Berichterstattung über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

In document Beteiligungsbericht der Stadt Oberhausen: (Page 173-179)

Revierpark Vonderort GmbH 25%

E) Berichterstattung über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2010 steht für die TMO primär im Focus der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR 2010. Gemeinsam mit den anderen vier Portalstädten (Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg), sowie der RTG wird die TMO als Ideengeber, Initiator und vor allen Dingen als Servicedienstleister im touristischen Segment seinen Platz festigen müssen.

Es muss gelingen die neue Einrichtung des RUHR.Visitorcenters an der Neuen Mitte als Premiumvorverkaufsstelle im Markt zu etablieren. Das RUHR.Visitorcenter muss als zusätzliche Einrichtung einen positiven Beitrag zur gesamten Situation der TMO beisteuern.

Die Risiken stellen sich in den einzelnen Handlungsfeldern wie folgt dar:

Handlungsfeld Stadtwerbung/Öffentlichkeitsarbeit :

Die wesentliche Aufgabe wird in diesem Handlungefeld die Erfüllung des Rahmenleistungsvertrages mit der Stadt Oberhausen sein. Im Geschäftsjahr 2010 wird die Geschäftsführung mit der Beteiligungsverwaltung in Gespräche eintreten, um das Leistungsspektrum des Rahmenleistungsvertrages neu zu definieren und die sich daraus ergebenden Erwartungen an die TMO neu festzulegen. Zweitens müssen weitere Mediakooperationen mit externen Partnern eingeworben werden. Damit kann die Erlösseite positiv beeinflusst werden. Die Aktivitäten zur Kulturhauptstadt stellen auf in diesem Punkt eine Chance dar, denn an dem positiven Image der Idee möchte zunehmend andere Partner partizipieren.

Das Monatsmagazin „Stadtreport“ muss effizienter produziert werden. Zur Zeit trägt die TMO einen Kostenbeitrag von 6T€ pro Jahr und für die redaktionelle Leistung, sowie Layout und Grafik werden zwei Mitarbeiter mit je 500 Stunden/anno abgestellt.

Erschwert wird die Umsetzung der Projekte durch den Ruhestand des Bereichsleiters und Prokuristen. Hier fehlt

Die Zusammenarbeit mit anderen städtischen Gesellschaft kann ebenso intensiviert werden

Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung (WFO), der Gasmeter Gmbh und der TZU werden zunächst die Schwerpunkte sein.

Handlungsfeld Tourismus:

Oberhausen hat in 2009 erneut die Übernachtungszahlen auf einen Rekordwert von 260.000 steigern können. Diese Steigerung kann durchaus als positives Zeichen für die weitere Entwicklung in 2010 gesehen werden. Zumal die Übernachtungen entgegen dem allgemeinen Trend in Oberhausen gestiegen sind.

Dennoch wird das Jahr 2010 und die folgenden eine erneute Herausforderung an die Entwicklung der Gesellschaft stellen.

Neben dem Einfluss der weltweiten Finanzkrise auf das Verbraucherverhalten, spielen die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers eine große Rolle in der Vermarktung von Pauschalangeboten in touristischen Marksegmenten. Positiv betrachtet werden die Umsätze bei Pauschalen durchaus durch die Kulturhauptstadtidee gesteigert werden können, gleichzeitig bedeutet das nicht eine entsprechende Gewinnsteigerung für die TMO, da sich die Entwicklung der Margen für Paketangebote im Gruppenreisesegment deutlich reduziert hat.

Großen Einfluss werden auch die Impulse der Kulturhauptstadtaktivitäten auf das RUHR.Visitorcenter und auf die RUHR.Infolounge haben.

Zum einen liegt in einem zweiten Verkaufstandort dem RUHR.Visitorcenter eine große Chance, zusätzliche Gästepotentiale zu entdecken. Somit zusätzlichen Umsatz zu generieren und somit einen deutlich positiven Impuls auf das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft zu erzielen.

Gleichzeitig birgt das Ruhr.Visitorcenter aber auch Risiken. Die dem Förderantrag zu Grunde liegende Wirtschaftlichkeitsanalyse geht von einem Besucherstrom von zusätzlichen 800000 Gästen im Kulturhauptstadtjahr alleine in Oberhausen aus. Daraus wurden aus den Erfahrungen anderer Kulturhauptstädte (ECOC Analyse) Umsatzerwartungen hochgerechnet. Die Gefahr besteht, dass die Idee der Europäischen Kulturhauptstadt zwar als Imageträger das Bild von Oberhausen positiv beeinflusst, aber die prognostizierten Umsätze weitaus geringer ausfallen.

Zweitens ist anders als die Touristen Information am Hauptbahnhof, das neue Besucherzentrum an der Neuen Mitte weitgehend unbekannt. Es muss also gelingen den Ort bekannt zu machen um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Dafür ist erfahrungsgemäss mindestens ein Zeitraum von 12 Monaten einzuplanen. Da das Projekt auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist, ist die Entwicklung insbesondere für die nächsten fünf Jahre wichtig.

Handlungsfeld Stadt- /Citymarketing:

Der Bereich Stadt-/Citymarketing wird wie bereits im 2. Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2008 durch die Personalunion des Bereichsleiters und Prokurist mit der Bereichsleitung des Projektes Team City erschwert. Der zusätzliche Arbeits- und Zeitaufwand ist erheblich. Der Aufwand der Stadtfeste, der Wochenmärkte und des Weihnachtswaldes bleiben dabei auf bekannt hohem Niveau. Die Erlössituation eineingeschränkt schwierig.

Abschließend kann zusammengefasst werden, dass die Jahre 2010 und 2011 für die Tourismus&Marketing Oberhausen GmbH zwei Jahre mit höchsten Herausforderungen sein werden. Die Chancen, die sich aus dem Tourismusmotor Kulturhauptstadt ergeben können sind einmalig. Diese Impulse gilt es zu nutzen um den Tourismus in Oberhausen weiter auszubauen.

Allerdings sind nicht sämtliche Faktoren allein von der TMO zu beeinflussen. So ist zum Beispiel die inhaltliche Programmatik der Kulturhauptstadt einzig in der Verantwortung der RUHR2010 GmbH.

Zusammengefasst bestehen über die gesamte Gesellschaft folgende Risiken:

• Grundsätzlich ist die Erholung nach der weltweiten Finanzmarktkrise eine wesentliche nicht von der TMO zu beeinflussende Größe, die auf das Kaufverhalten unserer Kunden und der Gäste in Oberhausen Wirkung zeigen wird. Mit zurückhaltendem Kaufverhalten kann ein weiterer Rückgang der Umsatzerlöse verbunden sein.

• Durch den aktuellen Rahmenleistungsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und der TMO ergeben sich weiterhin reduzierte finanzielle Mittel durch die Vorgaben der HSK der Stadt Oberhausen. Der Handlungsspielraum für die TMO wird somit erneu eng. Hieraus können sich entwicklungs-beeinträchtigende Risiken ergeben. Im Geschäftsjahr 2010 wird die Geschäftsführung mit der Beteiligungsverwaltung in Gespräche eintreten, um das Leistungsspektrum des Rahmenleistungsvertrages neu zu definieren und die sich daraus ergebenden Erwartungen an die TMO neu festzulegen.

• Die für die RUHR.Infolounge und das RUHR.Visitorcenter zur Verfügung stehenden Fördermittel müssen gemäß der Bewilligungsbescheide verwendet werden. Neue Mitarbeiter können nur aus dem Förderszenario und nur befristet für zusätzliche Aufgaben im Rahmen des Betriebes des RUHR.Visitorcenters beschäftigt werden. Es besteht das Risiko, dass zusätzliche Personalaufwendungen wegen der 7-tägige Öffnungszeiten und die Rahmenbedingungen des TvöD entstehen (Sonntagszuschläge)

• Wartungsverträge der eingesetzten multimedialen Informationssystem sind nicht förderfähig. Daraus entstehende Kosten sind zu 100% von der TMO zu tragen.

• Der Tourismusmotor Kulturhauptstadt zeigt nicht die gewünschten Auswirkungen. Es kommen weniger Touristen als prognostiziert.

• Die Personaldecke der TMO stagniert. Die Anforderungen an die TMO und die Mitarbeiter sind gestiegen.

Finanzielle Mittel zur Qualifizierung der Mitarbeiter sind nicht vorgesehen. Die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sind bereits jetzt erheblich. Positiv ist der Beschluss des Rates der Stadt Oberhausen, ab 2010 die Personalkosten der Gesellschaft gemäß der realen wirtschaftlichen Situation anzuerkennen und anzupassen.

• Die Ausstattung der IT Infrastruktur entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Der Investitionsstau beträgt ca. 15T€.

Die Geschäftsführung rechnet allerdings im Jahr 2010 mit den Aktivitäten rund um die Kulturhauptstadt mit durchweg positiven Impulsen und eine stärke Nachfrage nach touristischen Produkten des Erlebnisraumes in Oberhausen und eine gute Entwicklung des Städtetourismus.

Die Chancen die sich aus den über die gesamte Region der Metropole Ruhr angelegten zusätzlichen und einmaligen Projekten innerhalb des Kulturhauptstadtjahres ergeben, wird die TMO konsequent nutzen. Die Mitarbeiter sind sensibel für dieses neue Thema geschult, und somit ist eine gewohnte Servicequalität sichergestellt.

Im Bereich des Stadt- und Citymarketings werden ebenso wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft der Kostenbetrachtung besonders große Aufmerksamkeit geschenkt.

Mit Engagement und Motivation werden sich die Mitarbeiter den einmaligen Chancen stellen und ambitioniert die anstehenden Herausforderungen annehmen und die anstehenden Projekte umsetzen.

Oberhausen, im Mai 2010 Burkhard Koch

WFO Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH

100%

Gasometer Oberhausen GmbH 100%

Tourismus und Marketing Oberhausen GmbH

100%

Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum

Oberhausen GmbH 100%

IKF Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH

100%

Revierpark Vonderort GmbH 25%

Freizeit & Tourismus

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a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift: Düppelstraße 1 46045 Oberhausen

Kontakt:

Telefon 0208 / 859080

Fax 0208 / 8590811

e-Mail Info@luise-albertz-halle.de

Internet www.luise-albertz-halle.de/

Rechtsform: GmbH Stammkapital in TDM: 500,00

Gesellschafter:

TDM %

Stadt Oberhausen 500,00 100,00

Gegenstand des Unternehmens:

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und der Betrieb der Luise-Albertz-Halle Oberhausen.

Die Luise-Albertz-Halle ist eine öffentliche Einrichtung im Sinne des § 8 GO: NW. Sie dient als Veranstaltungs- und Tagungszentrum sowie als Erholungs-, Versammlungs-, Kultur- und Bildungsstätte und steht allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zu diesen Zwecken zu Benutzung offen.

Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Rechtsgeschäften berechtigt, durch die der vorgenannte Gesellschaftszweck unmittelbar geöfrdert werden kann.

Die Gesellschaft kann den die Luise-Albertz-Halle betreffenden Grundbesitz erwerben, verwalten und veräußern.

Die Gesellschaft kann sich zur Förderung ihres Unternehmenszwecks an anderen Gesellschaften beteiligen.

Wichtige Verträge

Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH

Mietkaufvertrag Großenkücheneinrichtung vom 01.10.2008.

Elektrolux Financial Services GmbH Mietkaufvertrag zur Finanzierung der neuen Großkücheneinrichtung vom 02.12.1999. Dieser Vertrag wurde im Jahr 2008 durch die Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH abgelöst.

evo Energieversorgung Oberhausen AG Vertrag über Einrichtung, Betrieb, Wartung und Überlassung von technischen Anlagen

Hubert Imhoff GmbH Pachtvertrag vom 26.03.1999

OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Dienstleistungsvertrag (insbesondere Gebäudeinnen- und Fensterreinigung sowie Transportarbeiten), Vertragsbeginn 21.12.2007 (ehem. Vertrag mit WBO)

Stadt Oberhausen Grundstücksübertragungsvertrag vom 08.02.1999

Stadt Oberhausen Verlustausgleichsvertrag zwischen der Stadt Oberhausen und Luise-Albertz-Halle Tagungs- und Veranstaltungszentrum Oberhausen GmbH vom 08.02.1999

Stadtsparkasse Oberhausen Leasingvertrag Klimaanlage vom Juli 2006.

b) Besetzung der Organe / Vertretung der Gesellschaft (Stand: 31.12.2009)

Geschäftsführung: Geschäftsführer Raith, Jörn Vertreter der Stadt / der

städt. Beteiligung in der Gesellschafterversammlung:

Elsemann, Bernhard

Aufsichtsrat: Vorsitzender Loege, Josef stellv. Vorsitzender Broß, Klaus Dieter Mitglied Guthoff, Maria Mitglied Jäntsch, Angelika Mitglied Köhler, Hans-Jürgen Mitglied Bongers, Sonja Mitglied Gödderz, Sandra

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