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Offene Bewegungsangebote im Freien für Ältere - Quartier 2030

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Academic year: 2024

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Vorwort

Warum kommunale Bewegungsförderung mit Älteren wichtig ist

Kommunale Bewegungsförderung ist nicht nur eine Gesundheitsinvestition für die Bürger, sie kann den Kommunen auch Standortvorteile sichern. Es ist erwiesen, dass ältere Menschen, die besonders inaktiv sind, den größten gesundheitlichen Nutzen haben, wenn sie bereits mäßig aktiv sind (Rütten & Pfeifer, 2016). Die nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung geben Orientierung zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit.

Das nationale Gesundheitsziel „Gesund. Der sozioökonomische Status älterer Menschen muss daher bei der Planung und Gestaltung eines gemeinschaftlichen Bewegungsangebots berücksichtigt werden. Offene Outdoor-Bewegungsangebote für Senioren greifen diese Aspekte auf und werden in dieser Broschüre vorgestellt.

Ziel ist es, dass ältere Menschen aller sozialen Schichten an den Angeboten teilnehmen und gemeinsam die Freude an der Bewegung finden und erleben können. Sie ergänzen die klassischen Angebote von organisiertem Sport, VHS oder Fitnessstudios in einer Gemeinde und bieten die Möglichkeit, ältere Menschen zu erreichen, die sich bisher weniger zum organisierten Sport hingezogen fühlten.

Was zeichnet offene Bewegungsangebote im Freien für Ältere aus?

Der Treffpunkt ist meist ein zentraler Ort, etwa ein Spielplatz oder ein Park. Offene Bewegungsaktivitäten im Freien können das ganze Jahr über regelmäßig bei (fast) jedem Wetter stattfinden. Bei offenen Outdoor-Bewegungsangeboten stehen der Spaß an der Bewegung, die Geselligkeit und der Kontakt zu anderen im Vordergrund.

Bei nahezu allen offenen Bewegungsangeboten im Freien besteht die Möglichkeit, dass Teilnehmer aus der Altersgruppe selbst zu aktiven Übungsleitern werden können. Ein Outdoor-Bewegungstreffen ist eine wöchentliche Veranstaltung, bei der sich ältere Menschen an einem zentralen Ort in der Nachbarschaft treffen, um unter Aufsicht gemeinsame Bewegungsübungen durchzuführen. Im Mittelpunkt aller Outdoor-Bewegungsveranstaltungen stehen die Freude an der Bewegung und das soziale Miteinander.

Die Outdoor-Bewegungstreffen haben ihren Ursprung im Ländle in Esslingen am Neckar. In vielen Kommunen Baden-Württembergs wurden in den letzten Jahren Outdoor-Sportveranstaltungen gegründet.

Kurzdarstellung von vier Bewegungsangeboten

Dies ist ein Angebot für alle, insbesondere für diejenigen, die noch keine sportliche Vorerfahrung haben. Unter geschulter, ehrenamtlicher Anleitung1, durch die Unterstützung qualifizierter Übungsleiter (ÜL) eines Sport-/Turnvereins oder professioneller Fachkräfte, Übungen etc. durchgeführt von den Koordinatoren in den Städten und Gemeinden, die entweder engagierte Ehrenamtliche (z.B.

Inhalt ist ein meist 60-minütiger Spaziergang durch die Stadt/den Stadtteil, ergänzt durch Übungen zur Beweglichkeit, Kräftigung, Balance und Ausdauer. Für viele ältere Menschen ist die Apotheke der Türöffner, der über das Auslegen von Flyern und direkte Einladungen auf die Zielgruppe zugehen kann. Neben der Anleitung qualifizierter Trainer aus Sportvereinen kann die Apotheke auch Tätigkeiten durchführen wie:

Die 3000 Spaziergänge basieren auf der einst vom Bundesgesundheitsministerium initiierten Bewegungsaktion. Es handelt sich um einen festen und markierten Weg, der etwa 3000 Schritte erfordert. Es kann generationsübergreifend beworben werden oder als angeleitetes Bewegungsangebot speziell für ältere Menschen konzipiert werden.

Neben Mitarbeitern in Kommunal-/Stadtverwaltungen können Ausbilder aus verschiedenen Institutionen (z. B. Nachbarschaftsbüros, Seniorenclubs, Pflegeheime) rekrutiert werden.

Wie wird ein offenes Bewegungsangebot im Freien für Ältere umgesetzt?

  • Analyse – Braucht es ein offenes Bewegungsangebot für Ältere im Freien?
  • Planung – woran muss gedacht werden?
  • Durchführung
  • Evaluation – Qualität sichern und weiterentwickeln

Ein wichtiger erster Schritt bei der Planung eines Outdoor-Trainingsprogramms ist die Ermittlung Ihrer Bedürfnisse. Zunächst sollte in der Analysephase geprüft werden, ob in der Stadt oder Gemeinde offene Angebote zur Bewegung im Freien vorhanden sind. Geeignete Positionen, die mit geringeren Koordinierungsaufgaben beauftragt werden können, sind unter anderem:

In der Stadt Heidelberg ist das Amt für Soziales und Senioren für die Koordination der Outdoor-Übungen zuständig. Leider ist eine Umsetzung im öffentlichen Raum aufgrund der GEMA-Gebühren der Kommune nicht ohne weiteres möglich. Bei starken Regenfällen sollten alternative Möglichkeiten für Bewegung im Freien vorhanden sein (überdachter Bereich, z. B. eine benachbarte Unterführung, ein Parkhaus, Zugang zum Schwimmbad oder Rathaus).

Es gibt unterschiedliche Erfahrungen, wann Bewegung im Freien stattfinden sollte. Bei der Planung offener Möglichkeiten zur Bewegung im Freien müssen neben dem Wissen auch weitere Bedürfnisse der Zielgruppe berücksichtigt werden. Dem Sport- und Bewegungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart stehen durch Gemeinderatsbeschlüsse finanzielle Mittel für die Durchführung verschiedener Bewegungsprogramme zur Verfügung.

Bisher konnten einige Outdoor-Bewegungsveranstaltungen für Menschen ab 65 Jahren finanziell gefördert werden. Runge bietet eine gute Vorbereitung für die Leitung von Outdoor-Übungen mit älteren Menschen. Einige Landkreise haben zudem ein eigenes Trainingskonzept zur kreisweiten Durchführung offener Outdoor-Trainingsveranstaltungen entwickelt.

Neben der Ausbildung zum Trainer C „Sport im Alter“, die in Zusammenarbeit mit mehreren Sportverbänden und anderen Institutionen durchgeführt wird und daher ein breites inhaltliches Spektrum bietet, bietet der württembergische Landessportbund auch individuelle Seminare an. Auch die einheitlichen T-Shirts für die Übungspartner stellt das Gesundheitsamt hier zur Verfügung, ebenso wie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Auch das Verteilen einer Broschüre mit Tipps für ältere Menschen kann sinnvoll sein.

Dies ist für die Qualitätssicherung und Entwicklung offener Outdoor-Trainingsangebote von großer Bedeutung. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und nehmen unentgeltlich an den offenen Bewegungsaktivitäten im Freien teil. Die Kriterien sind als „Handwerk“ für die Feldarbeit zu verstehen und weisen unterschiedliche Umsetzungsgrade auf, die im „Kriterienprofil“ beschrieben werden.

Partizipation bedeutet, dass in allen Phasen der Gesundheitsförderung (Bedarfserhebung, Planung, Umsetzung, Evaluation) ausreichend Möglichkeiten zur Mitwirkung bestehen.

Danksagung und Schluss

Darüber hinaus bedankt sich das Landesgesundheitsamt bei allen, die zur Erstellung der Broschüre beigetragen haben – sei es durch Telefoninterviews, Korrekturlesen oder Ergänzungen. Verfügbar unter: https://www.siebter altenbericht.de/fileadmin/altenbericht/pdf/Der_Siebte_Altenbericht.pdf.

Quellen

Referenzen

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