er auch Flüchtlingskinder. Wenn man ihn dazu befragt, wie das denn mit der

sprachlichen Kommunikation gelänge, gerät er fast ins Schwärmen. Er sagt, dass die In- tegration unter Kindern sehr viel einfacher vor sich geht als unter Erwachsenen und lobt die Motivation der Kinder.

Es ist sicher die eigene positive Einstellung gegenüber den Menschen, die Herrn Reckers zu einem so beliebten Reprä- sentanten der Berliner Polizei macht.

Jetzt zu der in jedem Tatort wieder thematisierten Frage, ob Polizisten auch Zeit für ein Privatleben und Hobbys haben: Herr Reckers hat.

In seiner Freizeit geht der ehema- lige Sportschwimmer in Berliner Freibädern seinem Hobby Schwimmen nach. Aber er liest auch gerne – Krimis natürlich, besonders gerne die Heimatkrimis mit ihrer unverwech- selbaren Atmosphäre.

Und manchmal gönnt er sich auch eine fantastische Reise: Er ist z.B. den Sta- tionen des berühmten kriminalistischen Romans ‚Nachtzug nach Lissabon‘ von Pas- cal Mercier der Reihe nach gefolgt, was bei dem aufregenden Roman aus einem nor- malen Urlaub eine besondere Bildungsreise machte.

Elke Neukirch

Bibelstunde: montags 10.30 Uhr, wieder ab 12.9.2016 DSH Sölle-Gesprächskreis: Wiederbeginn Mittwoch, 14.9.2016, 19.30 Uhr DSH

Freitagsrunde: Wiederginn Freitag, 23.9.2016, 19.45 DSH Die Verwechselung der Daten in der vorigen Ausgabe bitten wir zu entschuldigen.

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Schach: montags 17 Uhr im DSH (Frau Wegner)

Tagesausflüge: Mittwoch, 14.9., Ziel: Pfaueninsel (Frau Scholz)

Gedächtnistraining: montags 10 Uhr, 14tägig im DSH (Frau Schmelzle) Spiele: mittwochs 16.30 Uhr DSH, Beginn: 7.9. (Frau Bachor)

Wandern: erstes Treffen Mittwoch, 7.9., 10 Uhr (Treffpunkt: Bushaltestelle Nahmitzer Damm/Alt-Marienfelde, gegenüber dem Schuhhaus. Ziel: Richtung Rudow über „Stock und Stein“, Wiesen und Felder bis zur Rudower Höhe. Einkehr auf dem Rückweg in Alt-Rudow, danach mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt (Frau Blankenstein)

PC: jeden 2. und 4. Samstag im Monat, 10 Uhr DSH, ab 10.9. (Frau Hennig und Herr Galuba) – diese Gruppe hat mit 18 Personen erstmal ihre Grenze erreicht –

Museum: ein erstes Treffen (Ziel: Ephraim Palais) hat im August stattgefunden (Frau Kotzsch) Film mit anschließendem Gespräch: erstes Treffen Dienstag, 6.9., 16 Uhr bei Frau Wegner Frühstück: jeden 3. Mittwoch im Monat 10 Uhr, Kinderhaus beim DSH, Frau Müller Tanzen: noch unbestimmt

„Älterwerden gestalten“ –

Unser Zug hat wieder Fahrt aufgenommen

ältere erwachsene

ist ein wunderba- rer Start. Details können Sie der nun folgenden Übersicht und Aushängen ent- nehmen. Einige Gruppen haben schon im August begonnen, die meisten starten aber im September.

ältere erwachsene

M

a n k ö n n - te meinen, wir sind mit dem Schnellzug unter- wegs: Es haben sich schon zehn Grup-

pen gegründet, ein erstes Mal getroffen und sich für weitere Treffen verabredet. Das

Und so geht es weiter: Jeden 3. Mittwoch im Monat um 18.00 Uhr – zu- nächst bis Dezember – treffen sich die An- sprechpartnerInnen der Gruppen und Inte- ressierte mit mir, um das Kennenlernen zu fördern, sich gegenseitig über den Fortgang der Gruppen – Schwierigkeiten und Schönes – auszutauschen und zu beraten und um die weitere Gestaltung des Projekts und die Ein- bindung in das Gemeindeleben zu beden- ken. Wie geht es weiter mit den Interessen, die in noch keine Gruppe gemündet sind, gibt es Ideen für eine gemeinsame Veran- Rennrad

oder

Schaukelstuhl

staltung, z.B. zu Weihnachten, … das könn- ten Themen sein für das Treffen. Wegen der Ähnlichkeit mit einer Werkstatt heißt es auch so:

Das erste Werkstatttreffen findet statt am Mittwoch, 21. Sept. 18.00 Uhr im DSH

Sigrid Tempel

10 Jahre Gospel-Chor

Am Samstag, 5.11.2016 möchten wir mit Ihnen sehr gern unser 10-jähriges Chor-Jubiläum feiern.

Die Planungen laufen seit Monaten auf Hochtouren und wir laden bereits heute zu unserem „GOSPEL-DINNER“

ein. Seien Sie gespannt und lassen Sie sich überraschen!

Nur soviel sei schon gesagt: Eintrittskarten werden ab Ende September ausschließlich im Vorverkauf im Dorothee-Sölle-Haus angeboten. Weitere Einzelheiten folgen.

Es freut sich auf Sie

Bernard Devasahayam mit seinem Gospel-Chor

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Nikola Büchholz macht ihr Praktikum in unserer Gemeinde

herzlich willkommen

L

iebe Gemeinde, ab Ende August beginnt mein dreimonatiges Praktikum bei Ih- nen in der Evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde. Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben, wenn wir uns begegnen, möchte ich vorab die Gelegenheit nutzen und mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Nikola Büchholz, ich bin 23 Jahre jung und studiere Evan- gelische Religionspädagogik an der Evan- gelischen Hochschule Berlin. Nach meiner Konfirmation arbeitete ich mehrere Jahre als Teamerin und Mitglied des Gemein- dejugendrates in meiner Heimatgemein- de Berlin-Rudow. Zu meinen Tätigkeiten gehörte es, Konfirmandengruppen mit zu leiten, Konfirmandenfahrten zu begleiten und an den Gemeindekirchenratssitzungen teilzunehmen, um die Jugend in unserer Gemeinde zu vertreten. Während meiner Schulzeit machte ich Praktika in verschiede- nen Senioreneinrichtungen, was mir große Freude bereitet hat. In meinem Auslands- schuljahr in Irland habe ich die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen kennen und lieben gelernt. Dies führte dazu, dass ich, zurück in Berlin, mit einem gemeinnützigen Verein als Betreuerin auf mehrere dreiwö- chige Ferienfreizeiten fuhr, wo Jugendliche

und junge Erwachsene mit Behinderungen Urlaub machen.

Ich freue mich sehr auf Sie und Ihre Gemeinde und erhoffe mir zahlreiche schöne und praktische Erfahrungen, die mich in meinem Studium motivieren und in meinem Leben weiterbringen. Bis bald!

Nikola Büchholz

Sitzung am 6. Juli 2016

aus dem gkr

I

n unserer Reihe „Mitarbeitende berichten aus ihrem Arbeitsbereich“ war diesmal un- ser Hausmeister im DSH, Sven Salatowsky, im GKR zu Gast. Er ist seit April 2015 mit einer 50%-Stelle angestellt und jeden Vor- mittag (außer Freitag, sein freier Tag) im Dienst. In der übrigen Zeit betreibt er eine Firma für Gebäudereinigung und wird in dieser Funktion auch vertretungsweise be- schäftigt, z.B. in der Kita – und im Auftrag von LAIB und SEELE. Im Moment testet er, vom GKR darum gebeten, ökologische Reinigungsmittel von verschiedenen Anbie- tern. Außerdem ist er zur Zeit immer vor Ort, um mit den Bauarbeitern in Kontakt zu sein und bei Bedarf den Architekten zu benachrichtigen. Er hat sich gut eingearbei- tet und die Arbeit macht ihm Freude. Was er sich wünscht: Einen erwas sorgfältigeren Umgang der Allgemeinheit mit dem Mobi- liar und den Einrichtungen der Gemeinde!

Der GKR dankt ihm für sein Engagement und seine Zuverlässigkeit.

Thema Bau: Die Sanierungsmaß- nahme DSH schreitet inzwischen voran, wenn auch Terminplanung und Verläss- lichkeit einiger Firmen zu wünschen übrig lassen. Das Dach ist fast fertig und wurde etwas aufwändiger als gedacht. Dafür haben wir an der Fassade einiges gespart, da das Abschlagen des Putzes entfiel. Insgesamt sind wir also gut im Budget.

Architekt und Bauausschuss schla- gen vor, jetzt auch noch die Metallgelän-

der außen vor dem Haus auszutauschen.

Da das Gebäude den vorgesehenen Rotton bekommt, wird der vorhandene und sehr schadhafte rote Lack aus den 70er Jahren auf keinen Fall bleiben können. Demonta- ge, Reparatur, Entfernung des Altanstrichs, Neugestaltung und Wiederanbringung von 80 m Zäunen und Toranlage würden kaum weniger Kosten verursachen als eine Neu- anlage. Vorgeschlagen wird also die Anbrin- gung eines neuen Zaunes. Der GKR stimmt der Entnahme der dazu notwendigen Kosten (geschätzt ca. 46 T€; Angebote folgen) aus den entsprechenden Rücklagen zu.

Ein von Anfang an bestehendes Problem des Grundstücks Waldsassener Str.

9 soll jetzt auch behoben werden, indem die Wasserversickerungsschächte unter die sperrende Lehmschicht in 7–9 m Tiefe ver- tieft werden bis in den darunter liegenden Sand. Diese Maßnahme wird noch im Au- gust durch Überarbeitung der vorhandenen Schächte auf dem Parkpklatz ausgeführt; der GKR bewilligte die Kosten (geschätzt 17 T€).

Der GKR beriet einige Vorschläge der Landessynode bzgl. notwendiger Grund- ordnungsänderungen und gab Stellungnah- men hierzu ab; die v.a. die Mitgliedschaft im GKR betreffen. Die Kandidatur von ge- ringfügig Beschäftigten wurde, weil auch sie Mitarbeitende sind, abgelehnt; zur Kandi- datur von minderjährigen Jugendlichen für das Ältestenamt blieb der GKR geteilter Mei- nung. Wen diese komplexen kirchenrechtli-

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aus dem gkr

chen Fragen näher interessieren, kann sich gerne an die Pfarrerinnen zwecks weiterer Informationen wenden. Diese Fragen wer- den aber (wahrscheinlich im Herbst) „nur“

an den Ordnungsausschuss der Landessyn- ode zurück verwiesen.

Weiter genehmigte und beschloss der GKR die wie in jedem Jahr in den Som- merferien verkürzten Öffnungs- bzw. die Schließzeit der Küsterei. Pfrn. Senst-Rütenik berichtete, dass sie den Gemeindekirchen- rat der Himmelfahrtgemeinde Warschau, wie verabredet, für das Wochenende 16.–

18.09.16 nach Berlin schriftlich eingeladen

hat. Informiert wurde zum Stand der Dinge

„Umweltbewusste Gemeinde“: Christopher Benn hat Recherchen bzgl. biologisch ab- baubarer Einmalbecher angestellt, die auch beim Sommerfest „getestet“ wurden. Solche Pappbecher sind für den Weihnachtsmarkt angedacht. Es wurde die Idee geäußert, im Kirchenkreis eine gemeinsame mobile Spül- küche mit gesponsertem Geschirr anzuschaf- fen. Für alle Punkte in „Umweltfragen“ ist ab September Margarete Wegner Haupt- Ansprechpartnerin.

Carola Enke-Langner

Sonntag, 11. September 2016, 17 Uhr 5. Dorfkirchenmusik

mit Jan von Klewitz, Saxophon und David Menge, Orgel.

Originalwerke und Bearbeitungen für Saxophon und Orgel sowie Improvisationen.

Eintritt wie immer frei.

Jan von Klewitz, Berliner Jazz-Saxopho- nist, erhielt ab 1976 Klarinetten- und später Saxophonunterricht. Er studierte an der Hochschule für Musik Köln (zeit- gleich mit David Menge) und war Mitglied des Jugendjazzorchesters Rheinland-Pfalz (Auslandstourneen USA, Malta u.a.). 1991 zog er zurück nach Berlin, wo er ein eige- nes Quartett gründete. Neben zahlreichen Filmmusikproduktionen trat er auf fast allen bekannten nationalen und internationalen Festivals auf und war für das Goethe-Institut mit der Band Yakou Tribe auf Afrikatour- nee. Für das Quartett komponiert er auch eigene Stücke. Mit dem Pianisten Markus Burger hat er eine Serie von mittlerweile

vier CDs mit Spiritual-Standards vorgelegt, bei denen sich die beiden auch europäischer Kirchenlieder bedienen.

Wiederbeginn der Chorproben:

Kinder ab 5 Jahren sind herzlich eingeladen zum Kinderchor mittwochs von 17–18 Uhr im DSH. In den Proben werden geistliche und weltliche Kinderlieder geübt, aber auch Spiel und Spaß gehören fest dazu. Außer- dem wird das Krippenspiel für Heiligabend in der Dorfkirche einstudiert.

Der Jugendchor für Jugendliche ab 13 Jah- ren probt auch am Mittwoch von 18–19 Uhr im DSH. Popmusik und neue geistliche Stü- cke stehen hier auf dem Programm.

Die Kantorei Marienfelde probt das Weih- nachtsoratorium von J. S. Bach für Hei- ligabend und die Tangomesse von Mar- tin Palmeri, die u.a. beim Kirchentag am Himmelfahrtstag 2017 aufgeführt wer- den soll. Auch Proben für die Teilnahme an Gottesdiensten gehören zur Kantorei- arbeit (jeden Dienstag von 19.30–21.45 Uhr in der Dorfkirche).

Seniorinnenchor: Montags von 15–16 Uhr im DSH. Wir singen Stücke „quer durch den Gemüsegarten“ (Volkslieder, Kanons, (neue) geistliche Lieder).

Für Fragen steht Kantor Menge gerne zur Verfügung.

david.menge@marienfelde-evangelisch.de www.davidmenge.de / Tel: 030-76720011

Veranstaltungskalender

7. September Mittwoch 16.15 Uhr DSH Kindergottesdienst

7. September Mittwoch 19.30 Uhr DSH GKR-Sitzung (nicht öffentlich) 9. September Freitag 17.00 Uhr Dorfkiche Schulanfänger-Gottesdienst 11. September Sonntag 11.00 Uhr DSH Jugendgottesdienst /

Konfirmandeneinführung 11. September Sonntag 17.00 Uhr Dorfkirche Dorfkirchenmusik (s.S.13) 12. September Montag 10.30 Uhr DSH Wiederbeginn Bibelstunde 14. September Mittwoch 10.30 Uhr DSH Nachtreffen Goslar-Reise 14. September Mittwoch 19.30 Uhr DSH Sölle-Gesprächskreis 16. September Freitag 18.00 Uhr Dorfkirche Wiederbeginn Abendkirche 18. September Sonntag 11.00 Uhr DSH Herbstfest / Kita-Jubiläum (s.S. 20) 19. September Montag 16.00 Uhr HILDE Gottesdienst

21. September Mittwoch 18.00 Uhr DSH Werkstatt „Ältere Erwachsene“ (s.S. 9) 23. September Freitag 19.45 Uhr DSH Freitagsrunde

26. September Montag 16.00 Uhr DSH Senioren-Geburtstagsfeier

kirchenmusik

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Das bestehende Gemeindezentrum in der Waldassener Straße und dessen riesiges Grundstück, das ohnehin der Gemeinde gehörte, zu nutzen, umzubauen und alles Geld, das „locker gemacht“ werden konnte, nicht in die Sanierung der alten Kitas zu stecken, sondern eine neue zu bauen, die sowohl energietechnisch wie nach Standort und Gemeinde-Anbindung besser zu den veränderten Bedürfnissen der Gemeinde passte.

10 jahre kita

„Komm, wohn mit mir in diesem Haus … dann wird die Freude wachsen“

10 jahre kita

Kaum zu glauben – so sah das Gemeindezentrum „vorher“ mal aus! Rechts die ehemalige Kapelle.

Anstelle der Fensterfront wurde ein Windfang mit behindertenfreundlichem Zugang vorgebaut.

I

n so komplexen Gebilden wie einer Kir- chengemeinde merkt man immer wieder, genauso wie im eigenen Leben, wie schwer es ist, grundlegende Dinge zu verändern:

Gott sei Dank weiß man vorher nie ganz ge- nau, was da alles auf einen zukommt, sonst würde man wahrscheinlich gar nicht damit anfangen.

Viele Jahre – seit ca. 1995 – war der Gemeinde schon klar, dass sich an der Si- tuation der Kindertagesstätten und der Ge- bäude etwas würde ändern müssen – sogar schon seit der Öffnung der Grenze, die den Ausbau der B 101 zu vierspurigen „Renn- strecke“ nach sich zog. Da war es vorbei mit dem beschaulichen Leben von Kita II und III in ihrer Sackgasse im Schatten der Mauer.

Auch bildungspolitisch deuteten sich Um- wälzungen an – der Senat begann, den freien Trägern Aufgabenfelder zu entziehen, vor

allem die bis dahin bewährte Hort-Arbeit der Kitas. Seit Ende der 90er Jahre veränderte sich zudem die Gemeindestruktur merklich, denn die jungen Familien bauten sich nun Häuser im Umland und kehrten dem Stadt- rand den Rücken.

Folgerichtig wurde eine Arbeits- gruppe aus GKR-Mitgliedern, Kita-Mitarbei- terInnen und PfarrerInnen eingesetzt, die unter Mithilfe des Kirchenkreises und exter- ner Beratung den Weg in die Zukunft erkun- den sollte. Große Pläne wurden geschmie- det, die heute kaum noch nachvollziehbar erscheinen: Ein neues Familienzentrum sollte her für die gesamte Kinder- und Ju- gendarbeit, Standort: wieder am Stadtrand, Nähe Baußnernweg, man hoffte auf ein Grundstück des Senats. Aber erst, als dessen Hort-Pläne offenkundig wurden, verstand die Gemeinde, dass sie einen großen Ar-

beitsbereich komplett verlieren würde. Und langsam wurde klar, was das erhöhte Ver- kehrsaufkommen an der B 101 für Folgen zeitigte: Eine sechs Meter hohe Lärmschutz- wand sollte das Kitagelände abschirmen, sie stand im Jahr 2003 bereits kurz vor Baube- ginn. Die Arbeitsgruppe kam nicht so recht weiter mit ihren Ideen, das Baugrundstück stand gar nicht zur Verfügung, die Finanzen fehlten, und niemand wusste, welche Kin- der in Zukunft überhaupt noch in die Kitas kommen würden. Die Strukturplanung des Senats wurde befragt – sie riet damals von zu großen Kitas ab (!!!!).

Als alles fest gefahren war, wurde eine frühere Idee wieder hervor geholt:

Das neue Haus kommt auf drei Tiefladern in riesigen Paketen – vorgefertigt aus Holz

Baubesprechung auf der fertigen Bodenplatte die Architektin (Mitte) und ihre Mitarbeiter

Die Mitarbeiter-Runde debattiert Vorzüge und Nachteile der Sanitäreinrichtungen für die Kita

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10 jahre kita 10 jahre kita

Es war eine gigantische Aufgabe für alle Beteiligten. Eine, für die man nicht üben kann, weil sie einem (hoffentlich) höchstens einmal im Leben zufällt. Für die Mitarbei- terinnen und Mitarbeiter der Kitas hieß es,

sich von der gemütlichen, gewohnten und komfortablen Situation mit riesigen Außen- geländen und den zwar maroden, aber doch vertrauten Gebäuden zu verabschieden und auch eine neue Struktur für ihre Arbeit zu finden. Für die Ehrenamtlichen im GKR bedeutete es im Jahr 2004 und 2005 end- lose Struktur- und Bausitzungen, Sonder- sitzungen, Begehungen und immer neue Entscheidungen über Dinge, für die man sich erst noch Kenntnisse aneignen musste.

Die Grundstücke mussten möglichst Gewinn bringend verkauft werden. Für den Finanz- pfarrer hieß es, alle Rücklagen der Gemein- de zusammen zu kratzen, den Kirchenkreis zu überzeugen, die Schuldenlast für die Zu- kunft erträglich zu begrenzen und zu vertei- Sieht aus wie Chaos pur, wird aber mal der Windfang

und der Kita-Eingang (rechts der Bewegungsraum)

Im Obergeschoss geht es weiter – ein Kran setzt die Wände an Ort und Stelle

len. Für die Baupfarrerin be- deutete es, bei den Ämtern von Pontius zu Pilatus zu laufen, die Lärmschutzwand rückgängig zu machen, die Baugenehmigungen einzu- holen, später den Bau zu planen und zu begleiten.

Zu Hilfe kam vieles:

Der Kirchenkreis ließ sich auf das gewagte Projekt ein und half beim Organisieren der Finanzierung. Für die Konzeption des Baus konn- te ein Architektenwettbewerb mit fünf interessanten Ent- würfen durchgeführt wer-

den, von denen einer alle überzeugte. Die Architektin, die ihn dann baute, schaffte es, sowohl im Budget wie im Zeitrahmen zu blei- ben und trotzdem flexibel, im Gespräch mit der Gemeinde und der Kita, die Planungen anzupassen. Als der Umzug anstand, haben

die Kita-Mitarbeiter den in einem unglaub- lichen Kraftakt bewerkstelligt, dass über die Sommerferien die alte Kita eingepackt und in die neue, völlig veränderte Situation überführt wurde, so dass mit dem neuen Ki- tajahr 2006 fast nahtlos am neuen Standort wieder angefangen werden konnte.

Untergeschoss – von der Küche aus zum Garten gesehen. Ein Starkregen hat alles überschwemmt.

Der jüngste Lehrling bringt die Richtkrone an – Rita Czeranski hat sie extra aus

Ostfriesland geholt 31. Mai 2006

Richtfest auf der Baustelle

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In der Rückschau mutet es aber- witzig und unglaublich an, dass vom Bau- beschluss am Standort Waldsassener Straße (April 2004) bis zum Einzug (September 2006) grade mal zweieinhalb Jahre vergin- gen … kein Wunder, dass bei dem Übermaß an Veränderungen nicht alle gleich freiwillig

„mitkamen“, mancher Unmut groß war, Feh- ler passierten, die Kommunikation manch- mal versagte. Der gefrostete Baugrund im Frühjahr 2006, der die Bauzeit für das Holz- haus und den gesamten Innenbereich auf fünf Monate zusammenschmelzen ließ – das Richtfest bei Gruselkälte und strömendem Regen – Pannen beim Einbau von Sanitäran- lagen und Küche – die aufgerissene Grund- leitung unter der Piazza … beim holperigen Start ist es nicht geblieben. In der Rückschau zeigt sich, dass der Neubau an dieser Stelle eine gute und richtige Entscheidung war.

Seither sind zehn Jahre vergangen.

Mehr Veränderungen kamen – vor allem, genauso gravierend, der Trägerwechsel zu Lemiki gGmbH, die der Kita und dem GKR seither die Verwaltung (Finanzen, Bau, Per-

10 jahre kita 10 jahre kita

„Komm, bau ein Haus“ – kurz vor dem Umzug wird das neue Haus eingeweiht (s. auch Titelseite)

sonal) abnimmt und dafür den Weg frei ge- macht hat zu einem schönen Miteinander, bei dem man sich auf das Wesentliche, die Inhalte konzentrieren kann: Kollegialität, Austausch und Kooperation bestimmen jetzt das Klima. Dienstbesprechungen, religiöse Früherziehung, gemeinsame Nutzung von Räumen sind gemeindlicher Alltag – und Befürchtungen, Kita und Gemeinde könn- ten sich einander entfremden, sind nicht eingetreten, im Gegenteil.

Wir feiern das zehnjährige Jubilä- um einer Einweihung, aber es gibt immer wieder Anfänge und Neustarts, die Zeit bleibt nicht stehen (das wird manchem an- gesichts dieser Jahreszahl bewusst: Was, so lange ist das schon wieder her?). Die Kinder, die damals umgezogen sind, sind heute im Konfirmanden- und Teameralter und schon fast mit der Schule fertig. Viele können sich den „alten“ Zustand gar nicht mehr vorstel- len – das wird einem bei den Vorher-/Nach- her-Bildern deutlich und trifft auch auf die Kapelle zu, die zwar dem Neubau weichen musste, aber einem lichten, himmelsfarbe-

nen, einladenden Raum Platz machte, in dem die Gemeinde sich gern zum Gottes- dienst versammelt. Ich persönlich bin voller Dankbarkeit dafür, wie es heute ist – dankbar allen, die damals mitgezogen haben und sich nicht entmutigen ließen, allen, die Energie und Lebenskraft in Planung und Durchfüh- rung gesteckt haben, und dankbar allen, die seither jeden Tag versuchen, das Beste da- raus zu machen – das Beste für die Kinder, für die Menschen im Quartier, für die Ge- meinde, und natürlich auch für uns alle, die Mitarbeitenden, die Räume und ein Umfeld brauchen, um ihrem Auftrag entsprechend zu arbeiten: Nach dem Willen unseres men- schenfreundlichen Gottes für andere da zu sein und unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Danke, liebe Kita, dass Ihr so be- harrlich und kompetent daran mitwirkt.

Danke für alles Miteinander und – das gilt uns allen – Gottes Segen und Begleitung für alle Zukunft.

Carola Enke-Langner Alle Kinder, die wenig später

hier einziehen, feiern mit

Zum Jubiläum der

„Kita im Familienzentrum“

Drei Frauen, die einen langen Zeitraum ih- rer Arbeitskraft der Kita gewidmet haben, Rita Czeranski, Katja Tietz und ich, nun Rentnerin, sitzen im Büro der Einrichtung und plaudern von der Zeit, als die Kita II, wie sie damals in der Ahrensdorfer Straße hieß, in den Neubau im Gemeindezent-

rum zog. Zu diesem Zeitpunkt betreute ich gerade übergangsweise eine Eltern-Kind- Gruppe, die im Herbst in die Kita integriert werden sollte. Mit diesen Kindern beobach- teten wir fast täglich die Bauarbeiter, die den Bau in die Höhe zogen. Beim Richtfest konnten wir ihn dann gemeinsam mit den Kindergartenkindern zum ersten Mal be- treten. Wie er heute aussieht, nachdem sich Personal und Kinder damit angefreundet haben, konnten wir uns damals nicht vor- stellen.

Wie in einer neuen Wohnung muss- ten die Bedürfnisse erst der neuen Umge- bung angepasst werden. Eines wurde sofort erfüllt – das war die große, separat liegende Turnhalle, die für die „bewegungsorien- tierte“ Integrations-Kita unverzichtbar ist.

Durch die Zusammenlegung der ehemali- gen Kita II und der Kita III (Baußnernweg) und den Übergang der Horte an die Schulen mussten sich auch Erzieher und Wirtschafts- kräfte neu orientieren. Dass man nun auch die Räume des Gemeindezentrums, wenn diese nicht benötigt wurden, mit benutzen

Kontrolle der Baustelle durch die Hauptpersonen – immer mal wieder ein kleiner Spaziergang

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Glückwünsche einer ehemaligen Kuratorin

Im Rahmen meiner Mitarbeit im GKR war ich eine lange Zeit Kuratorin der Kita im Fa- milienzentrum. Ich habe die spannende Pla- nung, die unterschiedlichen Bauphasen und

Die Kita im Familienzentrum heute

Am 18.September 2006 wurde unsere Kita eröffnet. In der Kita werden 105 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt in zwei Krippengruppen und sechs Elementar- gruppen altershomogen betreut. Durch den Standortwechsel hat sich unser Einzugsge- biet verändert. Zurzeit betreuen wir Kinder aus 22 Herkunftsländern.

Seit 2013 ist die Kita in Träger- schaft von „Leben mit Kindern gGmbH (Lemiki gGmbH)“. Die Anbindung an die Gemeinde ist geblieben und die Zusammen- arbeit ist gewachsen. Im Kinderhaus steht uns ein Raum zur Verfügung, den wir als Werkstatt und Atelier für die Kinder nut- zen. Im Juni 2014 wechselte die Leitung der Kita. Regine Kurz verabschiedete sich nach 43 Jahren Kitaarbeit in den Ruhestand, die Leitung übernahm die bisher stellvertreten- de Leiterin Rita Czeranski.

Unser Team besteht aus 21 Erzie- herinnen und Erziehern, einer Leiterin, ei- ner Köchin und drei Wirtschaftskräften.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Integration von Kindern mit beson- derem Förderbedarf, Sprachförderung und Bewegungsförderung. Wir arbeiten auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms und wurden 2015 durch „Consense“ evaluiert.

Viele Erzieher haben Zusatzqua- lifikationen erworben: als Elterntrainer/in- nen, als Facherzieher/innen für Integration, Bildung, Sprache und Motopädagogik, als Sozialfachwirtin.

Das Mittagessen wird in der Ki-

10 jahre kita 10 jahre kita

konnte, war ein positiver Effekt, den die Mitarbeiterschaft schnell entdeckte, zu- mal durch den Bau der Sporthalle die Gruppenräume etwas kleiner ausgefallen waren.

Natürlich ist so eine Kita kein star- rer Block, und so wurden nach und nach immer wieder Dinge verändert und neu ge- staltet. Zäune wurden z.B. an nötigen Stellen gezogen und die Spielplätze immer wieder den Bedürfnissen angepasst. Auch das Ein- zugsgebiet und dessen Bevölkerungsstruktur veränderten sich gegenüber dem früheren Standort. Die Arbeit verlangt vom Erzie- hungspersonal viel Flexibilität und ist oft eine besondere Herausforderung.

Erstaunlicherweise finden, wie ich bemerkt habe, immer wieder „alte“ Kitakin- der hierher, ob als Besucher, Praktikanten oder sogar, um ihre eigenen Kinder anzu-

Wir laden ein, mit uns zu feiern!

Am 18. September 2016 findet das Herbstfest der Gemeinde im Dorothee-Sölle-Haus statt.

Wir feiern gemeinsam mit der Kita, die an diesem Tag ihr 10 jähriges Bestehen begeht.

Das Fest beginnt um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst.

Im Anschluss gibt es die traditionelle Kürbissuppe aus der Kitaküche.

Am Nachmittag wird ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie geboten, mit Kinderspielen, Schminken, Kaffee und Kuchen, einem Kindertheater und einem musikali- schem Programm.

Wir laden alle herzlich dazu ein mit uns zu feiern!

Kuchenspenden werden gerne entgegen genommen.

melden (da merkt man erst, wie alt man schon ist). Im Laufe des Gesprächs mit den beiden Mitarbeiterinnen merke ich, dass sie wirklich hier angekommen sind. Immer wie- der, wenn ich als Vertretungskraft einsprang oder jetzt ab und zu vorbeischaue, stelle ich fest, was für eine fröhliche, ausgeglichene Atmosphäre mich hier umgibt, ob bei den Kindern oder beim Personal.

Jetzt sucht die Kita einen „indivi- duellen“ Namen, da „Familienzentrum“ ein ziemlich allgemeiner Begriff ist. Jeder kann seine Ideen einbringen.

Ich wünsche dem Team weiterhin viel Erfolg bei seiner nicht leichter werden- den Arbeit und danke Rita und Katja für das Gespräch.

Hildegund Fischer

ta täglich frisch gekocht. Unsere Köchin sorgt für eine gesunde ausgewogene Er- nährung.

Unsere Angebote sind Religions- pädagogik, Schwimmen, Büchereibesuche, Übernachtungen und Kitareisen, Feiern und Feste, Eltern- und Entwicklungsgesprä- che und die Teilnahme am Projekt „Kleine Forscher“.

Wir schaffen für unsere Kinder ei- nen Lebensraum,

• in dem sie sich wohlfühlen

• in dem sie gemeinsam leben können

• in den sie experimentieren und entdecken können

• in dem sie in ihren Bildungsprozessen be- gleitet werden

• in dem sie Freundschaften schließen kön- nen

• in dem sie lernen, Konflikte selbst lösen zu können

• in dem sie ihr eigenes Tempo leben dürfen und ihren eigenen Rhythmus finden.

Unsere Warteliste ist lang. Erst im Sommer 2017 können wir wieder neue Kin- der aufnehmen.

Rita Czeranski

(12)

senioren

Seniorenarbeit des Kirchenkreises:

Zu Paul Gerhardt und Johann Hinrich Wichern

10 jahre kita

die Fertigstellung dieser Kita miterlebt. Mit viel Freude, aber auch mit Skepsis sind die Erzieherinnen und Erzieher in dieses Haus eingezogen. Wie immer bei Veränderungen schlägt das Herz unterschiedlich. Von him- melhoch jauchzend bis sehr betrübt findet man die verschiedenen Gefühle. Aber das Haus sprach doch schnell für sich. Speziell auf die Wünsche der zukünftigen „Bewoh- ner“ abgestimmt, fühlte man sich bald in den neuen Räumen heimisch. Der große Garten und die Ruhe waren und sind für die Kinder ein Luxus in einer Stadt wie Berlin!

Oft war ich zu Gast in der Kita und verfolg- te ihre Entwicklung. Schon bald war sie aus den Kinderschuhen herausgewachsen und man sah sie mit anderen Augen. Der Alltag kehrte ein und man schätzte das neue Haus, vor allem aber den großzügig geplanten Ak-

tionsraum. Dort können die Kinder sich be- wegen, toben, tanzen und ausgiebig spielen.

Vor allem aber wird er für therapeutische Zwecke genutzt. Ab 17 Uhr, wenn die Kita geschlossen hat, finden dort andere Kurse der Erwachsenenbildung statt wie z.B. Tanz oder Gymnastik.

Zehn Jahre besteht diese Kita nun.

Dafür herzlichen Glückwunsch! Eine lan- ge Zeit, aber nicht für so ein Gebäude. Ich wünsche allen, die darin arbeiten, leben und spielen, wunderschöne Stunden, vor allem Stunden, die unseren Kindern zu Gute kom- men, damit sie eine gute Basis bekommen für ihr späteres Leben. Der gute Geist Gottes möge immer über diese Kita wachen und sie beschützen.

Monika Hansen

1. Geh aus, mein Herz! – Eine drei- teilige Veranstal- tung zu Leben und Werk von Paul Gerhardt

Paul Ger- hardt gilt als einer der bedeutendsten Kirchenlieddich- ter. Seinen Liedern

spürt man Lebenserfahrung und Glaubens- stärke ab, die er sich in schweren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und danach erwor- ben hat. Seinem Wirken in Berlin und in der Niederlausitz wollen wir gemeinsam auf die Spur kommen.

I. Dienstag, 27. Sept. 2016, 14 –16 Uhr: Führung in der Nikolaikirche, Predigt- kirche von Paul Gerhardt (Führung u. Eintritt 8,– €; Treffpunkt: 13.45 Uhr vor dem Haupt- eingang der Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz, 10178 Berlin. Anmeldung erforderlich).

II. Dienstag, 4. Okt. 2016, 18 Uhr – Vortrag Pfr. i.R. W. Böttler (Paul-Gerhard Gesellschaft): Das Leben und Wirken von Paul Gerhardt. Gemeindehaus der Ev. Kir- chengemeinde, Alt-Tempelhof und Michael, Kaiserin-Augusta-Str. 23, 12103 Berlin

III. Dienstag, 11. Okt. 2016, Ab- fahrt um 9.15 Uhr, Tagesfahrt nach Lüb- ben, dem letzten Wirkungsort von Paul Gerhard. Start vor dem Gemeindehaus

Alt-Tempelhof, Kaiserin-Augusta Str. 23.

Rückkehr gegen 18 Uhr. Kosten: 25,– für Fahrt und Eintritt, Kirchenführung in Mittenwalde und Lübben. Hinzu kommen die Kosten für das Mittagessen im stilvollen Landgasthof in Schlepzig. Mit D.Möller, D.Klatte, Pfrn U. Voigt (Anmeldung erfor- derlich)

Die Veranstaltungen können ein- zeln besucht werden. Anmeldungen zu I und III erforderlich – bitte nicht in der Gemeinde, sondern bei der Arbeitsstelle Vernetzung von Kirche und Diakonie, Dag- mar Klatte, Tel.: 030 / 75 75 02 04 oder d.klatte@diakoniewerk-simeon.de

2. Vorankündigung:

Tagesausflug „Auf den Spuren von Joh.

H. Wichern – dem Be- gründer der Diakonie und des Ev. Johannes- stiftes zu Berlin“

Freitag, den 21. Okt. 2016, Ab- fahrt: 8.30 Uhr (U-

Bhf. Alt-Mariendorf, vor Hahn Bestattun- gen, Reißeckstr.) Rückkehr ca. 16.30 Uhr.

Kosten: 20,– € für Fahrt, Führungen, Mit- tagessen und Kaffeetrinken.

Anmeldung bei Dagmar Klatte, Tel.: 030 / 75 75 02 04, oder d.klatte@dia- koniewerk-simeon.de

Die Glocke aus dem Ivar-Rhedin-Haus

kommt an ihren neuen Platz in der Kita Im Dorothee-Sölle-Haus und seiner Kita treffen sich Menschen aus vielen Nationen

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gottesdienste

Die Gottesdienste finden sonntags um 9.30 Uhr in der Dorfkirche (DK),

um 11.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus (DSH) statt, sofern nicht anders angegeben.

Abendkirche freitags, 18 Uhr in der Dorfkirche, Wiedebeginn am 16. September.

(A) = Abendmahlsgottesdienst

im September 2016

aus unserem kirchenbuch

Taufen:

Miko Ley (Mariendorf); Emilia Szmala (Mfd.); Leonie Szmala (Mfd.);

Nicolas Szmala (Mfd.); Mia vom Ort (Mfd.); Juna Wanke (Mfd.);

Emily Wincek (Mfd.); Marilou Kersten (Lichtenrade); Mare Dimpker (Mfd);

Felicitas Staudt (Lichtenrade); Fenja Martens (Mfd.)

Bestattungen:

Frau Doris Zaffke, geb. Weczerek (Mfd.) 78 Jahre

Herr Kurt Knisig (Mfd.) 81 Jahre

Frau Ilse John, geb. Böer (Mfd.) 93 Jahre

Herr Reiner Mitusch (Mfd.) 70 Jahre

Frau Ingeborg Bartschak, geb. Preuß (Mfd.) 90 Jahre Frau Hildegard Knaust, geb. Müller (Mfd.) 89 Jahre

Herr Horst Reiter (Mfd.) 81 Jahre

Frau Susanne Schleunitz geb. Redwanz (Mfd.) 64 Jahre 4. September – 15. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik (A) 11.00 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik (A) Freitag, 9. September

17.00 Uhr – DK – Schulanfängergottesdienst – Pfrn. C. Rosin und Team 11. September – 16. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik (Taufen im Gottesdienst)

11.00 Uhr – Jugendgottesdienst / Einführung der neuen Konfirmand/inn/en – 11.00 Uhr – Pfrn. C. Rosin + Team

18. September – 17. Sonntag nach Trinitatis 9.30 Uhr – kein Gottesdienst

11.00 Uhr – Gottesdienst zum 10jährigen Bestehen der Kita im Familienzentrum 11.00 Uhr – (s.S. 20) – Pfrn. U. Senst-Rütenik

11.00 Uhr – anschließend Herbst- und Erntedankfest in der Kita und im 11.00 Uhr – Dorothee-Sölle-Haus

25. September – 18. Sonntag nach Trinitatis 9.30 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner

11.00 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner 2. Oktober – 19. Sonntag nach Trinitatis 9.30 Uhr – Pfr. i.R. K. Grammel (A) 11.00 Uhr – Pfr. i.R. K. Grammel

Taufgottesdienste: 11. September – 9. Oktober – 13. November

(Anmeldung bitte bis drei Wochen vorher in der Küsterei)

Trauungen:

Herr Gerald Leue und Frau Cornelia Stadali, Tempelhof Herr Nils Podeyn und Frau Jana Podeyn, geb. Brüske, Lankwitz Herr Karsten Perlich und Frau Thurid Perlich, geb. Ziegler, Mfd.

Herr Alexander Reimann und Frau Anna Reimann, geb. Lampert, Köln Herr Marcel Wincek und Frau Mandy Wincek, geb. Truthe, Mfd.

Herr Marco Koziol und Frau Julia Koziol geb. Stabbert, Mfd.

Herr Alexander Kersten und Frau Cindy Kersten geb. Brettschneider, Lichtenrade Herr Marco Dimpker und Frau Robina Dimpker geb. Göhrndt, Mfd.

Herr Gianluca Di Lascio und Frau Nadine Di Lascio geb. Heinz, Mfd.

Goldene Hochzeiten:

Herr Wolfgang Planitzer und Frau Bärbel Planitzer, geb. Würdig, Mahlow Herr Horst Bujack und Frau Barbara Bujack, geb. Marocke, Mfd.

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kirchentag 2017

V

om 24. – 28. Mai 2017 wird der Deutsche Evan- gelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg zu Gast sein.

Die Losung „Du siehst mich“

(1. Mose 16,13) gibt Anlass zu vielerlei Nachdenken. Wen sehe ich? Möchte ich gesehen werden? Wo gucke ich lieber nicht hin? Ich sehe dich, du mich aber vielleicht nicht … und so weiter!

Die Vorbereitungsgruppe der Kirchen- gemeinde hat besprochen, dass wir, da wir wahrscheinlich mehr als eine Schule und zahlreiche Privatquartie- re zu betreuen haben und während des Eröffnungsabends viele Ehren- amtliche hier in Marienfelde für den Empfang gebraucht werden, auf einen eigenen Bewirtungsstand in der In- nenstadt verzichten. Gleichwohl steht es natürlich allen Gruppen offen, sich zu beteiligen; deshalb bitten wir, die hier veröffentlichte Einladung des Kir- chenkreises zu beachten. Bei Interesse oder Rückfragen können Sie, könnt Ihr Euch gerne an uns wenden.

Christopher Benn (mail@cbenn.de) Carola Enke-Langner (pfn.enke-langner

@marienfelde-evangelisch.de)

140.000 Besucher*innen werden in der Stadt erwartet. Am ersten Abend kommen dazu noch gut 100.000 weitere Gäste aus der Stadt. Macht zusammen etwa 250.000 Menschen beim großen christlichen Straßenfest, dem Abend der Begegnung.

Der Abend der Begegnung findet direkt am 24. Mai 2017 statt – er ist sozusagen die Eröffnungsfeier des Kirchentages. Ein großes, buntes Fest mitten in Berlin! Und dabei sind Sie gefragt, dieses Fest für alle Besucher*innen unvergesslich zu machen.

Ob mit kreativen Mitmach-Angeboten, ei- nem Bühnenprogramm oder kulinarischen Köstlichkeiten – helfen Sie uns bitte, das größte christliche Straßenfest zu einem Highlight zu machen!

Und wie geht das genau? Wo wird mein Stand sein? Was muss ich mitbringen?

Welche Technik steht zur Verfügung? Was muss ich beachten, wenn ich Essen verkaufen

„Du siehst mich“ beim Abend der Begegnung und als Tandempartner

kirchentag 2017

will? Diese und alle weiteren Fragen können Sie auf einem Info-Abend über den Abend der Begegnung stellen, zudem wir Sie herz- lich einladen. Die Info-Abende finden statt am 26.9.2016 und am 6.10.2016 jeweils um 19.00 Uhr im Amt für kirchliche Dienste (Tagungshaus) in der Goethestraße 26 – 30 in 10625 Berlin!

Viele Informationen sind natürlich auch online verfügbar: www.kirchentag.de/

mitwirken/abend_der_begegnung.de Und dann gilt es, sich anzumelden! Bis zum 15.

Dezember muss die Anmeldung für Ihre Beteiligung am Abend der Begegnung beim Kirchentag eingegangen sein.

Sie merken schon – der Kirchen- tag mit seinen 140.000 Besucher*innen rückt jetzt wirklich näher. Und einige da- von werden auch in Ihrer Gemeinde einen Ort finden, den Kirchentag zu verbringen.

Sei es in einem Privat- oder Gemeinschafts- quartier, beim Gute-Nacht-Café, bei einer besonders schönen Veranstaltung, beim Tagzeitengebet oder vielleicht sogar beim Feierabendmahl am Freitagabend in Ihrer Kirche. Der Möglichkeiten, sich zu betei- ligen und beim Kirchentag einzubringen, gibt es viele – vermutlich zu viele, als dass Sie in ihrer Gemeinde alles allein stemmen können. Gemeinde-Tandems könnten da eine Lösung sein! Suchen Sie sich Verbün- dete. Vielleicht direkt aus der unmittelba- ren Nachbarschaft, vielleicht aber auch aus dem Sprengel Görlitz oder Potsdam! Besin- nen Sie sich Ihrer Kontakte innerhalb der EKBO. Wen kennen Sie? Mit wem haben Sie womöglich schon mal ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt? Auch hier gilt:

„Du siehst mich“! Sprechen Sie befreundete

Chöre aus Potsdam an, die Jugendgruppe aus Jüterbog, die 55plus-Gruppen aus Cott- bus! Und sollte Ihnen gar niemand einfal- len, nutzen Sie die Suche-Biete-Plattform im Internet auf www.gemeinsam-ekbo.de.

Hier können Sie sich und Ihre Gemeinde oder Gruppe vorstellen und nach passenden Kooperationspartner*innen suchen!

Sollten Sie lieber den persönlichen Kontakt suchen – Internet-Dating ist schließ- lich nicht jedermanns und -fraus Sache – besteht genau dazu die Möglichkeit beim EKBO-Kirchentags-Picknick am 24. Sep- tember 2016. In der Zeit von 11.00 – 14.00 Uhr laden wir ein in den Park am Gleis- dreieck. Hier soll Zeit und Muße sein, sich kennen zu lernen, nach sympathischen Gemeinde-Tandem-Partner*innen Aus- schau zu halten, ins Gespräch zu kommen, natürlich lecker zu essen (ist ja schließlich ein Picknick!) und schon mal ein bisschen Kirchentags-Feeling zu spüren und mitzu- nehmen! Schauen Sie vorbei – mit Ihren Familien, Ihren Freunden oder auch al- lein. Letzteres werden Sie sicher nicht lange bleiben, es wird ein kleines Programm zum Kennenlernen geben. Nähere Informatio- nen zum Kirchentags-Picknick gibt es bei Ih- rem Gemeinde-Beauftragten oder auf www.

gemeinsam-ekbo.de.

Wir sehen uns!

Birgit Berthold & Ulrike Biskup, Kirchentagsbeauftragte für den Kirchenkreis

Tempelhof-Schöneberg kirchentag@ts-evangelisch.de

(15)

kinderseite kinderseite

Schulanfang

D

ie Sommerferien vergehen wie jedes Jahr im Flug und schon ist wieder Schule an- gesagt. Wie sieht es bei dir aus? Freust du dich auf die Schule? Alle Freunde wiedersehen, von den Erlebnissen erzählen, Mitbringsel zei- gen und neue Pläne für die nächsten Ferien schmieden. Oder könnten die Ferien von dir aus gerne noch ein paar Wochen länger dau- ern? Vielleicht ist das auch alles für dich mitt- lerweile ganz normal und gehört einfach zum

Leben eines S c h ü l e r s dazu? Wie auch immer es bei dir ist, eine Grup- pe Kinder freut sich je- des Jahr auf den Schul- anfang. Du

errätst bestimmt welche?!? Richtig, die Erst- klässler! Die freuen sich nun keine Kitakinder mehr zu sein, sondern zu den „Großen“, den Schulkindern zu gehören. Am Tag der Ein- schulung kommt dann bei vielen die ganze Familie zusammen. Es gibt kleine Geschenke, eine Schultasche meist mit Turnbeutel sowie Federmappe und natürlich eine schöne Schul- tüte mit nützlichen und süßen Sachen darin.

Kannst du dich noch an den Tag deiner Ein- schulung erinnern? Wer da war und mit dir gefeiert hat? Was in der Schule von älteren Schülern zur Begrüßung aufgeführt wurde?

Ob du aufgeregt warst, gespannt auf deine Lehrer/innen, den Klassenraum und deine Mitschüler? Wo Fotos von dir mit Zuckertüte und Schultasche gemacht wurden? Wie deine Schultasche und Schultüte aussahen? Was da- rin war? Viele Erwachsene wissen sogar jetzt noch wie ihre Schultasche und Zuckertüte aus- sahen. Frag doch mal deine Eltern, Geschwis- ter, Tanten, Onkel und Paten. Nur bei man- chen Großeltern kann es sein, dass sie sich

gar nicht an eine Schultüte erinnern können, weil es keine gab. Wie, was, keine Schultüte, wunderst du dich jetzt?! Nun, die ersten „Zu- ckertüten“ gab es zwar schon vor 200 Jahren,

aber nur in einigen Tei- len Deutsch- lands. Dazu g e h ö r t e n Thüringen, Sachsen und Anhalt. Zu- erst bekamen nur Kinder, die dort in großen Städ- ten (Jena, Dresden, Leipzig) lebten, eine Schultüte. Den Eltern dieser Kinder war der Schulbesuch sehr wichtig. Wer viel lernte, hatte später meist einen guten Beruf und verdiente genug Geld. Die Schultüte sollte dabei den Schulbeginn nicht nur versüßen, sondern auch zu einem besonderen Ereignis machen. Auf dem Lande war die Einschulung kein so wichtiger Tag. Die Eltern hier fan- den Schule oft überflüssig. Die meisten Kin- der arbeiteten schon mit 4 Jahren auf dem Hof und den Feldern und wurden von ihren Eltern dort benötigt. Wenn die Kinder zur Schule gingen fehlten sie für die Arbeit auf dem Bauernhof. So gab es zur Einschulung höchstens eine „Kuchenbrezel“ für die ganze Klasse, mehr nicht. Doch nach einigen Jahren bekamen auch immer mehr Kinder in den Dörfern eine Schultüte. Leider fehlte jedoch vielen Familien das Geld dafür.

Vor 100 Jahren gab es dann auch die ersten Zuckertüten in großen Städten in anderen Teilen Deutschlands. Berlin fing da- mit an. Von den Städten aus verbreitete sich dann der Brauch der Zuckertüte langsam aufs Land. Aber erst seit ungefähr 40 Jahren gib es in ganz Deutschland für die Erstklässler eine Schultüte und so soll es auch bleiben, oder was meinst du?!?

Sabine Jacobs

Schultüten-Rätsel Von unten ange- fangen kommt zu dem ersten Buch- staben immer ein weiterer Buchstabe hinzu. Aus diesen Buchstaben er- gibt sich dann das nächste Wort.

1. fünfter Buchstabe im ABC 2. das legt ein Huhn

3. das schleckt man gern im Sommer 4. daran hängt das Schaukelbrett 5. nicht laut

6. anderes Wort für Eisenbahnschienen 7. Stacheltier im Meer

Zeichen-Sudoku

Fülle die leeren Kästchen mit den vorgegebe- nen Zeichen aus. In jeder Reihe senkrecht und waagerecht sowie in jedem Vierer- oder Sechser- Kästchen darf sich kein Zeichen wiederholen.

Auflösung „Finde das Wort“: LIMO, SAND, MEER, URLAUB, WASSER, SCHWIMMEN

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„eine welt“

Was uns verbindet (7):

Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du

reformationsdekade

G

ottes Schöpfung ist eine für uns unfassbare Welt voller Wunder, in der wir alle gerne leben. Je weiter die Wissenschaft fortschreitet, umso mehr Wunder werden offenbar. Schon unser ei- gener Körper – auch das ist eine in sich geschlossene Welt – steckt voller Wunder. Im Alltag nehmen wir sie nicht wahr. Wenn wir aber einmal genau hinschauen, entde- cken wir, was in unserem Körper alles ohne unser Zutun geschieht, um uns am Leben zu erhalten.

Das Herz, die Lunge, die Niere sie arbeiten unentwegt. Unsere Hände betätigen sich, ohne dass wir ihnen immerzu die nächste Aktion ansagen müssen. So funktioniert die ganze Welt, nichts ist umsonst auf der Welt, alles hat seine Bestimmung. Vernichten wir eines der unzählig vielen, ineinandergreifen- den Elemente, stören wir das Gefüge.

Nur wir Menschen sind in der La- ge, über unser Handeln nachzudenken. Wir haben den Auftrag, die Schöpfung zu pflegen.

Je mehr wir zu einer Welt zusammenwach- sen, umso verantwortungsvoller wird unser Auftrag. Pflanzen, Tiere, Berge, Wasser, Luft alles gilt es, in rechter Weise zu erhalten.

Ganz besondere Aufmerksamkeit sollten wir allen unseren Mitmenschen auf dem weiten Erdenrund entgegenbringen.

Kein Mensch kann allein leben. Wir brau- chen uns gegenseitig, um überleben zu kön-

nen. So haben wir alle auch Mitmenschen.

Deshalb werden wir schon im 3. Kapitel Mose (19,18 und 34) dazu angehalten: Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du.

Wie schwer es ist, angemessen mit dem anderen Menschen umzugehen, erfah- ren wir oft schon in der eigenen Familie. Je- der hat Wünsche, jeder muss deshalb auch zurückstecken und – was noch schwerer ist – den Anderen in seinem Sosein anerkennen.

Auch wir selber sind darauf angewiesen, von den Mitmenschen beachtet und anerkannt zu werden. Das müssen wir sogar täglich neu erfahren. Spüren wir diese Zuwendung nicht, nehmen wir leicht seelischen Schaden.

Wir alle richten uns in unserer Welt mit den uns umgebenden Menschen ein.

Kommt eine Störung von außen, reagieren wir schnell ablehnend, weil das Fremde uns ängstigt. Das erfahren wir eben jetzt wieder

sehr deutlich und in nächster Nähe: Viele Menschen fühlen sich hilflos gegenüber den vielen Flüchtlingen und lehnen sie deshalb ab, zum Teil verbunden mit aggressivem Verhalten. Aber andererseits gehen viele Menschen auf die Neuankömmlinge zu, oder tun sogar noch mehr; sie helfen bis zur Erschöpfung.

Sehen wir uns nun an, wie das menschliche Miteinander weltweit aussieht, dann hören wir hauptsächlich von Krieg und Unterdrückung. Dabei helfen wir Industrie- nationen, die wir selber im Frieden miteinan- der leben, kräftig mit durch Ausbeutung der armen Länder und durch Rüstungsverkäufe.

Schon 1948 hat die UN eine All- gemeine Erklärung der Menschenrechte verab- schiedet mit 30 Artikeln. Im Artikel 1 (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) heißt es: Alle Men- schen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen be- gabt und sollen einander im Geist der Brüderlich- keit begegnen. Inzwischen ist die Konvention mit ihren vielen Erweiterungen für die ver- schiedensten Menschengruppen in allen UN-

Straße der Menschenrechte, Nürnberg. Entwurf: Dani Karavan.

Mitgliedsstaaten rechtsverbindlich geworden.

In Nürnberg gibt es sogar eine Straße der Menschenrechte. Sie wurde 1993 eingeweiht und ist sowohl eine Anklage ge- gen die Verbrechen der Nationalsozialisten als auch eine zu Stein gewordene Mahnung an die Menschen, dass die Menschenrechte auch heute noch in vielen Staaten der Erde massiv verletzt werden. Auf der Straße wurden 27 Rundpfei- ler angebracht, die acht Meter hoch sind.

Auf ihnen kann man Auszüge der 30 Men- schenrechtsartikel nachlesen in deutscher und jeweils einer anderen Sprache. Diese Strasse entlangzugehen, ist ein erhebendes Gefühl und macht zugleich deutlich, wie weit wir immer noch von den hehren Zielen ei- nes friedlichen Miteinanders auf der Welt entfernt sind. Es lässt die Frage aufkommen, ob es denn jemals gelingen kann, das mensch- liche Miteinander global so zu gestalten, dass es jedem Menschen ermöglicht, nach seinem ihm in der Menschenrechtscharta zugestan- denem Recht auch wirklich zu leben.

Sieglinde Dürr

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buchempfehlung

Helden – Franco „Bifo“ Berardi

buchempfehlung

O

ft können wir es nicht verstehen, wenn ein junger Mensch im Fernsehen, etwa bei Dieter Bohlens „Superstar“ riskiert, öf- fentlich verhöhnt zu werden. Oder wenn bei

„Germany’s next Topmodel“ das Glück des Lebens davon abhängt auf irgendeiner Ti- telseite eines Modemagazins abgelichtet zu erscheinen.

Und doch steht dahinter eine Sehn- sucht, die auch wir kennen: Wahrgenommen werden, sichtbar zu sein, Resonanz zu erfah- ren – einen Mangel an Liebeserfahrung und Wertschätzung zu beseitigen.

In einer Welt, in der viele junge Menschen ihren Platz nicht mehr finden können, keine Berufsaussichten („Beru- fung“) mehr haben, greift dieser Kampf um die Aufmerksamkeit verstärkt um sich.

Viele von ihnen, psychisch gestört, traumatisiert, vereinsamt und/oder fanati- siert sehen keine Möglichkeit mehr, sich in positiver Weise öffentlich darzustellen. In Furor und Verzweiflung laufen sie Amok oder ‚opfern‘ sich im ‚Dienste einer guten Sache‘ und nehmen in ihren erweiterten Su- izid viele Unschuldige mit sich. Die Öffent- lichkeit nimmt sie natürlich als böse wahr und die Medien verweigern ihnen nicht die posthume Wahrnehmung.

Gerade in der Gegenwart spiegelt sich das grausame Tableau des Weltgesche- hens in den zunehmenden Anschlägen, nun auch in unsrem Land.

Diesem Gedanken trägt ein italie-

nischer Philosoph, Franco Berardi, in sei- ner Studie ‚Massenmord und Suizid‘ Rech- nung. Er nennt die Täter ‚Helden eines nihi- listischen Zeitalters‘. Das meint er nicht als Be- stätigung. Es trägt Bitterkeit und Ernst in sich.

Dabei geißelt Berardi den neolibe- ralen Wettbewerbszwang. Profit als höchster Wert vernichte alle anderen Werte. Wer- bung in allen Medien befördere den Gedan- ken und propagiere Glück durch Konsum als Erfolgsmodell für die Menschen. Dabei werden Täuschung und Betrug (Fußball, Doping, VW-Skandal) mehr oder weniger als Kavaliersdelikte in Kauf genommen. Es werde auch gewettet (Rating-Agenturen ge- ben den Takt an) auf den Niedergang von Staaten oder auf Rohstoffpreise, auf Hunger und Elend auf dem afrikanischen Kontinent.

„Wenn das Finanzspiel auf der Prämisse gründet, dass der investierte Geldwert steigt, je mehr zerstört wird, so gründet diese Form des finanziellen Profitstrebens im Grunde auf einer Wette auf die Verschlechterung der Welt.“ (Dazu passt auch die Feststellung von Papst Franziskus: „Diese Wirtschaft tötet.“)

Loser haben in dieser Welt nichts zu suchen. Die Menschen müssen zur Kennt- nis nehmen, dass das Zerstören von ande- ren Leben offenbar ein Erfolgsmodell ist.

Es gebe ein schwarzes Loch eines ‚Nichts in Geldform‘, das auch Solidarität und Empa- thie geschluckt habe.

Das ist die Grundlage, auf der Berardi die Massenmorde von Amokläu-

fern, Selbstmordwellen in Japan und Korea analysiert.

Gesellschaften, in denen nur noch das Recht des Stärkeren gelten solle, müssen mit der Rache der Verlierer rechnen.

Das ist vielleicht ein düsteres Buch, das ich empfehle. Aber es hilft uns zu ver- stehen, anstatt die Täter und ihre Taten als unbegreifliches Unglück zu sehen. Es hilft auch, uns weiter zu engagieren gegen die ab- surde Verteilung des Reichtums in der Welt, den wir zumeist achselzuckend hinnehmen, für die Teilhabe besonders der Jugend an

der Gesellschaft und für die Verstärkung eines ethisch verantwortungsvollen (auch christlichen) Menschenbildes.

Elke Neukirch

Franco „Bifo“ Berardi: Helden. Über Massenmord und Suizid. Aus dem Englischen von Kevin Vennemann Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2016 ISBN-13: 978-3957572370; € 22,90.

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Das Trauercafé wird geschlossen

abschied welt-alzheimertag

D

ie Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V.

und das Geistliche Zentrum für Men- schen mit Demenz laden herzlich ein zum

Ökumenischen Segnungsgottes- dienst, anlässlich des Welt-Alzhei- mertages 2016 für pflegende Ange- hörige, Menschen mit Demenz, Pfle- gekräfte und Ehrenamtliche

Thema: „Vater unser“

18. September 2016, 15 Uhr

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz

Superintendent Michael Raddatz Pfarrerin Geertje-Froken Bolle Dekan Rainer Lau

Die Betreuung eines an Demenz er- krankten Menschen stellt Familien oft vor große Herausforderungen und fordert von ihnen einen hingebungsvollen Einsatz und viel Kraft. Auch Pflegekräfte und Ehrenamt- liche engagieren sich für das Wohlbefinden für Menschen mit Demenz. Ihnen allen ist dieser Gottesdienst gewidmet.

Gerade und besonders in der pfle- gerischen, betreuenden und begleitenden Si- tuation dürfen wir uns im Zuruf Jesu als Kin- der Gottes sehen. Menschen mit Demenz, Angehörige, Pflegekräfte und Menschen, die Pflege organisieren und verantworten, bil- den ein Beziehungsnetz der Gemeinschaft, in deren Mitte Gott als unser Vater steht. In unserer Gotteskindschaft richten wir uns auf

Gott als der lebendigen Mitte aus. Heilsam und heilig wirkt Gott so in den Beziehungen mit den Menschen mit Demenz.

Alle Gottesdienstbesucher sind ein- geladen, im Segnungsraum am Altar durch Handauflegung den Segen persönlich zu empfangen. Für musikalische Begleitung sorgen Kantor Christian Schlicke (Orgel), Linus Fuhrmann (Geige), u.a.

Auch in diesem Jahr kann für Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Pflegekräfte ein kostenloser Fahrdienst angefordert werden. Informationen zum Fahrdienst erhalten Sie unter 030/34745942.

Erfahrenes Pflegepersonal steht bei Bedarf während des Gottesdienstes bereit. Im An- schluss an den Gottesdienst sind alle Besu- cher zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Ansprechpartner für den Gottesdienst:

Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V.

Frau Christa Matter, Friedrichstraße 236 10969 Berlin Tel. 030/890 94 357

Mail: info@alzheimer-berlin.de www.alzheimer-berlin.de

Geistliches Zentrum für Menschen mit Demenz und deren Angehörige Frau Anna Bach,

Bülowstraße 71/72, 10783 Berlin Tel.030/261 24 70

Mail: kontakt@glaube-und-demenz.de www.glaube-und-demenz.de

I

ch verabschiede mich zum 31.8.2016 in den Ruhestand. Eine Nachfolgerin ist be- stellt, aber noch nicht zum 1.9. da.

Das Team der Beratungsstelle für Trauernde hat deshalb beschlossen, die Trauercafés zu schließen und konzeptionell neu zu überdenken.

Ich danke für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Marien- felde. Ich danke dem Caféteam, Jutta Jaecks, Ursula Dammasch und Götz Pietschel.

Die Beratungsstelle für Trau- ernde wird weiterhin für alle Trauernden

da sein. Vorerst aber nur auf dem Gelän- de des Kirchenkreises, Götzstraße 24e.

Telefon 755 15 16 20.

Mit freundlichem Gruß

Karl Griese Beratungsstelle für Trauernde Götzstraße 24e, 12099 Berlin griese@ts-evangelisch.de trauerberatung@ts-evangelisch.de

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anzeige seniorenprogramm

im September 2016

Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9, Tel. 755 12 20-15

Seniorennachmittag Dienstag, 15 Uhr:

6. Sept. Bücherverkauf 13 –17 Uhr 13. Sept. Rätselnachmittag

20. Sept. Fahrt nach Königs Wusterhausen Schlossbesichtigung und Kaffeetrinken

Näheres bitte tel. erfragen 27. Sept. Bibel entdecken

mit Pfrn. C. Enke-Langner Ehepaarkreis

Montag, 12. September, 14.30 –16.30 Uhr Spiel- und Gesprächskreis

jeden Mittwoch, 15 Uhr Seniorengymnastik jeden Mittwoch, 15.15 Uhr Seniorinnenchor

jeden Montag, 15 –16 Uhr, DSH

Kegelgruppe

Kegeln in der Waldsassener Straße 40, Donnerstag, 8. Sept., 11.45 –13.45 Uhr Bücherverkauf

Dienstag, 6. Sept., 13 –17 Uhr

Geburtstagsfeier im Dorothee-Sölle-Haus – nach Anmeldung –

für Geburtstagskinder, die vom 8. August bis 25. September Geburtstag haben:

Montag, 26. September, 16 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim HILDE Montag, 19. September, 16 Uhr

Sprechstunden im Dorothee-Sölle-Haus Dienstag, 12.00 –13.30 Uhr, Frau Schmidt Mittwoch, 14 –16 Uhr, Frau Tempel

www.vitanas.de

Lebensfreude kennt kein Alter!

Qualifiziert und liebevoll betreuen und umsorgen wir ältere Menschen in allen Pflegestufen, auch Urlaubs- und Verhinderungspflege Spezielle Wohnbereiche für Menschen mit Demenz | Probewohnen

Persönliche Möblierung ist gern möglich | Ihr Haustier ist bei uns herzlich willkommen

Im ‚Rosengarten‘ zusätzlich:

Langzeitpflegestation der Phase F | LZB-Station für langzeitbeatmungs- pflichtige Bewohner

Im ‚Schäferberg‘ zusätzlich:

Seniorenwohnhaus Vitanas Senioren Centrum Am Bäkepark

Bahnhofstr. 29 | 12207 Berlin

 (030) 754 44 - 0 Vitanas Senioren Centrum Kastanienhof

Bruno-Walter-Str.4 - 6 | 12247 Berlin

 (030) 766 84 - 0

Vitanas Senioren Centrum Am Stadtpark Stindestr. 31 | 12167 Berlin

 (030) 92 90 16 - 0 Vitanas Senioren Centrum Rosengarten Preysingstr. 40 - 46 | 12249 Berlin

 (030) 766 85 - 5

Sommerfest im Blohmgarten

am Samstag, 17. September ab 14 Uhr

Der Blohmgarten in Lichtenrade ist ein Interkultureller Generationengarten, d.h. für Jung und Alt, unter der Trägerschaft der ufa - fabrik. Seine „Gärtner“ sind u.a. in den umliegenden Gemeinden Lichtenrade, Marienfelde, Mariendorf und Tempelhof beheimatet.

Gäste sind herzlich willkommen in der Blohmstraße 71–73 in Lichtenrade.

Für ihr leibliches Wohl ist gesorgt!

Referenzen

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