Wasserhygiene

In document Jahresbericht: (Page 42-48)

Trinkwasserbrunnen

Seite 41 Im Jahre 2011 wurden zwei Bienenhalter

mit einer Gesamtentschädigungssumme von 2.625 Euro für bienenseuchenbeding-te Verlusbienenseuchenbeding-te an Bienen aus dem Landeshaushalt

entschädigt (2010: 3 / 2.304). Eine Zahlung aus der Tierseuchenkasse erfolgt in diesen Fällen nicht, weil für Bienen keine Beiträge zur Tierseu-chenentschädigung erhoben werden.

Gesundheit Wasserhygiene

Seite 42 Gesundheit Wasserhygiene

Qualitätseinstufung der Berliner Badegewässer

Nach dem Ende jeder Badesaison er-folgt für jedes Badegewässer eine Qua-litätseinstufung in „ausgezeichnet“, „gut“,

„ausreichend“ und „mangelhaft“. Bis zum Ende der Badesaison 2015 sollten alle Badegewässer zumindest das Qualitätsmerkmal „ausreichend“

erreichen. Mit wirksamen und verhältnismäßigen

Maßnahmen ist auf eine zahlenmäßige Erhöhung der als „gut“ oder „ausgezeichnet“ eingestuften Badegewässer hinzuwirken. Dem LAGeSo ob-liegt als benannte Stelle die Qualitätseinstufung nach einem vorgegebenen Verfahren durchzu-führen und gegebenfalls Badeverbote auszuspre-chen oder vom Baden abzuraten.

Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer (Badegewässerver-ordnung) und die EU-Badegewässerrichtlinie.

Entsprechend den Vorgaben der neu-en EU-Badegewässerrichtlinie erfolgte erstmalig nach Beendigung der Bade-saison 2011 eine Qualitätseinstufung auf der Grundlage der Messergebnisse aus dem Unter-suchungszeitraum 2008 – 2011. Mit Ausnahme einiger Badestellen an der Unterhavel wurden alle überwachten Badestellen mit „ausgezeich-net“ eingestuft. Die Badestellen Breitehorn und Grunewaldturm an der Unterhavel erhielten das Qualitätsmerkmal „gut“ und „befriedigend“ (siehe Kartenauschnitt Badegewässerprofil Unterhavel).

Zur Bewertung wurden die mikrobiologischen Pa-rameter Escherichia coli und Intestinale Entero-kokken herangezogen. Eine Massenvermehrung von Blaualgen bleibt bei dieser Einstufung unbe-rücksichtigt und ist gemäß der Badegewässerver-ordnung gesondert zu begutachten.

Die Badestelle „Kleine Badewiese“ an der Un-terhavel erhielt aufgrund erhöhter Keimzahlwer-te insbesondere für den ParameKeimzahlwer-ter Escherichia coli in 2011 die Einstufung „Mangelhafte Qualität“

und genügt damit nicht den Qualitätsanforderun-gen der neuen Richtlinie.

Sonderuntersuchungsprogramm in Strandbädern

Die Berliner Badegewässerverordnung legt zur Überwachung der Qualität der Badegewässer Umfang und Häufigkeit vorübergehend das aufbereitete Trinkwasser in

den Reinwasserbehältern desinfiziert. Die Bevöl- kerung wurde durch Pressemitteilungen entspre-chend informiert.

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Gesundheit

Gesundheit Wasserhygiene

Badegewässerprofil

Entsprechend der neuen Badegewässer-richtlinie soll künftig mit der Erstellung von Badegwässerprofilen eine aktuelle Bewertung unter Kenntnis des Einzugsgebietes vorgenommen werden. Die Erstellung eines

Ba-degewässerprofils beinhaltet im Wesentlichen die Ermittlung und Bewertung aller Verschmut-zungsursachen, die das Badegewässer und die Gesundheit der Badenden beeinträchtigen könn-ten.

Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer (Badegewässerver-ordnung) und die EU-Badegewässerrichtlinie.

Im Rahmen einer EU-weiten Ausschrei-bung wurde die Arbeitsgemeinschaft UBB Umweltvorhaben Dr. Klaus Möller GmbH/

Büro Wassmann (WASS) mit der Erstellung der Badegewässerprofile beauftragt. Insgesamt wur-den fünf Badegewässerprofile an wur-den Fließge-wässern und zehn Badegewässerprofile an den Landseen erarbeitet. Zum Leistungsumfang ge-hörte die Übergabe von:

der routinemäßig zu untersuchenden Parameter (Maß- bzw. Kennzahlen) fest. Die Überwachung der Badestellen erfolgt während der Saison vom 15. Mai bis 5. September in 14-tägigen Abstän-den. Darüber hinaus wurde im August 2011 ein Sonderuntersuchungsprogramm durchgeführt.

Es wurden Wasserproben aus Duschen und Handwaschbecken in ausgesuchten Strandbä-dern entnommen und analysiert. Die

Untersu-chungen fanden in 12 Strandbädern während der normalen Nutzung der Bäder statt. Es wur-den 96 Proben an 48 Probenstellen (Duschen und Handwaschbecken) entnommen. Die mikro-biologischen und chemischen Kennzahlen wur-den durch das Landeslabor Berlin-Branwur-denburg (LLBB) analysiert. Insgesamt gab es nur acht Be-anstandungen. Alle daraufhin erfolgten Nachpro-ben waren nicht mehr zu beanstanden.

Stammdaten zur Erfassung in einer Datenbank

Erläuterungsberichte mit Bewirtschaf-tungsempfehlungen, wissenschaftlicher Beschreibung des Badegewässers, des Einzugsgebietes, potenzieller Verschmut-zungsquellen incl. einer Gefährdungsab-schätzung

Kurzfassungen zur Veröffentlichung auf der Homepage des LAGeSo

Informationstafeln zur Veröffentlichung vor Ort am Gewässer

Die Erläuterungsberichte werden behördenintern eine wichtige Arbeitsgrundlage zur Abstimmung eines gezielten Gewässermanagement im Sinne der Badegewässerverordnung sein.

Aufgrund einer geänderten Betriebsweise des Klärwerkes Ruhleben wurde während der Badesaison erstmalig UV-behandeltes Klarwasser in die Spree/ Unterhavel eingeleitet.

Viele Krankheitserreger (z.B. Bakterien, Viren) werden nicht in gleicher Weise wie die Indikator-bakterien (E. Coli, intestinale Enterokokken, co-liforme Bakterien) durch UV-Strahlen abgetötet bzw. inaktiviert. Eine hygienische Bewertung al-lein auf der Grundlage der untersuchten Indika-torbakterien im Bereich der Unterhavel ist daher nur bedingt möglich. Ein zielgerichtetes Untersu-chungsprogramm zur Einschätzung eines mögli-chen gesundheitlimögli-chen Risikos für die Badestel-len an der Unterhavel ist vorgesehen.

Seite 44 Gesundheit Wasserhygiene Ausgewählte

Parameter Anzahl der

Untersuchungen Anzahl der

Überschreiter Grenzwert/

TrinkwV Standwasser Ablaufwasser Standwasser Ablaufwasser

Escherichia coli 45 - - 0/100 ml

Coliforme Bakterien 45 - 2 - 0/100 ml

Enterokokken 45 - 1 - 0/100 ml

Koloniezahl bei 20°C 45 - 2 - 100/ml

Koloniezahl bei 36°C 45 - - - 100/ml

Legionellen 32 7 - - 100/100 ml

Eisen 1 1 1 - 0,200 mg/l

Kupfer 12 12 1 - 2,0 mg/l

Blei 11 12 - - 0,010 mg/l

Nickel 12 12 1 - 0,020 mg/l

Cadmium 12 - - 0,0030 mg/l

Sonderuntersuchungsprogramm Strandbäder - ausgewählte Parameter

LAGeSo-Stand auf der

Sonderschau WASsERLEBEN 2011

Wassermesse 2011 - Sonderschau WASsERLEBEN

Vom 2. bis 5. Mai 2011 fand in Berlin der internationale Fachkongress der Wasser-wirtschaft und begleitend die Messe „Was-ser Berlin International“ mit der Sonderschau WASsERLEBEN statt. Die Sonderschau sollte Kindern, Jugendlichen und insbesondere Schü-lern den nachhaltigen Umgang mit Wasser nahe bringen.

Das LAGeSo beteiligte sich an der Sonderschau

„WASsERLEBEN“ insbesondere mit dem Thema

„Baden in Berlin“. Auf dem Gemeinschaftsstand des LAGeSo stellten sich auch das Landesla-bor Berlin Brandenburg (LLBB), der Wasserret-tungsdienst beim Arbeiter Samariter Bund Berlin (ASB LV Berlin) und die Berliner-Bäder-Betriebe (BBB) dar. Vielfältige Fragen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Kongressteilnehmern und Besuchern der Fachmesse wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gemein-schaftsstandes fachübergreifend beantwortet.

Das LAGeSo präsentierte die barrierefreie Bade-gewässer-Homepage, die alle wichtigen und ak-tuellen Informationen rund um das Baden in

Ber-lin bereit hält. Die Standbesucher konnten vor Ort die Internetdarstellung und die darin enthaltenen Links ausprobieren. Eine Powerpoint-Präsentati-on zeigte anschaulich die im LAGeSo bearbeite-ten vielfältigen Themen rund um das Trink- und Badewasser. Den Besuchern wurden vom LAGe-So Flyer zu den Berliner Badestellen sowie zum Thema Blaualgen angeboten.

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Gesundheit

Gesundheit Infektionsschutz

LAGeSo-Stand auf der

Sonderschau WASsERLEBEN 2011

Infektionsschutz und -epidemiologie

Die vorrangigen Aufgaben des Fachgebiets Infektionsschutz/Infektionsepídemiologie in Berlin sind:

Steuerung und Koordinierung des Meldeverfahrens für Infektionskrankheiten, Überwachung und Beurteilung der infektionsepidemiologischen Lage,

gesamtstädtische Maßnahmen des Infektionsschutzes und Beiträge zu den Präventions-konzepten von Infektionskrankheiten,

infektiologische und epidemiologische Beratung der bezirklichen Gesundheitsämter und der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung.

Rechtliche Grundlagen für den Infektionschutz in Berlin sind in erster Linie das Infektionschutz-gesetz (IfSG), die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) bzw. International Health Re-gulations (IHR), die Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten bei bestimmten ge-werblichen Tätigkeiten (Infektionsverhütungs-VO), die Verwaltungsvorschriften über Maßnahmen bei übertragbaren Krankheiten mit besonderer Ausbreitungsgefahr im Land Berlin (Seuchenalarmplan) und die Ausführungsverordnung Schutzimpfungen (AV-Prophylaxe-Maßnahmen).

Die Überwachung (Surveillance) von Infek-tionskrankheiten ist eine vorrangige Aufga-be des öffentlichen Gesundheitswesens.

Der Infektionsschutz steht dabei immer wieder im Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit und der Medien. Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist die Meldepflicht von über 50 Infektionskrankhei-ten vorgeschrieben. Das Meldeverfahren ist sehr komplex. Es umfasst auf der ersten Ebene Ärzte, Labore und Gemeinschaftseinrichtungen. Auf der nächsten Ebene stehen die Gesundheitsämter der Bezirke. Eine zentrale Rolle im Land Berlin übernimmt das LAGeSo, bei dem die aus allen Bezirken übermittelten Daten geprüft werden.

Nach abgeschlossener Qualitätsprüfung werden die Daten an die Bundesoberbehörde, das Robert Koch-Institut, weitergeleitet. In der folgenden Ta-belle werden die zehn im Jahr 2011 meist

gemel-deten Infektionskrankheiten in Berlin aufgeführt.

Diesen werden die entsprechenden Meldezahlen in Deutschland gegenübergestellt. Mit Hilfe der Fallzahlen wird die epidemiologisch sogenannte Inzidenz berechnet. Dabei handelt es sich um die Zahl der Erkrankungen pro 100.000 Einwohner.

Dadurch werden Vergleiche von verschiedenen Regionen und Bevölkerungsgruppen möglich.

Die häufigst gemeldete Infektionserkrankung in Berlin war 2011 wie in den Vorjahren die Infektion mit Norovirus, einer virusbedingten Durchfaller-krankung. Die Fallzahlen für Influenza (Virusgrip-pe) lagen im ersten Quartal 2011 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die gemeldeten Fallzahlen für Infektionen durch Campylobacter, einer bakteriellen Durchfallerkrankung, waren so hoch wie seit fast 10 Jahren nicht mehr.

Der EHEC-HUS-Ausbruch

Mitte Mai 2011 wurde aus Hamburg eine ungewöhnliche Häufung von Infektionen mit Enterohämorrhagischen E. Coli-Bak-terien (EHEC) eines bis dahin seltenen Stammes berichtet. Bei der Infektion mit EHEC kommt es in vielen Fällen zu einer schweren Folgeerkrankung mit Nierenversagen, das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Die Ursache war zunächst unklar.

Fälle wurden bundesweit, aber überwiegend aus

Norddeutschland berichtet. Insgesamt erkrank-ten im Verlauf der Epidemie fast 4.000 Personen, davon 855 schwer mit HUS. Bundesweit wurden 54 Todesfälle gemeldet. Berlin war mit 74 Fällen betroffen. Es kam in 16 Fällen zum HUS, jedoch ohne Todesfälle. Der Verlauf des Ausbruchsge-schehens im Land Berlin ist als „Epikurve“ in der unten stehenden Grafik dargestellt. Als Ursache des Ausbruchs konnten im Verlauf roh verzehrte Sprossen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Niedersachsen identifiziert werden.

Seite 46 Gesundheit Infektionsschutz

Fallzahlen und Inzidenzen der zehn häufigsten meldepflichtigen Infektionskrankheiten 2011 für Berlin und Deutschland (Inzidenz = Fälle pro 100.000 Einwohner)

Zeiraum 1.1. - 31.12.2011 Berlin*** Deutschland***

Infektionserreger Rang Anzahl Inzidenz# Rang Anzahl Inzidenz#

Norovirus*

(klinisch-labordiagnostische Fälle) 1 4.144 121,7 1 112.309 137,3

Norovirus*

(klinisch-epidemiologische Fälle) 5.073 149,0 Daten nicht erhoben

Norovirus*

(Gesamtzahl) 9.217 270,7 Daten nicht erhoben

Campylobacter 2 3.344 98,2 2 70.560 86,3

Influenza (Virusgrippe) 3 2.908 85,4 4 43.738 53,5

Rotavirus 4 1.509 44,3 3 53.959 66,0

Salmonellose 5 906 26,6 5 24.206 29,6

E. coli-Enteritis 6 595 17,5 6 8.186 10,0

Hepatitis C 7 582 17,1 8 4.892 6,0

Giardiasis 8 429 12,6 11 4.190 5,1

Tuberkulose 9 319 9,4 10 4.199 5,1

MRSA** 10 285 8,4 12 4.049 5,0

* Im Land Berlin werden auch die Fallzahlen klinisch-epidemiologischer Fälle ohne Labornachweis sowie Fallzahlen bei Ausbrüche erho-ben, bundesweit nur klinische-labordiagnostisch bestätigte Fälle ** MRSA = methicillin-resistenter Staphylococcus aureus

*** Datenquellen für die übermittelteten Falldaten: LAGeSo (Berlin); SurvStat@RKI (Deutschland) [Stand: 11.1.2012]

# Einwohnerzahlen als Grundlage zur Berechung der Inzidenzen:

Berlin 3.404.382 Amt für Statistik Berlin Brandenburg [Stand: 30.06.2011]

Deutschland 81.802.257 Statistisches Bundesamt [Stand: 31.12.2009]

Schnelle Meldewege beim EHEC-HUS-Ausbruch im Land Berlin

Im Zusammenhang mit dem EHEC-HUS-Aus-bruchsgeschehen wurde in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit der Zeitverzug bei Meldungen und Übermittlungen diskutiert. Die Verzögerung der Meldung von Infektionserkrankungen kann unter Umständen dazu führen, dass Ausbrüche

verspätet erkannt werden. Dadurch können sich die erforderlichen Maßnahmen zur Untersuchung der Ausbruchsursache und zur Eindämmung des Ausbruchsgeschehens verzögern.

Das LAGeSo analysierte daher die Melde- und Epidemiologisch auffällig war bei diesem

Aus-bruchsgeschehen, dass Frauen und ältere Per-sonen deutlich mehr betroffen waren. An EHEC erkranken normalerweise fast ausschließlich Kleinkinder. In Berlin waren 65% der Patienten weiblich und 84% älter als 20 Jahre. Die epide-miologischen Ermittlungen ergaben, dass sich mindestens 53% der Berliner Patienten vermut-lich in Norddeutschland angesteckt hatten.

Teil-weise konnte nachgewiesen werden, dass sie an Orten gegessen hatten, an denen Häufungen von EHEC-Infektionen (sogenannte „Cluster“) beob-achtet wurden. Aber auch sekundäre Übertra-gungen von Infizierten auf andere Personen im gleichen Haushalt wurden beobachtet. Der letzte Erkrankungsbeginn eines Berliner Patienten war der 22. Juni 2011.

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Gesundheit

Gesundheit Landesprüfungsamt

Bundesweiter EHEC-HUS-Ausbruch - Epikurve der Fallzahlen im Land Berlin nach Datum des Erkrankungsbeginns (Stand: 10.8.2011) / [EHEC n=58* / HUS n=16] / * in neun EHEC-Fällen liegt kein Erkrankungsdatum vor, da keine klinischen Symptome vorlagen.

Übermittlungszeiträume im Land Berlin während des Ausbruchs. Von der Meldung durch das La-bor an das zuständige Gesundheitsamt bis zur Übermittlung durch das LAGeSo an das RKI ver-gingen bei den Berliner EHEC-Fällen im Durch-schnitt 3,3 Tage (47% der Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden bearbeitet). In dieser Zeit führen die zuständigen Gesundheitsämter intensive Er-mittlungen durch, da die reinen Labordaten zu-nächst kaum Patienteninformationen enthalten, und am LAGeSo wird die Qualität der übermit-telten Daten geprüft. Die Labore haben in fast 80% der Fälle innerhalb von 24 Stunden nach Di-agnosestellung gemeldet. Der durchschnittliche Zeitraum lag bei 1,3 Tagen zwischen Diagnose

und Meldung durch das Labor.

Auch die HUS-Fälle in Berlin wurden durch die behandelnden Ärzte in knapp 75% der Fälle in-nerhalb von 24 Stunden an das Gesundheitsamt gemeldet (Durchschnitt 1,5 Tage). Von der Diag-nosestellung über die Meldung an das Gesund-heitsamt bis zur Übermittlung durch das LAGeSo an das RKI vergingen durchschnittlich 2,1 Tage.

Insgesamt lag somit der Zeitrahmen in Berlin deutlich unter den im Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgegebenen Fristen von bis zu 18 Tagen.

Die beteiligten Ärzte, Labore, Gesundheitsämter und das LAGeSo haben beim EHEC-HUS-Aus-bruch unter Nutzung moderner Kommunikations-mittel sehr effektiv kooperiert.

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