Eigenbetrieb „Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises“

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Gegenstand des Unternehmens

Zweck des Betriebes ist die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung junger und erwachsener Menschen in den Jugend- und Freizeiteinrichtungen im Rahmen von Erziehung, Erholung und einer sonstigen sinnvollen Freizeitgestaltung sowie die Beteiligung an der E.ON Mitte AG in Kassel und den Kreiswerken Main-Kinzig in Gelnhausen (KWMK).

Erfüllung des öffentlichen Zwecks durch das Unternehmen

Der öffentliche Zweck des Unternehmens liegt im Rahmen einer abgestimmten Jugend- und Sozialpolitik in der Vorhaltung eines kreiseigenen Unterbringungs-, Verpflegungs- und Betreuungsangebotes.

Dieser Zweck wird insbesondere durch die Unterhaltung der Einrichtungen Jugendzentrum Ronneburg und des Jugend- und Familiengästehauses Bernau (bis 31.12.2009) verwirklicht.

Organe des Unternehmens (Stand: 01.09.2011)

Betriebskommission: Vorsitzender Dr. André Kavai, Kreisbeigeordneter Mitglieder Günter Frenz, Erster Kreisbeigeordneter

Fritz Schüßler, Kreisbeigeordneter Jutta Straub, Kreistagsabgeordnete Heribert Huth, Kreistagsabgeordneter Jürgen Heim, Kreistagsabgeordneter Julia Heil, Sachkundige Bürgerin

Christoph Zugenbühler, Sachkundiger Bürger Elke Schmitt-Wolf, Personalratsmitglied Heinz Betz, Personalratsmitglied

Betriebsleitung: Reinhold Walz

Eigenbetrieb „Jugend- und Freizeiteinrichtungen

Rechtliche und wirtschaftliche Daten

Rechtsform: Eigenbetrieb Gründungsdatum: 1993

Betriebssatzung vom: 10. Dezember 1993,

Änderung vom 08. November 2002 Stammkapital: 2.063.000 EUR

Beteiligungen: Name Anteil in EUR

E.ON Mitte AG, Kassel 4.710.852

Kreiswerke Main-Kinzig GmbH 12.189.468

Betriebsteile: Jugendzentrum Ronneburg

Jugend- und Familiengästehaus Bernau (bis 31.12.2009)

Bilanz des Unternehmens

AKTIVA 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Sachanlagen 4.423 5.294 5.143

Finanzanlagen 16.900 16.900 16.900

Anlagevermögen 21.323 22.194 22.043

Vorräte 44 25 25

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 20 28

Sonstige Vermögensgegenstände 699 649 657

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.288 4.802 4.626

Umlaufvermögen 6.053 5.496 5.336

Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0

SUMME AKTIVA 27.376 27.690 27.379

PASSIVA 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Gezeichnetes Kapital 2.063 2.063 2.063

Rücklagen 24.587 24.587 24.587

Gewinn-/Verlustvortrag 0 472 0

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 316 116 472

Eigenkapital 26.966 27.238 27.122

Sonderposten aus Zuweisungen Dritter 0 0 0

Rückstellungen 300 340 142

Verbindlichkeiten 110 112 115

Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0

SUMME PASSIVA 27.376 27.690 27.379

-10.000 20.000 30.000 40.000 50.000

1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 TE

UR

Jahr

Entwicklung von Eigenkapital und Bilanzsumme in T EUR

Eige nka pital Bilanzsumme

Gewinn- und Verlustrechnung

2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

+ Umsatzerlöse +812 +1.125 +1.125

+ Sonstige betriebliche Erträge +129 +303 +115

- Materialaufwand -578 -908 -850

- Personalaufwand -722 -919 -962

- Sonstige betriebliche Aufwendungen -525 -342 -89

- Abschreibungen -222 -254 -251

Betriebsergebnis -1.106 -995 -912

Beteiligungsergebnis +1.263 +964 +1.219

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +160 +147 +168

- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0

Finanzergebnis +160 +147 +168

Gewöhnliches Geschäftsergebnis +317 +116 +475

Außerordentliches Ergebnis 0 +2 -1

Sonstige Steuern / Steuern vom Ertrag (-) -1 -2 -2

Jahresüberschuss/-fehlbetrag +316 +116 +472

-5.000 -5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000

1997 1998 1999 200 0 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 TE

UR

Jahr

Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses in TEUR

Umsatzerlöse Jahresergebnis

Kennzahlen

2010 2009 2008

Kennzahlen aus dem Jahresabschluss:

Eigenkapitalquote 98,50% 98,37 % 99,06 %

Cashflow 838 TEUR 710 TEUR 864 TEUR

Sonstige Kennzahlen:

Anzahl der Mitarbeiter in Vollkräften (VK) 15,44 19,67 20,98

Personalaufwandsquote 76,77% 64,33 % 77,56 %

Forderungsumschlag in Tagen 8,29 4,96 8,16

Sachanlagenintensität 16,16 % 19,12 % 18,78 %

Auswirkungen auf die Haushaltswirtschaft des Main-Kinzig-Kreises

Ausschüttungen des Eigenbetriebes an den Träger wurden in den vergangenen Jahren, wie nachfolgend dargestellt, vorgenommen. Weitere Auswirkungen auf die Haushaltswirtschaft des Main-Kinzig-Kreises bestanden nicht.

Zahlenübersicht der letzten drei Jahre:

2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Ausschüttungen des Eigenbetriebes an den Main-Kinzig-Kreis (ohne Kapitalertragssteuer und

Solidaritätszuschlag)

494 0 399

Kapitalzuführungen und –entnahmen durch den Main-Kinzig-Kreis jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Im Jahr 2008 führte eine Einlage des Main-Kinzig-Kreises in die Kapitalrücklage der Kreiswerke Main-Kinzig auch zu einem entsprechend veränderten Bilanzausweis des in die Jugend- und Freizeiteinrichtungen eingelegten Beteiligungswertes.

Zahlenübersicht der letzten drei Jahre:

2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Kapitalzuführungen 0 0 3.000

Kapitalentnahmen 0 0 0

Kreditaufnahmen des Eigenbetriebes jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres -Keine

Vom Main-Kinzig-Kreis gewährte Sicherheiten (Bürgschaften etc.) jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Keine

Grundzüge des Geschäftsverlaufs

Bedingt durch den Verkauf des Jugend- und Familiengästehauses Bernau mit Wirkung zum 1. Januar 2010 stand zu Beginn des Geschäftsjahres zunächst die diesbezügliche Überprüfung und Bereinigung der Vermögenswerte im Mittelpunkt des betrieblichen Interesses.

Der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises hat den Verkauf mit großer Mehrheit gebilligt und dem Verkauf der Liegenschaft und der Übergabe des Geschäftsbetriebes zum 1. Januar 2010 in seiner Sitzung am 11.

September 2009 zugestimmt.

Demgegenüber wird das im Kreisgebiet gelegene Jugendzentrum Ronneburg seit Jahren grundlegend saniert. Dieser nun nahezu abgeschlossene Prozess umfasst sowohl Gebäude, als auch die haustechnischen Anlagen und die umfangreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Nach dem Verkauf des Gästehauses Bernau im abgelaufenen Geschäftsjahr steht der Betrieb durch den beschlossenen Wegfall der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Wegfall des Zivildienstes zum 1. Juli 2011 vor der nächsten großen Herausforderung. Die innerbetrieblichen Abläufe und Prozesse müssen in der Folge komplett überdacht und umgestaltet werden.

Es gilt nun schnellstmöglich, die innerbetrieblichen Abläufe und Prozesse im Jugendzentrum Ronneburg unter den veränderten Rahmenbedingungen neu zu gestalten.

Im Bereich der Investitionen wird der Schwerpunkt des kommenden Wirtschaftsjahres im Abschluss der Sanierungsarbeiten am betriebseigenen Hochbehälter liegen.

Insgesamt ist die Finanzausstattung des Betriebes weiterhin positiv herauszustellen. Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung in Verbindung mit den Rücklagen können die geplanten Investitionen und Sanierungsmaßnahmen auch künftig aus eigener Kraft bewältigt werden. Zu deren Finanzierung bedarf es keiner Kreditaufnahme.

Dies gilt auch für den Fall, dass der Träger seine, in den Eigenbetrieb eingelegten, Beteiligungen an der E.ON Mitte und den Kreiswerken Main-Kinzig, teilweise veräußern sollte oder die Beteiligungserträge auf ein deutlich niedrigeres Maß abgesenkt werden sollten.

Darüber hinaus wird das Unternehmen, wie im Übrigen bereits seit Gründung im Jahr 1993, aller Voraussicht nach auch in den nächsten zehn Jahren keine Zuschüsse des Trägers zur Verlustabdeckung benötigen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Der Jahresabschluss wurde am 06. Oktober 2011 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kommunal Consult GmbH aus Gründau geprüft:

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Unternehmenszweck

Die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) ging Anfang 2008 aus der bundesweit in dieser Form einmaligen Fusion zweier öffentlich verantworteter Träger der Erwachsenenbildung, nämlich der ehe-maligen Main-Kinzig-Kliniken BildungsPartner gGmbH (heute: Akademie für Gesundheit – AfG) und der Volkshochschule des Main-Kinzig-Kreises (VHS), hervor.

Die BiP baut ihr Angebot auf drei Säulen auf: Die erste Säule (Bildung für alle) ist – wie bisher in der vhs verwirklicht - die Grund- und Volksbildung, zu der das gesamte Unternehmen beiträgt. Sie umfasst das breite Themenspektrum Sprachen, Beruf, Gesundheit und allgemeine Bildung und setzt durch ergänzende Halbjahresschwerpunkte bildungspolitische Akzente. Neben der Aus- und Fortbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen umfasst die zweite Säule der BiP, die von der AfG gestaltet wird, seit Mitte 2009 auch vollumfänglich die betriebliche Gesundheitsbildung. Die dritte Säule (Campus berufliche Bildung) stellt eine Erweiterung der Angebote für alle Berufstätigen in der Region dar, bein-haltet maßgeschneiderte Inhouse-Schulungen im Bereich Personalentwicklung für Unternehmen und setzt auf Kooperationen mit Hochschulen zur Realisierung von punktuellen oder langfristigen universi-tären Fortbildungsangeboten.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks durch das Unternehmen

Insgesamt ist das Ziel der BiP die Unterstützung der Menschen in allen entscheidenden Lebensphasen sowie die Gestaltung der Übergänge zwischen den einzelnen Bildungsstationen – also ein Lernen im Lebenslauf. Dabei folgt die BiP dem ordnungspolitischen Grundprinzip, zu vernetzen und sichtbar zu machen, was an Angeboten in der Region vorhanden ist, und zu ergänzen, was fehlt. Dieser Ansatz der Ausgestaltung lebenslangen Lernens aus einer Hand und ihr Drei-Säulenmodell (Produktmarken), ist das besondere Geschäftsmodell der BiP, was sie auch zu einem Leuchtturmprojekt in der Bildungs-landschaft macht.

Die BiP hat insgesamt 29 hauptberufliche Mitarbeiter (zu einem Teil in Personalgestellung durch die Gesellschafter oder durch Kooperationspartner getragen) und rund 300 freie Dozenten zur Gestaltung der Bildungsarbeit. Jährlich erreicht die BiP mit über 1.300 Veranstaltungsangeboten mehr als 14.800 Teilnehmer. Im Jahr 2010 waren es rund 15.000 Teilnahmefälle. Zudem erhalten über 180 Personen in vier unterschiedlichen Pflegeberufen eine Berufsausbildung. Neben dieser Reichweite der Bildungs-angebote werden weitere Besucher durch Sonderaktionen wie Ausstellungen und Messen erreicht.

Die beiden Gesellschafter stellen der BiP jeweils ein Bildungsbudget zur Verfügung. Darüber hinaus erwirtschaftet die BiP im Bereich der offenen Kursangebote eigene Einnahmen und erzielt aus der Kooperation mit Sponsoren und neu dazu gewonnenen Partnern weitere Einnahmen im VHS-Angebotsbereich. Hinzu kommt die schon länger bestehende Kooperation mit anderen Krankenhäu-sern, insbesondere im Bereich des Ausbildungsganges der Operationstechnischen Assistenz. Verschie-dene öffentliche Zuschüsse von Land und Bund, insbesondere für die Bevölkerungsbildung nach Hes-sischem Weiterbildungsgesetz (HWBG) und die Integrationskurse, runden die Einnahmeseite der BiP ab.

Bildungspartner Main-Kinzig GmbH

Herzbachweg 14 63571 Gelnhausen

Telefon: 06051 87-2565, Telefax: 06051 87-2576 E-Mail: info@bildungspartner-mk.de

Organe des Unternehmens (Stand: 01.09.2011)

Aufsichtsrat: Vorsitzender Günter Frenz

Stellv. Vorsitzender Rainer Appel

Mitglieder Dr. med. Klaus Bathe

Bernd Becker Albert Hof

Dr. med. Klaus Mackenstein Irene Metzler-Reich

Dr. Rolf Müller Silvia Walter

Geschäftsführung: Geschäftsführer Dr. Karsten Rudolf Dieter Bartsch

Bezüge

Mitglied des Geschäftsorgans Bildungspartner Main-Kinzig GmbH ist Dr. Karsten Rudolf.

Er hat im Jahr 2010 für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH Gesamtbruttobezüge in Höhe von 101.267,11 EUR inklusive des Sachbezugswertes für einen Dienst-wagen erhalten.

Der Geschäftsführer der Muttergesellschaft Main-Kinzig-Kliniken gGmbH, Dieter Bartsch, ist ebenfalls Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH. Seine diesbezügliche Vergütung ist in den Gesamtbruttobezügen als Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken gGmbH enthalten.

Rechtliche und wirtschaftliche Daten

Rechtsform: gGmbH

Gründungsdatum: 09. September 2005

Gesellschaftsvertrag: Letzte Fassung vom 30. November 2007 Stammkapital: 45.000,00 EUR

Gesellschafter: Main-Kinzig-Kliniken gGmbH 55,56 % Anteil 25.000,00 EUR

Main-Kinzig-Kreis 44,44 % Anteil 20.000,00 EUR

Beteiligungen: Keine

Bilanz des Unternehmens

AKTIVA 2010 2009 2008

TEUR Siehe nachstehende Darstellung

Sachanlagen 65

Finanzanlagen 16

Anlagevermögen 81

Vorräte 0,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 215

Kassenbestand 25

Umlaufvermögen 240

Rechnungsabgrenzungsposten 1

SUMME AKTIVA 322

PASSIVA 2010

TEUR

Gezeichnetes Kapital 45

Rücklagen 47

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 17

Eigenkapital 109

Rückstellungen 24

Verbindlichkeiten 189

Rechnungsabgrenzungsposten 0,00

SUMME PASSIVA 322

Bilanz des Unternehmens

Gewinn- und Verlustrechnung

2010 2009 2008

TEUR Siehe nachstehende Darstellung

+ Umsatzerlöse 3.137

+ Sonstige betriebliche Erträge 1.110

- Materialaufwand 997

- Personalaufwand 2.368

- Sonstige betriebliche Aufwendungen 864

Betriebsergebnis 18

Beteiligungsergebnis 18

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2

- Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,8

Finanzergebnis -0,73

Gewöhnliches Geschäftsergebnis 17

Außerordentliches Ergebnis 17

Steuern vor Ertrag (-) 0,00

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 17

Gewinn- und Verlustrechnung

Kennzahlen

2010 2009 2008

Kennzahlen aus dem Jahresabschluss:

Eigenkapitalquote 33,80 % 26,65 % 32,84 %

Cashflow 67 71 23

Sonstige Kennzahlen:

Anzahl der Mitarbeiter (Auszubildende) 28,7 VK* 147 130

* ohne Auszubildende

Auswirkungen auf die Haushaltswirtschaft des Main-Kinzig-Kreises Keine

Kapitalzuführungen und –entnahmen durch den Main-Kinzig-Kreis jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Keine

Kreditaufnahmen der Gesellschaft jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres -Keine

Vom Main-Kinzig-Kreis gewährte Sicherheiten (Bürgschaften etc.) jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Keine

Grundzüge des Geschäftsverlaufs

Die technische Fusion mit der Angleichung der Arbeitsprozesse und der möglichen infrastrukturellen Zusammenführung wurde bereits 2008 abgeschlossen. Neben der Gestaltung der Bildungsarbeit stand das Jahr 2009 weiterhin im Zeichen der Implementierung der 2008 begonnenen konsequenten, inhalt-lichen Neuausrichtung auf lebenslanges Lernen und des Ausbaus der Angebote sowie der Steigerung deren Reichweite.

Das Jahr 2009 war ferner von der weiteren Teamentwicklung (Schwerpunkt VHS) sowie der Konsoli-dierung und Positionierung der neuen BiP am Markt und in der Fachwelt geprägt. Die BiP wird zur Vorstellung ihres Drei-Säulen-Modells, der Abwicklung der Fusion und ihrer inhaltlichen Arbeit weiter-hin bundesweit nachgefragt, was die Leuchtturmfunktion des Bildungsprojektes im MKK sowie das Interesse der Fachwelt und des Marktes unterstreicht.

Das Berichtsjahr 2010 stand im Zeichen der Stabilisierung des Erreichten und des Ausbaus bzw. der nachhaltigen Absicherung/Festigung der in den Vorjahren vorgenommenen inhaltlichen Neuausrich-tung. Dabei wurden die betriebliche Gesundheitsbildung, der Campus berufliche Bildung, die Bildungs-beratung, die Kooperationen mit Partnern, die frühkindliche und die schulunterstützende Bildungsar-beit ausgebaut (z.B. Demokratiewerkstätten, Berufsorientierungsseminare und Kindercampus), ein überregionaler Fachkongress ausgerichtet, Marketing für lebenslanges Lernen im MKK forciert und Innovationen zur Positionierung der Schule für Pflegeberufe im angespannten Fachkräftemarkt einge-führt. Auch die Teamentwicklung (Schwerpunkt AfG) wurde fortgesetzt.

Im Berichtsjahr 2010 setzte die BiP zudem den vom Kreisausschuss erteilten Auftrag um und gründete zusammen mit den Berufsschulen Gelnhausen und Schlüchtern sowie der Gesellschaft für Wirtschafts-kunde den mit Landesmitteln geförderten Hessencampus.

Im Jahr 2011 wird durch die finanzielle Unterstützung der beiden Gesellschafter der BiP das neue Bildungshaus Main-Kinzig fertig gestellt. Das Bildungshaus wurde unter Federführung der BiP auf de-ren Drei-Säulen-Modell zugeschnitten. Die neue Lernwelt wird Sitz der Verwaltung der BiP und ihrer Unterrichtsräume. Dieser Schritt schließt konsequent an die Fusion und die inhaltliche Neuausrichtung an und erweitert das Spektrum der BiP. Die Jahre 2010 und 2011 waren und werden somit auch vom Bauprojekt, der Positionierung des Hauses in der Lernwelt Main-Kinzig und den zu treffenden Vorbe-reitungen zukünftiger Arbeitsprozesse geprägt sein.

Die BiP will ihr erreichtes Niveau in dem kommenden Jahr halten und die Teilnehmerzahlen ausbauen.

Der Weg der bedarfsgerechten und aufsuchenden Bildungsarbeit in neuen Zielgruppen soll 2011 wei-ter beschritten werden. Auch ist geplant, die BiP inhaltlich noch stärker als Lernbegleiwei-ter aufzustellen.

Die Novellierung des Hessischen Weiterbildungsgesetzes und die Ausführungsbestimmungen des BAMF werden wesentlich die Entwicklung der Landes- und Bundeszuschüsse beeinflussen. Im nächs-ten Jahr wird aus heutiger Sicht jedoch mit wirtschaftlichen Ergebnissen auf dem Niveau des Berichts-jahres gerechnet. Aus heutiger Sicht werden keine die Entwicklung beeinträchtigenden oder den Be-stand gefährdenden Risiken für die Gesellschaft gesehen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Der Jahresabschluss wurde am 25. Juli 2011 von der KPMG AG in Mainz geprüft.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind alle vorbereitenden Maßnahmen zur Integration in das Erwerbsleben. Hierzu zählen insbesondere der Abbau von Vermittlungshemmnissen, die qualifizierende Beschäftigung sowie die berufliche und persönliche Aus-, Fort- und Weiterbildung mit dem Ziel der Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in das Erwerbsleben für schwervermittelbare Jugendliche und erwachsene Langzeitarbeitslose als Empfänger von Arbeitslosengeld II.

Dabei werden insbesondere folgende Zielsetzungen verfolgt:

 Verbesserung der Eingliederungschancen durch die Organisation von gemeinnütziger Arbeit und von qualifizierenden Arbeitsgelegenheiten

 Abbau von Vermittlungshemmnissen durch Maßnahmen zur Aktivierung und Qualifizierung

 Abbau von Bildungsdefiziten

 Förderung der Fachpraxis und Fachtheorie mit begleitender sozialpädagogischen Betreuung

 Integration von benachteiligten Jugendlichen in das Berufsleben durch die Durchführung außerbetrieblicher Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen

 Kooperation mit externen Bildungsträgern Wiesenstraße 39 63584 Gründau-Rothenbergen

Telefon: 06051 9710-0, Telefax: 06051 9710-38013 E-Mail: info@aqa.de

Erfüllung des öffentlichen Zwecks durch das Unternehmen

Unter Berücksichtigung der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2011 stellt sich die Ausbildungs- und Beschäftigungsentwicklung in der AQA GmbH (früher BBZ) seit 1995 statistisch wie folgt dar:

Jahr

Berufsaus-bildung Qualifizierung

Erwachsene QB ABM AfL AGH/MAE

U 25 AGH/MAE

ERW.

AQA-Zeitarbeit Gesamt

1995 20 16 32 0 68

1996 30 13 52 1 86

1997 45 16 60 45 166

1998 63 22 38 56 179

1999 57 71 28 54 210

2000 58 78 28 49 213

2001 56 92 28 30 206

2002 62 102 27 32 223

2003 68 67 25 22 43 225

2004 63 58 17 37 56 30 42 303

2005 81 103 0 0 105 198 35 522

2006 91 72 0 0 68 342 30 603

2007 91 78 0 0 62 346 29 606

2008 85 84 0 0 70 258 31 528

2009 107 108 0 0 60 269 6 550

2010 133 113 0 0 52 260 0 558

2011 127 90 0 0 30 248 0 495

Die Statistik weist jeweils die durchschnittlich besetzten Arbeitsplätze aus. Die Zahlen für 2011 sind geplante Stellenbesetzungen auf der Grundlage der (gekürzten) Eingliederungsmittel des Bundes-ministeriums für Arbeit und Soziales – BMAS - (früher BMWA). Da das Unternehmenskonzept vorsieht, dass freigewordene Stellen im Qualifizierungs- und Beschäftigungsbereich sofort wieder besetzt werden, ist die tatsächliche Anzahl der Beschäftigten, die in der AQA GmbH trainiert, qualifiziert oder beschäftigt wurden, bedeutend größer.

Im Bereich der gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) bei Kommunen und öffentlichen Einrichtungen (in obiger Tabelle nicht mit aufgeführt) fanden 2010 ca.

535 langzeitarbeitslose Menschen mit erheblichen Vermittlungshemmnissen eine Beschäftigung und konnten über dieses niederschwellige Angebot einen ersten Zugang zum Arbeitsleben finden.

Anmerkung:

Mit der Zulassung des Main-Kinzig-Kreises zur Übernahme der Grundsicherung für Arbeitssuchende gemäß § 6a Sozialgesetzbuch II in die kommunale Trägerschaft wurde der gemeinnützigen AQA GmbH ab 01.01.2005 die Betreuung von Langzeitarbeitslosen zur Integration in den regulären Arbeitsmarkt übertragen.

Organe des Unternehmens (Stand: 01.09.2011)

Aufsichtsrat: Vorsitzender Erich Pipa, Landrat

Stellv. Vorsitzender Hans-Jürgen Wolfenstädter

Mitglieder Günter Frenz, Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai, Kreisbeigeordneter Wolfgang Biedenbender

Heinz Gröning Horst Göckel Martina Glaab Reiner Bousonville Hartwig Rohde Heribert Huth Gerhard Heck

Geschäftsführung: Gerhard Freund

Gesellschafterversammlung: Vorsitzender Erich Pipa, Landrat

Mitglieder Kreisausschuss

Bezüge

Der Geschäftsführer erhielt eine monatliche Pauschalvergütung in Höhe von 4.000 EUR brutto.

Rechtliche und wirtschaftliche Daten

Rechtsform: gemeinnützige GmbH Gründungsdatum: 1991

Gesellschaftsvertrag: 29. Januar 1991 Stammkapital: 25.564,59 EUR

Gesellschafter: Main-Kinzig-Kreis 100 % Anteil

Beteiligungen: Keine

Bilanz des Unternehmens AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen

Finanzanlagen Anlagevermögen Vorräte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand

Umlaufvermögen

Rechnungsabgrenzungsposten SUMME AKTIVA

PASSIVA

Gezeichnetes Kapital Rücklagen

Jahresüberschuss/-fehlbetrag, Gewinnvortrag Eigenkapital

Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungsposten SUMME PASSIVA

0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000

2008

2010 2009

TEUR TEUR

Immaterielle Vermögensgegenstände 25

2.071 0 2.096 144 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 927 3 1.074

Rechnungsabgrenzungsposten 0

3.026

2010 2009

TEUR TEUR

26 271

fehlbetrag, Gewinnvortrag 883

1.180 54 206 1.586

Rechnungsabgrenzungsposten 0

3.026

2009 2010

2009 2008

TEUR TEUR

26 61

1.973 1.871

0 0

1.999 1.932

182 155

974 1.761

2 4

1.158 1.920

5 64

3.162 3.916

2009 2008

TEUR TEUR

26 26

764 410

354 201

1.144 637

71 90

212 451

1.735 2.723

0 15

3.162 3.916

Bilanzsumme Eigenkapital

Gewinn- und Verlustrechnung

+ Umsatzerlöse

+ Sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand

- Personalaufwand - Abschreibungen

- Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis

Beteiligungsergebnis

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis

Gewöhnliches Geschäftsergebnis Außerordentliches Ergebnis

Steuern vor Ertrag (Sonstige Steuern) Jahresüberschuss/-fehlbetrag

0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000 16000 18000 20000

2008

und Verlustrechnung

2010 2009

TEUR TEUR

9.199 97 883 6.622 217

Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.482

92 0

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4

ähnliche Aufwendungen 53

-49

Gewöhnliches Geschäftsergebnis 43

0 Steuern vor Ertrag (Sonstige Steuern) 8

fehlbetrag 35

2009 2010

Umsatzerlöse Jahresüberschuss

2009 2008

TEUR TEUR

18.555 18.823

88 12

416 463

14.863 15.120

215 166

2.569 2.828

581 258

0 0

2 35

67 61

-65 -26

516 232

0 0

10 10

506 222

Umsatzerlöse Jahresüberschuss

Kennzahlen

2010 2009 2008

Kennzahlen aus dem Jahresabschluss:

Eigenkapitalquote 39,0 % 36,2 % 16,3 %

Cashflow 197 TEUR 625 TEUR 388 TEUR

Sonstige Kennzahlen:

Anzahl der Mitarbeiter 646 818 753

 Stammpersonal 88 268 253

 Auszubildende 133 107 85

 Beschäftigte in einer

sozialversicherungspflichtigen Arbeitsgelegenheit 113 114 115

 Beschäftigte in einer qualifizierenden

Arbeitsgelegenheit 312 329 300

Auswirkungen auf die Haushaltswirtschaft des Main-Kinzig-Kreises

Nach § 7 des Gesellschaftsvertrages „Ausgleich des Bilanzverlustes“ werden Jahresfehlbeträge aus Mitteln des Haushaltes des Main-Kinzig-Kreises ausgeglichen. Da die AQA eine gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung ist, beschränkt sich die wirtschaftliche Betätigung auf die Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben. Eine wirtschaftliche Betätigung, die auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist, würde der anerkannten Gemeinnützigkeit zuwider laufen und ist daher nicht Grundlage der zweckbetrieblichen Tätigkeit. Aus diesem Grund entfallen Gewinn-abführungen und Konzessionsabgaben an den Gesellschafter. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 35.238,26 EUR wurde den Rücklagen zugeführt.

Zahlenübersicht der letzten drei Jahre:

2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Jahresüberschuss/-fehlbetrag 35,2 506,2 221,5

Kapitalzuführungen und –entnahmen durch den Main-Kinzig-Kreis jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Keine

Kreditaufnahmen der Gesellschaft jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres -Keine

Vom Main-Kinzig-Kreis gewährte Sicherheiten (Bürgschaften etc.) jeweils zum 31.12. des Wirtschaftsjahres

-Für beide Darlehen und den Kontokorrentkredit liegen Ausfallbürgschaften des Main-Kinzig-Kreises vor. Sie sind durch Bürgschaftsurkunde abgesichert.

Zahlenübersicht der letzten drei Jahre:

2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR

Darlehen Kreissparkasse Gelnhausen 509,0 518,5 528,3

Darlehen Kreissparkasse Gelnhausen 591,3 601,4 611,0

Kontokorrentkredite Kreissparkasse Gelnhausen 766,9 766,9 766,9

Grundzüge des Geschäftsverlaufs

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) dringend empfohlen, den administrativen (hoheitlichen Bereich) der AQA vom Eingliederungsbereich (Maßnahmeangebot) strikt zu trennen. Daraufhin wurde durch Beschluss des Kreistages zum 01.01.2010 eine Anstalt öffentlichen Rechts als „Kommunales Center für Arbeit – KCA“ errichtet und die AQA auf den Bereich einer Beschäftigungsgesellschaft zurückgeführt. Im Rahmen eines so genannten Inhouse-Geschäftes kauft seit diesem Zeitpunkt das KCA aus Mitteln des vom Bund zugewiesenen Eingliederungsbudgets die benötigten Eingliederungsmaßnahmen bei der AQA ein. Die Einzelheiten dieser Inhousebeziehungen regelt ein Dienstleistungsvertrag zwischen dem KCA mit seinen vier Regionen (früher Regionalzentren) und der AQA.

Analog zu diesen organisatorischen Entscheidungen durch den Kreistag musste auch der Gesellschaftsvertrag der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung an die neuen organisatorischen Gegebenheiten angepasst werden. Dies erfolgte ebenfalls durch Kreis-tagsbeschluss mit Wirkung zum 01.01.2010. Dabei wurden insbesondere die gemeinnützigen Zielsetzungen überprüft und mit dem Finanzamt Offenbach abgestimmt. Auch der Beirat, der bis zum 31.12.2009 als Organ der AQA in der Satzung verankert war, wurde organisatorisch dem Sozialdezernat des Main-Kinzig-Kreises angegliedert, da er ab 01.01.2010 beratend sowohl für das KCA als auch für die AQA tätig ist.

In Folge dieser Trennung liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit bei der AQA nur noch in der außer-betrieblichen Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen sowie der Betreuung und Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Menschen im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II in Verbindung mit dem SGB III. Diese Zielsetzungen wurden auch im Jahre 2010 durch die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung mbH (AQA) in Gründau mit ihren Außenstellen in Hanau, Nidderau und Bad Soden-Salmünster umgesetzt.

Hierzu gehören vielfältige Maßnahmen zur Integration in das Erwerbsleben, insbesondere Maßnahmen zum Abbau von Vermittlungshemmnissen, qualifizierende Arbeitsgelegenheiten und Beschäftigungsmaßnahmen sowie die berufliche Qualifizierung und Ausbildung mit dem Ziel der Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in das Erwerbsleben.

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich die Maßnahmebelegung in den Bereichen der qualifizierenden Beschäftigung, den Arbeitsgelegenheiten und der Ausbildung mit einem leichten Wachstum weiter stabilisiert. Deutlich ausgebaut wurde das Angebot im Bereich der AQA-internen Qualifizierungs-maßnahmen. Hier wurden im Laufe des Jahres 2.090 langzeitarbeitslose Menschen aktiviert, motiviert und qualifiziert.

Die außerbetriebliche Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen nach § 242 SGB III konnte im Geschäftsjahr 2010 ausgeweitet werden. Zu Beginn des Ausbildungsjahres im August 2010 wurde das Angebot um die Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker und Hochbaufacharbeiter erweitert. Letztere erhalten die Möglichkeit nach 2 Jahren ihre Ausbildung zu verlängern und einen Berufsabschluss als Maurer zu erlangen. Insgesamt konnte die AQA damit zehn verschiedene Ausbildungsberufe anbieten und somit die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze auf 133 erhöhen. Zum Jahresende 2010 waren davon 126 Plätze belegt. Dies entspricht einer Auslastung von 95 %.

Im Bereich der zweckbetrieblichen Tätigkeit konnten die Umsätze um weitere 7,8 % gesteigert werden.

Ausblick

Derzeit wird eine erneute Instrumentenreform - die zum 01.04.2012 in Kraft treten soll – diskutiert.

Diese Instrumentenreform wird große Auswirkungen auf die Strukturen und Angebote der AQA haben.

So sollen die Einsatzmöglichkeiten der Arbeitsgelegenheiten sowohl in der Mehraufwandsvariante als auch in der Entgeltvariante stark eingeschränkt werden. Dies erfordert eine konsequente Veränderung des Maßnahmeangebotes einerseits und die wirtschaftliche Überprüfung der zweckbetrieblichen Tätigkeiten.

Die zusätzlichen Belastungen durch die deutliche Reduzierung der Eingliederungsmittel in 2010ff machen es erforderlich, weitere Standbeine - zur Sicherung der Gesellschaft - zu überprüfen und weiter zu entwickeln.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Der Jahresabschluss wurde am 31.08.2011 von KCW Kommunal Consult GmbH – Gelnhausen geprüft.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Unternehmenszweck

Das Kommunale Center für Arbeit (KCA) ist die zentrale Anlaufstelle für langzeitarbeitslose Menschen im Main-Kinzig-Kreis auf dem Weg in die Erwerbstätigkeit sowie zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes erwerbsfähiger Leistungsberechtigter und deren Angehöriger.

Seitens des Kommunalen Centers für Arbeit werden – im Auftrag für den Main-Kinzig-Kreis als zugelassenem kommunalen Träger (Optionskommune) – die Aufgaben der „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ nach dem Sozialgesetzbuch Zweiter Teil (SGB II) wahrgenommen. Dies umschließt neben der Leistungsgewährung die Beratung und Betreuung Langzeitarbeitsloser (Fallmanagement) sowie die Arbeitsvermittlung und -förderung. Das „Fördern und Fordern“, die Hilfe zur Selbsthilfe, ist dabei die maßgebende Philosophie.

Im Zentrum steht das Ziel, langzeitarbeitslose Menschen entsprechend ihrer Lebenssituation flexibel und passgenau in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen. Für eine passgenaue Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung werden nach individueller Beratung maßgerechte Qualifizierungen angestoßen sowie eine enge Kooperation mit den Unternehmen der Region und den regionalen Arbeitsmarktakteuren gepflegt.

Der Unternehmenszweck wird durch die §§ 2, 3 der Satzung des Kommunalen Centers für Arbeit verdeutlicht bzw. konkretisiert:

§ 2 Zielsetzung und Errichtung der Anstalt (1) Zielsetzung der Anstaltserrichtung ist,

1. die Aufgaben, die dem Main-Kinzig-Kreis durch die Kommunalträger-Zulassungsverordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit vom 24. September 2004 (BGBl. I S. 2349) aufgrund des § 6a Abs. 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) als zugelassenem kommunalen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende obliegen, effektiv und wirtschaftlich von der Anstalt wahrnehmen zu lassen.

2. die mit der Aufgabenwahrnehmung verbundenen Finanzbeziehungen transparent zu gestalten und den Mitteleinsatz zu steuern und zu optimieren.

§ 3 Aufgaben der Anstalt

(1) Die Anstalt nimmt alle Aufgaben und Zuständigkeiten der Grundsicherung für Arbeitsuchende und der kommunalen Leistungen nach dem SGB II wahr. Dies schließt die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben ein.

(2) Insbesondere obliegen der Anstalt folgende Aufgaben:

1. Bewilligung von Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II.

2. Beantragung, Organisation, Durchführung und Abrechnung von Maßnahmen, die der Beschäftigungsförderung, der sozialen Betreuung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Eingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt dienen. Hierzu bedient sich die Anstalt der kreiseigenen AQA GmbH im Rahmen eines Inhouse-Geschäfts oder anderer geeigneter Anbieter.

3. Durchführung von Widerspruchs- und Sozialgerichtsverfahren im Rechtsgebiet SGB II.

Kommunales Center für Arbeit- Jobcenter

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