Oberhausener Netzgesellschaft mbH

In document Beteiligungsbericht der Stadt Oberhausen: (Page 86-94)

Vertreter der Stadt / der städt.

Beteiligung in der Gesell-schafterversammlung:

Vorstand der evo AG

Prokura: Prokurist Hell, Bernd Paul

d) Geschäftsentwicklung

aa) Bilanzdaten

2014 2015 2016

Veränder-ungen

Aktiva T€ % T€ % T€ % T€ %

Anlagevermögen 296,85 1,5 316,34 1,5 346,79 1,7 30,45 9,63

Umlaufvermögen 19.344,40 98,5 20.786,12 98,5 20.057,00 98,3 -729,12 -3,51

Bilanzsumme 19.641,25 100,00 21.102,45 100,00 20.403,80 100,00 -698,65 -3,31

Passiva T€ % T€ % T€ % T€ %

Eigenkapital 1.142,48 5,8 1.142,48 5,4 1.142,48 5,6 0,00 0,00

Rückstellungen 5.439,37 27,7 6.496,95 30,8 6.087,72 29,8 -409,23 -6,30

Verbindlichkeiten 4.070,66 20,7 2.899,10 13,7 2.341,03 11,5 -558,07 -19,25

Rechnungsabgrenzungsposten 8.988,74 45,8 10.563,93 50,1 10.832,57 53,1 268,64 2,54

Bilanzsumme 19.641,25 100,00 21.102,45 100,00 20.403,80 100,00 -698,65 -3,31

bb) GuV

2014 2015 2016

T€ T€ T€

Umsatzerlöse 87.562,07 92.866,94 91.221,83

Erhöhung oder Verminderung des Bestands an

fertigen und unfertigen Erzeugnissen 10,64 22,62 -16,34

sonstige betriebliche Erträge 1.323,12 1.009,80 1.745,74

Materialaufwand 38.443,63 44.508,92 45.047,11

Personalaufwand 12.551,99 12.981,60 13.249,01

sonstige betriebliche Aufwendungen 40.781,34 41.523,01 42.330,77

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 192,44 54,99 8,24

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 516,72 268,15 228,25

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.205,40 -5.327,34 -7.895,67 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.555,16 958,98 -1.460,42

Erträge aus Verlustübernahmen 1.650,23 4.368,36 6.435,25

Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00

Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00 0,00

   

cc) Kennzahlen zur Ertragslage

31.12.2014 31.12.2015 31.12.2016Angaben in

Umsatzrentabilität: -1,88 -4,70 -7,05 %

Eigenkapitalrentabilität: -144,44 -382,36 -563,27 %

Cash-Flow: -1.650,23 -4.368,36 -6.435,25 T€

Gesamtleistung je Mitarbeiter: 559,09 590,56 584,60 T€

Personalaufwandsquote: 14,12 13,83 14,25 %

dd) Kennzahlen zur Vermögens-und Kapitalstruktur

31.12.2014 31.12.2015 31.12.2016 Angaben in

Sachanlagenintensität: %

Eigenkapitalquote: 5,82 5,41 5,60 %

Fremdkapitalquote: 94,18 94,59 94,40 %

e.) Lagebericht

1 Unternehmen

Die Oberhausener Netzgesellschaft mbH (OB-Netz) ist eine 100-prozentige Tochter der Energieversorgung Oberhausen AG (evo). Das Kerngeschäft der OB-Netz ist darauf ausgerichtet, das Strom- und Gasnetz entsprechend den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) diskriminierungsfrei zu betreiben, zu warten und bedarfsgerecht auszubauen.

Um vorhandene Synergiepotenziale im Netzbereich zu erhalten, wurde in die Gesellschaft zusätzlich das Fernwärme-netz integriert. Darüber hinaus gehören die Unterhaltung der öffentlichen Beleuchtung für die Stadt Oberhausen und die Wartung von Nahwärme-Anlagen zur Geschäftstätigkeit der OB-Netz. Alle Netzanlagen verbleiben im Eigentum der evo und werden zur Bewirtschaftung an die OB-Netz verpachtet.

Zwischen der OB-Netz und der evo besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (EAV). Darüber hinaus ist eine ertragsteuerliche Organschaft mit der FSO GmbH & Co. KG, als Konzernmutter (Organträger) und den evo-Gesellschaften (Organgesellschaften) gegeben.

2 Rahmenbedingungen 2.1 Regulierungssituation

Die wichtigsten regulatorischen Rahmenbedingungen für die OB-Netz werden im Folgenden dargestellt.

Novelle Anreizregulierungsverordnung

Im Juni 2016 hat die Bundesregierung die Novellierung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) beschlossen. Ziel der Neufassung ist es, für Verteilnetzbetreiber ab der dritten Regulierungsperiode einen Kapitalkostenaufschlag einzu-führen. Mit einem solchen Aufschlag auf die festgelegte Erlösobergrenze soll der Zeitverzug zwischen getätigter Investi-tion und Anrechnung der dafür anfallenden Kosten im Rahmen der KalkulaInvesti-tion der Erlösobergrenze beseitigt werden. Im Gegenzug wird dafür der bisher gewährte Sockeleffekt wegfallen. Im Rahmen einer Übergangsregelung wird lediglich für Anlagegüter, die zwischen 2007 und 2015 bilanziell aktiviert wurden, ein solcher Sockelbetrag in der dritten Regulie-rungsperiode fortgeschrieben. Ebenfalls entfallen werden die nach bisheriger Verordnungslage bestehenden Möglichkei-ten für Verteilnetzbetreiber, entweder einen Erweiterungsfaktor oder außerordentliche Investitionsbedarfe gelMöglichkei-tend zu machen. Welche Auswirkungen diese Änderungen ggf. auf die OB-Netz haben werden, wird derzeit geprüft.

Die im Zuge der Novelle ebenfalls erfolgte Verschiebung des Stichtags für die Berücksichtigung von Personalzusatzkos-ten des Netzbetreibers als dauerhaft nicht beeinflussbare KosPersonalzusatzkos-tenanteile auf den 31. Dezember 2016 hatte für die OB-Netz keine Auswirkungen.

Kostenantrag Erdgas

Der Kostenantrag Gas zur Festschreibung der Erlösobergrenze für die kommende Regulierungsperiode ist gestellt. Zur-zeit läuft das entsprechende Prüfverfahren bei der Landesregulierungskammer. Alle Nachfragen der Behörde hat die OB-Netz umfassend beantwortet.

Die OB-Netz geht davon aus, dass im Ergebnis des Prüfverfahrens alle in die Mittelfristplanung eingestellten Summen erreicht werden.

Lieferantenrahmenverträge Erdgas

Die Lieferantenrahmenverträge (Erdgas) wurden entsprechend der Vorgaben der Kooperationsvereinbarung (KoV) IX angepasst.

2.2 Belegschaft

Die Beschäftigtenzahl des Unternehmens ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Zum 31. Dezember 2016 waren 160 Personen bei der OB-Netz beschäftigt. Im Jahresmittel waren es inklusive der Beschäftigten in Altersteilzeit (ATZ) 159. Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt gemäß Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V) in der Fassung des 11. Änderungstarifvertrages vom 29. April 2016. Für die Beschäftigten besteht eine betriebliche Altersversorgung über die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK).

Die OB-Netz legt traditionell Wert auf die Qualifizierung und Förderung der eigenen Mitarbeiter. So wurden auch 2016 zahlreiche interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, um die Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer an-spruchsvollen Tätigkeiten zu unterstützen. Darüber hinaus begegnet das Unternehmen den Herausforderungen des demografischen Wandels mit einem umfassenden „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ (BGM)

3 Geschäftsverlauf 3.1 Netz Strom

Es wurde in 2016 eine Menge von 716,1 GWh durch die gepachteten Stromnetze der OB-Netz geleitet (2015: 741,6 GWh). Der Netzlastrückrückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt -3,4%. Damit setzt sich ein bundesweiter Trend fort, der vor allem auf ein verändertes Verbraucherverhalten und den vermehrten Einsatz energieeffizienter Geräte zurückzu-führen ist.

3.2 Netz Erdgas

Im Geschäftsjahr 2015 wurden durch die gepachteten Erdgasnetze der OB-Netz 966,4 GWh an Erdgaskunden verteilt.

Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (2015: 929,1 GWh) einen Anstieg von 4,0%. Verantwortlich dafür sind im We-sentlichen Witterungsgründe.

3.3 Netz Fernwärme

Das Fernwärmenetz ist im Gegensatz zu den Netzen Strom und Gas kein regulierter Bereich. Die OB-Netz übernimmt dienstleistend für die evo den Betrieb und die Wartung des Fernwärmenetzes.

4 Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der OB-Netz war im Geschäftsjahr 2016 zufriedenstellend, der Jahresfehlbe-trag wurde im Vergleich zum aufgestellten Budget überschritten.

Umsatzerlöse

EUR 2016

EUR Vorjahr

Netznutzungsentgelte 64.558.080,52 65.486.748,03

Sonstige Umsatzerlöse 26.663.750,92 27.380.188,57

91.221.831,44 92.866.936,60

Die Umsätze aus Netznutzungsentgelten Strom und Gas umfassen die internen und externen Erlöse aus der Netznut-zung, das Regulierungskonto und die Mehr-/Mindermengenabrechnung (MMA) der Vorjahre. Im Bereich Netzentgelte Strom ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen; die Erlöse aus Netznutzungsentgelten Gas sinken im Jahr 2016 jedoch aufgrund von höheren Vorjahreserlösen aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung.

Die Sonstigen Umsatzerlöse vermindern sich aufgrund der im Vorjahr weiterberechneten Beschaffung von LED Leuch-ten an die Stadt Oberhausen, dies spiegelt sich ebenfalls in den Aufwendungen wider. Dem gegenüber stehen gestiege-ne Erlöse aus Contracting-Maßnahmen. Weiterhin sind in dieser Position die Erlöse aus eigestiege-nem Dienstleistungsvertrag mit der evo sowie aus der Kostenerstattung Fernwärme enthalten.

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von TEUR - 344,7 enthalten.

Aufwendungen

Die Aufwendungen für Netznutzungsentgelte der vorgelagerten Netze sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch höhere Umlagen begründet.

Der Materialverbrauch sowie die bezogenen Leistungen für die Unterhaltung der Netze belaufen sich auf TEUR 5.235 und vermindern sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Beschaffung von LED-Leuchten für die Stadt Oberhausen im Jahr 2015 (siehe auch Umsatzerlöse). Der Personalaufwand steigt leicht auf TEUR 13.249 (Vorjahr TEUR 12.981,6).

Aufgrund des negativen Ergebnisses wurden der OB-Netz auf Basis einer Gewerbesteuerumlage vom Gesellschafter TEUR 1.460 Steuer erstattet.

Jahresergebnis

Das negative Ergebnis in Höhe von TEUR 6.435 liegt über dem budgetierten Jahresfehlbetrag von TEUR 4.700 und wird von der evo aufgrund eines EAV erstattet. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus Mengeneffekte der Netznut-zungsentgelte, sowie aus erhöhten Materialaufwendungen für die vorgelagerte Netznutzung.

Tätigkeitenberichte

In der OB-Netz werden drei Tätigkeitsbereiche ausgewiesen. Dies sind die Verteilnetze Strom und Gas sowie die sonsti-gen Aktivitäten.

Im Verteilnetz Strom wurde in 2016 ein Verlust in Höhe von TEUR 4.184 realisiert; der Bereich Verteilnetz Gas weist einen Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.664 aus. Im Rahmen der Ergebnisabführung an die evo werden diese Beträge ausgeglichen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 betrug die Bilanzsumme der Tätigkeit Verteilnetz Strom TEUR 13.245. Die Tä-tigkeit Verteilnetz Gas steuerte eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 6.846 zur Gesamtbilanz der OB-Netz bei. Die sonstigen Tätigkeiten umfassen die nicht regulierten Bereiche wie das Verteilnetz Fernwärme, die Netzdokumentation, Öffentliche Beleuchtung, das Zählerdatenmanagement und weitere sonstige Dienstleistungen für Dritte außerhalb des Strom- und Gasbereichs.

5 Finanz- und Vermögenslage 5.1 Finanzbewegung

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit minderte sich in 2016 gegenüber dem Vorjahr geringfügig um rund TEUR 18 auf TEUR -6.547. Dies ist im Wesentlichen auf ein negativeres Periodenergebnis (TEUR -6.435) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -4.368) zurückzuführen, welches durch die Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögens-gegenständen nahezu kompensiert wird.

Die Summe der Investitionstätigkeiten innerhalb der Kapitalflussrechnung belief sich im Berichtsjahr auf TEUR -23 (Vor-jahr TEUR -8). In der Position der Investitionstätigkeit spiegeln sich ausschließlich der Zugang und die Tilgung bei Ar-beitgeberdarlehen wider.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet neben der Verlustübernahme der evo in Höhe von TEUR 6.435 (Vorjahr TEUR 4.368) auch den Zugang von Baukostenzuschüssen von TEUR 925 (Vorjahr TEUR 2.139).

Somit kam es zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 790 auf TEUR 971.

5.2 Finanzstrategie

Im Rahmen einer zentralen Anlagestrategie wurde eine Cash-Pooling-Vereinbarung mit der evo getroffen, wobei die Verzinsung sowohl der Forderungen als auch der Verbindlichkeiten zu Geldmarktsätzen am Frankfurter Bankenplatz erfolgt.

Die OB-Netz besitzt kein eigenes Sachanlagevermögen, die Vermögenslage ist im Wesentlichen durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen (evo) geprägt.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der OB-Netz wird im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses auf-grund der Cash-Pooling-Vereinbarung und des vorhandenen EAV mit der evo und trotz des erhöhten Jahresfehlbetrages im Vergleich zum Budget als zufriedenstellend betrachtet.

6 Risikobericht

Zur Sicherung der Unternehmensziele, des künftigen Erfolges des Unternehmens sowie zur Senkung der Risikokosten führt die evo halbjährlich eine Risikoinventur durch. Diese Aufgabe wird auch für die OB-Netz wahrgenommen. Damit Risiken frühzeitig erkannt und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, ist bei der evo ein Risikomanagementsystem gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) implementiert. Alle erfassten Risiken werden durch Risikopaten hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung eingestuft. Die Risiken werden dabei nicht nur auf die mit den Risiken verbundenen Kosten, Erlö-seinbußen, Margenverluste oder Betriebsunterbrechungen untersucht, es wird auch der Einfluss auf Ressourcen, wie z. B. Personenschäden oder Imageverlust analysiert.

Grundsätzlich schützt sich die OB-Netz gegen Risiken, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der unternehmerischen Tätigkeit stehen, durch adäquate Versicherungen. Haftungsrisiken werden durch eine entsprechende Betriebshaftpflicht-versicherung abgedeckt. Weiterhin werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen, um Netzausfälle zu vermeiden.

Im Rahmen der Risikoinventur wurden sieben Risiken identifiziert. Diese entfallen mit einer Ausnahme in die niedrigen Risikoklassen. Das Risiko Ausfall der Stromnetze ist von rechtlich/technischer Art. Bei einem Ausfall, bzw. Störfall könnte es unter bestimmten Umständen zu Schadensersatzansprüchen von einigen wenigen Kunden in unbegrenzter Höhe kommen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als gering erachtet, sodass es insgesamt zu einer mittleren Risi-koeinstufung kommt. Im Rahmen des Asset-Managements wurden Maßnahmen zur Schadensminimierung und Reduzie-rung der Eintrittswahrscheinlichkeit definiert und werden laufend durchgeführt.

Folgende zwei Risiken wurden im Laufe des Jahres 2016 gestrichen:

Die FlexStrom-Gruppe, zu der namentlich die FlexStrom AG, die FlexGas GmbH, die Löwenzahn Energie GmbH und die OptimalGrün GmbH gehören, ist seit Juli 2013 im Insolvenzverfahren. Der Insolvenzverwalter der FlexStrom hat der OB-Netz einen Klageentwurf zugestellt. Darin fordert er rückwirkend seit 2009 gezahlte OB-Netznutzungsentgelte im Wege der Vorsatzanfechtung zurück. Es wurde eine Prozesskostengemeinschaft mit anderen betroffenen Netzbetreibern unter der Leitung der Rechtsanwaltskanzlei (BBH) gebildet. Da eine außergerichtliche Einigung über alle Forderungen stattgefun-den hat, kann dieses Risiko gestrichen werstattgefun-den.

In 2015 hat der Gesetzgeber das neue KWKG verabschiedet. Die Notifizierung durch die EU stand aber noch aus, so-dass sowohl der Erhalt als auch der Zeitpunkt der Förderung für FW-Netzausbau und –Verstärkung bisher nicht gesi-chert waren. Im Rahmen der ausstehenden Notifizierung des KWKG wurde die Förderung zwischenzeitlich gewährt.

Dieses Risiko wird daher gestrichen.

Die geplante Änderung der Anreizregulierungsverordnung ist in 2016 in Kraft getreten. Da derzeit die genauen Auswir-kungen für die OB-Netz noch nicht abschließend sondiert wurden, bleibt das Risiko vorerst unter Beobachtung.

Auf Basis einer kurz- bis langfristigen Liquiditätsplanung erfolgt die Liquiditätssteuerung innerhalb des genehmigten Rahmes der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der evo. Aus dem Kerngeschäft ergeben sich neben den im Abschluss bereits berücksichtigten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen keine weiteren Preis- und Adressausfallrisiken.

Die OB-Netz ist zurzeit keinen erhöhten Umweltrisiken ausgesetzt.

Abschließend bleibt festzustellen: Die beiden halbjährlichen Risikoinventuren haben keine Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und keine bestandsgefährdenden Risiken aufgezeigt. Auch für die Zukunft sind keine derartigen Risiken erkennbar

7 Prognosebericht 7.1 Messstellenbetriebsgesetz

Die OB-Netz hat die Dienstleistung für die Gateway-Administration bereits ausgeschrieben. Für das Frühjahr 2017 sind eine Vergabeentscheidung und ein entsprechender Vertragsabschluss vorgesehen. Nach Umsetzung eines Pilotprojek-tes sollen dann bis zum Herbst alle technischen Voraussetzungen geschaffen werden, dass schließlich zu Jahresbeginn 2018 mit dem Start des Roll-outs, d.h. dem Einbau intelligenter Messsysteme bei den Endverbrauchern, begonnen wer-den kann.

7.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung setzt die OB-Netz ein quartalsweises, centerbezogenes Berichtswesen ein.

Dieses Berichtswesen, das zugleich Steuerungsinstrument ist, kommt sowohl bei der evo als auch bei der OB-Netz auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt mit der gleichen Methodik zur Anwendung und mündet in eine differenzierte Erfolgsrechnung. Analysiert werden dabei sowohl im Plan-/Ist als auch Ist/Ist-Vergleich beispielsweise die Abweichungen der Kostenpositionen. In den technischen Bereichen wird der Quartalsbericht noch um einen Aufwandsbericht auf

Ein-zelmaßnahmenebene ergänzt, der mit voranschreitender Zeit im Geschäftsjahr in kürzeren Berichtszyklen zur Verfügung gestellt wird. Dies gewährleistet, im Bedarfsfall zeitnah Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren berücksichtigt die OB-Netz unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit die Belange unserer Kunden, der Umwelt sowie unserer Belegschaft.

7.3 Weitere Entwicklung der Ertragslage

Die weiterhin volatilen Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft stellen alle Verteilnetzbetreiber vor große wirt-schaftliche Herausforderungen. In den regulierten Netzgeschäften Strom und Erdgas lassen sich Gewinne im Wesentli-chen durch Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung realisieren. Gleichzeitig sind die Netze aufgrund der Energiewen-de zukunftsfähig auszubauen.

Vor diesem Hintergrund, d.h. dem steigenden Erlös- und Kostendruck, sind alle Abteilungen der OB-Netz weiterhin be-müht, im Rahmen des ELAN-Projektes kontinuierlich Effizienzpotenziale zu identifizieren und umzusetzen.

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 sind die Erträge aus Verlustübernahme um TEUR 2.580 größer als in der 2. Prognose erwartet. Dies liegt im Wesentlichen an Mengeneffekten aus Netznutzungsentgelten für die Bereiche Strom- und Gasnetz. Des Weiteren lagen die Materialaufwendungen für vorgelagerte Netznutzung zum Jahresabschluss höher als prognostiziert.

In den Jahren 2017 und 2018 werden die Umsatzerlöse hauptsächlich bestimmt sein durch die genehmigten Erlösober-grenzen in den regulierten Sparten Strom und Gas. Es wird jeweils ein Umsatz in Höhe von ca. TEUR 86.000 pro Jahr erwartet. Unter Berücksichtigung von Personal- und sonstigen Kostensteigerungen werden für 2017 Erträge aus Ver-lustübernahme in Höhe von TEUR -5.800 bzw. TEUR -5.300 für 2018 erwartet. Aufgrund des konzerninternen Gewinn-/Verlustausgleichs wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 0 EUR erwartet. Allerdings ist das Ergebnis der OB-Netz im Kontext des Gesamtkonzerns zu betrachten. Als innovativer und gut aufgestellter Verteilnetzbetreiber arbeitet die OB-Netz an Lösungen und Methoden, um auch weiterhin eine hohe Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.

8 Nachtragsbericht

Vom Geschäftsjahres-Ultimo bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 sind keine Tatsachen auf-getreten oder bekannt geworden, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich beeinflussen.

Oberhausen, 14. Februar 2017 Oberhausener Netzgesellschaft mbH Jörn Schneider

Geschäftsführer

OGM Oberhausener

Gebäude-management GmbH 100 %

WBO Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH

51 %

STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH

100 %

PBO Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesell- schaft Oberhausen mbH

51 %

O.Vision Projektgesellschaft mbH 100 % . 40 %

Energieversorgung Oberhausen AG

10 %

Oberhausener Netzgesellschaft mbh

100 % . 80 %

FSO GmbH & Co. KG 50 %

Biostrom Oberhausen GmbH

& Co. KG 100 %

FSO Verwaltungs-GmbH 50 %

Biostrom Oberhausen Management GmbH

100 % . 50 %

innogy SE Quantum GmbH

10,42%

. 76,79 %

RWE AG 0,19 %

strasserauf GmbH 30 %

über mittelbare Beteiligungen

KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft

GmbH 6 % RWW Rheinisch-Westfälische

Wasserwerksgesellschaft mbH 0,0039 %

KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft

GmbH & Co. KG 6 %

Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH

0,63 %

STEAG GmbH 100 % 56,6% mittelbar Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr

GmbH 18,3 %

Energiegenossenschaft Handwerk e. G.

1,88 % (je 0,94 % )

über drei verschachtelte Beteiligungsgesellschaften

RW Holding AG 0,89 %

Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage

Niederrhein GmbH 15,18 %

GMVA GmbH & Co. KG 100 %

GMVA Verwaltungs-GmbH 100 %

Ver- und Entsorgung

10%

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